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19. April 2013 um 14:03

Schlagtechnik, Technikerwerbstraining in Lernstufen

Bei der Erlernung der Technik im Tennis wird in fünf Stufen untergliedert. Diese werden im Folgenden kurz und anschließend ausführlich beschrieben.

Die erste Stufe ist die sog. Koordinationsentwicklung. In dieser Stufe soll das Körper- und Bewegungsgefühl entwickelt werden. Ohne auf eine korrekte Schlagausführung zu achten, steht die situative Bewältigung der Technik im Vordergrund.

Die zweite Stufe wird in der Literatur als Shorttennis bezeichnet. Hierbei kommt es zum ersten Mal zum tennisähnlichen Partnerspiel über das Netz. Da nur kurze Distanzen bewältigt werden, steht die Entwicklung des Ballgefühls im Vordergrund ohne die Komponente Kraft während des Schlages zu trainieren.

Beim Minitennis (der dritten Stufe) werden entweder separate kleinere Plätze benutzt, oder das große Feld geteilt, um das Spielfeld einzuengen. Dadurch wird erreicht, dass viele Ballwechsel über eine kurze Distanz zustande kommen. Dadurch entfallen unnötig lange Ausholbewegungen, die im weiteren Technikerwerbstraining schwer wieder zu korrigieren sind.

Die vierte Stufe ist der Aufbau der Zieltechnik. Hierbei steht der Aufbau der Handlungsflexibilität im Vordergrund. Erst während dieser Stufe werden konkrete Hinweise zur Technikkorrektur gegeben.

Die fünfte Stufe wird als Automatisierung bezeichnet. Hier geht es darum, die erlernte Technik im Spiel anzuwenden und zu automatisieren. Ziel ist es, das der Lernende während des Tennisspiels nicht mehr über die erlernte Technik nachdenken muss und sich somit auf taktische Aspekte konzentrieren kann.

2. April 2013 um 09:13

Training des Stoppballes

Ein Schlag im Tennis, der oftmals unterschätzt wird. Dabei können gut getimte Stoppbälle nicht nur einen Punktgewinn bedeuten, sondern gleichzeitig den Rhythmus des Gegners stören.

Tennisspieler, die Stoppbälle beherrschen, sind bei den Gegnern genau aus letzterem Grund gefürchtet. Wenn man gegen einen guten Stoppspieler spielt, ist es schwer, sein Spiel zu finden und eine entsprechende Konstanz im Verlauf seines Spiels zu entwickeln.

Ein guter Stoppball erfordert neben der korrekten Schlagtechnik vor allem Ballgefühl. Einigen Tennisspielern ist dieses Ballgefühl in die Wiege gelegt, andere müssen es kontinuierlich trainieren.

Einfache Stoppballübungen

2 Spieler finden sich auf dem Tennisfeld ein. Ein Spieler A begibt sich an die Aufschlaglinie und spielt Spieler B, der direkt hinter dem Netz steht, in regelmäßigen Abständen Bälle zu. Spieler B ist angehalten, die ihm zugespielten Bälle im aufsteigenden Ast mit einer kurzen und trockenen Slicebewegung zu stoppen.

Zu Erklärung: Die angesprochene Slicebewegung muss von hinten-oben nach vorne-unten durchgeführt werden. Die Übung wird solange trainiert, bis der von Spieler B gespielte Stoppball kurz hinter dem Netz auf der anderen Spielseite zu Boden fällt.

Die einfache Stoppballübung kann erschwert werden, indem die Abstände zwischen den Spielern vergrößert beziehungsweise ständig variiert werden. Diese Übung hat ihr methodisches Ende, wenn es Spieler B gelingt, den Stoppball in regelmäßiger Folge, auch von der Grundlinie aus, knapp hinter dem Netz auf gegnerischer Seite zu platzieren.

Wichtiger Hinweis:

Die Schlagfläche beim Stoppball sollte zu Anfang immer geschlossen bleiben. Je besser der Stoppball kontrolliert wird, desto weiter muss die Schlagfläche geöffnet werden. Besonders beim Rückhand-Stopp-Ball ist es später wichtig, die sehr steil geführte Slice-Bewegung mit einem leichten Öffnen der Schlagbewegung zu verbinden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einem „Einwickeln“.

