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12. März 2013 um 22:52

Rope Skipping gut für die Koordination

Das gute alte Seilspringen feiert seine Renaissance. In vielen Sportarten wird das Seilspringen oder auch „Rope Skipping“ wieder in das Trainingsprogramm aufgenommen. Rope Skipping trainiert den Körper ganzheitlich. Mehrere Muskelgruppen werden dabei gleichzeitig angesprochen. Neben der Kondition schult das Seilspringen vor allem die Koordination und die Beweglichkeit.

Rope Skipping trainiert das Rhythmusgefühl

Besonders die Rhythmisierungsfähigkeit wird beim Seilspringen geschult. Der Fokus liegt auf der Synchronisation von Bewegungsabläufen von Händen und Füßen.
Neben dem Rhythmusfähigkeit wird auch noch eine andere koordinative Fähigkeit verstärkt beim Rope Skipping gestärkt: Der Gleichgewichtssinn.

Durch den kurzen Kontaktzeiten mit dem Boden und dem rhythmischen Hochspringen über das Seil, ist der Sportler gezwungen, seinen Körper permanent im Gleichgewicht zu halten und eventuelle Bewegungsabweichungen sofort zu korrigieren. Nur so ist gewährleistet, den folgenden Sprung über das Seil fehlerlos zu absolvieren.

Voraussetzungen für das Rope Skipping

Um eine Trainingseinheit Seilspringen durchzuführen, sollte man gewisse Voraussetzungen oder Kriterien beachten:
Die passende Kleidung ist für das Rope Skipping sehr wichtig. Seilspringen sollte immer mit festem Schuhwerk durchgeführt werden. Zum einen, um die Stoßbelastungen für die Füße nach den Sprüngen abzufangen und zum anderen, um Schürfverletzungen an den Füßen in folge des Seilkontaktes zu vermeiden.

Ebenfalls vermieden werden sollte der Gebrauch von weit geschnittener Kleidung. Das Flattern von Hosenbeinen oder Ärmeln könnte ein Verfangen im Seil zu Folge haben und den geregelten Ablauf des Rope Skippings stark beeinträchtigen.

Im Sportfachhandel gibt es bereits funktionelle Sportkleidung für das Rope Skipping, die atmungsaktiv und enganliegend konstruiert wurde.

Das richtige Seil ist wichtig

Wer Rope Skipping professionell betreiben möchte, kommt an dem richtigen Seil nicht vorbei. Ein Rope Skipping Seil unterscheidet sich von herkömmlichen Seilen dadurch, dass es sich in den Griffen drehen lässt. Nur so sind die typischen Geschwindigkeiten und die damit verbundene Bewegungsdynamik zu ermöglichen.

Single Rope Seile (1 Springer/1Seil) bestehen aus Kunststoff und sollten vor allem die richtige Länge haben. Diese wird wie folgt bemessen: Wenn der Springer mit beiden Beinen auf dem Seil steht, müssen die Seilgriffe an beiden Enden bis zu den Achselhöhlen reichen.

Profiseilspringer trainieren sogar mit kürzeren Seillängen – Anhaltspunkt ist hier: Griffe reichen bis zur Hüfte.

27. Februar 2013 um 16:49

BallKoRobics – Aerobic und Basketball kombinieren

BallKoRobics heißt eine besondere Form des Koordinationstrainings für Basketballer. Ziel dieses Koordinationsprogramms ist es, Ballbewegungen aus dem Basketball mit Aerobicschritten zu kombinieren und dadurch die koordinativen Fähigkeiten intensiver zu trainieren.

Wichtiger Bestandteil von BallKoRobics sind Armbewegungen, die dem Basketball entstammen: Wurf- und Prellübungen oder das einfache Führen des Balles. Im Vordergrund dieses Konzeptes stehen die Koordination von Armen und Beinen sowie die besondere Wahrnehmung für den Rhythmus und die Feinabstimmung von sportlichen Teilbewegungen.

Aus diesem Grund ist die Musik ein wesentlicher Punkt bei BallKoRobics. Sie gibt den Bewegungsrhythmus vor und ist damit der Taktgeber.

