21. Juli 2013 um 11:36
Clear-Drop-Kampf
2 Spieler spielen zusammen einen Satz bei dem nur die Schläge Clear und Drop gestattet sind. Bei den Drops ist Reaktionsschnelligkeit gefordert. Durch den vermehrten Wechsel zwischen Clear und Drop kommt es zum anaeroben Stoffwechsel.
Clear-Smash-Kampf
Es spielen wieder Zuspieler und Läufer zusammen. Der Trainierende spielt ausschließlich Clears ins hintere Drittel des Zuspielers. Der Zuspieler soll ihn ausspielen. Die Belastungsdauer sollte ca. 60 Sek. betragen.
Als Variation kann der Zuspieler auch ab und zu einen harten Smash einstreuen, um die Intensität zu erhöhen. Nach den 60 Sek. wechseln Zuspieler und Trainierender.
14. Juli 2013 um 11:33
Ein Circuittraining bedeutet, dass die Trainierenden verschiedene Stationen ablaufen und an diesen Stationen verschiedene Übungen zu absolvieren haben. Um effektiv trainieren zu können, bietet sich dazu wieder die Ballmaschine an.
Das bedeutet in dem Fall, dass die Trainingsgruppe geteilt wird. Eine Hälfte bildet die Gruppe der Zuspieler und die zweite Hälfte bildet die Gruppe der Läufer. An jedem Spielfeld sind somit ein Zuspieler und ein Läufer.
Die Zuspieler haben einen Korb mit vielen Bällen neben sich auf Hüfthöhe stehen, damit sie schnell einen neuen Ball nehmen können. Im Folgenden wird von einer Trainingsgruppe von 4 Personen ausgegangen. Sollte die Trainingsgruppe größer sein, können weitere Übungen ergänzt werden.
Stationstraining
Station 1:
Vorhand-Überkopf-Clear von rechts / Vorhand-Überkopf-Clear von links
Station 2:
Unterhand-Clear / Vorhand-Überkopf-Drop / Netzdrop
Station 3:
Unterhand-Clear / Vorhand-Überkopf-Clear / Vorhand-Überkopf-Drop
Station 4:
Unterhand-Clear / Vorhand-Überkopf-Smash von links / Vorhand-Überkopf-Smash von rechts
An jeder Station wird 3-4 Minuten trainiert. Nach den 4 Minuten ist eine kurze Pause von 15 Sekunden zum Wechsel der Station.
8. Juli 2013 um 17:06
Ein Erfolg versprechendes Ausdauertraining ist das Trainingsspiel an sich. Dabei werden sowohl sämtliche Formen der aeroben, als auch der anaeroben Ausdauer angesprochen.
Für ein Training der badmintonspezifischen aeroben Ausdauer empfehlen sich folgende Übungen bei denen 2 Spieler miteinander trainieren:
Clear-Clear-Kampf
Beide Trainierenden spielen einen Satz und dürfen ausschließlich nur Clear spielen. Bei hohem Spielniveau sollten verkürzte Sätze gespielt werden, oder aber eine Zeit von etwa 5-10 Minuten für die Spieldauer vereinbart werden, um das Spiel nicht unnötig in die Länge zu ziehen.
Dauerdrop
Der Trainierende darf nur Drops in den Netzbereich des Zuspielers spielen. Der Zuspieler darf die Bälle im gesamten Spielfeld platzieren. Dabei ist es seine Aufgabe die Intensität zu variieren indem er die Bälle hoch und langsam, oder niedrig und schnell platziert.
28. Juni 2013 um 16:44
Ein Training der Ausdauer bietet sich vor allem in der Sommerpause an und dient als Basis für eine lange Saison. Eine gute Ausdauer spiegelt sich in einer verkürzten Regenerationszeit wieder. Zusätzlich ist sie Grundlage für intensive Trainingseinheiten vor und während der Saison.