Stoppball-Wettbewerb

Ein guter Wettbewerb, um die Motivation hinsichtlich eines wirksamen Stoppballtrainings zu erhöhen, sind gespielte Stoppbälle in vorgegebene Zielfelder. Spieler A steht an der Grundlinie und spielt Spieler B, der sich auf der gegenüberliegenden Seite an der Aufschlaglinie befindet, Bälle zu – die dieser wiederum per Stoppball zurück befördern soll.

Aufgabe für Spieler B ist es, den Stoppball genau in den Reifen zu spielen, der kurz hinter dem Netz auf dem Boden liegt. Trifft er per Stoppball in den Reifen, wird der Reifen genau um seinen Umfang Richtung gegnerischer Aufschlaglinie verrückt. Wer zuerst die Aufschlaglinie mit seinem Reifen erreicht, hat gewonnen.

Ein zweites Spiel: Spieler A spielt wechselseitig Stoppbälle und lang gespielte Bälle. Die Stoppbälle in den schmalen Streifen hinter dem Netz. Die langen Bälle in den Querstreifen vor der Grundlinie.

Sein Gegenspieler muss alle Bälle so erlaufen, dass der Ball nicht 2-mal den Boden berührt. Nach ein paar Versuchen werden die Rollen der Spieler gewechselt. Neben dem Training des Stoppballes kann hierbei sehr gut die Spielkondition verbessert werden.

Die letzte Übung ist ein normaler Ballwechsel zwischen 2 Spielern, der in einem Stoppball eines Spielers kurz hinter das Netz endet. In einer direkten Anschlusshandlung ist es die Aufgabe des Gegenspielers, dem gespielten Stoppball mit einem direkten Konter-Stopp-Ball zu antworten.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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13. März 2013 um 10:57

Den Flugball mit der Rückhand trainieren

Wer kennt die Situation im Tennis nicht? Ein Tennisspieler, der sich von der Grundlinie zum Netz bewegt, um den Gegenspieler dann mit einem Flugball zu überraschen.

Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze, einen Flugball zu spielen. Der Flugball oder auch Volley genannt, kann sowohl mit der Vorhand als auch mit der Rückhand gespielt werden. Desweiteren besteht die Möglichkeit, den Flugball als Halbvolley (kurz nach der Bodenberührung), als Stopp, mit einem Drive oder in Verbindung eines seitlichen Hechtsprungs zu schlagen.

Flugball-Übungen mit der Rückhand

Eine Partnerübung: Beide Tennisspieler stehen sich ca. 2 Meter, getrennt durch das Netz, gegenüber und spielen sich den Ball wechselseitig als Flugball mit der Rückhand hin und her. Dabei verändern sie langsam die Abstände zueinander. Nachdem sie sich immer weiter, bis hinter die Aufschlaglinie, voneinander entfernen, nähern sie sich wieder durch ein Vorrücken zum Netz an.

• Beide Tennisspieler spielen sich den Ball mit der Rückhand zu, verwenden dabei aber 2 Bälle.

• Beide Spieler führen nach dem Flugballschlag kurze Anschlusshandlungen aus: In die Hocke gehen oder einmal um die eigene Achse drehen. Wichtig hierbei ist, den entgegenkommenden Bällen mit einer kurzen Ausholbewegung in Höhe des ankommenden Balles zu begegnen.

• Ein Spieler postiert sich an der Grundlinie und schlägt die Flugbälle mit Rückhand – der andere Spieler schlägt lange Bälle zurück.

• Beide Spieler halten während des Ballwechsels einen zweiten Ball in der Hand. Nach jedem aktiven Schlag legen sie den Ball auf den Boden ab und nehmen ihn beim nächsten Ballwechsel wieder auf.

Danach kann man Variationen einbauen. Die Bälle werden als Flugball abwechselnd mit Vor- oder Rückhand gespielt. Anschließend nur mit Rückhand – mal cross, mal longline.

Reaktionsübungen und Spielformen

Spieler 1 steht an der Aufschlaglinie, Spieler 2 kurz hinter dem Netz. Nun wirft Spieler 2 in regelmäßigen Abständen Bälle aus der Hand heraus zu Spieler 1, der mit dem Rücken zu ihm steht. Und sich erst dann in Spielrichtung dreht, wenn Spieler 2 ein akustisches Signal abgegeben hat. Gleichzeitig eine sehr gute Übung zur Schulung der Reaktionsfähigkeit.