Die Vorteile eines Koordinationstraining mit einem Basketball

Das Training mit Basketbällen hat für das Gruppen-Koordinationstraining 2 entscheidende Vorteile:
Zum Einen ist das Aufprallen eines Basketballes in einer Halle deutlich zu hören. Der Rhythmus kann akustisch leicht nachgeahmt und nachverfolgt werden. Korrekturen im Bewegungsablauf und in der Feinabstimmung einzelner Bewegungen lassen sich so einfacher durchführen.

Der zweite Vorteil betrifft die visuelle Kontrolle. Sportler, die sich mit bestimmten Koordinationsübungen schwer tun, können anhand der aufprallenden Bälle, den Bewegungsablauf besser wahrnehmen und daher auch korrigieren. Die visuelle Wahrnehmung und die damit verbundene sensorische Aufnahmequalität werden durch den Einsatz der Basketbälle deutlich verbessert.

BallKoRobics stärkt die Kreativität und das soziale Gefüge

Ein weiterer nicht zu vernachlässigende Effekt ist die sportliche Motivation. Besonders Kinder und Jugendliche haben viel Spaß, dass Koordinationstraining mit Basketbällen durchzuführen.

Zudem lassen sich die Musiktitel gut auf den Geschmack der Kinder abstimmen lassen und sorgen so für zusätzliche Begeisterung. Neben den sportlichen Gesichtspunkten trägt BallKoRobics auch soziale Schwerpunkte in sich und ist daher besonders gut für Partner- und Gruppenübungen geeignet.

Zu guter Letzt schult das Sportkonzept BallKoRobics auch das kreative Potential. Jede Koordinationsübung lässt sich beliebig in alle Richtungen ausbauen und kann sich durch die Kreativität des Trainierenden zu einer individuelle Choreographie mit einem ganz persönlichen Bewegungsrhythmus entwickeln.

15. Februar 2013 um 16:22

Training mit Koordinationsleitern

Das Koordinationstraining kann mit unterschiedlichen Hilfsmitteln intensiviert werden. Ein bewährtes Trainingsmittel sind Koordinationsleitern. Eine Koordinationsleiter ist eine Art Strickleiter, die auf einer ebenen Oberfläche gelegt wird und die eine Reihe von Sprungfeldern vorgibt. Sportler versuchen, die Koordinationsleitern abzulaufen, indem sie schnelle kurze Schritte oder Sprünge in die einzelnen Felder setzen. Die Zahl an Schritt- und Sprungfolgen ist praktisch unbegrenzt.

Einfaches Durchlaufen und Schlusssprungübungen

Das Beste ist immer, man fängt mit einfachen koordinativen Übungen entlang der Koordinationsleiter an. Beginnen könnte man mit einem zügigen Durchlaufen der einzeln Felder, mit der Maßgabe, in jedes Feld wechselseitig einen Schritt zu setzen.
Wichtig ist, die Felder nur mit dem Fußballen zu durchlaufen und nicht den ganzen Fuß aufzusetzen. Im Anschluss wäre ein leichter Schlusssprung nach vorne denkbar, indem man beidfüßig in die einzelnen Felder springt und so die Koordinationsleiter passiert.

Eine weitere Schrittfolge wäre das seitliche Durchlaufen der Koordinationsleiter durch die einzelnen Felder. Eine Variation ist die Vorgabe, nach 3 oder 4 seitlichen Schritten vorwärts wieder einen oder 2 Schritte zurück zu laufen, um im Anschluss wieder 4 Seitschritte nach vorne zu absolvieren. Auch der beidbeinige Sprung könnte seitwärts durchgeführt werden.

Hopserlauf und Einbein-Sprünge

Eine dritte Möglichkeit wäre ein Hopserlauf, der sowohl vorwärts als auch seitlich entlang der Koordinationsleiter durchgeführt wird. Wichtig beim Hopserlauf ist, auf die Armarbeit zu achten und sich auf den korrekten Bewegungsrhythmus zu konzentrieren.

Auch Einbein-Sprünge eignen sich gut zum Üben an der Koordinationsleiter. So kann der Sprungfuß entweder in die Felder gesetzt werden oder wechselseitig jeweils einmal außerhalb, einmal innerhalb der Koordinationsleiter. Zudem ist es ratsam, den Koordinationsgrad noch zu erhöhen, indem man den anderen Fuß rhythmisch in die Bewegung einbindet. Das andere Bein kann dabei immer am Sprungbein orientierend seitlich auf und abgeführt werden.

