16. November 2014 um 14:11
Der Sprungsmash ist gerade für die Zuschauer ein sehr attraktiver Schlag. Neben diesem ästhetischen Element ist er auch effektiv, bei richtigem Timing ist er effektiver, als der normale Smash.
Vorteile des Sprungsmash
Der Sprungsmash wird in der Luft ausgeführt. Daher ergibt sich schonmal ein Nachteil durch einen komplexeren Bewegungsablauf, der einstudiert werden muss . Der Sprungsmash unterscheidet sich in der Bewegungsfolge im Vergleich zu einem normalen Smash durch ein zusätzliches Element – den Sprung. Dieser sollte exakt getimed sein, um den Ball am höchst möglichen Punkt zu treffen.
Genau dies ist der entscheidende Vorteil dieses – doch komplizierten Schlages. Je weiter oben der Ball getroffen wird, umso mehr Möglichkeiten ergeben sich hinsichtlich der Platzierung. Der Ball kann zudem härter geschlagen werden, da der verkürzte Winkel dazu führt, dass ein steiler angesetzter Smash möglich ist. Es gilt die freigesetzte Energie durch den Sprung auf den Smash zu projizieren.
Übungsbeispiel für den Sprungsmash
Der Sprungsmash lässt sich nur dann effektiv anwenden, wenn der Ball passiv beziehungsweise hoch genug gespielt wurde, dass ein Smash möglich ist. Ist dies der Fall, so muss der Spieler selektieren, ob er einen reinen Smash spielt, oder ob er sich den Sprungsmash zutraut. Beim Sprungsmash gehen die meisten Sportler volles Risiko und wenden ihn häufig nur dann an, wenn er nicht nur hoch, sondern auch etwas zu kurz geraten ist.
Ein Spielzug, um diesen Schlag zu üben wäre zum Beispiel folgender:
Nach einem beliebig gewählten Aufschlag wird Spieler 2 (oben) in die Defensive gedrängt. Er selbst darf nicht angreifen und sich nur mit Clearschlägen wehren. Diese soll er so platzieren, dass Spieler 1 (der Angreifer) es trotzdem schwer hat. Sprich möglichst lang und an unterschiedliche Orte.
Sobald er mit seinen Clearschlägen kürzer wird, oder ein langer Ball „gut steht“ wird mittels Sprungsmash angegriffen. Der Sprungsmash wird von Spieler 2 nicht zurückgespielt. Es erfolgt eine Auswertung, ob dieser gut glückte oder nicht.
Insbesondere gibt auch der Mitspieler (Spieler 2) ein Feedback, was beim nächsten Mal besser gemacht werden soll.
9. November 2014 um 14:42
Der Chinasprung wird vor allem von den Chinesen und Japanern eingesetzt. Im Anschluss wird immer ein Schlag mit der Vorhand ausgeführt.
Chinasprung – wann anwenden?
Die bei den Chinesen entwickelte Sprungtechnik „Chinasprung“ ist vor allem für schnelle kurze Bewegungen geeignet. Hierbei wird versucht eine ideale Position für einen Vorhandschlag einzunehmen.
Der Sprung kann sowohl parallel am Netz, als auch in der Rückwärtsbewegung eingesetzt werden. Zum einen eignet sich die Lauftechnik, um sich besser zu Bällen zu stellen, bei denen der Laufweg nicht so extrem weit ist. Zum anderen wird er bevorzugt von Spielern mit etwas geringerer Reichweite eingesetzt, um durch diese schnellen kleinen Bewegungen optimal und rasch zum Ball zu stehen.
Übung für den Chinasprung
Bei der folgenden Übung wird eine Wahlreaktion forciert. Spieler 1 (oben) spielt Spieler 2 (unten) unregelmäßig je zwei Bälle zu. Spieler 2 befindet sich am Anfang im Zentrum und sucht dieses nach jedem gespielten Ball wieder auf, um sich stets in alle Richtungen optimal schnell bewegen zu können. Spieler 2 steht auch in etwas mittig, orientiert sich aber eher nach hinten.