Eine Abschlussübungsform könnte mit 4 Spielern stattfinden, die sich auf dem Spielfeld in Form eines länglichen Rechteckes einfinden. Es wird nur mit einem Ball gespielt, wobei die Spieler auf der einen Spielhälfte den Flugball nur mit einem Cross-Return spielen. Die auf der Gegenseite befindlichen Spieler schlagen die Flugbälle dagegen nur longline über das Netz.

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6. März 2013 um 10:14

Den Flugball trainieren

Der Flugball kann im Tennis einen sehr wirksamen Schlag darstellen. Flugball ist die deutsche Bezeichnung für Volley und definiert im Tennis einen Schlag, der zurückgespielt wird, bevor der Ball den Boden berührt hat. Für gewöhnlich wird der Volley oder Flugball von Tennisspielern am Netz angewendet, um einen ankommenden Ball möglichst schnell zurückzuspielen.

Flugballformen

Es gibt verschiedene Flugball-Formen:

• Ein Halbvolley oder Halbflugball ist eine Schlagtechnik im Tennis, bei der der Ball kurz nach dessen Aufspringen auf dem Boden getroffen wird.

• Der Volleystopp ist ein Flugball, der knapp hinter das Netz gespielt wird. Ziel ist es, dem ankommenden Ball die Geschwindigkeit zu nehmen und so den Gegenspieler zu überraschen.

• Ein so genannter Hechtvolley ist ein Flugball, um einen Passierschlag des Gegners durch einen Sprung zur Seite im Flug zu erreichen. Der Schlag gelangte vor allem durch den Tennisspieler Boris Becker zu internationaler Bekanntheit.

• Als ein Drivevolley wird ein Flugball bezeichnet, der nicht als gewöhnlicher Flugball zurückgespielt wird, sondern mit einem Drive versehen wird. Dabei wird der Flugball wie bei der Vorhandtechnik mit hoher Geschwindigkeit und Spin angeschlagen.

Einfache Flugball-Übungen

Um das Gefühl für einen Flugball zu bekommen, ist es sinnvoll, anfangs mit einfachen Ballgewöhnungsübungen zu beginnen. Bei einer Partnerübung stehen sich beide Spieler am Netz gegenüber. Spieler 1 wirft Spieler 2, der sich auf der anderen Seite des Netzes befindet, den Ball mit der Hand zu. Spieler 2 steht in seitlicher Stellung hinter dem Netz mit aufgeklapptem Schläger und spielt den ankommenden Ball mit leichtem Druck in die Hand von Spieler 1 zurück. Die Spieler stehen sich dabei höchstens 2-3 Meter auseiander.

Danach kann die Distanz verdoppelt werden, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen. Eine weitere Möglichkeit der Variation ist die Zielrichtung beim Werfen zu verändern. So ist es dem Spieler 1 vorenthalten, wechselseitig auf den Kopf oder auf den Körper Volleyspielers zu zielen. Auch ein tief gespielter Ball hilft, variantenreich zu trainieren.

Eine weitere Übungsform: Beide Spieler stehen sich getrennt durch das Netz gegenüber. Die Abstände zum Netz betragen für beide Spieler jeweils 2 Meter. Spieler 1 lässt den Ball 2, 3 Mal auf dem Schläger springen, bevor er ihn mit einem geslicten Vorhandschlag zum auf der anderen Seite des Netzes stehenden Spieler schlägt, der diesen dann mit dem Schläger annimmt und sofort die Rolle des schlagenden Spielers einnimmt.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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28. Februar 2013 um 10:00

Training des Rückschlags

Ähnlich wie auch der Aufschlag ist der Rückschlag eine Schlagtechnik im Tennis, die ein wirksames Mittel darstellen kann, um einen direkten Punktgewinn zu erzielen. Ein perfekt gespielter Rückschlag, mit der richtigen Härte versehen, ist auch für einen Top-Spieler nur schwer zu erreichen.
Ziel ist es, die Kraft und Geschwindigkeit des ankommenden Aufschlages so in den Rückschlag zu transportieren, dass die Energievzustände optimal umgesetzt und umgewandelt werden können.

Einfache Service-Return Übungen

Folgende Übungen eignen sich sehr gut, den Rückschlag oder Return zu trainieren:

• Kontinuierlich Rückschläge mit einer guten Länge spielen. Dabei wird 1,2 und 3 Meter vor der Grundlinie ein Strich als Orientierung gezogen, um die Längen zu variieren.