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich weiter erhöhen, indem man diagonale Sprünge durchführt oder Hindernisse wie Hütchen sowie zusätzliche Trainingsmittel (Bälle, Keulen) einbezieht.

Training mit maximaler Schrittfrequenz

Eine Koordinationsleiter eignet sich sehr gut, die koordinativen Fähigkeiten, insbesondere die Kopplungsfähigkeit und Rhythmisierungsfähigkeit, zu verbessern. Wenn die einzelnen Bewegungsabläufe gut beherrscht werden, sollte immer mit einer maximalen Geschwindigkeit und Trittfrequenz trainiert werden. Das hat den Vorteil, dass die koordinativen Fähigkeiten weiter geschärft werden und auch im Bereich der Schnelligkeit Fortschritte erzielt werden können.

8. Februar 2013 um 23:26

Die Abhängigkeit von koordinativen und konditionellen Leistungsvoraussetzungen

Koordinative Leistungsvoraussetzungen gehen sehr stark mit konditionellen Niveauebenen einher. So kann man in fast allen Sportarten beobachten, dass eine Abnahme von konditionellen Potentialen eine Beeinträchtigung der koordinativen Fähigkeiten zu Folge hat.

Um die Stabilität koordinativer Leistungspotentiale zu verbessern, ist es sinnvoll, das Konditionstraining mit einem Koordinationstraining zu verknüpfen. Das geht in beide Richtungen. So können zum einen koordinativen Übungen durch physischen Belastungsdruck durchgeführt werden. Die andere Variante wäre, koordinative Elemente verstärkt in konditionelle Trainingsübungen einfließen zu lassen, um die koordinativen Anforderungen sportartspezifischer auszubilden.

Kraftübungen in Verbindung mit koordinativen Anforderungen

Eine typische Übung, die den Zusammenhang zwischen konditionellen und koordinativen Leistungsvoraussetzungen gut zeigt, ist das Krafttraining von alpinen Skiläufern. Alpine Skiläufer müssen zur Bewältigung der Pisten hohe Kräfte unter äußerst labilen Gleichgewichtsbedingungen aufbringen. Um diese spezifische Kraftvoraussetzungen zu trainieren, werden Kniebeugen oder Übungen mit einer Langhantel auf instabilen Standflächen durchgeführt. Der labile Untergrund wird mit Hilfe von Weichbodenmatten und so genannten Wackelbrettchen simuliert.

Eine Erhöhung der koordinativen Anforderungen kann ebenso erreicht werden, wenn man die äußeren Bedingungen erleichtert. So könnten Basketballer beispielsweise mit einem deutlich leichteren Ball trainieren. Oder Eishockeyspieler führen ein Training mit normaler Trainingskleidung durch. Ohne die Eishockeyausrüstung, die mehre Kilogramm wiegt, werden die Bewegungsabläufe kann anders wahrgenommen und verarbeitet. Auch das kann die koordinative Variabilität verbessern.

Koordinationstraining unter Ermüdungsbedingungen

Ein letzter Bereich, der den Zusammenhang zwischen konditionellen und koordinativen Leistungsvoraussetzungen verdeutlicht, ist ein Koordinationstraining, das unter Ermüdungsbedingungen stattfindet. Wichtig ist, dass bei dieser Form des Koordinationstraining sicher beherrschte technische Fertigkeiten zur Anwendung kommen, um zu vermeiden, dass diese unter der variablen Ausbildung in der Ermüdungsphase wieder „verloren“ gehen können.

Die Sportwissenschaft spricht von einem Kompensationseffekt des Zentralen Nervensystems. So schaltet der Körper bei Ermüdungserscheinungen einfach auf andere motorische Einheiten um. Die Folge: Die Ausbildung von koordinativen Fähigkeiten kann beim Training unter Ermüdungsbedingungen zusätzlich optimiert werden.
Fazit:
Um die Ausprägung und Schulung von koordinativen Leistungsvoraussetzungen zu verbessern, hat es sich als sinnvoll erwiesen, diese mit konditionellen Elementen zu verbinden, mit dem Ziel, den physischen Belastungsdruck zu erhöhen.

2. Februar 2013 um 16:35

Erhöhung des Präzisionsdrucks

Koordinationsübungen können unterschiedliche Aufgabenstellungen haben. Ein Schwerpunkt von Koordinationsübungen können Genauigkeitsanforderungen sein.

