24. Juli 2015 um 12:53
Die folgenden Erwärmungsspiele richten sich vor allem an die Zielgruppe Kinder und Jugendliche und dienen dazu das Balance Pad als Sportgerät einzuführen.
Feuer, Wasser, Sturm
Die Teilnehmer bewegen sich laufend frei in einem abgesteckten Feld. Im Feld befinden sich annähernd so viele Balance Pads wie Teilnehmer. Es können bestimmte Bewegungsmuster aus dem Lauf-ABC vorgegeben werden.
Verschiedene Kommandos durch den Übungsleiter unterbrechen das Bewegungsmuster und verlangen unterschiedliche Reaktionen (innerhalb eines Zeitlimits, z.B. 10 Sekunden) der Teilnehmer, bspw.:
Kommando Wasser: alle müssen sich ein Balance Pad suchen und sicher auf diesem Stehen
Kommando Sturm: alle suchen sich ein Balance Pad und gehen mit den Händen im Liegestütz auf das Pad
Kommando Feuer: Jeweils zwei Teilnehmer müssen sich zusammenfinden und auf einem Pad stehen ohne das einer von ihnen den Boden berührt
Kommando Blitz: jeder sucht sich ein Pad und setzte sich im Schneidersitz darauf
Kommando Eis: jeder sucht sich ein Pad und stellt sich einbeinig darauf ohne sich dabei zu bewegen
Schafft es ein Teilnehmer nicht die Aufgabe zu bewältigen oder das Zeitlimit einzuhalten, scheidet er aus, bzw. muss eine Strafaufgabe ausführen.
Padwanderung
Für dieses Spiel werden eine Start- und eine Ziellinie benötigt. Außerdem benötigt jeder Teilnehmer zwei Balance Pads. Die Teilnehmer versammeln sich zunächst nebeneinander an einer der Startlinie. Auf ein Startsignal hin versucht jeder so schnell wie möglich die Ziellinie zu überqueren.
Einzige Bedingung dafür ist, dass der Boden zwischen Start- und Ziellinie zu keiner Zeit mit dem Körper berührt wird. Dementsprechend müssen sich die Teilnehmer auf den Balance Pads voran arbeiten, indem die stets auf einem der Pads stehen und das andere als nächste Plattform nutzen.
Berührt ein Spieler den Boden muss er von vorne beginnen. Das Ganze ist auch in als Staffelspiel möglich oder kann in abgewandelter Form als Teamwettbewerb (alle Spieler müssen mit einer Padanzahl die der Teammitgliederanzahl + 1 entspricht zu einer Insel o. ä. gelangen) durchgeführt werden.
Autor: Robert Nowacki
14. Juli 2015 um 12:51
Die folgenden Übungen richten sich vor allem an Ballsportler. Ziel ist es die Hand-Auge Koordination unter erschwerten Bedingungen einer Gleichgewichtsbelastung zu schulen. Die Übungen können je nach Sportart mit verschiedenen Bällen oder anderen Gerätschaften durchgeführt werden.
Zuspielübungen enger Stand
Der Übende steht auf einem Balance Board (Beine schulterbreit auseinander) mit einem Ball in der Hand. Ihm gegenüber steht ein Zuspieler, welcher ebenfalls einen Ball benötigt.
Sobald der Zuspieler seinen Ball zum Übenden passt, wirft dieser den eigenen Ball gerade in die Luft. Er fängt den zugespielten Ball und spielt ihn umgehend zum Zuspieler zurück. Im Anschluss mus der in die Luft geworfene Ball wieder aufgefangen werden (s. Abb. 1).

Die Übung kann in vielen Variationen weiterentwickelt werden, z.B.:
Beide Partner auf Balance Board
Zurückspielen von zwei Bällen gleichzeitig mit je einer Hand
Hochwerfen von zwei Bällen gleichzeitig mit je einer Hand
Einbeinstand
Fangen des Hochgeworfenen Balles hinter dem Rücken
Zuspielübungen breiter Stand
Ein Übender steht mit jeweils einem Bein auf einem Balanceboard. Demnach ist sein stand wesentlich breiter. Neben den Übungen aus dem vorangegangenen Absatz sind einige spezielle Belastungsmuster unter diesen Umständen möglich.
Dafür postieren sich zwei Zuspieler links und rechts vom Übenden. Jeder der drei Beteiligten hat einen Ball. Der Übende wirft seinen Ball in die Höhe und erhält gleichzeitig ein Zuspiel als Aufsetzer von seinem linken Nachbarn, welches er postwendend zurückspielt. Anschließend fängt er den hochgeworfenen Ball wieder auf und wiederholt den Ablauf mit dem rechten Zuspieler (s. Abb. 2).

Die Übung kann ebenfalls vielfältig variiert werden, z.B.:
Rückpässe mit beiden Seiten während der Ball in der Luft ist
Hochwerfen von zwei Bällen, Auffangen mit je einer Hand
Einbeinstand auf jeweiliger Übungsseite
Diese Übungsform ist besonders für Torhüter verschiedener Ballsportarten geeignet.
Autor: Robert Nowacki
4. Juli 2015 um 12:50
Sprungkrafttraining lässt sich zusätzlich Erschweren indem man weiche Untergründe für den Absprungpunkt nutzt. Bei einem weicheren Untergrund geht wesentlich mehr für den Sprung aufgewendete Energie verloren als bei harten Untergründen. Resultate sind deutlich geringere Sprunghöhen und –weiten.
Durch solche zusätzlichen Erschwerungen von Sprungübungen lassen sich somit stärkere Trainingsreize für die für Sprünge wichtige Muskulatur erreichen, da mehr Kraft aufgewendet werden muss um bestimmte Sprungziele zu erreichen.
Beispiel: Reaktivsprünge vom Balance Pad auf einen Turnkasten
Für die Sprungkraftübung werden ein Turnkasten sowie ein bis zwei Balance Pads pro Person benötigt. Die Pads werden vor dem Turnkasten platziert (s. Abbildung 1) und zwar so, dass ein Übender vom Balance Pad einbeinig (auch zweibeinig möglich) auf den Turnkasten springen kann. Der Kasten muss zuvor in der Höhe angepasst werden, damit keine Verletzungen durch zu hohe Anforderungen entstehen.
Dieser Aufbau kann entweder als Bestandteil von Parcours oder Staffelspielen genutzt werden oder auch in einem Zirkeltraining zum Einsatz kommen. Dies bedeutet, dass entweder mehrere Kästen mit dazugehörigen Balance Pads hintereinander aufgebaut werden oder der Übende ohne Zwischenkontakt stets zwischen Kastenteil und Balance Pad hin- und herspringt.

Die Durchführung solcher Reaktivsprünge stellt ebenfalls eine zusätzliche Erschwerung von Sprungaufgaben dar, da durch die Kräfte welche bei einer Landung gen Boden wirken die folgende Absprungkräfte nach oben abgemindert werden.
Autor: Robert Nowacki