Waldläufe für die Grundlagenausdauer 1 (GA1)
Während der Vorbereitungszeit sollte Grundlagenausdauer 1 (GA1) und Grundlagenausdauer 2 (GA2) trainiert werden. Für ein Training der GA1 empfehlen sich Waldläufe bei niedriger Intensität von mindestens 30 Minuten. Als Faustregel für den Puls gilt die Formel 180 – Lebensalter. Diesen Puls hat man in etwa, wenn man sich beim Laufen ohne Probleme unterhalten kann. Ein Training der GA1 sollte etwa die Hälfte der Vorbereitungszeit durchgeführt werden (3-4 Wochen).
Steigerung der Pulswerte in der Grundlagenausdauer 2 (GA2)
Bei dem sich an diese Phase anschließenden Training der GA2 geht es darum sich an die Intensität des Badmintonspiels zu gewöhnen. Um dies zu gewährleisten sollte die Trainingsintensität durch Steigerung des Pulswertes erhöht werden. Es empfehlen sich für die GA2 Steigerungsläufe, d. h. während des Dauerlaufs wird die Geschwindigkeit bis zur Kurzatmigkeit erhöht und wieder gedrosselt.
Wenn man sich während des Dauerlaufs wieder erholt fühlt, wird die Geschwindigkeit wieder erhöht. Es ist ebenfalls effektiv, die Belastung in den anaeroben Bereich und die Erholung zeitlich einzugrenzen z.B. indem man eine Minute im anaeroben Bereich trainiert und sich 5 Minuten im aeroben Bereich erholt.
Dadurch lernt der Körper sich trotz der aeroben Belastung zu erholen.
22. Juni 2013 um 15:30
Eine gute aerobe Ausdauer ist Grundvoraussetzung für alle Ausdauerfähigkeiten im Badminton. Es ist sinnvoll diese durch Ausdauerläufe in der Saisonpause zu trainieren, damit während der Saison großteils sportartspezifisch trainiert werden kann.
Für das Badmintonspiel sind vor allem die aerobe Kurzzeit- und die aerobe Mittelzeitausdauer, aber auch die aerobe Langzeitausdauer wichtig. Des Weiteren wird die anaerob-alaktazide Ausdauer für kurze, hochintensive Bewegungen mit maximaler Geschwindigkeit benötigt.
Während eines Ballwechsels mit kurzzeitigen Belastungsspitzen mit schnellkräftigen Bewegungen kommt es oftmals zur anaerob-alaktaziden Energieversorgung. Die dazu verwendeten Energiespeicher werden allerdings sofort wieder aufgefüllt. Die Geschwindigkeit und die Häufigkeit des Wiederauffüllens ist jedoch von der Qualität der aeroben Ausdauer abhängig.
Ausdauerformen
Aerob
Kurzzeitausdauer (bis 10 min)
Mittelzeitausdauer (bis 30 min)
Langzeitausdauer (über 30 min)
Anaerob
Kurzzeitausdauer (bis 20 Sek)
Mittelzeitausdauer (bis 60 Sek)
Langzeitausdauer (bis 120 Sek)
Energiebereitstellung und Belastungsdosierung
Bei gutem Trainingszustand werden die Energiespeicher während eines Spiels ständig wieder aufgefüllt, sodass es sich lohnt um jeden Ball zu kämpfen. Bei langen, intensiven Ballwechseln kommt es häufig zur anaerob-laktaziden Energiebereitstellung.
Die Folge kann eine anhaltende Laktatbildung sein, die zur Übersäuerung bzw. zur Ermüdung der Muskulatur führt. Während des Spiels, sollte man nicht ständig an seine Leistungsgrenze gehen. Denn die Erholungsphasen, die zum Ausgleich der Übersäuerung notwendig sind, werden im Laufe der Belastung immer länger, die Konzentration und die Spritzigkeit lassen nach.
Aufgrund dessen sollte auch im Training Ausdauer trainiert werden. Dies bedeutet gleichzeitig eine sinnvolle Belastungsdosierung, sodass während des Ausdauertrainings überwiegend im aeroben Bereich trainiert werden sollte.
Erst gegen Ende der Trainingseinheit kann es sinnvoll sein über einen längeren Zeitraum im anaerob-laktaziden Bereich zu trainieren. Dann sollte allerdings auch eine längere Regenerationszeit von bis zu drei Tagen eingeplant werden.