Ziel ist es, unter Ausübung eines differenzierten Krafteinsatzes einen präzisen Bewegungsablauf zu erreichen oder eine hohe Ergebnispräzision zu entwickeln.

Die Variationsmöglichkeiten zur Erhöhung des Präzisionsdrucks

Eine Maßgabe kann die Veränderung von Zielentfernung und Zielgröße sein. Nehmen wir das Beispiel Basketball, wo man variabel die Entfernung zum Zielkorb verändern kann. Beim Fußballspiel ließe sich beispielsweise die Torgröße verändern, um eine Erhöhung des Präzisionsdrucks zu bewirken.

Eine weitere Veränderung des Präzisionsdrucks ist erzielbar, wenn das Spielgerät selber verändert oder ausgetauscht wird. So ist es denkbar, ein Handballspiel oder ein Basketballspiel mit Rugbybällen zu spielen. Auch können schwerere Spielgeräte wie leichte Medizinbälle in das Spiel einbezogen werden, um die Genauigkeitsanforderungen zu erhöhen. Beim Training in Leichtathletikdisziplinen werden bei der Durchführung von Sprungserien beispielsweise Gewichte am Sportler befestigt. Ziel ist es, den präzisen Bewegungsablauf zu erschweren.

Bei Rückschlagspielen wie dem Tennis oder dem Badminton beziehen Trainer kleinere Trefferflächen (Schläger) in das Training ein. Eine oft praktizierte Trainingsmethode, um die Genauigkeitsanforderungen im Spiel zu steigern, ist das Verkleinern der Unterstützungsflächen beziehungsweise das Einschränken von Bewegungsräumen durch den Aufbau von Hindernissen.

Genauigkeitsanforderungen in Verbindung mit Zeitdruck

In höheren Leistungsklassen sind die Anforderungen an die Genauigkeit eng mit dem Zeitdruck verbunden. Je höher die Bewegungsgeschwindigkeit ist, desto kleiner wird der Zeitraum, um die präzise Treffer- oder Schlagbewegung durchzuführen. In diesen Leistungsregionen ist es zwingend erforderlich, Übungen zur Steigerung der Präzision unter Zeitdruckbedingungen durchzuführen.

Studien zeigen sogar, dass das Training der maximalen Zielpräzision nur unter optimalen Bewegungs- oder Ballgeschwindigkeiten entwickelt werden kann. Profispieler im Tennis beispielsweise erlernen die maximale Zielpräzision beim Training mit 85 Prozent ihrer Schlaggeschwindigkeit.

25. Januar 2013 um 09:59

Koordinationstraining im Volleyball, 2-Bälle-Spiel

Zwei Mannschaften (3 gegen 3) spielen gegeneinander auf einem verkleinerten Feld. Dabei dürfen nur obere Zuspiele ausgeführt werden. Ansonsten gelten die normalen Volleyballregeln. Jeder Mannschaft steht dabei ein Zusatzball zur Verfügung.

Koordinative Aufgabe ist es, den Zusatzball neben den Zuspielen des eigentlichen Volleyballes in den eigenen Reihen kreisen zu lassen. Der Zusatzball wird durch einfaches Werfen und Fangen zum Mitspieler weitergeleitet. Der Zusatzball kann solange bei einem Volleyballspieler bleiben, bis der dieser den eigentlichen Volleyball schlagen muss – kurz davor muss der Zusatzball zum Mitspieler abgegeben werden.

2-Bälle-Spiel, Variationen

Die Schwierigkeit der koordinativen Aufgabe mit 2 Bällen zu spielen könnte erhöht werden, wenn die Spieler verpflichtet sind, den Zusatzball maximal 3 Sekunden bei sich zu halten, bevor er wieder abgespielt werden kann. Desweiteren wäre denkbar, das Spiel mit dem normalen Volleyball über das obere Zuspiel hinaus, auf alle Schlagtechniken auszuweiten.

Noch koordinativ anspruchsvoller wird diese Übung, wenn jede Mannschaft noch ein Spieler mehr zugeteilt wird und ein 4 gegen 4 praktiziert werden kann. Dadurch werden die Räume enger und die Abspielmöglichkeiten größer. Auch könnte einen weiteren Zusatzball ins Spiel gebracht werden, so dass beide Mannschaften neben dem Volleyball 2 Zusatzbällen in den eigenen Reihen halten müssen.

