28. Oktober 2013 um 07:57
Die Lauf- und Schlagtechniken und deren Ausführungen hängen immer davon ab, welche taktische Absicht verwirklicht werden soll. Dies bedeutet, dass die Ausführung je nach Spielsituation und den individuellen Vorraussetzungen des Spielers variabel ist.
Grundsätze zur Lauftechnik
Jede Spielsituation hängt von der Stellung des Spielers im Feld, dem eigenen letzten Schlag, der Position des Gegners und dem Flugverhalten des Balls ab. Die Bewegungen eines jeden Badmintonspielers hängen von dessen Konstitution, speziell von der Körpergröße und dessen Reichweiten) und von konditionellen Faktoren ab. Prinzipiell haben kleiner gewachsene Menschen Vorteile hinsichtlich der Schnelligkeit und Wendigkeit, größere haben Vorteile hinsichtlich ihrer Reichweite. Die separate Erlernung und Beherrschung der Lauftechniken ist zu empfehlen, jedoch sollte das Training der Lauftechniken später stets in Verbindung mit Spielsituationen stattfinden.
Grundsätze zur Schlagtechnik
Jede Schlagtechnik ist individuell. Das ist bei dem Vergleich einzelner Spitzensportler deutlich zu erkennen. Jedoch sind trotzdem sehr viele Gemeinsamkeiten festzustellen. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die einzelnen Schlagphasen ziehen. Bei der Ausholphase jeder Schlagtechnik sind noch viele individuelle Unterschiede zu erkennen. Beispiele dafür sind ein lockeres, oder fixiertes Handgelenk bzw. verschiedene Schleifenbewegungen, die besonders am Schlägerkopf zu beobachten sind.
Je näher der Schlägerkopf zum Ball kommt, umso identischer werden die Bewegungsabläufe. In dieser Phase – der Schlagphase – also kurz vor dem Treffen des Balls entscheidet sich, welche Ballflugkurve und welche Geschwindigkeit der Ball annehmen wird. Im Anschluss nach dem Treffen des Balls in der Ausschwungphase sind hingegen wieder viele verschiedene Bewegungsabläufe, auch bei Spitzenspielern, zu erkennen (Drehen des Rumpfes, kurzer Ausschwung, langer Ausschwung, Unterschiede beim Beuges des Unterarms). Wie Bewegungsanalysen zeigten, sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten bei bestimmten Schlägen gering. Beim Smash zum Beispiel werden die Hauptaktionen von nahezu allen Spieler gleich und mit sehr hoher Ballbeschleunigung ausgeführt.
15. Oktober 2013 um 21:19
Die Schuhe
Schuhe, die auf Badminton spezialisiert sind, haben eine rutschfeste Sohle. Sie sind sehr flach konzipiert, damit sie guten Bodenkontakt bieten und man bei den oft rasanten Bewegungen nicht umknickt. Prinzipiell liegen die Preise zwischen 50 Euro und 100 Euro.
Tipps zur Kaufberatung liefern die folgenden Zeilen. Die Sohle sollte nicht auf dem Hallenboden abfärben, um den Ärger des Hallenwarts nicht zu provozieren. Wie bei den Schlägern sollten auch zwei eingelaufene Schuhe in jedem Wettkampf zur Verfügung stehen. Von neuen Schuhen bekommen viele Spieler Blasen. Aus diesem Grund sollten diese niemals zum Wettkampf ausprobiert werden, sondern ein paar Mal im Training getragen werden.
Schuhe sollten stets fest sitzen, damit ein Umknicken verhindert wird. Deshalb- immer fest zuschnüren. Jogging- oder Laufschuhe sind völlig ungeeignet, da sie nur für das geradeaus laufen konzipiert sind. Spieler, die Knick-, Spreiz- oder Senkfüße haben, sollten Sporteinlagen in ihren Schuhen tragen. Bei ruckartigen Bewegungen wird sonst zu wenig durch die Füße abgefedert und die Bewegungen wirken direkt auf das Knie.
Die Sportbekleidung
Prinzipiell ist das Wichtigste, dass sich die Sportler gut bewegen können und dass sich die Kleidung bequem ist. Shirts sollten atmungsaktiv sein, damit der Spieler bei langen Ballwechseln nicht das Gefühl hat zu ersticken. Jede Mannschaft spielt mit einheitlicher Kleidung.
