30. Dezember 2013 um 10:42
Das wichtigste im Tennis ist es den Ball über das Netz auf das gegnerische Feld zu spielen. Doch damit nicht genug, bei höherem Spielniveau sollte auch auf ein gewisses Tempo und eine gute Länge geachtet werden, damit der geschlagene Ball nicht gleich zum „11 Meter“ für den Gegner wird.
Die richtige Länge in den Schlägen
Der Ball sollte im Tennis, vor allem bei den Grundschlägen möglichst weit nach hinten auf die Grundlinie gespielt werden. Wenn dies geschieht, sieht es nicht nur schön aus für den Zuschauer, sondern es wird für den Gegner schwer Druck aufzubauen. Sobald die Schläge zu kurz werden, hat er die Möglichkeit aggressiv zu attackieren und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit den Punkt zu machen.
Da es das Ziel ist selbst zu Punkten, sollten die Grundschläge auch entsprechend so trainiert werden, dass sie im hinteren Drittel das erste Mal aufkommen und mit ausreichend Tempo geschlagen werden.
Trainingsmöglichkeiten für eine gute Länge in den Grundschlägen
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten das Längenspiel zu trainieren. So ist es möglich Markierungen auf dem Sandplatz mit den Füßen oder Stock machen. Dafür kann man einfach eine Linie von links nach rechts ziehen. Weitere Möglichkeiten ergeben sich aus Zielvorgaben, in Form Pylonen, Reifen oder Kegel aufgebaut werden.
Am besten integriert man diese Abschießübungen in einen Wettbewerb. Zum Beispiel nach dem Motto: Wer zuerst 5 Kegel umgeschossen hat, gewinnt. Durch die Abgrenzung des Spielfelds durch eine Linie (auf dem Sandplatz einfach mit den Schuhen von links nach rechts ziehen), kann man sich ein neues Spielfeld schaffen. Diese Linie wird auf beiden Seiten gezogen und jeder Spieler darf nur in das übrig bleibende Spielfeld dahinter spielen. Sobald man zu kurz oder zu lang wird, wird dies mit einem Punkt für den Gegner gewertet.
Übungsbeispiel für ein Training mit Zielvorgabe
Die Grafik zeigt den Aufschläger unten und den Rückschläger oben. Die orangen und blauen Kreise müssen vor dem Übungsbeginn markiert werden. Nach dem Aufschlag spielt der Rückschläger alle Bälle in die Vorhand seines Trainingspartners.
Dieser verteilt einen Ball in die Vorhand (Grafik links oben) und einen Ball in die Rückhand (Grafik rechts oben). Ziel ist es nie daneben zu schießen. Es handelt sich also um eine Übung, die beim Perfekten beherrschen der Schlagtechnik in der Endlosschleife durchlaufen kann. Es empfiehlt sich nach ca. 10 Minuten die Aufgaben zu tauschen.

23. Dezember 2013 um 08:35
Das Tennisfeld misst laut Regelbuch 23,77 m in der Länge und 10,97 m in der Breite, wenn das Doppelfeld mit gerechnet wird. Dies ergibt eine Gesamtfläche von 260,76 m². Davon hat Spieler zumindest theoretisch bei jedem Ballwechsel die Hälfte, also 130,38 m² an Fläche zur Verfügung, um den Ball ohne Punktverlust über die Leine zu bringen.
Anforderungen der Sportart Tennis
Die oben genannte Zahl klingt zunächst nach einem sehr großen Wert. In anbetracht dessen, dass bei jedem Ballwechsel jedoch der individuelle Schlag des Trainingspartners oder des Gegners mit beachtet werden muss, bekommt das Spiel einerseits seinen Reiz, anderenfalls wird einem dadurch erst die Komplexität dieses Spiels bewusst.
Bei jedem Ballwechsel müssen sowohl das Tempo, die Platzierung, die Rotation und die Ballflugkurve des vorangegangenen Balls berechnet werden und in Bruchteilen von Sekunden eine adäquate Lösung für die Spielsituation gefunden werden.
Übungsbeispiele, um die Platzierung zu verbessern
Prinzipiell eignen sich zahlreiche Spielformen, um auf diesen Aspekt einzugehen. Jede Art von Gegenständen, die im gegnerischen Spielfeld platziert und umgeschossen werden sollen, können dazu benutzt werden, um die Zielgenauigkeit zu üben. Außerdem steigert es gerade bei Kindern den Trainingsehrgeiz.
Treffsicherheit durch Traineranspiele verbessern
Die nachfolgende Übung geht auf die Verbesserung der Platzierung der Schläge Vorhand longline und Rückhand longline ein.