Die beiden Anspielstationen (unregelmäßig) sind Drop kurz auf die Vorhandseite oder Drive auf die Vorhandseite. Spieler 2 spielt jeden Ball in etwa halbhoch zurück auf Spieler 1.
Im Fall des gespielten Balls „Drop kurz auf die Vorhandseite“ wird der Chinasprung nach vorn ausgeführt. Dabei wird auf eine schnelle, explosive Bewegung nach seitlich vorn gemacht, die mit Bein der Schlaghandseite abgebremst wird. Wichtig: Erst stehen, dann schlagen.
Der Ball, welcher als Drive auf die rechte Seite gespielt wird, wird mit einem seitlichen Chinasprung erreicht. Je nach Anspielgenauigkeit muss dieser Seitwärtssprung gegebenenfalls nach rechts hinten abgewickelt werden.
Wichtig ist bei beiden Varianten, dass die Sprünge schnellkräftig mit hoher Konzentration ausgeführt werden. Ebenso wichtig wie der Weg zum Ball ist der Weg zurück zur Ausgangsposition, der sofort im Anschluss stattfindet.
Kurzbeschreibung:
Spieler 1: entweder kurz auf die Vorhand (Drop) oder als Drive rechts außen
Spieler 2: Chinasprung nach rechts vorn oder rechts zur Seite
Beide Spieler: Nach jedem Schlag zurück zur Ausgangsposition+
Autor: Matthias Bormann
2. November 2014 um 14:29
Der Malayenschritt ist eine Lauftechnik im Badminton, die dazu dient, die Rückhand zu umlaufen. Im Anschluss kann ein Links über Kopf Schlag eingesetzt werden, der von vielen Spielern gegenüber der Rückhand favorisiert wird.
Wie wird die Rückhand nun umlaufen?
Zu Beginn der Bewegung steht man i.d.R. mit parallelem, breitem Stand im Zentrum des Badmintonplatzes. Es erfolgt ein Abdruck nach hinten mit gleichzeitigem kleinen Hüpfer auf das linke Bein nach hinten. Parallel wird zusätzlich das rechte Bein nach hinten gebracht und der Spieler springt um.
Trainieren des Malayenschritts
Eine typische Situation, bei der der Malayenschritt Anwendung findet, ist der Schlag nach einem Clear in die Rückhand. Jeder Badmintonspieler sollte bemüht sein, dass er sich stets nach jedem Schlag in das Zentrum begibt. Von dort aus sind die Laufwege zu den meisten Ecken am Kürzesten. Dadurch werden alle Optionen offen gehalten und der Gegner weiß nicht, wohin er seinen nächsten Schlag spielen soll, da viele Winkel abgedeckt sind.
Bei der folgenden Übung wird eine Spielsituation simuliert, die von zwei Übungspartnern durchgeführt wird. Spieler 1 befindet sich im oberen Feld. Er bekommt jeden Ball auf die Vorhand gespielt. Er selbst spielt jeweils einen Ball in das Zentrum und jeden zweiten Ball als Clear in die weite Rückhand.
Bei dem Ball, der in die weite Rückhand als Clear gespielt wird, wird von Spieler 2 (unten) bewusst der Malayenschritt geübt. Dabei ist zunächst primär auf die Beinarbeit zu achten. Sekundär wird die Präzision des Schlags trainiert. Es sollte jedoch ein Links über Kopf Schlag eingesetzt werden. Je besser die Fortschritte beim erlernen der Beinarbeitstechnik umso mehr kann der Fokus auf den Schlagarm gelegt werden.
Damit die Übung nicht zu langweilig wird, sollten 80-90% der zweiten Bälle, die laut Übung in weite Rückhand gespielt werden auch dort hin gespielt werden. 10-20% der Bälle können frei gewählt werden, damit Spieler 2 sich nicht zu sehr auf die Übung versteift und es etwas realer zum Punktspielgeschehen ist.
Autor: Matthias Bormann
26. Oktober 2014 um 14:28
Neben den gängigen Techniken Stemmschritt, Ausfallschritt und Umsprung sind weitere Techniken bekannt, die vor allem im höheren Amateurbereich und bei einigen Profis zu beobachten sind.