11. Juni 2013 um 15:48
Ausdauer ist die Fähigkeit eine sportliche Leistung über einen möglichst langen Zeitraum aufrecht erhalten zu können. Gleichfalls ist Ausdauer die Fähigkeit nach einer Belastung schnell wieder erholt zu sein.
Die Bewältigung von Ausdauerleistungen erfordert neben den physischen Fähigkeiten auch die psychische Bereitschaft Leistungen über einen langen Zeitraum durchzuhalten (Vgl., Grosser/Starischka 1998, S.110).
Aerober vs. anaerober Ausdauer
Im Allgemeinen wird zwischen aerober und anaerober Ausdauer unterschieden. Bei der aeroben Ausdauer wird dem Organismus die Energie, die er zur Aufrechterhaltung einer bestimmten Belastungsintensität benötigt, durch Sauerstoffoxidation bereitgestellt. Bei Erhöhung der Belastungsintensität wird mehr Sauerstoff benötigt. Ab einem gewissen Punkt reicht das bereitgestellte Angebot an Sauerstoff durch die Atmung zur Energiegewinnung nicht mehr aus. Der Körper produziert nun einen Teil der benötigten Energie ohne Sauerstoff.
Die anaerobe Ausdauer ist also die Fähigkeit des Körpers Energie trotz eines Sauerstoffdefizits bereitzustellen um die körperliche Belastung weiter auszuführen. Um dies zu gewährleisten gewinnt der Körper die Energie durch antioxidative Prozesse wie beispielsweise die Glycolyse (anaerob-alaktazid). Diese Phase der Energiebereitstellung hält nur wenige Sekunden an. Danach wird die Energie anaerob-laktazid bereitgestellt.
Laktatbildung zum Schutz der Muskelzellen
Dabei fällt als Stoffwechselendprodukt vermehrt Laktat an. Je höher die Belastung ist, umso mehr Laktat wird produziert. Dies führt bei sehr hoher Belastung zu einer Übersäuerung der Muskelzelle aus Schutz gegen Zellschädigungen. Der Sportler spürt dadurch einen anhaltenden Schmerz und muss die Belastung abbrechen. Derart hohe Belastungsintensitäten kommen nur sehr selten zustande.
30. Mai 2013 um 18:02
Für die folgenden Übungen bietet sich wieder die Ballmaschine an. Das bedeutet, dass 2 Spieler miteinander trainieren, wobei einer der beiden als Zuspieler agiert und der zweite „Läufer“ ist.
Der Zuspieler sollte einen Korb mit vielen Bällen neben sich auf Hüfthöhe stehen haben, damit er schnell einen neuen Ball nehmen kann.
Smashfolgen, Übung 1
Der Zuspieler spielt einen hohen Ball ins hintere Feld. Der Läufer spielt einen Überkopf-Smash mit hohem Krafteinsatz. Diese Übung wird so oft Wiederholt, bis der Spieler, der den Smash ausführt 3 Fehler gemacht hat. Danach wechseln der Zuspieler und der agierende Spieler.
Jump-Smash, Übung 2
Der erste Ball wird hoch ins hintere Drittel gespielt. Der Spieler reagiert mit einem Vorhand-Überkopf-Clear, der so hoch wie möglich ins hintere Drittel des Gegners gespielt werden soll. Der zweite Ball wird hoch ins Halbfeld gespielt. Von dort wird ein Jump-Smash gespielt. Bei diesem Schlag wird vor dem Smash in die Luft gesprungen. Der Smash wird in der Luft ausgeführt.
Dies hat den Vorteil, dass sich der Winkel auf das gegnerische Spielfeld verkleinert und durch die Dynamik des Sprungs der Smash härter geschlagen werden kann. Der letzte Ball ist ein Smash auf Netzhöhe. Dieser wird vom Zuspieler links oder rechts platziert.
Jump-Smash – Clear, Übung 3
Der erste Ball wird hoch in die Mitte des Badmintonfeldes gespielt. Von dort wird ein Jump-Smash ausgeführt. Der zweite Ball wird hoch in die Rückhand gespielt. Auf diesen antwortet der agierende Spieler mit einem sehr hohen Clear. Der dritte Ball ist wieder ein Jump-Smash aus der Mitte des Feldes.