• Eine Verfeinerung der Rückschlagtechnik erreicht man durch das Üben mit halbhohen Rückschlägen. Der Tennisspieler spielt eine Reihe von Rückschlägen halbhoch und mit guter Länge zurück.

• Rückschlag wird mit einer guten Länge als Lob returniert

• Der Return wir mit einer guten Länge cross geschlagen. Erschweren kann man den Cross-Return, indem man den Rückschlag in wechselseitig markierte Zielfelder spielt.

• Der Rückschlag wird longline serviert. Dabei ist darauf zu achten, dass der Tennisspieler verstärkt mit überzogenen und geslicten Bällen arbeitet.

• Eine folgende Übung könnte der Return-Wechsel zwischen cross und longline sein. Der Rückschläger spielt den 1. Aufschlag cross zurück, um den folgenden Aufschlag longline zu spielen – dann umgekehrt.

• Rückschlag wechselseitig kurz hinter das Netz, dann wieder lang zur Grundlinie hin, spielen.

• Der Return wird dem angreifenden Spieler flach und tief in die Füße gespielt

Rückschläge mit Einschränkungen

Der Aufschlagspieler steht nicht an der Grundlinie sondern an der Aufschlaglinie, um den Aufschlag zu servieren. Aufgrund der kürzeren Distanz muss der Rückschlagspieler schneller auf ankommende Aufschläge reagieren und ist gezwungen, kurze Ausholbewegungen zu machen.

Der Aufschläger serviert den Ball von der Grundlinie aus. Der Returner steht auf der gegenüberliegenden Seite 2 Meter vor der Grundlinie und hat die Aufgabe, die ankommenden Aufschläge im Moment des Aufstieges mit einer kurzen Ausholbewegung zu nehmen und als Return zurückzuschlagen.

Komplexe Return Übungen

Ein Spieler schlägt auf, der andere schlägt den Ball cross zurück. Spieler 1 spielt 3 x hintereinander cross, beim 4. Mal schlägt er den Ball longline. Es gibt unzählige Variationsmöglichkeiten, um im direkten Zusammenspiel den Rückschlag zu trainieren.

Zum Abschluss ein einfaches Punktspiel: Spieler 1 schlägt auf. Es wird so lange gespielt, bis einer der Spieler einen Punkt erzielt hat. Dabei werden die Punkte nicht gezählt oder summiert – sondern es wird nur auf eine korrekte Schlagausführung in Verbindung mit einer sauberen Lauftechnik geachtet.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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21. Februar 2013 um 15:13

Aufschlagwettbewerbe

Tennisanfänger bemerken sehr schnell, dass er Aufschlag zu den schwierigsten Schlägen im Tennis gehört. Gleichzeit ist er aber auch einer der wirksamsten Tennisschläge, um direkte Punkte zu erzielen.

Weiterhin nicht zu unterschätzen, ist seine psychologische Wirkung auf den Gegner. Tennisspieler, die einem starken Aufschlagspieler gegenüber stehen, werden fast unfreiwillig in eine passive Rolle gedrückt. In so einer Spielsituation ist es schwer, das Spiel wieder an sich zu reißen. Umso wichtiger ist es, das eigene Aufschlagspiel zu beherrschen und immer wieder zu festigen.

Durchführung von Aufschlagwettbewerben

Eine gute Methode, um das Aufschlagspiel zu verbessern, sind Aufschlagwettbewerbe. Sie dienen dem Ziel, die Aufschlagtechnik und die Kraft des Aufschlages unter motivationsrelevanten Gesichtspunkten zu formen.

Aufschläge, Jeden gegen Jeden

Innerhalb einer Trainingsgruppe ist die Spielform Jeder-gegen-Jeden eine gute Möglichkeit, um das Aufschlagspiel zu üben. Jeder spielt gegen Jeden. Dabei zählt ein lupenreines As 4 Punkte. 3 Punkte erhält der Aufschlagspieler, wenn der Returner den Aufschlag noch erreicht, ihn aber nicht mehr gezielt in das Feld zurück schlagen kann. Wenn der Rückschläger den Ball direkt nach dem Aufschlag wieder im gegnerischen Feld platzieren kann, bekommt der Aufschläger 2 Punkte. Wenn der Returner nach dem Aufschlag direkt punkten kann, wird dem Aufschlagspieler 1 Punkt gutgeschrieben. O Punkte gibt es, wenn der Aufschlag ungültig ist.

