Übungsablauf
Der Spieler beginnt am Netz in der Block-Bereitschaft. Nach zwei schnellen Sidesteps entlang des Netzes zur rechten Seite täuscht er einen kurzen Block-Hopser an. Direkt bei der Landung erfolgt ein hartes, abruptes Abstoppen auf dem rechten Fuß.
Der Spieler dreht die Hüfte blitzschnell um 90 Grad nach innen und explodiert in einem diagonalen Antritts-Sprint nach hinten-links in die Tiefe des Feldes. Nach 3 maximalen Schritten bremst er die Bewegung in einer tiefen Abwehr-Hocke ab und imitiert eine tiefe Bagger-Aktion knapp über dem Hallenboden. Danach geht es im lockeren Trab zurück ans Netz für die nächste Wiederholung.

Der Vorteil für dein Volleyballspiel
Oft wird ein Block vom gegnerischen Angreifer angeschlagen („Touch“) oder der Ball prallt unvorhersehbar ins Feld ab. Blockspieler müssen in der Lage sein, den Blick vom Netz sofort auf das Feld umzustellen.
- Blitzschnelle Umschaltbewegung: Die Übung bricht die starre Seitwärtsbewegung am Netz auf. Du lernst, deine Bewegungsrichtung ohne Zwischenschritte von seitlich-vertikal auf diagonal-rückwärts umzuschalten.
- Verbesserte Raumabdeckung in der Feldabwehr: Wenn der Ball am Block vorbeifliegt, zählt jeder Zentimeter. Durch den kraftvollen Cut nach hinten gewinnst du die nötige Reichweite, um auch schwierige Abwehrbälle noch zu kratzen.
- Dynamische Orientierung im Raum: Das schnelle Drehen der Hüfte um 90 Grad schult deine visuelle Wahrnehmung. Du verlierst trotz der Rotation nie die Übersicht über den Ball und das Feld.
Intensität
4 Sätze mit jeweils 6–8 explosiven Durchgängen (Abwechselnd links/rechts). 45 Sekunden Pause zwischen den Sätzen.
Variationen
- Leichter: Den Antritt nach hinten ohne vorherigen Block-Hopser ausführen, um den Fokus rein auf die Hüftdrehung zu legen.
- Schwerer: Am Endpunkt der Diagonale wirft der Trainer reaktiv einen Ball, der tatsächlich per Bagger oder Tauchleiter gerettet werden muss.
Tipps
- Abstoppen über die Ferse-Ballen-Abrollung: Setze den Fuß kräftig auf, um die Vorwärtsenergie am Netz stoppen zu können.
- Tiefer Schwerpunkt beim Antritt: Bleibe bei der Drehung tief – wer aufsteht, verliert beim Antritt an Beschleunigung.
Redaktion: Goetz&Media/Sport