Alle Schläge sollten vom Läufer möglichst schnellkräftig (explosiv) und mit hohem Krafteinsatz ausgeführt werden. Für alle Übungen ist es wichtig, dass die Muskulatur aufgewärmt ist.
23. Mai 2013 um 17:56
Clearfolgen
Beide Spieler spielen 5 Minuten nur Vorhand-Clear in das hintere Drittel des Badmintonfeldes.
Ziel ist es immer sehr weit und hoch zu spielen, was nur mit einen sehr großen Kraftaufwand möglich ist.
Clear-Smash-Folgen
Spieler A eröffnent mit einem hohen Aufschlag ins hintere Drittel. Spieler B spielt einen Vorhand-Überkopf-Smash. Spieler A spielt einen Clear.
Spieler B spielt wieder einen Clear ins hintere Drittel. Spieler A spielt darauf hin einen Vorhand-Überkopf-Smash. Es entsteht eine Endlosschleife mit der die Kraftausdauer trainiert wird.
16. Mai 2013 um 17:52
In der Halle werden 8 Stationen aufgebaut. An jeder Station wird eine Kräftigungsübung durchgeführt. Nach 45 Sekunden erfolgt ein Wechsel der Stationen.
Der Wechsel sollte mindestens 30 Sekunden dauern, um gleichzeitig als Pause zu dienen:
Station 1: Liegestütze
Station 2: An die Sprossenwand hängen und die Beine bis zum 90 ° Winkel hochziehen
Station 3: Wandsitzen (Kniewinkel 90°)
Station 4: Hock – Streck – Sprünge
Station 5: Seilspringen
Station 6: In Bauchlage wird der Oberkörper nach oben bewegt
Station 7: Klimmzüge
Station 8: Kniebeuge
7. Mai 2013 um 10:44
Typische Übungen für den Arm- und Schulterbereich
Mit Medizinball:
– einen Medizinball aus dem Stand mit beiden Armen so weit wie möglich werfen (Einwurf beim Fußball)
– einen Medizinball mit dem Schlagarm so weit wie möglich werfen
– einen Medizinball vor dem Körper mit beiden Armen schnellstmöglich nach vorn werfen
Schattentraining im Stand mit schnellen explosiven Schlagbewegungen:
– Überkopf-Clear / Vorhand-Unterhandschlag / Vorhand-Überkopf-Smash
– Vorhand-Unterhandschlag / Rückhand-Unterhand-Schlag / Überkopf-Smash
– Überkopf-Vorhand-Clear / Vorhand-Drive / Rückhand-Drive / Überkopf-Vorhand-Smash
Typische Übungen für die Beine
In der Ausgangsposition bei Strecksprüngen sind die Füße parallel und die Beine leicht gehockt. Es sollte versucht werden auf den Fußballen abzuspringen und auf diesen wieder zu landen. Der nächste Sprung darf erst dann ausgeführt werden, wenn die Balance wieder hergestellt ist.
Variationen:
• 4-5 Kästen/ Hocker schnellstmöglich mit Strecksprüngen überwinden
• 4-5 Kästen/ Hocker einbeinig schnellstmöglich überspringen
• Wechselsprünge über eine Langbank
Bei sogenannten Richtungswechseln steht der Trainierende zunächst auf dem rechten Bein. Ausgehend von dieser Stellung springt er nach vorn auf das linke Bein und wieder zurück auf das rechte Bein.
Danach nach links aufs linke Bein und wieder nach rechts aufs rechte Bein. Diese Übung wird 10 Mal durchgeführt. Nach jedem Durchgang wird bei der Ausgangsposition das Standbein gewechselt.
Bei der Ausgangsposition von Dreisprüngen erfolgt eine leichte Hockstellung bei parallel gehaltenen Füßen. Die Arme werden zurück geschwungen. Beim Absprung schwingen diese nach vorn. Der Absprung erfolgt explosiv.
Es wird auf dem rechten Fuß gelandet, danach erfolgt schnellstmöglich ein Sprung auf den linken Fuß und ein Sprung mit der Landung auf beiden Füßen. Diese Übung sollte 5-10 Mal wiederholt werden.