Aufschlagspiel mit direkter Punktevergabe

Eine andere Form des Aufschlagspiels ist folgendes: Zwei Spieler stehen sich auf einem normalen Spielfeld gegenüber. Ein Spieler serviert hintereinander 10 Aufschläge. Für ein As bekommt der Aufschlagspieler 2 Punkte. Gewinnt er den darauffolgenden Ballwechsel wird ihm 1 Punkt gutgeschrieben.

Gelingt es dem Returner mit dem direkten Rückschlag zu punkten, erhält dieser 2 Punkte. 1 Punkt bekommt der Rückschlagspieler, wenn er den anschließenden Ballwechsel für sich entscheidet.
Nach einer bestimmten Zeit kann der Trainer die Rollen wechseln lassen – der Returner wird zum Aufschlagspieler und der Aufschläger übernimmt den Platz des zurückspielenden Spielers.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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14. Februar 2013 um 11:50

Der Aufschlag, Grundsätze und Tipps

Der Aufschlag ist einer der schwierigsten und zugleich wirksamsten Schlagformen im Tennis. Kaum ein anderer Tennisschlag kann mit einer solchen Wucht und damit Geschwindigkeit gespielt werden.

Neben gewissen körperlichen und damit auch physikalischen Voraussetzungen wie zum Beispiel günstigen Hebelverhältnissen ist die Schlagtechnik ausschlaggebend. Die Kombination aus platziertem und gleichzeitig hartem Aufschlagen bildet das Erfolgsrezept.

Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen, wie ein Aufschlagt trainiert werden kann. Die beste Vorübung gerade für Anfänger ist das Werfen mit Schlagbällen, um die Aufschlagbewegung nachzuahmen. Später kann man Wurfkeulen nutzen, damit die Annäherung an den Schläger besser gelingt.

Sicherheit geht vor Kraft

Die erste Regel lautet immer: Sicherheit bekommen! Weniger Kraft einsetzen und explizit den Schwung ausnutzen. Anfangs können 20, 30 oder 50 Aufschläge über das Netz geschlagen werden. Im Fokus steht die korrekte Schlagtechnik. Ein guter Richtwert für die Qualität des Aufschlages ist, wenn 80 Prozent an Aufschlägen ins gegenüberliegende Aufschlagfeld gelangen.

Ein korrekter Aufschlag beginnt schon beim richtigen Anwerfen oder Hochwerfen des Balles. Gerade Anfänger tun sich schwer, den Ball in der richtigen Höhe und Position hochzuwerfen. Ein Trick: Legen Sie eine Schachtel oder einen kleinen Korb direkt vor den linken Fuß, wenn sie das Hochwerfen des Balles mit der rechten Hand vollziehen. Der Ball wird dann korrekt geworfen, wenn er anfangs genau in die Schachtel fällt.

Platzierungsübungen von Aufschlägen

Nachdem Sicherheit in das Aufschlagspiel eingezogen ist, gilt es, dem Aufschlag eine konkrete Richtung zu geben – den Aufschlag richtig zu setzen. So genannte Platzierungsübungen könnten sich so gestalten: Longline auf Rückhand des Gegenspielers oder Cross auf dessen Vorhand. Ein weiteres Übungsziel wäre, den Aufschlag entlang der Mittellinie zu platzieren. Alternativen sind, den Aufschlag direkt auf den Gegenspieler zu richten oder ihn nahe an die Seitenlinie zu spielen.

Zusammenfassung: Erst Sicherheit in den Aufschlag bringen und die volle Konzentration auf die korrekte Schlagtechnik richten – dann die Aufschläge in vorgegebene Zielfelder spielen. Immer gilt: Sicherheit vor Kraft!

8. Februar 2013 um 17:49

Erhöhung der Aktionsgeschwindigkeit und Zielgenauigkeit beim Return

Der Return ist nach dem Aufschlag der härteste Schlag beim Tennis. Beide Schlagarten sowohl der Aufschlag als auch der Return zählen zu den so genannten Eröffnungsschlägen, mit denen Ballwechsel eingeleitet werden. Der Return kann ein spielentscheidender Schlag sein. Normalerweise ist er ein passiver Schlag. In der Regel versucht der Spieler, der den Aufschlag aufnimmt, den Ball passiv mit einer kurzen Ausholbewegung zurückzuspielen.