Zur Übung: Die Grafik zeigt den Ablauf und den Aufbau. Auf der Seite des Trainers (T) stehen in der linken und rechten Ecke je ein Hütchen oder ein Kegel. Das Ziel ist es diesen mit einem Ball, der longline geschlagen wird abgeschossen wird.

Der Trainer (T) steht in der Mitte des Feldes, welches sich gegenüber von dem Spieler befindet, der trainiert wird. Er spielt z.B. 4 Bälle ein, wobei je ein Ball in die Vorhand (1) und ein Ball in die Rückhand (2) gespielt werden. Mit einem Schlag longline soll der Kegel umgeschossen werden. Prinzipiell können auch mehrere Spieler gleichzeitig trainieren, indem sie z.B. 4 Bälle, die vom Trainer zugespielt werden schlagen und sich schließlich in der Reihe der Trainierenden hinten einordnen (A, B, C). Auf der Seite des Trainers sollte ein weiterer Spieler (D) stehen, der den umgeschossenen Kegel umgehend wieder hinstellt.
16. Dezember 2013 um 23:17
Nachdem in Teil 1 der Textserie zu „Übungsreihen im Balleimertraining“ lange Traineranspiele besprochen wurden, sollen nun weitere Anspielvarianten vorgestellt werden.
Training der Variation der Länge
Entsprechend der Zeichnung hat der Trainer auch die Möglichkeit kurz (1), halblang (2) oder lang (3) anzuspielen. Auch diese Variation der Anspiele kommt im normalen Spiel häufig vor und auch da ist eine saubere Technikausführung von Vorteil.

Um diese zu trainieren ist das Balleimertraining wieder die beste Möglichkeit. Auch das reine Netzspiel lässt sich mittels Balleimertraining trainieren. Hierzu spielt der Trainer die Bälle einfach immer auf Position 1. Weitere Möglichkeiten unabhängig von der Zeichnung wären dann Anspiele, die über die gesamte breite des Netzes variiert werden. Dem Balleimertraining sind in der Tat kaum Grenzen gesetzt.
Techniktraining mit Koordinationstraining kombinieren
Übrigens ist es nach neuesten Erkenntnissen erwiesen, dass ein Techniktraining in Kombination mit Einflüssen aus dem Bereich des Koordinationstrainings dazu führt, dass die Technik schneller erlernt werden kann und der Erinnerungswert an die Übung und die dabei erlernte/ verbesserte Technik steigt.
Eine Möglichkeit ist z.B. dass der Schützling während des Balleimertrainings einen Luftballon der schwachen Hand seitlich neben sich hält. Während des Schlages muss er gleichzeitig auf die Stellung des Luftballons achten. Durch diese mentale Erschwernis durchläuft er auch die einzelnen Schritte der Schlagausführung in Gedanken noch mal und verlässt sich nicht ausschließlich auf den erlernten und automatisierten Bewegungsablauf.
Trainingsdauer sinnvoll dosieren
Das Training mit Balleimer ist effektiver, da die Belastungsintensität höher ist, als bei Partnerübungen. Die Gründe dafür sind zum Beispiel, dass man sich bei Partnerübungen ständig bücken muss, um einen nicht getroffenen Ball aufzuheben. Auch Fehler in der Schlagausführung des Trainingspartners fallen nicht mehr ins Gewicht, da der Trainer – bei guter Qualifikation und gutem Ballgefühl – die Bälle sehr präzise zuspielt.
Es sollten nicht zu viele Bälle eingespielt werden. Dies ist so, weil u. a. die Konzentration im Laufe der gespielten Bälle sinkt. Des Weiteren ist aus der Trainingswissenschaft bekannt, dass ein Schnelligkeitstraining (welches sich in Form von Balleimertraining anbietet) nur dann effektiv ist, wenn der Trainierende vollkommen ausgeruht mit maximaler Intensität und Motivation übt.
Dies wäre bei zu langer Trainingsdauer nicht der Fall. Die Empfehlungen sehen daher ca. 10 Balleinspiele bzw. nicht mehr als 30 Sekunden Übungsdauer vor. Nach einer kurzen Pause (in dieser können die Bälle gesammelt werden) wird dann die Übung erneut ausgeführt.
9. Dezember 2013 um 23:07
Das Balleimertraining lässt sich auf alle Bereiche des Trainings anpassen und zählt zu den effektivsten Trainingsmethoden überhaupt, da der Trainer stets Korrekturen bei der Schlagausführung und Beinarbeit machen kann.
Das Spiel auf einen vorgegebenen Punkt
Das folgende Schema zeigt, wie ein Balleimertraining aussehen kann. Anhand der Nummerierung lässt es sich auf verschiedene Übungsvarianten anpassen.

