24. Juni 2015 um 12:44
Balance Pads eignen sich nicht nur für reine Koordinations- oder Kräftigungsübungen sondern können auch in allgemeinen Erwärmungsspielen Anwendung finden. Zwei Beispiele dafür werden im Folgenden beschrieben.
Haifischangriff (s. Abb. 1)
Vor Spielbeginn werden mehrere Balance Pads (die Inseln) in einem Spielfeld (dem Ozean) verteilt. Zudem werden ein bis zwei Fänger (die Haie) vom Übungsleiter ernannt. Die restlichen Teilnehmer sind Schwimmer.
Die Haie versuchen alle Schwimmer durch abschlagen einzufangen. Ein gefangener Schwimmer wird selbst zum Hai oder muss eine Zusatzaufgabe erledigen. Sicher sind die Schwimmer nur vor den Haien, indem sie eine der Inseln erreichen und einbeinig auf dieser stehenbleiben. Dabei darf ein Schwimmer maximal fünf Sekunden auf einer Insel verweilen. Die Haie dürfen nicht vor den Inseln lauern.

Namensball (Abb.2)
Ein Spielfeld wird abgesteckt. Im Zentrum des Spielfeldes wird ein Balance Pad oder Board platziert auf welchem ein Spieler postiert wird. Die anderen Teilnehmer bewegen sich frei in dem Spielfeld und führen Elemente aus dem Lauf-ABC nach Ansage aus.
Einer der Spieler erhält zudem einen Ball. Diesen muss er dem Spieler auf dem Balance Pad zupassen und gleichzeitig den Namen eines anderen Mitspielers nennen. Nach Erhalt des Balles muss der Spieler in der Mitte den Ball an den genannten Spieler passen, welcher dann die Prozedur wiederholt.
Während die umherlaufenden Spieler also eine allgemeine Erwärmung erhalten, wird der Spieler in der Mitte hauptsächlich in seiner Orientierungs-, Gleichgewichts- und Handlungsfähigkeit gefordert. Nach 2-3 Minuten sollte der zentrale Spieler ausgetauscht werden.

Autor: Robert Nowacki
14. Juni 2015 um 12:38
Beim Thema Gleichgewicht denken die meisten an die naheliegenden Dinge, wie Stehen auf ein oder zwei Beinen, Landung nach Sprüngen oder Stößen oder das Ausführen schneller Richtungswechsel. Bei all diesen Beispielen verrichten die unteren Extremitäten die Hauptarbeit zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts, auch wenn Gleichgewicht ein Ergebnis komplexer neuromuskulärer Vorgänge im ganzen Körper ist.
Häufig wird vergessen, dass auch Gleichgewichtstraining mit den oberen Extremitäten möglich ist, z.B. mit Wackelbretter oder Balance Pads. Im Folgenden soll dieser kleine Zweig des Gleichgewichtstrainings ein wenig genauer beleuchtet werden.
Gleichgewichtstraining mit den oberen Extremitäten
Die Notwendigkeit auch die oberen Extremitäten mit koordinativen Belastungen, wie z.B. der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts beim Einarmstütz anzuregen kann auf viele Gründe zurückgeführt werden.
Zum einen erfordern insbesondere Ballsportarten wie Handball oder Volleyball zahlreiche komplexe Technikbilder, deren Qualität vom Zusammenspiel aus konditionellen und koordinativen Fähigkeiten abhängig ist. Wer also die Bewegungspräzision seiner Arme regelmäßig schult, hat wesentlich bessere Voraussetzungen sportliche Techniken exakter und virtuoser auszuführen.
Des Weiteren sind Arme und Hände häufig die letzte Instanz um unseren Körper vor größerem Schaden bei Stürzen zu bewahren. Besonders in Kontaktsportarten ist die Fähigkeit Stürze mit den Armen abzufedern eine absolute Notwendigkeit. Dafür muss ein Sportler in der Lage sein auch in unvorhergesehenen Situationen schnell und präzise zu handeln und z.B. durch das „Abschlagen“ mit den Händen Stürze auf Rücken oder Kopf zu vermeiden.
Gleichgewichtstraining mit den oberen Extremitäten
Die Notwendigkeit auch die oberen Extremitäten mit koordinativen Belastungen, wie z.B. der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts beim Einarmstütz anzuregen kann auf viele Gründe zurückgeführt werden.
Zum einen erfordern insbesondere Ballsportarten wie Handball oder Volleyball zahlreiche komplexe Technikbilder, deren Qualität vom Zusammenspiel aus konditionellen und koordinativen Fähigkeiten abhängig ist. Wer also die Bewegungspräzision seiner Arme regelmäßig schult, hat wesentlich bessere Voraussetzungen sportliche Techniken exakter und virtuoser auszuführen.
Beispielübungen mit dem Balance Board
Beispiele zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit oberer Extremitäten lassen sich besonders in der Kombination von Kräftigungsübungen (hauptsächlich Stützübungen) mit koordinationsfördernden Zusatzgeräten finden.
So lassen sich alle gängigen Stützübungen auch auf einem Balance Board ausführen. Im folgenden Beispielvideo ist sehr schön zu erkennen, wie die Schwierigkeit und der koordinative Anspruch einer einfachen Kräftigungsübung durch die additive Verwendung des Balance Boards noch gesteigert werden:
https://www.youtube.com/watch?v=C0QXnEbzzOM&spfreload=1
Autor: Robert Nowacki
4. Juni 2015 um 12:37
Will man Kräftigungsübungen mit koordinativen Elementen verbinden bietet sich das Training auf einem Balance Board oder Pad an. Zusätzlich zur allgemeinen Kräftigung wirkt das Aufrechterhalten des Gleichgewichtes auch auf die Tiefenmuskulatur, hilft demnach stabilisierende Elemente des Körpers zu stärken und schult zudem die Gleichgewichts- und Kopplungsfähigkeit. Nachstehend einige ausgewählte Übungen
Kniebeuge mit Medizinball
Eine beliebte Kräftigungsübung besonders für die Muskulatur des Oberschenkels sind Kniebeuge. Kniebeuge auf dem Balance Board unterliegen dabei schon einer erhöhten Schwierigkeitsstufe. Integriert man zusätzlich noch einen Medizinball wird das Ganze noch fordernder.
Der Medizinball wird dabei mit den Armen in Vorhalte vor dem Körper gehalten, wobei die Ellenbogen leicht gebeugt sind. Die Füße werden schulterbreit auseinandergestellt. Der Rücken bleibt während der Kniebeugen möglichst aufrecht, dass Gesäß wird möglichst weit nach hinten herausgestellt, sodass während der Beugung die Knie nicht zu weit nach vorn (über die Fußspitzen) gedrückt werden.
Durch die Vorhalte des Medizinballs werden auch Oberkörper, Schulter- und Armmuskulatur zusätzlich beansprucht. Je nach Leistungsniveau kann das Gewicht des Balles gesteigert werden. Effektive Trainingsreize können normalerweise schon bei 3 Serien à 15-20 Wiederholungen entstehen.
Eine Variation zur weiteren Erschwerung ist das Ausführen der Kniebeuge auf Zehenspitzen bzw. mit wenig Bodenkontakt der Füße. Hier ist extrem gute Gleichgewichtsfähigkeit und Körperbeherrschung von Nöten.
Autor: Robert Nowacki