Bei Wettkämpfen empfiehlt es sich genau so viele Trikots mit sich zu führen, wie man Punktspiele hat. Um Krankheit zu vermeiden, bietet es sich an stets ein neues T-Shirt nach dem Wettkampf anzuziehen. Vor- und nach dem Spiel schwören viele Spieler auf Trainingsanzüge, damit der Körper nicht zu schnell auskühlt und die Muskulatur warm bleibt. Es gibt übrigens Spezialsocken, die die Feuchtigkeit gut aufnehmen. Spieler, die zu Schweißfüßen neigen sollten sich solche zulegen.
Ungünstig in diesem Fall ist es zwei Socken übereinander anzuziehen, da man sich evtl. Blasen läuft. Noch ein Tipp für raffinierte Aufschlagspieler. Steckt das Hemd nicht in die Hose. Der Schiedsrichter kann so nicht genau erkennen, ob der Ball regelgerecht unterhalb der Taille getroffen wurde.
8. Oktober 2013 um 08:10
Der Ball
Im Regelwerk sind die Maße und das Gewicht der Bälle festgelegt. Bei den Bällen gibt es hinsichtlich der Werkstoffe Unterschiede. Es gibt Kunststoffbälle und Naturfederbälle aus Gänse- und Entenfedern. Bei der Besaitung ist es der Industrie gelungen die Naturprodukte durch synthetische Stoffe nahezu komplett abzulösen. Dies hatte positive Auswirkungen auf den Herstellungs- und Endpreis. In der Ballindustrie ist dies noch nicht geglückt, da die teureren Naturfederbälle deutlich bessere Flugeigenschaften haben.
Handarbeit und ständige Kontrollen
Naturfederbälle werden mit einem ungeheuren manuellen Aufwand hergestellt. Sie werden deshalb hauptsächlich in Asien produziert. Die Korkfüße werden aus Portugal importiert. Die Federn werden zunächst mit Seife und Beichmittel gewaschen und getrocknet. Danach erfolgt die Sortierung nach Links- und Rechtsbeugung. Das Zuschneiden der Federn erfolgt maschinell. Anschließend werden exakt 16 Federn per Hand in den Kork eingesetzt und mit Klebstoff und Garn befestigt.
Jeder einzelne Ball wird auf den Flugverlauf und dessen Geschwindigkeit kontrolliert. International gelten die Geschwindigkeitsstufen langsam, mittel und schnell. Insbesondere durch die teuren Bälle ist Badminton durchaus ein kostenintensiver Sport. Profis verbrauchen pro Match bis zu 40 Bälle. Oftmals ist es nur eine einzelne Feder, die bei einem harten Smash abfällt und somit die Flugeigenschaften verändert.
Tipps für den Ballkauf
Im Breitensport wird oftmals auf Kunststoffbälle zurückgegriffen. Diese werden in drei Kategorien angeboten. Diese sind rot, blau und grün. Die erstgenannten sind dabei die schnellsten, blau sind mittelschnelle Bälle und grüne Bälle sind langsam. Es hängt auch von der Hallentemperatur ab, welchen Ball man wählen sollte.
Prinzipiell gilt, je heißer es in der Halle ist, desto schneller sollte der Ball sein. Will man schnelle Bälle verlangsamen, so ist es möglich dies zu tun indem man jede vierte Spitze leicht nach außen abknickt. Zu langsame Federn lassen sich verschnellen, indem man die Federn nach innen knickt. Werden die Federbälle zu lange gelagert, so neigen sie dazu trocken und spröde zu werden.
Um sie wieder „spielfähig“ zu machen, kann man sie über eine kurze Zeit über Wasserdampf halten. Verbrauchte Bälle sollte man nach dem Punktspiel nicht gleich wegschmeißen. Für das wöchentliche Training sind sie trotzdem geeignet. Für Übungen mit der Ballmaschine werden in den meisten Vereinen die abgespielten Bälle genutzt. Auch die leeren Federballrollen werden oftmals weiterverwendet. Zum Beispiel zum Stimmung machen während des Wettkampfs. Einfach zwei Rollen aneinander schlagen und die Halle bebt bei genügend Fans die mitmachen.