Der Chinasprung
Beim sog. Chinasprung wird der Ball versucht in einem Sprung zu erreichen. Die Technik wurde von den Chinesen entwickelt, die durch ihre Körpergröße und die damit verbundene geringere Reichweite beim Erreichen einiger Bälle benachteiligt sind.
Im Gegenzug zu dem Umsprung wird die Bewegung mit dem Bein auf der Schlaghandseite gestoppt. In der Praxis ist dies recht effektiv, jedoch bestehen durch die Verdrehung des Oberkörpers beim Schlag anatomische gesehen Nachteile.
Die Landung und auch der Absprung finden auf beiden Beinen statt, jedoch arbeitet das Bein auf der Schlaghandseite mehr, wird mehr belastet.
Der ausgeführte Schlag ist immer ein Vorhandschlag, wobei der Chinasprung sowohl parallel zum Netz in Richtung der Vor- oder Rückhandseite oder diagonal nach hinten erfolgen kann.
Der Sprungsmash
Die Ausführungsdetails des Sprungsmash ähneln stark dem Smash an sich. Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Schmetterschlag während des Sprungs ausgeführt. Diese Technik wurde ebenfalls wie der Chinasprung in China entwickelt.
Der Badmintonspieler springt beidbeinig so hoch, wie möglich in die Luft und schlägt den Ball mit vollem Körpereinsatz. Durch den Absprung wird zwar keine Geschwindigkeitssteigerung erreicht, jedoch kann durch die Höhe ein früherer Treffpunkt erreicht werden. Dadurch ist auch ein günstiger Winkel zum Netz bzw. zum gegnerischen Feld gegeben.
Der Malayen Schritt
Mit dem Malayen Schritt ist es möglich sehr ökonomisch die hintere Rückhandecke zu erreichen. Diese wird sehr häufig angespielt, da versucht wird den Gegner dazu zu zwingen, dass dieser mit der Rückhand spielen muss, da diese bei vielen Spieler nicht so stark ist, wie die Vorhand.
Durch den Malayen Schritt wird versucht die Rückhand zu umlaufen und anschließend einen Links-vom-Kopf-Schlag einzusetzen und somit höhere Variabilität zu erzielen. Die Technik ist auf den ersten Blick recht komplex. Mit viel Training ist sie jedoch schnell erlernbar und kann zu einem wesentlichen Vorteil werden.
Zunächst wird ein Schritt mit links (Sichtweise eines Rechtshänders) nach hinten durchgeführt, mit dem bereits viel Raum überbrückt wird. Im Anschluss führt ein kleiner Sprung mit links dazu, dass die Hüfte gedreht wird. Durch einige Nachstellschritte wird die optimale Position zum Ball eingenommen, sodass der Links vom Kopf Schlag eingesetzt werden kann.
Autor: Matthias Bormann
19. Oktober 2014 um 14:27
Im Badminton gibt es zahlreiche Lauftechniken, die zunächst dazu dienen sich richtig zum Ball zu stellen. Ist die Geschwindigkeit erreicht, muss diese abrupt abgebremst werden, um den Ball anschließend gut kontrolliert schlagen zu können.
Der Ausfallschritt
Der Ausfallschritt dient häufig zur Abbremsung von Bewegungen. Nach einer schnellen Bewegung zum Ball, z.B. wenn dieser im vorderen oder seitlichen Bereich des Spielfelds zu erreichen ist, stellt der Spieler das Bein nach vorn, welches sich auf seiner Schlaghandseite befindet.
Dadurch wird zum einen die Bewegung abgebremst, zum anderen soll damit ein sicherer Stand ermöglicht werden, um eine saubere Schlagtechnik ausführen zu können.
Nach dem Grundsatz „erst stehen, dann schlagen“ ist so eine kleine Sekunde der Überlegung möglich, um anschließend mit guter Schlagtechnik zu agieren. Ebenso ist auch der Abdruck von dem beim Ausfallschritt sich vorn befindenden Bein möglich, um schnell wieder zur Ausgangsposition zurück zu laufen.