Koordinative Schwerpunkte

Bei dieser Übung stehen vor allem die koordinativen Fähigkeiten des ganzheitlichen Sehens und des Umschaltens im Vordergrund. Auch wird eine besondere innere Wachheit sich antrainiert: Jeder einzelne Spieler muss permanent im Spiel sein und sich auf mehrere Bälle konzentrieren, da er jederzeit angespielt werden kann. Ganz wichtig ist hier auch die Gruppentaktische Kommunikation. Nicht nur durch Zurufe sondern auch durch die Körpersprache und das Bewegen zum Ball.

Zudem ist ein hohes Maß an Antizipation notwendig, um die 2-Bälle-Übung erfolgreich zu bewältigen. Eine hohe Druckbedingung wird zudem durch die so genannte „Aktion in der Zeit“ erzeugt. Die Spieler müssen sich schnell orientieren und in kürzester Zeit handeln.

18. Januar 2013 um 14:30

Koordinationstraining im Beachvolleyball

Das Training im Sand dient vor allem dem Wahrnehmen von Bewegungserfahrungen. Bei diesen einfachen Laufübungen und Schrittfolgen liegt das Trainingsziel darin, dass die Spieler azyklische Bewegungs- und Richtungswechsel bewusst wahrnehmen.

Hintergrund der Übung ist die Tatsache, dass die konzentrische Kraftentfaltung beim Beachvolleyball und die damit verbundenen Zielhandlungen nur dann mit dem größten Erfolg durchgeführt werden können, wenn das Eigengewicht den Sand entsprechend verdichtet hat. Ein guter Beachvolleyballer erkennt mit der Zeit genau den Punkt (Verdichtung der Sandoberfläche), an dem beispielsweise ein Block oder ein Angriffsschlag angesetzt werden kann.

Die wichtigsten koordinativen Fähigkeiten sind hier die Gleichgewichtsregulation, die Bewegungskomplexität und die Umgebungsvariabilität.

Koordinatives Lauftraining, Durchführung

1 – 4 Spieler laufen in einer Spielfeldhälfte nach Belieben durcheinander und sind angehalten, mit leicht gebeugten Gelenkwinkeln die einzelnen Laufschritte auszuführen.

Koordinatives Lauftraining, Variationsmöglichkeiten

Eine erste Möglichkeit der Variation wäre, die Laufwege spielnah durchzuführen. So könnte man rückwärts, seitwärts und vorwärts laufen, aber auch sliden. Zudem könnten Hindernisse im Sand platziert werden, welche die Spieler umlaufen müssen.
Neben den anderen Spielern und der Bewegungsaufgabe müssen sie nun noch zusätzlich die Hindernisse im Auge behalten. Im Anschluss könnte ein kleiner Laufparcours ins Leben gerufen werden, den die Spieler durchlaufen müssen.

Koordinatives Lauftraining, Erhöhter Schwierigkeitsgrad

Nach dem Laufen müssen die Spieler den Hindernissparcours mit Sprüngen passieren – diese können ein- und zweibeinig absolviert werden. Eine weitere Möglichkeit, um die Bewegungserfahrung im Sand zu erschweren, sind volleyballspezifische Handlungen, die unmittelbar in das Lauftraining eingebunden werden. (Sprawls, Aufsprünge oder eine direkte Anpassung zu einem Gegenangriff)
Eine weitere Erhöhung des Schwierigkeitsgrads lässt sich erzielen, indem den Spielern während des Lauftrainings Bälle zugespielt werden, die sie nach bestimmten Aufgabenstellungen zurückspielen müssen.
Wie schon eingangs erwähnt, liegen die Schwerpunkte bei dieser Form des Koordinationstrainings in der Gleichgewichtsregulation und der kinästhetischen Informationsaufnahme. Gleichzeitig wird die Umgebungsvariabilität stark stimuliert.

11. Januar 2013 um 11:30

Koordinative Beinarbeit im Volleyballtraining

Die Beinarbeit ist im Volleyball eine wichtige Leistungsgröße. Umso wichtig ist es, diese spezifischen im Training zu trainieren. Das heutige Training konzentriert sich auf spieltypische Laufschritte, die Hinterspieler im Rahmen ihrer Verteidigungshandlungen zu absolvieren haben.

