Registrieren

22. Juni 2013 um 14:46

Krafttraining im Tennis

Wie bereits erwähnt ist die richtige Stellung zum Ball ein wesentlicher Faktor um einen optimalen Bewegungsablauf zu ermöglichen. Ein druckvoller und zugleich gefühlvoller Schlag ist ohne dies nicht möglich. Bei jedem Schlag im Tennis sind die Beine das erste Glied in der Kraftübertragungskette vom Unter- zum Oberkörper.

Unmittelbar während des Tennisschlags stemmen sich die Beine in den Boden und der Boden gibt diesen Kontaktdruck zurück. Die Kraft wird von einem Körperteil in das nächste übertragen bis sie schließlich beim Tennisschläger angekommen ist.

Konkret handelt es sich um die Beine, die Hüften, den Oberkörper, die Arme und die mit dem Schläger in Berührung stehenden Schläger. Um diesen Bewegungsablauf möglichst effizient zu gestalten muss ein Techniktraining einhergehen mit einem Krafttraining.

Kraft und Beweglichkeit miteinander vereinen

Dadurch wird der Körper optimal auf die zeitliche Koordination der Bewegungsabläufe vorbereitet und lernt die Komponenten Kraft und Beweglichkeit miteinander zu vereinen. Ein Training der Beine ist wichtig für das Training der Bewegungsabläufe auf dem Platz, vor allem für die richtige Stellung des Körpers zum Ball vor jedem Schlag.

Um muskulären Disbalancen entgegen zu wirken sollten die Muskeln beider Beine gleich gut ausgebildet werden. Es sollten sich ca. 60-80% des Beintrainings auf seitliche Bewegungen konzentrieren. Ein Training des Rumpfes ist deshalb essentiell, da jeder Schlag während der kinematischen Kette, die aus Unterkörper, Rumpf und Oberkörper besteht, unmittelbar mit einer Rotation des Oberkörpers verbunden ist.

Krafttrainining zur Vermeidung muskulären Disbalancen

Trainingsübungen sollten umfassend sein, d.h. dass Vorder- und Rückseite der Körpers in gleichem Ausmaß trainiert werden und dass sowohl auf Flexions- als auch Extensionsbewegungen eingegangen werden sollte. Bei jedem Spieler, egal ob Rechtshänder oder Linkshänder ist die schlagausführende Seite die dominante, welche automatisch mehr trainiert wird.

Um Verletzungen vorzubeugen sollte ein zusätzliches Krafttraining muskulären Disbalancen entgegen wirken. Auf den folgenden Seiten werden nun einige Schlagarten im Tennis erklärt und es wird darauf eingegangen, welche Muskelgruppen während der Schläge aktiv sind. Zusätzlich werden Trainingsübungen entsprechend der aktiven Muskelgruppen erläutert.

2. Februar 2013 um 14:06

Verbesserung der Schlagkraft und Schlaggeschwindigkeit

Grundschlagtechniken wie die Vorhand und die Rückhand bedürfen nicht nur einer korrekten technische Ausführung, sondern müssen auch mit der notwendigen Kraft gespielt werden. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Armkraft in Verbindung mit speziellen Grundschlagübungen zu trainieren.

Vorhand- und Rückhandschläge imitieren

Zwei Spieler stehen sich im Abstand von 3-5 Meter gegenüber und werfen sich einen Medizinball wechselseitig zu. Der Medizinball sollte ein Gewicht von 1,5 Kilogramm aufweisen. Der Medizinball wird vom jeweiligen Spieler aus einer Seitwärtsbewegung heraus zum gegenüberstehenden Spieler geworfen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Vorschlagbewegung den jeweiligen Tennisgrundschlag exakt nachahmt. Das Gegenstück der Übung ist, den Medizinball mit der Imitation der Rückhandschlagtechnik zum anderen Spieler zu werfen.

Der Fokus sollte bei den Wurfübungen sollte auf einer starken Körperrotation und einem kräftigen Abstoßen aus den Beinen heraus liegen. Führt der Spieler den Medizinballwurf mit der Vorhandtechnik aus, befindet sich die Wurf-/Schlaghand hinter dem Ball. Die andere Hand dient nur der Bewegungskontrolle und Stabilisierung.

Eine Besonderheit ist beim Wurf mit der Rückhand zu beachten. Auch hier liegt die Wurfhand oder Schlaghand hinter dem Ball, während die andere Hand den Medizinball nur stabilisiert. Allerdings wird die Rückhand hierbei mit dem Handrücken an den Medizinball angelegt, um eine exakte Rückhandbewegung aus dem Tennis zu simulieren.

Diese Übungen können nach folgendem Plan durchgeführt werden: 6-10 Wiederholungen, 3-4 Serien und 1-3 Minuten Pause)

Training der Grundschläge auf Zielflächen

Unmittelbar nach dem Wurftraining mit den Medizinbällen, werden die Rückhand- und Vorhandtechniken unter normalen Bedingungen trainiert. Der Trainer steht vor dem Netz, der Spieler in der Nähe der Grundlinie. Nun spielt der Trainer dem Spieler die Bälle in allen möglichen Varianten zu. (Verschiedene Höhen, körpernah/körperfern, usw.) Der Spieler ist angehalten, den Tennisball mit der größtmöglichen Geschwindigkeit auf vorgegebene Zielflächen zurückzuspielen.

Die Sequenzen werden folgendermaßen vorgegeben: 8-10 Wiederholungen, 3-4 Serien und dazwischen 1-2 Minuten Pause.