Der Umsprung
Beim Umsprung wird die Rückwärtsbewegung nach einem Schlag gestoppt. Nehmen wir das Beispiel von oben im Artikelteil „der Ausfallschritt“. Ein Spieler muss einen Drop, nah am Netz, erlaufen. Dabei wendet er den Ausfallschritt an. Diesen Ausfallschritt nimmt er zur Hilfe, um sich schnell in die Mittelposition zurück zu bewegen. Da der Gegner sehr schnell reagiert, kommt er nichtmal bis zur Mittelposition, muss also bis weit nach hinten in der Rückwärtsbewegung laufen.
Um diese Bewegung abzubremsen benötigt er den Umsprung. Durch den Umsprung findet während des Schlags eine Drehung der Hüften statt, wobei dass Bein, welches sich auf der entgegengesetzten Seite der Schlaghand befindet nach hinten gestellt wird. Dadurch wird die Rückwärtsbewegung abgefedert und die Beine bzw. der ganze Körper kann sich gemeinsam mit dem Schlagarm wieder nach vorn bewegen.
Abbremsbewegungen im Badminton
Egal ob Umsprung oder Ausfallschritt. Beide Techniken haben eines zum Ziel: Den sicheren Stand vor dem nächsten Schlag. Ohne diesen ist die Ausübung der Schlagtechnik nur halb so effektiv.
Jeder Ball, welcher aus der Bewegung heraus geschlagen wird, kann nicht so präzise, nicht so druckvoll und generell nicht so sauber geschlagen werden. Jede Schlagbewegung setzt sich aus einer kinematischen Kette angefangen von den Beinen, über die Hüfte bis hin zum Arm zusammen. Ist der Stand auf den Beinen nicht sicher, so verpufft ein Teil der Energie, die durch die gesamte Kette aufgebaut werden kann.
Schlag aus der Bewegung heraus: Nur die Arme kommen zum Einsatz zur Kraftentfaltung.
Schlag aus sicherem Stand heraus: Bein, Rumpf und Schlagarm helfen bei der Aufbringung der Energie für den Schlag.
Autor: Matthias Bormann
11. Oktober 2014 um 14:24
Um sich im Badminton schnell und sinnvoll fortzubewegen ist eine ausgefeilte Lauftechnik nötig. Im Laufe der Jahre sind verschiedene Lauftechniken entstanden, die in den folgenden Artikeln vorgestellt werden.
Laufbewegungen im Badminton
Die Ausgangsposition im Badminton ist die Spielfeldmitte. In diese Position bewegen sich alle Spieler nach dem Rückschlag des Aufschlags oder nachdem sie selbst einen Aufschlag ausgeführt haben.
Die dafür verwendete Lauftechnik hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Interessant im Vergleich zu weiteren Rückschlagsportarten ist, dass sich international unterschiedliche Lauftechniken entwickelt haben.
Die Engländer bewegten sich zum Beispiel mit langen weiten Schritten vorwärts. Die Chinesen bevorzugen hingegen viele kurze, kleine Schritte. Sobald das Erreichen des Balls absehbar war, kam es zum finalen Sprung kurz vor dem Schlagen des Balls. Die chinesische Variante hat sich nahezu in allen asiatischen Ländern durchgesetzt. Aufgrund der kleineren Körpergröße wirkte sich die Technik der Engländer negativ auf die Schnelligkeit der Asiaten aus. Durch längere Reichweiten ist diese nur für größere Personen geeignet.
Im Badminton zeichnet eine gute Lauftechnik vor allem eine energiesparende Fortbewegung aus. Zudem muss jede Bewegung sehr schnell durchführbar sein und nach jedem Schlag sollte die Ausgangsposition in der Spielfeldmitte wieder eingenommen werden. Jeder Spieler sollte sich darum bemühen die Schrittfolgen dahingehend zu optimieren, dass sie nahezu automatisch ablaufen.