1. Oktober 2013 um 08:06
Nachdem erklärt wurde, was beim Schläger an sich zu beachten ist, kommen wir nun zu einem Punkt, der ebenso wichtig ist:
Die Besaitung
Durch die Beschaffenheit und die Bespannungshärte der Besaitung wird im Badminton der Ballflug wesentlich beeinflusst. Die Faktoren Beschleunigung, Kontrolle und Kraftaufwand werden dadurch gesteuert. Saiten sind durchschnittlich 0,7 bis 0,85 mm dick. Es gibt sowohl Kunstsaiten, als auch Darmsaiten.
Durch die immer besser werdenden Herstellungsstrategien bei den Kunstsaiten nehmen die Rinds- und Schafsdarmsaiten immer mehr ab. Die organischen Saiten zeichnen sich vor allem durch eine hohe Elastizität aus. Sie sind aber teurer als die Kunstsaiten und halten schlechter, da sie auf Temperatur und Luftfeuchte reagieren.
Kompromiss aus Beschleunigung und Kontrolle
Bei der Bespannungshärte gilt folgende Faustregel. Je härter die Bespannung ist, umso größer ist die Kontrolle und damit die Ballsicherheit. Je härter die Bespannung ist, umso geringer ist aber auch die Beschleunigung. Für Einsteiger und versierte Spieler empfehlen sich Spannhärten zwischen 7,5 kg und 10 kg. Dadurch wird eine vernünftige Relation zur Haltbarkeit geschaffen.
Profis wählen eine Bespannungshärte von 11 kg bis 14 kg. Aufgrund ihrer guten Technik und dem hohen Kraftniveau, können sie die Nachteile der harten Bespannung ausgleichen. Sehr häufig reist beispielsweise die Bespannung, wenn der Ball nicht sauber im Sweetspot, also in der Mitte getroffen wird.
Tipps für den Badmintonschläger
Prinzipiell sollte der Schläger nach dem Spiel immer in einer Schlägerhülle aufbewahrt werden. Dies ist vor allem deshalb gefordert, weil die Besaitung dort vor klimatischen Veränderungen geschützt ist. Bei regelmäßigem Training von ein bis zwei Mal pro Woche sollte die Besaitung einmal im halben Jahr ausgewechselt werden, da die gleichmäßige Bespannung dann nicht mehr gegeben ist und die Präzision der Schläge leidet. Wenn nur eine Saite reißt, kann man diese selbst reparieren.
Dies geht ganz simpel mit einer Reparaturzange. Wenn mehrere Saiten reißen, sollte zu einer komplett neuen Bespannung gegriffen werden, da die Spieleigenschaften wesentlich verschlechtert werden. Sollte man sich für eine neue Besaitung entscheiden, wenn eine Saite gerissen ist, so ist es wichtig, die anderen Saiten durchzuschneiden. Dadurch wird verhindert, dass der Rahmen sich verzieht. Bei Beschwerden im Ellbogen empfehlen sich weiche, mehrfaserige Nylonsaiten. Dies sollte allerdings mit einem Fachmann besprochen werden.
25. September 2013 um 08:02
Ein wesentlicher Grund für höhere Leistungen im Badminton im Spitzensport ist die Verbesserung des Equipments. Die meisten Entwicklungen beziehen sich hierbei auf den Schläger, die Besaitung und den Ball selbst. Auch die Schuhe und die Bekleidung wurden an die Anforderungen im Leistungssport angepasst, sodass Anfänger schneller an ein höheres Spielniveau herankommen, als noch vor 20 Jahren.
Der Schläger
In den 80er Jahren wog ein Badmintonschläger zwischen 100 g und 130 g. Heute hat sich ein durchschnittliches Gewicht von 85 g bewährt. Die Bestandteile eines Schlägers sind Griff, Schaft, Kopf und Besaitung. In den 70gern bestand ein Schläger noch komplett aus Holz. Damit sich der Schläger nicht verzog, wurde dieser nach jedem Spiel in einen Spanner eingeklemmt.
Erst nachdem die Profiligen aufgebaut wurden, experimentierten die Firmen mit Materialien, wie Leichtmetall, Stahl, Aluminium und später sogar mit Carbon und Kunstfaser. Heute werden auch Stoffe wie Glasfasern und synthetische Fasern verwendet. Im Vergleich zu den Anfängen, wo jedes Teil einzeln gefertigt wurde, sind heutzutage Kopf, Schaft und Griff aus einem Stück gefertigt.
