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5. November 2013

Mentaltraining in der Praxis – Teil 1

Kategorie: Mentales Training – Autor: kd – 09:00 –

Es gibt zahlreiche Methoden die Psyche zu trainieren. Ein Hilfsmittel ist der Fragebogen. Im Folgenden werden einige Fragebögen vorgestellt, was deren Ziel ist und wie sie in den Trainingsbetrieb integriert werden können.

Das Gefühlsbarometer

Nach einem Begrüßungsritual in dem der Trainer die Spieler begrüßt und organisatorische Dinge geklärt werden, erhält jeder einen Fragebogen. Auf diesem soll jeder Spieler seine körperliche und mentale Verfassung benoten. Note 1 ist in diesem Fall „halb tot“, dann ist eine Begründung fällig. Note 10 bedeutet, dass man Bäume ausreisen kann.

Das Ziel ist es seinen Gemütszustand auszudrücken und so das eigene Befinden beurteilen zu lernen. Möglich ist auch dadurch die körperliche Leistungsfähigkeit mit anderen Tagen zu vergleichen und Methoden zu entwickeln, wie man damit am besten bestehen kann. Bei der Auswertung dieses Arbeitsblattes kann beurteilt werden, wie sich das Befinden des Schützlings im Laufe der Trainingseinheit entwickelt. Außerdem liefert das Gefühlsbarometer (wenn es am Ende der Trainingseinheit erneut ausgegeben wird) indirekt ein Feedback über die Qualität des Trainings, sodass auch der Trainer etwas davon hat.

Begriffe des Mentaltrainings

Ausgehend von vorgefertigten Arbeitsblätter, sammeln die Athleten Begriffe, die ihnen zum Mentaltraining einfallen und sortieren sie Überbegriffen zu. Die Überbegriffe werden vom Trainer vorgegeben und separat und groß auf A 4 Zettel geschrieben. Überbegriffe des Mentaltrainings sind: Emotionen, Gedanken, Routinen und Rituale, mentale Vorbereitung, Visualisieren, Entspannung und Cool Down. Durch eine Diskussion mit dem Trainer sollen die Spieler an das Thema Mentaltraining herangeführt werden.

Erstellung Trainings- und Wettkampfprofils

Für diese Art Fragebogen benötigt der Trainer etwas mehr Vorbereitungszeit. Auf einem A 4 Blatt werden Eigenschaften gesammelt und Überbegriffe gesammelt, die einen jeden Spieler ausmachen. Beispiele für diese Begrifflichkeiten sind: pünktlich, fleißig, aufmerksam, ausgeglichen, fit, locker. Diese Charakterzüge werden wieder anhand einer Skala von 1 bis 10 Punkten von den Spielern bewertet.

Zur Überprüfung, ob das eigene Bild mit dem Bild, welches die Mitspieler von einem haben, kann auch in Gruppen gearbeitet werden, in denen ein Spieler den Anderen beurteilt. Es ist ebenso möglich dieses Arbeitsblatt zwei Mal auszufüllen und in Wettkampfprofil und Trainingsprofil zu unterteilen.

Wenn dabei wesentliche Unterschiede auffallen, z.B. wenn ein Spieler sich ständig bei jedem Punktspiel nicht fit fühlt, oder angibt unaufmerksam im Punktspiel zu sein, ist dies ein Ansatzpunkt um eine Strategie zu finden um dies zu verbessern. Anhand dieses Stärken/ Schwächenschaubildes werden wichtige Ansatzpunkte für den Umgang mit Schwächen und für das Bewusstsein der eigenen Stärken geschaffen.

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