Die erste vorgestellte Trainingsform mit Ballkorb eignet sich besonders für das Techniktraining. Der Trainer spielt dazu ca. 10 Bälle auf die Position 3. Der Übende steht in der Nähe dieses Anspielpunktes und schlägt die ankommenden Bälle alle cross zurück. Der Trainer gibt gewisse Vorgaben, wie beispielsweise, dass der Schützling sehr sicher schlagen soll und wenige Fehler machen soll. Dabei achtet er besonders auf eine saubere Ausführung der Schlagtechnik.
Weitere Möglichkeiten des Trainings auf einen einzigen vorgegebenen Punkt, sind die Variation der Schlagtechnik. So kann Topspin, Slice oder sonstiges trainiert werden und der Trainer gibt permanent Hinweise zur Technikverbesserung. So ist ein Techniktraining viel effektiver, als in der Form von Partnerübungen, da der Trainer beim Balleimertraining die geschlagenen Bälle besser platzieren kann und direkt Korrekturen bei der Schlagtechnik vorgeben kann.
Das Spiel auf mehrere vorgegebene Punkte
Das oben zu sehende Schema zeigt die Anspielpunkte 1, 2 und 3. Selbstverständlich kann der Trainer diese ebenfalls anspielen, sodass sein Schützling nicht nur auf die Schlagtechnik, sondern auch auf die Beinarbeit achten muss. Ein beliebtes Schema ist z.B. die Schlagfolge 3, 2, 1. Vor jedem dieser Schläge muss sich der Übende neu positionieren, um die optimale Stellung zum Ball zu haben.
Wenn der Trainer die Bälle langsam einspielt, kann der Trainierende an den Feinheiten der Beinarbeit arbeiten. Das Ziel ist es dann die Technik zu verbessern. Spielt der Trainer die drei vorgegebenen Punkte schnell an, so handelt sich es um ein Training der Schnelligkeit. Jetzt rückt die Beinarbeitstechnik etwas in den Hintergrund, da der Trainierende sich aufgrund der Dynamik, der Schnelligkeit des Zuspiels nur noch darauf konzentrieren kann, dass er schnellstmöglich richtig zum Ball steht.
Die erlernte Technik wird nach einem eingespeicherten Bewegungsmuster abgerufen ohne, dass er über Details der Lauftechnik nachdenkt.
2. Dezember 2013 um 23:04
Balleimer- oder auch Ballkorbtraining, je nachdem wie man das Behältnis aus dem die Bälle entnommen werden nennen will, ist die effektivste Trainingsform im Tennis überhaupt.
Ablauf des Balleimertrainings
Zunächst wird ein Ballkorb benötigt. In diesem Korb sind möglichst viele Bälle verstaut, die der Trainer auf einer angenehmen Arbeitshöhe entnehmen kann. Falls keine Gerätschaften extra dafür vorhanden sind, sollte beispielsweise eine Bank oder ein weiterer Korb als Erhöhung umfunktioniert werden, damit sich der Trainer nicht ständig bücken muss. Mit einem Tennisschläger steht der Trainer neben dem Balleimer (Platzierung in der Nähe oder auf dem Tennisfeld).
Der Schützling des Trainers steht auf der gegenüber liegenden Seite auf dem Tennisfeld. Auf diese Position wird im einfachsten Fall der Ball eingespielt. Der Spieler schlägt den Ball auf das Tennisfeld, ohne dass ein Übungspartner diesen zurückschlägt. Der Trainer kann sehr viele Bälle in unterschiedlichem Rhythmus einspielen und hat so die Möglichkeit parallel Schlagtechniken zu korrigieren und Übungstipps zu geben.
Trainingsvarianten beim Balleimertraining
Balleimertraining ist im Einzel- und im Gruppentraining effektiv. Beim Einzeltraining werden aus dem Ballkorb i.d.R. so viele Bälle eingespielt, bis dieser komplett gelehrt ist. Anschließend sammelt der Schützling die Bälle auf und bringt sie zurück in den Korb.
Im Gruppentraining bietet sich eine Anzahl von 3 Personen an, die trainieren. Der Trainer spielt die Tennisbälle ein, Spieler A schlägt die Bälle in das gegenüber liegende Feld und Spieler B und C sammeln die Bälle direkt nach dem Schlag von Spieler A ein. Bei dieser Trainingsform sollte darauf geachtet werden, dass kein Teilnehmer benachteiligt wird. Entweder die Trainingsdauer wird durch eine Zeitangabe begrenzt oder durch die Anzahl geschlagener Bälle.