Koordinative Beinarbeit, Schwerpunkte

Die Schwerpunkte dieser Übungsreihe liegen auf hohen Bewegungsgeschwindigkeiten. Zudem sind die Spieler angehalten, die Bewegungsabläufe in deutlich gebeugter Winkelstellung von Sprung-, Knie- und Hüftgelenk durchzuführen.

Die Arme sollten stets spielbereit vor dem Körper postiert sein und der Kopf sich in Richtung der zu erwartenden Situation (Zuspieler oder Angreifer) zeigen. Die Ausrichtung der sogenannten Beckenachse sollte in Anlehnung an die jeweilige Verteidigungsposition stärker feldeinwärts beziehungsweise frontal erfolgen.

Koordinative Beinarbeit, Anforderungen

Diese Übung schult im Besonderen die Gleichgewichtsregulation und die Kinästhetischen Fähigkeiten Zudem profitiert der Trainierende dabei von einer hohen Bewegungskomplexität und Umgebungsvariabilität.

Laufschrittübungen

Jedem Spieler wird ein bestimmter Raum zugewiesen, indem er spieltypische Laufstrecken und damit verbundene Bewegungsabläufe durchzuführen hat. Dabei sollte die Räume unterschiedliche Geometrien aufweisen. Neben einem Quadrat mit 2-3 Meter Kantenlänge wäre ein rechtwinkliges Dreieck mit 3-4 Metern Seitenlänge und eine flache Parabel über 4-5 Meter durchlaufen werden.

Laufschrittübungen, Variationen

Die spieltypischen Laufschritte und in Verbindung stehenden Bewegungsabläufe könnten auf unterschiedlichste Weise variiert werden. Eine Möglichkeit impliziert das Starten von verschiedenen Positionen. Wichtig ist auch, die Laufwegen an das eigene Spielsystem anzupassen.

Eine weitere Komplexitätssteigerung sind Feldabwehraktionen an den markanten Umkehrpunkten nachzuahmen. Noch höhere Anforderungen entstehen, wenn der Trainer aktiv eingreift und die vorgegebene Laufschritte um spezielle Zusatzhandlungen erweitert oder die Volleyballspieler auf bestimmte optische Signale hin starten.

22. Dezember 2012 um 15:14

Volleyball-Koordinationstraining, Auge-Ball-Hand-Körper-Koordination

Hauptaugenmerk auf Raum-und Zeitkoordination

Jeder Volleyballspieler des Teams wird mit einem Ball ausgestattet und postiert sich so in der Halle, dass er genügend Abstand zu den anderen Spielern hat.

Der Volleyball wird von den Spielern am Ort geworfen und nach kurzer Zeitfolge wieder aufgefangen. Die Schwerpunkte der Aufgabenstellung liegen in der Raum- und Zeitkoordination.

Durchführung/Variation von Wurf- und Fangübungen

  • Der Ball wird im Sprung hochgeworfen und im nächsten Sprung wieder aufgefangen
  • Der Ball wird hochgeworfen und nach einer Drehung wieder aufgefangen
  • Ball wird hochgeworfen, den Ball einmal auftippen lassen, im nächsten Moment durchlaufen oder durchkriechen und ihn anschließend wieder mit der Hand aufnehmen
  • Den Ball nur mit einer Hand fangen und wieder aufnehmen, auch der Handwechsel ist sinnvoll: Mit der linken den Ball hochwerfen und mit der rechten Hand wieder auffangen und umgekehrt
  • Die bisher geübten Aufgabenstellungen im Laufen, sowohl vorwärts, als auch rückwärts praktizieren
  • Die bisherigen Aufgabenstellungen auf nur einem Bein absolvieren
  • Die bisherigen Aufgabenstellungen im Krebsgang oder breitbeinig durchführen
  • Eine weitere Erschwerung wären koordinative Zusatzaufgaben, wie kurz den Boden berühren oder eine spezielle Schrittfolge genau dann, wenn der Ball sich nach dem Werfen noch in der Luft befindet
  • Genauso erschwerend im Rahmen der Bewegungskoordination wäre die Ausführung der Übungen mit zwei Bällen
  • Eine andere Variante ist, statt dem Werfen und Fangen das obere Zuspiel zu verwenden: Der Ball wird nicht nach oben geworfen, sondern gepritscht und in der gleichen Körper- und Handstellung wieder aufgenommen
  • Auge-Ball-Hand-Körper-Koordination als Partnerübung

