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30. November 2014 um 14:25

Taktiken im Doppel – Offensive vs. Defensive

Häufig sind sehr offensive Spielerpaarungen anzutreffen. Aufschlag – ans Netz rücken und abdichten, ist dann angesagt. Doch es gibt auch Spielzüge von Defensivkünstlern, wie man sie häufig in unteren Ligen antrifft, die erfolgreich sind.

Offensive Taktik im Doppel

Die meisten Tennisspieler wählen eine aggressive Taktik im Doppel, um schnellstmöglich ans Netz vorzustoßen und schließlich den Gegner mit schnellem Volleyspiel in die Bedrängnis zu bringen.

Das sog. Chip and Charge wird hierbei angewendet. Der Rückschläger rückt ebenso, wie sein Partner direkt nach dem aggressiven Retourn, welcher als Chip bezeichnet wird ans Netz. Per Volley wird dann versucht den Ballwechsel schnell zu beenden.

Besonders häufig kommt diese Spielweise zum Einsatz, wenn der zweite Aufschlag, der häufig nicht ganz so aggressiv gespielt wird, angewendet werden muss. Häufig führt diese Spielweise zur Verunsicherung des Gegners. Ist das Chip and Charge mehrfach geglückt, fühlt sich der Gegner gezwungen den 2ten Aufschlag aggressiver zu spielen und macht schneller einen Doppelfehler.

Defensive Taktik im Doppel?

Gerade in Unterklassischen Ligen wird die Chip and Charge Taktik nicht so häufig angesetzt. Zu oft sind erfahrene Spieler auf der Grundlinie sehr sicher und spielen gute Passierbälle.

Das Grundlinienspiel findet dort auch häufig im Doppel statt. Das Ziel ist es durch sehr sicher gespielte Bälle zunächst keinen Fehler zu machen. Beide Doppelpartner befinden sich dann sehr nah an der Grundlinie. Häufig wird versucht in extreme Winkel zu spielen, um nach dem Rückschlag dieses Balls die nötige Lücke zu finden um dann noch aggressiver zu werden.

Für diese Taktik wird ein langer Atem benötigt. Oftmals sind die Punkte erst nach vielen Ballwechseln erspielt, in denen der Gegner immer weiter nach außen gedrängt wird.

Ein Wechsel zum Netzspiel ist auch bei der eher defensiven Taktik als Überraschungsvariante eine Option für den einen oder anderen Punktgewinn.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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24. November 2014 um 14:24

Taktik im Doppel als Rückschläger

Dem Gegner das Aufschlagspiel abzunehmen ist im Doppel schwerer, als den eigenen Aufschlag durchzubekommen. Nicht zuletzt entscheiden taktische Aspekte, ob dies glückt.

Die Aufgabe des Retournierers

Zunächst ist die Position des Retournierers wichtig. Um schnelle Aufschläge besser zu entschärfen, sollte die Position ca. ein Meter hinter der Grundlinie in der Winkelhalbierenden sein. Dadurch ist man auf beide äußere Platzierungsmöglichkeiten vorbereitet.

Wenn möglich, sollte der Rückschlag nicht zu hoch erfolgen, da dann die Gefahr eines tödlichen Volleys droht. Der Retourn sollte also möglichst auf die Füße des Aufschlägers/ des Partners des Aufschlägers erfolgen. Eine gute Variante ist es häufig auch longline zu spielen. Ein Lob ist eher ungeeignet bzw. sollte die Situation wirklich passen und die Technik 1A beherrscht werden.

Generell sollte fast jeder 2te Aufschlag aggressiv zurückgeschlagen werden. So schnell wie möglich ist der Weg zum Netz zu suchen.

Die Aufgabe des Partners des Retournierers

Der Partner des Retournierers sollte sich in etwa 1 m neben der Mitte befinden. Bei langsamen Aufschlägen, oder Aufschlägen, die vom Gefühl her vom Partner gut retourniert werden, sollte weiter zum Netz aufgerückt werden.

Bei geglücktem Return ist das Aufrücken Pflicht. Sollte ein sehr harter, gut platzierter Aufschlag vom gegnerischen Spieler geschlagen wurden sein, so ist der Weg zurück zur Grundline zu suchen.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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14. November 2014 um 14:22

Taktik im Doppel bei eigenem Aufschlag

Im Doppel gibt es zahlreiche Taktiken. Einige Grundsätze werden bei den folgenden Zeilen erläutert.