Beratung zum Schlägerkauf
Einsteiger sollten stets zu sehr robusten Schlägern greifen. Ein solches Einstiegsgerät erhält man im Handel für 50 bis 70 Euro. Durch mangelnde technische und taktische Fähigkeiten, kann es beispielsweise im Doppel schon mal dazu kommen, dass sich zwei Schläger kreuzen.
Auch im normalen Trainingsbetrieb können Anfänger das Potential der Profischläger kaum bewusst einsetzen. Bei jedem Training oder Spiel ist es ratsam zwei Schläger mit sich zu führen. Diese sollte man durchaus im Wechsel spielen, damit die Eigenschaften nicht zu sehr voneinander abweichen, da es ständig zu Abnutzungserscheinungen kommt. Die Griffstärke wird durch Griffbänder reguliert.
So wird gewährleistet, dass auch Spieler mit großen Händen die Möglichkeit haben diverse Schläger zu spielen. Die Schlägergriffe bestehen im Übrigen aus synthetischem Stoff oder aus Leder. Spieler, die schnell zu Schweiß an den Händen neigen, sollten ein rutschfestes Gummiband oder Frottee benutzen. Wichtig ist es zu wissen, dass gerade Griffbänder aus Frottee nach einer gewissen Zeit verbraucht sind und ausgewechselt werden müssen. Versierte Turnierspieler sollten deshalb auch ein Ersatzgriffband mit sich führen.
18. September 2013 um 07:57
Bei chinesischen Spitzenspielern wurden Anfangsgeschwindigkeiten des Balls von bis zu 332 km/h gemessen. Diesen Wert schafft nicht mal ein Golfball. Mit steigender Popularität und der Anerkennung als olympische Sportart entwickelte sich diese Sportart immer weiter.
Entwicklungstendenzen
Mehr und mehr wird auch im Badmintonsport geforscht, sodass sportwissenschaftliche und trainingstaktische Überlegungen sowie industrielle Forschungen bei der Schlägerproduktion zu einer stetigen Verbesserung führen. Mit dem ursprünglichen Federball hat das heutige Badminton nur noch weniger zu tun, denn nur die besten, die Profis, die ihr Leben dem Badminton widmen, können es in die Weltklasse schaffen.
Trainingsmethoden
Im Badminton werden immer bessere Trainingsmethoden angewendet, um noch bessere Höchstleistung zu erzielen. Aufgrund der Schnelligkeit der Bewegungsabläufe sind diese Details, an denen die Sportler im täglichen Training arbeiten für Laien nicht erkennbar. Während in den 80er Jahren noch mit langen Ausholbewegungen und Handgelenkeinsatz, der heute nicht mehr empfohlen wird, gearbeitet wurde, sind heute kurze schnelle Armbewegungen gefragt. Diese haben zum Ziel dem Gegner noch weniger Zeit zu geben, um auf den Schlag zu reagieren. Die verstärkten Investitionen in die Forschung führten unter anderem zu dieser Erkenntnis. Nicht das Handgelenk, sondern der Unterarm ist hauptverantwortlich für die Dynamik im Schlag. Beim Badminton ist der gesamte Körper gefordert. Man benötigt nicht nur Kondition, und Kondition, sondern ebenso Koordination, Feingefühl und Raffinesse. Durch die vielen Spielmöglichkeiten kommen sowohl Anfänger im Breitensport, als auch Profis zu ihrem Spaß. Auch weil Anfänger in geringer Zeit sehr große Fortschritte erzielen können, erfreut sich Badminton einer hohen Beliebtheit auch im Schulsport.
10. September 2013 um 21:14
Aufteilung des Spielfelds/ Regeln
Das Spielfeld rechts außen ist der Kaisergarten. Das Spielfeld links außen ist der Verlierergarten. In allen Spielfeldern wird ein Satz ausgetragen, der mit dem Kommando „Start“ des Trainers beginnt. Ist der Satz beendet rückt der Gewinner ein Spielfeld weiter nach rechts. Der Verlierer geht ein Spielfeld weiter nach links. Es können beliebig viele Runden gespielt werden. Vor der letzten Runde signalisiert der Trainer dies. Der Gewinner im Kaisergarten gewinnt das ganze Turnier und wird zum Kaiser.