Ein schwacher Return bringt den Aufschlagspieler in eine bessere Position. Je besser Spieler den Return beherrschen, umso größer ist die Chance, einem guten Aufschlag Paroli zu bieten. Werden der Druck und die Geschwindigkeit des gegnerischen Aufschlages wirksam mitgenommen und in den Return übertragen, kann ein guter Return sogar zum direkten Punktgewinn führen.

Return technisch perfektionieren

Als erstes sollte man den Return technisch perfektionieren: Eingeleitet durch eine kurze Ausholbewegung mit Schulterdrehung wird eine kurze Schlag- und Aufschwungbewegung bei einer markanten Körperrotation im Zuge eines langsameren Aufschlags von der Grundlinie durchgeführt.

Kurz nachdem die technische Grundbewegung des Returns geübt wurde, wird der Return mit Krafteinheiten verbunden: Der Tennisspieler trainiert Seitwürfe mit einem Medizinball und achtet dabei auf eine korrekte Returnbewegung. Auch hier sollte das Augenmerk auf der Körperrotation liegen. Die Sequenzen belaufen sich auf 6-8 Wiederholungen in 2-4 Serien, die von 1-3 Minuten Pause unterbrochen werden.

Im nächsten Trainingsschritt wird nach jeder Wurfserie returniert. Ziel ist es, die Aufschlag- und Returngeschwindigkeit kontinuierlich zu steigern. Schon in dieser Übungsreihe wird der schnell gespielte Return auf vorgegebene Zielflächen ausgerichtet. Folgende Steuerung wird vorgeschlagen: 8-10 Wiederholungen, 3-4 Serien und 1-3 Minuten Pause.

Erhöhung der Aktionsgeschwindigkeit, bei technisch korrekter Ausführung

Im Anschluss praktizieren zwei Tennisspieler abwechselnd das Aufschlag- und Returnspiel. Wobei der Aufschläger seine Aufschläge etwa 2 Meter vor der Grundlinie mit einer hohen Aktionsgeschwindigkeit spielt. Der Retournierer ist angehalten, die ankommenden Aufschläge auf Zielflächen zu spielen. Steuerung: 10-15 Wiederholungen, 3-5 Serien und1-2 Minuten.

In der abschließenden Einheit schlägt der Aufschlagspieler unmittelbar hinter der T-Linie auf. Mit der Maßgabe, die Aufschlaggeschwindigkeit etappenweise zu erhöhen. Die Begrenzung der Aufschlaggeschwindigkeit sollte indem Punkt begrenzt sein, indem der Returnspieler noch in der Lage ist, den Aufschlag sowohl technisch sauber als auch zielgenau im gegnerischen Feld unterzubringen. Die Sequenzen liegen bei 10-15 Wiederholungen, 3-5 Serien und 1-2 Minuten Pause.

Mit diesen Trainingsübungen gelingt es, die Aktionsschnelligkeiten sowohl beim Aufschlagspieler als auch beim Returnspieler zu steigern, ohne dabei die technische Präzision zu vernachlässigen. Das erweitert vor allem das Handlungsspektrum eines Tennisspielers und damit seine variable Handlungsausrichtung.

2. Februar 2013 um 14:06

Verbesserung der Schlagkraft und Schlaggeschwindigkeit

Grundschlagtechniken wie die Vorhand und die Rückhand bedürfen nicht nur einer korrekten technische Ausführung, sondern müssen auch mit der notwendigen Kraft gespielt werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Armkraft in Verbindung mit speziellen Grundschlagübungen zu trainieren.

Vorhand- und Rückhandschläge imitieren

Zwei Spieler stehen sich im Abstand von 3-5 Meter gegenüber und werfen sich einen Medizinball wechselseitig zu. Der Medizinball sollte ein Gewicht von 1,5 Kilogramm aufweisen. Der Medizinball wird vom jeweiligen Spieler aus einer Seitwärtsbewegung heraus zum gegenüberstehenden Spieler geworfen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vorschlagbewegung den jeweiligen Tennisgrundschlag exakt nachahmt. Das Gegenstück der Übung ist, den Medizinball mit der Imitation der Rückhandschlagtechnik zum anderen Spieler zu werfen.

Der Fokus sollte bei den Wurfübungen sollte auf einer starken Körperrotation und einem kräftigen Abstoßen aus den Beinen heraus liegen. Führt der Spieler den Medizinballwurf mit der Vorhandtechnik aus, befindet sich die Wurf-/Schlaghand hinter dem Ball. Die andere Hand dient nur der Bewegungskontrolle und Stabilisierung.