Grundsätze zur Taktik beim Aufschläger

Die Position beim eigenen Aufschlag sollte ca. 1 bis 2 Meter rechts/ links von der abgrenzenden Mittellinie sein. Dadurch suggeriert man dem gegnerischen Doppel, dass der Aufschlag sowohl auf deren Vor- als auch auf deren Rückhand geschlagen werden kann.

Generell sollten möglichst viele Aufschläge in die Mitte gespielt werden, da sich dadurch beide Spieler bereits bei der ersten Annahme geringfügig in die Quere kommen. Unter Berücksichtigung der gegnerischen Stärken und Schwächen, ist zudem zu berücksichtigen, dass die meisten Spieler auf der Vorhand stärker sind, also ist der Schlag auf die Rückhand stets eine sinnvolle Option.

Vor allem der zweite Aufschlag, sollte häufig auf die Rückhand gehen. Technisch ist dieser vor allem longline recht anspruchsvoll, daher sollte dieser häufig trainiert werden.

Taktische Aspekte des Partners des Aufschlägers

Generell sollte der Partner des Aufschlägers seine Anfangsposition bereits mittig ausrichten. Die exakte Position sollte durch Erfahrungen während des Trainings unter beiden Spielern geklärt werden.

Die Aufgabe ist es den Return bereits am Netz abzufangen. Dabei ist es sinnvoll, wenn sich der Partner des Aufschlägers mit dem Aufschläger abspricht. Wichtig ist zu wissen, welcher Aufschlag angewendet wird, um auch den Return besser antizipieren zu können. Er sollte sich zudem viel bewegen, um das gegnerische Paar zu täuschen.

Grundsätze zur Taktik während des Spiels

Während des Matches ist es das Ziel seine Gegner stets in die Bedrängnis zu bringen. Dies erreicht man z.B. dadurch, dass der Weg zum Netz so schnell wie möglich gesucht wird. Ist diese Position von beiden Spielern geschaffen, ist es schwer an ihnen vorbeizukommen.

Der Weg zum Netz muss natürlich mit einem guten Schlag vorbereitet werden, am besten bereits durch einen schlagkräftigen Aufschlag. Generell sollten Flugbälle (vor allem bei tiefem Volley) häufig durch die Mitte gespielt werden.

Autor: Matthias Bormann

7. November 2014 um 14:21

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 3

Die Schlägerblattstellung ist ein Indiz für die Erkennung der Richtung in die ein Schlag geht. Die nächste Übung soll die Wahrnehmung der Stellung des Schlägerblattes schulen.

Vorhand oder Rückhand

Bei der folgenden Partnerübung sollten möglichst zwei gleichstarke Tennisspieler zusammenspielen. Spieler 1 spielt jeden Ball auf die Vorhand von Spieler 2. Dieser entscheidet nach jedem gespielten Ball aufs Neue, in welche Richtung er diesen spielt. Nach der Devise „Entweder in die Vorhand, oder in die Rückhand“ entscheidet er stets darüber, in welche Richtung sein Trainingspartner „gejagt“ wird.

Dies trainiert zum Einen die Antizipation, zum anderen die Reaktionsfähigkeit. Spieler 2 kann zudem versuchen die Richtung des gespielten Balls möglichst lange geheim zu halten. Dazu kann er versuchen den Richtungswechsel nur mit Arm und Schläger bzw. Schlägerblatt einzuleiten. Dies ist eine Möglichkeit eine Finte bzw. eine Art versteckten Richtungswechsel zu spielen.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, um parallel zu spielen. Möglichkeit eins ist es dabei seinen rechten Fuß (Beschreibung aus Sicht eines Rechtshänders) ein Stück nach hinten, zu nehmen. Dadurch wird der passende Winkel des gesamten Körpers erreicht. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dies durch eine Neigung des Arms bzw. des Handgelenks zu realisieren. Dabei bleiben die Füße auf der gleichen Stelle, wie wenn diagonal gespielt wird.

Zielstellung und Nutzen

Das frühzeitige Erkennen von Richtungswechseln ist entscheidend, um auf gegnerische Finten reagieren zu können. Es kommt sehr häufig vor, dass ein Duell, egal, ob mit der Vorhand oder mit der Rückhand durch einen parallelen Ball entschieden wird.

Der longline gespielte Ball muss dann nicht mal zwingend schnell, sondern nur im richtigen Moment und gut platziert gespielt werden. Oft ist nicht der longline gespielte Ball zu gut, sondern nur die Antizipation dessen zu schlecht.

Autor: Matthias Bormann