Der Stemmschritt – Lauftechnik bei viel Zeit
Der Stemmschritt wird dann angewendet, wenn viel Zeit zur Verfügung steht. Eine typische Spielsituation ist, wenn beispielsweise ein hoher Aufschlag gespielt wird. Dann ist es möglich sich optimal zum Ball zu stellen und somit den kommenden Schlag vorzubereiten.
Zur Technik:
Zur Durchführung des Stemmschritts wird zunächst das auf der Schlaghand befindliche Bein hinter den Körper gestellt. Das Körpergewicht wird auf dieses verlagert und der Abdruck leitet eine Vorwärtsbewegung ein. Die im Anschluss stattfindende Vorhandtechnik wird dadurch eingeleitet. Bei korrekter Ausführung der Lauftechnik Stemmschritt erfolgt automatisch eine Rotation des Oberkörpers, wodurch effektive und kraftschonende Vorhandschläge möglich sind.
Übung für den Einsatz des Stemmschritts
Der Stemmschritt kann bei jedem Vorhand Clear zum Einsatz kommen. Es bietet sich daher an den Stemmschritt gleich bei der Erlernung des Vorhand Clear mit zu lehren.
Eine simple Übung, die stets den Stemmschritt erlaubt ist folgende:
Spieler 1 (oben) spielt jeden Ball als Vorhand Clear. Dabei visiert er drei unterschiedliche Positionen von Spieler 2 (unten) an. Spieler 2 hat die Aufgabe jeweils mittels Vorhand Clear zu returnieren.
Die Übung beginnt mit einem Vorhand Clear (1) von Spieler 1, dieser wird hoch als Clear von Spieler 2 zurückgespielt. Dabei achtet er besonders auf seine Lauftechnik Stemmschritt. Der nächst Ball geht auf die Mitte (2). Nach dem Return spielt Spieler 1 auf die Rückhandseite (3). Jeder der Bälle wird mit einem vorangegangenen Stemmschritt von Spieler 2 zurückgespielt. Nach dem Ball (3) folgt (2) und (1), wo die Übung von vorn beginnt. Nach 7 Minuten erfolgt ein Wechsel der Aufgaben.

Kurzbeschreibung:
Spieler 1: hoher VH Clear diagonal (1)
Spieler 2: hoher Clear zurück, mit vorangegangenem Stemmschritt
Spieler 1: VH Clear (2)
Spieler 2: Clear zurück, Stemmschritt beachten
Spieler 1: VH Clear parallel (3)
Spieler 2: Vorhand Clear zurück unter Beachtung des Stemmschritts
Autor: Matthias Bormann
4. Oktober 2014 um 11:04
Die folgende Übung eignet sich zum Training der Reaktionsfähigkeit. Badminton ist ein sehr schneller Sport. Bei extrem hohen Ballgeschwindigkeiten entscheiden oftmals nur Bruchteile einer Sekunde über das Erreichen eines Balls, um diesen optimal zu schlagen.
Partnerübung zur Reaktionsfähigkeit
Bei der folgenden Übung stehen sich zwei Übungspartner gegenüber. Sie wird ausnahmsweise ohne Zeichnung niedergeschrieben.
Spieler 1, der sich oben befindet, bekommt alle Bälle auf die Mitte gespielt. Die Schlagtechnik ist Drive, um die Komponente Geschwindigkeit mit ins Spiel zu bringen (Smash ist zu schnell, Clear zu langsam).
Spieler 2 spielt alle Bälle auf die Mitte mittels Drive. Sein Gegenüber spielt jeden zweiten Ball in die Mitte. Jeder erste und jeder dritte Ball wird entweder in die Vorhand oder in die Rückhand gespielt. Der Spieler 2 muss dadurch vor jedem zweiten Schlag höchste Konzentration zeigen, um den gegnerischen Ball zu antizipieren bzw. darauf zu reagieren.
Kurzbeschreibung:
• Spieler 2 spielt jeden Ball auf die Mitte mittels Drive
• Spieler 1 spielt jeden ersten und dritten Ball auf die Mitte
• Spieler 1 spielt jeden zweiten und vierten Ball entweder in die Vorhand oder in die Rückhand
Hinweis zur Verständlichkeit:
Es hilft die gespielten Bälle zu zählen. Bei jeder ungeraden Zahl wird in die Mitte gespielt. Bei jeder geraden Zahl spielt Spieler 1 entweder auf die Vorhand oder auf die Rückhand.