Kaiserturnier mal anders
1. Der Spieler, der als erstes einen Satz gewonnen hat, ruft laut STOP. Dann werden alle anderen Spiele eingestellt und der Führende rückt ein Spielfeld in Richtung des Kaisergarten. Ist in einem Satz Gleichstand rückt derjenige ein Spielfeld in Richtung des Kaisergartens, der den letzten Punkt erzielt hat.
2. Der Trainer ruft zu unterschiedlichen Zeiten STOP.
3. Es darf nur eine bestimmte Schlagtechnik ausgeführt werden. Dies eignet sich für einen Satz zwischendurch, um eine Abwechslung hinein zu bringen: nur Vorhand-Überkopf-Clear, allgemein darf nur Vorhand gespielt werden (jede Rückhand ist ein Punkt für den Gegner), allgemein darf nur Rückhand gespielt werden (jede Vorhand ist ein Punkt für den Gegner), es dürfen nur kurze Aufschläge gespielt werden, es dürfen nur lange Aufschläge gespielt werden, es darf nur mit der schwachen Hand gespielt werden, es darf nur Drop gespielt werden, ein Punkt mit Smash zählt doppelt, ein Punkt mit Drop zählt doppelt, es werden verkürzte Sätze gespielt, es wird mit einem Tischtennisball nach den Tischtennisregeln gespielt.
4. Richtungswechsel: der Kaisergarten ist auf einmal auf der anderen Seite
28. August 2013 um 11:45
Dehnung der hinteren Oberarmmuskulatur:
Im aufrechten Stand wird der Schlagarm neben dem Kopf nach oben geführt. Die Hand wird dann zwischen die Schulterblätter fallen gelassen. Mit der anderen Hand wird der Ellenbogen hinter den Kopf gezogen und diese Stellung ca. 10-15 Sekunden beibehalten. Die gleiche Übung wird auch mit dem „schwachen“ Arm durchgeführt.
Dehnung der Oberarmmuskulatur und der Brustmuskulatur:
Im aufrechten Stand wird eine Position unmittelbar vor der Wand eingenommen. Der Schlagarm wird in Schulterhöhe zusammen mit der Handfläche flach an die Wand gelegt.
Der Oberkörper wird nun von der Wand wegbewegt, wobei Arm und Handfläche weiterhin den Kontakt zur Wand halten. Der Punkt, wo sich die Schulter von der Wand zu lösen beginnt, soll ca. 10-15 Sekunden gehalten werden. Die gleiche Übung wird mit dem „schwachen“ Arm durchgeführt.
Dehnung der Rumpfmuskulatur und der Schultermuskulatur:
Im aufrechten Stand werden die Beine etwas über Schulterbreite gegrätscht. Der Oberkörper wird zur Seite geneigt, wobei die Arme gestreckt diese Bewegung mitmachen. In der Endstellung wird wieder 10-15 Sekunden verharrt.
Dehnung der Gesäßmuskulatur und der Rückenstrecker:
In Rückenlage werden beide Beine angewinkelt. Beide Beine werden mit den Armen umschlossen und festgehalten. Nun wird der Kopf angewinkelt und gleichzeitig werden die angewinkelten Beine so weit wie möglich in Richtung Kinn bewegt. Diese Position soll 10-15 Sekunden gehalten werden.
Dehnung der Gesäßmuskulatur und der äußeren Oberschenkelmuskulatur:
In Rückenlage wird das rechte Bein angewinkelt und der Oberschenkel umfasst. Das leicht gebeugte rechte Bein wird nun in Richtung des Kopfes bewegt. Nun werden beide Fußspitzen angezogen und diese Position ca. 10-15 Sekunden gehalten.
Dehnung der inneren Oberschenkelmuskulatur:
Bei aufrechter Körperhaltung geht der Übende in eine Grätschstellung. Das rechte Bein wird angewinkelt,das Körpergewicht auf dieses verlagert und die Position wird 10-15 Sekunden gehalten.
Dehnung der inneren und hinteren Oberschenkelmuskulatur:
Im Sitzen werden die Beine möglichst weit auseinander gegrätscht. Beide Beine werden gestreckt und die Kniekehlen auf den Boden gepresst. Die Arme werden nun nach vorn auf den Boden gestreckt und die Position ca. 10-15 Sekunden gehalten
Dehnung der Wadenmuskulatur:
Im aufrechten Stand beträgt die Entfernung zu einer Wand ca. einen Meter. Die Beine stehen in etwa schulterbreit auseinander parallel mit den Fußspitzen in Richtung Wand. Die Arme werden gegen die Wand gedrückt. Das rechte Bein wird nun gebeugt und rückt näher in Richtung der Wand.