    Das Team wird in Zweiergruppen aufgeteilt. Wobei der eine Partner in der einen Feldhälfte steht und der andere Spieler auf der gegenüberliegenden Seite. Beide Spieler haben einen Volleyball in der Hand und spielen sich gleichzeitig die Bälle zu, während sie kurz danach den ankommenden Ball des Partners fangen. Die Bälle können unterschiedlich geworfen oder gespielt werden. (Schock-, Schlag- oder Einwurf, getosst)

    Variationen

    – hinter dem Rücken fangen

    – den Ball zwischen den Beinen aufnehmen

    – kurz bevor die Bälle geworfen werden, gibt der Partner das Kommando, auf welche Weise der Ball zugeworfen wird, so dass der Zuwerfer nur kurze Zeit hat, sich auf das veränderte Handlungsziel einzustellen

    – auch ein oberes Zuspiel statt des Werfens ist denkbar

    – bevor das obere Zuspiel zum Partner erfolgt, muss der Ball einmal auf dem Kopf oder einem anderen Körperteil geprallt werden

    13. Dezember 2012 um 16:14

    Wahrnehmungstraining, Teil 2

    Kinästhetische Anforderungen variieren

    Die Variation der kinästhetischen Informationsanforderungen wird in vielen Sportarten bereits durch die Schulung der kinästhetischen Differenzierungsfähigkeit berücksichtigt und abgedeckt.

    In der Regel wird eine Veränderung der kinästhetischen Anforderungen erreicht, indem ein Sportler eine Serie von Sporthandlungen mit fein abgestuften Krafteinsätzen bewältigt.

    Ballzielwurf mit unterschiedlichen Gewichten

    Eine Möglichkeit sind Zielwurfe mit Bällen, die sich im Gewicht unterscheiden. Der Ballzielwurf könnte sowohl mit der Hand, aber auch als Zielschuss mit dem Fuß durchgeführt werden. Die Rahmenanforderungen bleiben konstant, während die Überwindung der äußeren Widerstände von Fall zu Fall variiert.

    Kinästhetische Differenzierungen in anderen Sportarten

    Andere Ansätze könnten mit der Veränderung der Untergrundbedingungen einhergehen, die ein verändertes Krafteinsatzverhalten nach sich ziehen. Beim Weitsprung beispielsweise könnte die Absprungstelle glatt, sandig oder nachgiebig gestaltet werden.

    Beim Rudern wär der Einsatz von unterschiedlichen Blattgrößen denkbar, um die kinästhetischen Anforderungen systematisch zu verändern. Im Wintersport sind unterschiedliche Schneebedingungen willkommen, um die Wahrnehmungsfähigkeit im Zuge eines Koordinationstrainings zu schärfen.

    Veränderung der taktilen Informationsanforderungen

    Folgende Änderungen der taktilen Informationsanforderungen können die Bewegungskoordination erschweren und wichtiger Bestandteil eines Wahrnehmungstrainings sein:

    1. Erleben von Gegensatzerfahrungen

    Diese können bei Wassersportarten durch das Verkleinern und Vergrößern der Flächen, die dem Vorschub dienen, ausgelöst werden. Beim Schwimmen wiederum sind spezielle Hand- und Fingerstellungen möglich, um die taktilen Anforderungen im Zuge der Bewegungsausführung zu verändern.

    Die Veränderung des Blattwinkels beim Eintauchen des Paddels wiederum wäre im Kanusport eine Variante, um diese spezifischen Koordinationseffekte hervorzurufen.

    2. Verwendung von untypischen Trainingsmitteln

    So kann beispielsweise ein Handballer seine taktilen Erfahrungen schärfen, indem er mit Handschuhen trainiert oder Bälle verwendet, die eine andere Oberfläche (sehr glatt oder übermäßig rau) besitzen.

    Ein Fußballer könnte das Training dagegen mit Straßenschuhen durchführen oder ein Schuhwerk verwenden, dass den normalen Bewegungsablauf erschwert.