Reaktionsfähigkeit mittels Balleimertraining
Eine Übungsabwandlung macht sich besonders in Form des Balleimertrainings gut. Der Trainer steht wieder neben dem Badmintonfeld und spielt Bälle ein. Je nach Einschätzung des Leistungs- und Gemütszustandes des Trainingspartners sollten zwischen 10 und 20 Bälle eingespielt werden.
Abwechselnd wird Drive aus der Mitte und Smash aus der Vorhand gespielt. Ab und zu kommt ein Drop oder ein Drive aus der Rückhand hinzu.
Autor: Matthias Bormann
27. September 2014 um 11:04
Eine der effektivsten Übungen zum Thema Training der Schnelligkeit im Badminton ist es die Bälle komplett unregelmäßig einzuspielen.
Unregelmäßiges Einspielen beim Balleimertraining
Die Übung, welche sich am leichtesten schriftlich beschreiben lässt ist das unregelmäßige Einspielen der Bälle vom Balleimer.
Der Trainer stellt einen Balleimer neben das Badmintonfeld und spielt Federbälle ein. Dabei kann er die verschiedensten Winkel und Anspielhöhen wählen. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass der Spieler nach jedem Schlag zurück in die Ausgangsposition läuft. Er muss auf jeden gegnerischen Ball gefasst sein und sich vor jedem eingespielten Ball neu sammeln.
Einspielvarianten
Natürlich muss der Badmintontrainer auf das Leistungsniveau des trainierenden Kindes oder auch des Erwachsenen eingehen. Die Bälle sollten immer so eingespielt werden, dass der Schützling auch in der Lage ist die vorgegebenen Anweisungen zu erfüllen. Sonst führt dies schnell zu Frustration.
Im Sinne eines Schnelligkeitstrainings ist es wichtig zwischendurch ebenso Pausen einzuhalten. D.h. die Belastungsdauer darf nicht zu lang sein, sonst geht das geplante Schnelligkeitstraining in ein Ausdauertraining über.
Als Empfehlung kann man 5-10 Sekunden veranschlagen. Die Übung sollte lieber kurz und intensiv mit möglichst hoher Motivation erfolgen, als zu lange in Kombination mit Ermüdungserscheinungen.
Die Struktur einer Übung mit unregelmäßigen Elementen erweitern
Oftmals wird das Badmintontraining mit Standartübungen eröffnet. Dies gilt auch für das Balleimertraining. Typische Übungen sind zum Beispiel:
• Vorhand und Rückhand im Wechsel
• Drop und Clear im Wechsel
Von dieser Art Trainingsübung gibt es hunderte, die sich sehr gut zur Erwärmung und zum Techniktraining eignen.
Um die Komponente Reaktionsschnelligkeit zu trainieren, können diese Übungen abgewandelt werden. Dies ganz einfach dadurch, dass zum Beispiel bei der Übung Vorhand – Rückhand im Wechsel ab und zu ein kurzer Ball eingestreut wird.
Um die Komponente Schnelligkeit zu erhöhen bzw. spezifischer zu trainieren ist eine höhere Einspielfrequenz des Trainers am Balleimer nötig. Dies sollte erst nach einer Gewöhnungs- bzw. Einspielphase geschehen.
Autor: Matthias Bormann
20. September 2014 um 11:02
Das Balleimertraining eignet sich besonders gut für Schnelligkeitsübungen. Der Trainer kann mehrere Bälle einspielen und dies in einer sehr hohen Frequenz.
Die Sternübung
Zunächst sollte sich der Trainer mit einem Korb voller Federbälle bewaffnen und diesen am besten neben das Spielfeld stellen. Direkt daneben steht er selbst und spielt Bälle ein. In der sich etwas weiter unten befindenden Zeichnung ist ein Schema des Übungsablaufs skizziert.