Das linke Bein wird so weit von der Wand entfernt bis die Fußsohle gerade so noch Bodenkontakt hat. Diese Stellung wird 10-15 Sekunden gehalten. Danach wird die andere Wade gedehnt.
9. August 2013 um 11:41
Beweglichkeit ist die Fähigkeit Bewegungen mit großer Schwingungsbreite selbst oder unter dem unterstützenden Einfluss äußerer Kräfte in einem oder mehreren Gelenken ausführen zu können (Vgl. Schnabel, Harre 2008 Trainingslehre S. 145).
Die allgemeine Beweglichkeit bezieht sich auf den gesamten Körper. Spezielle Beweglichkeit bezieht sich auf ein bestimmtes Gelenk. Unter aktiver Beweglichkeit versteht man die größtmögliche Schwingungsamplitude durch eigene Muskelarbeit.
Bei der passiven Beweglichkeit ist die größtmögliche Bewegungsamplitude unter Einwirkung äußerer Kräfte z.B. durch einen Partner gemeint. Durch passive Beweglichkeit werden höhere Bewegungsamplituden erreicht. Des Weiteren wird noch zwischen statisch (größtmöglicher Ausschlag, der über einen längeren Zeitraum gehalten werden kann) und dynamisch (größtmöglicher Ausschlag, der durch eine schwungvolle Bewegung erreicht werden kann) unterschieden.

Die Anforderungen an die Beweglichkeit
Eine Großzahl der Bewegungen im Badminton erfordert die Ausnutzung des anatomisch vorgegebenen Spielraums der Gelenke. Eine ausgeprägte Dehnfähigkeit verringert die Widerstände in der Muskulatur (z.B. im Schlagarm), wodurch weniger Kraftaufwand notwendig ist.
Des Weiteren können extreme Bewegungen schnell, schonend und ökonomisch ausgeführt werden. Durch eine gute Beweglichkeit werden Verletzungen vorgebeugt.
Vor dem Training der Beweglichkeit ist eine Aufwärmung nützlich. Dadurch wird die Muskeltemperatur erhöht, die Durchblutung gefördert und die Elastizität der Muskulatur erhöht. Dehnübungen sind ebenfalls nach dem Training zum Abwärmen sinnvoll, um Regenerationsprozesse schneller einzuleiten.
Sie eignen sich ebenfalls um muskulären Dysbalancen durch einseitige Belastungen beim Badminton entgegenzuwirken. Beim Badminton werden hauptsächlich Bein-, Brust-, Gesäß-, Schulter-, Arm- und die Wadenmuskulatur beansprucht.
30. Juli 2013 um 11:25
Für die folgenden Übungen bietet sich wieder die Ballmaschine an. Das bedeutet, dass 2 Spieler miteinander trainieren, wobei einer der beiden als Zuspieler agiert und der zweite „Läufer“ ist.
Der Zuspieler sollte einen Korb mit vielen Bällen neben sich auf Hüfthöhe stehen haben, damit er schnell einen neuen Ball nehmen kann.
Ballmaschine, Übung 1
Der Zuspieler spielt dem Spieler 3-6 Bälle zu. Dabei variiert der Zuspieler sein Zuspiel so, dass der Spieler lange Laufwege schnell ablaufen muss.
Aus der hinteren Position soll hart geschmettert werden, im mittleren Feld wird ein scharfer Drive gespielt. Vorn wird der Ball entweder hoch zurückgespielt, oder „getötet“.
Ballmaschine, Übung 2
Der Zuspieler spielt den ersten Ball kurz hinter das Netz (links oder rechts außen). Der zweite Ball wird in das hintere Drittel (links oder rechts) gespielt. Der 3te Ball ist wieder ein hoher Ball ins hintere Drittel des Spielfeldes (andere Seite, als der Ball zuvor).
Der Spieler reagiert vorn mit einen hohen Rückspiel oder „tötet“ den Ball. Hinten spielt er einen Vorhand-Überkopf-Smash. Diese Abfolge wird 2-4 mal gespielt.