Eine Besonderheit ist beim Wurf mit der Rückhand zu beachten. Auch hier liegt die Wurfhand oder Schlaghand hinter dem Ball, während die andere Hand den Medizinball nur stabilisiert. Allerdings wird die Rückhand hierbei mit dem Handrücken an den Medizinball angelegt, um eine exakte Rückhandbewegung aus dem Tennis zu simulieren.

Diese Übungen können nach folgendem Plan durchgeführt werden: 6-10 Wiederholungen, 3-4 Serien und 1-3 Minuten Pause)

Training der Grundschläge auf Zielflächen

Unmittelbar nach dem Wurftraining mit den Medizinbällen, werden die Rückhand- und Vorhandtechniken unter normalen Bedingungen trainiert. Der Trainer steht vor dem Netz, der Spieler in der Nähe der Grundlinie. Nun spielt der Trainer dem Spieler die Bälle in allen möglichen Varianten zu. (Verschiedene Höhen, körpernah/körperfern, usw.) Der Spieler ist angehalten, den Tennisball mit der größtmöglichen Geschwindigkeit auf vorgegebene Zielflächen zurückzuspielen.

Die Sequenzen werden folgendermaßen vorgegeben: 8-10 Wiederholungen, 3-4 Serien und dazwischen 1-2 Minuten Pause.

24. Januar 2013 um 17:29

Verbesserung der Aktionsschnelligkeit

Ein Tennisspieler muss nicht nur schnell auf Bälle reagieren können, sondern sich auch schnell auf diese zu bewegen. Es gibt unterschiedliche Übungen, die Aktionsschnelligkeit eines Tennisspielers zu verbessern.

Skipping, Seilspringen und Fußtapping

Skippings sind kurze schnelle Schrittbewegungen auf der Stelle oder in leichter Vorwärtsbewegung. Das Ziel ist es, bei mittlerem Kniehub eine hohe Schrittgeschwindigkeit zu erreichen. Die Dauer einer Skipping-Sequenz sollte 5-8 Sekunden betragen, in 3-5 Serien eingebunden werden, die jeweils durch Pausen von 1-2 Minuten unterbrochen werden.

Weitere Übungen, die insbesondere die Schritt- und Aktionsgeschwindigkeit verbessern, sind Seilspringen oder das Fußtapping. Die Steuerung beträgt bei Beiden: 5 Sekunden, 3-5 Serien und 1-2 Minuten Pause. Auch vor einem koordinativen Hintergrund kann dann zum Beispiel das Skipping oder Fußtapping mit einem Kurzsprint verbunden werden. Als Beispiel: 2-3 Sekunden Skipping und dann direkt übergehen in einen Kurzsprint von 2-3 Sekunden.

Sprint mit Zugseilwiderstand

Dem Spieler wird ein elastisches Zugseil um die Hüften gelegt, das vom Trainer, der hinter ihm steht, festgehalten wird. Der Tennisspieler versucht nun gegen den Widerstand des vom Trainer gehaltenen Zugseils anzurennen. Nach ein paar Metern beziehungsweise einem bestimmten Zeitintervall lässt der Trainer den Spieler durch loslassen des Seils „frei“ laufen. Die Steuerung sollte hier anfangs 4-6 Sekunden betragen, 3-5 Wiederholungen in 3-5 Serien einbinden und zwischen den Serien 1-3 Minuten Pause belassen.

Zugseilwiderstand mit Zugseilbeschleunigung

Eine ähnliche Übung wie die des Zugseils, nur dass der Spieler nach dem Lösen des Widerstands die gegengesetzte Richtung einschlägt. Das Zugseil sollte für die Übung sehr lang gehalten werden. Der Tennisspieler sprintet gegen den Widerstand des Zugseils, das vom Trainer gehalten wird, los.

Wenn der Spieler eine bestimmte Strecke zurückgelegt hat, dreht er sich in Richtung Trainer und sprintet in die entgegengesetzte Richtung, wobei er bewusst den Effekt der Zugseilverkürzung nutzt, um zu beschleunigen. Steuerung: (4-5 Wiederholungen, 3-5 Serien, 1-3 Minuten Pause).

Alle diese Übungen sind leicht umzusetzen und unterstützen dem Tennisspieler beim Ausbau seiner Schnellkraft, insbesondere seiner Aktionsschnelligkeit.