Der Trainer nimmt 4 Bälle in die Hand. Diese spielt er entsprechend der Nummerierung ein. Der erste Ball wird flach auf die Position 1 gespielt. Von dort aus schlägt der Spieler einen Drop. Der zweite Ball erfolgt kurz in die Vorhand (aus Sicht eines Rechtshänders). In der Zeichnung kennzeichnet die Position 2 den Bewegungsablauf des Spielers. Der Spieler bewegt sich nach dem Drop aus der Rückhandseite zur Ausgangsposition in die Mitte (Kreis mit dem X drauf). Von dort aus startet er auf Position 2 und spielt von dort aus wieder einen Drop.
Der nächste Laufweg führt über die Mittelstation zur weiten Rückhand (Position 3). An dieser Stelle angekommen, wird ein Clear gespielt. Der Trainer muss den Ball also hoch zuspielen. Unmittelbar danach spielt der Trainer einen weiteren hohen Ball auf die Vorhand (Position 4). Nach dem Lauf zur Mitte, in der Zeichnung mit X bezeichnet, läuft der Spieler schnellstmöglich zur Position 4.
Danach erfolgt eine kurze Verschnaufpause und die Übung kann von vorn beginnen. Wichtig ist, dass die Übung jedes Mal mit voller Motivation und mit dem Fokus auf die Schnelligkeit ausgeführt wird.

Kurzbeschreibung und Varianten
Die Übung lässt sich kurz und knapp in folgender Form beschreiben:
• Der Trainer spielt aus dem Balleimer ein
• Der erste Ball geht auf die Position 1 (Drop)
• Der zweite Ball geht auf die kurze Vorhand, Position 2 (Drop)
• Der dritte Ball wird weit und hoch in die Rückhand gespielt, Position 3 (Clear)
• Der vierte und letzte Ball geht weit in die Vorhand, Position 4 (Clear)
• alle zugespielten Bälle sollen schnellstmöglich erlaufen und geschlagen werden
• der Spieler muss nach jedem geschlagenen Ball zur Ausgangsstellung zurück
Folgende Abwandlungen der Trainingsübung sind möglich:
• unregelmäßiges einspielen der Bälle (z.B. 3,2,4,1)
• immer diagonal einspielen (z.B. 1,3,2,4)
• Variation der Geschwindigkeit
• Variation der Schlagtechniken (z.B. Bälle am Netz „töten“, Bälle auf der Grundlinie als Smash spielen)
Autor: Matthias Bormann
13. September 2014 um 11:00
Nachdem die Übungen Falkenberg und die Acht mit Driveschlägen beschrieben wurden, folgt nun eine Trainingsübung zur Schnelligkeit, die die Schläge Clear und Drop beinhaltet.
Mit Clear und Drop die Schnelligkeit trainieren
Es ist eine Partnerübung, bei der möglichst zwei gleichstarke Trainingspartner zusammen spielen sollten. Spieler 1 befindet sich in der Zeichnung unten, der Spieler 2 befindet sich oben (siehe Abbildung).
Die Übung beginnt mit einem hohen, diagonalen Clearaufschlag (1) von Spieler 1. Spieler 2 spielt diesen als Clear zurück, dies allerdings parallel, um einen weiten Laufweg von Spieler 1 zu provozieren (2). Spieler 1 soll versuchen diesen Ball direkt mit der Vorhand anzunehmen und einen Smash diagonal zu spielen (3). Dieser diagonale Ball bringt wiederum Spieler 2 zum Laufen. Die Antwort auf den Smash ist ein Drop parallel (4). Es folgt ein Clear ins hintere Feld (5) und die Übung ist frei ohne weitere Vorgabe, sodass der Punkt von beiden Spielern ausgespielt werden soll.

Kurzbeschreibung
• Spieler 1: Clear Aufschlag diagonal (1)
• Spieler 2: Clear Rückschlag parallel (2)
• Spieler 1: Smash diagonal (3)
• Spieler 2: Drop parallel (4)
• Spieler 1: Clear diagonal (5)
• frei
Autor: Matthias Bormann