18. Juni 2014 um 16:47
Der Vorhand Drop sollte auch Anwendung finden, wenn die Spielweise des Gegners zu schnell für das eigene Spiel ist. Die Devise ist es das Tempo durch diesen Schlag herauszunehmen.
Vorhand Drop als Partnerübung
Bei der folgenden Übung handelt es sich um eine Partnerübung, d.h. zwei Trainingspartner trainieren gemeinsam. Der schnellste Schlag im Badminton ist der Smash. Dieser kann jedoch nur ausgehend von einem hoch gespielten Ball angewendet werden.
Es gibt noch eine weitere Schlagtechnik, die ein schnelles Spiel provoziert. Der Drive. Gerade wenn man selbst über eine gute Reaktion verfügt, ist dies eine Möglichkeit das Spiel schnell zu machen. Durch viele schnell und hart ausgeführte Driveschläge in verschiedene Ecken des Badmintonfeldes, kann man schnell unter Druck geraten. Wenn die Taktik des Gegners genau so ausgerichtet ist, sollte man versuchen das Spiel langsam zu machen.
Dies geschieht entweder durch einen langen hohen Clear oder durch einen Drop. Bei der Übung wird ein Drop eingebaut.
Spieler 1 befindet sich im unteren Badmintonfeld. Spieler 2 steht oben. Beide spielen Drive, wobei Spieler 2 den aktiveren Part übernimmt und Spieler 1 unter Druck setzt. Die Aufgabe von Spieler 1 ist es diesem Druck standzuhalten. Sobald dies nur noch schwer möglich ist, spielt er als Antwort auf den harten Drive einen Dropball. Danach ist das Spiel frei und beide Spieler können den Punkt ausspielen.
Kurzbeschreibung der Trainingsübung
• Spieler 1 spielt Drive
• Spieler 2 spielt Drive, wobei Spieler 2 aktiv Druck aufbaut
• Wenn der Druck zu groß wird, spielt Spieler 1 einen Drop
• frei
Varianten der Partnerübung
• „frei“ wird abgewandelt und es dürfen beide Seiten nur Drop spielen
• Die Übung beginnt mit Aufschlag
• beide Seiten dürfen unregelmäßig einen Drop einbauen
Autor: Matthias Bormann
2. Juni 2014 um 12:33
Es ist nahezu unvermeidlich sein eigenes Spiel so aufzubauen, dass der gegnerische Spieler nie im Laufe des Spiels dazu kommt einen Smash zu spielen. Auch sein Ziel ist es zu punkten und demzufolge greift auch er an.
Welche Möglichkeiten gibt es einen Smash abzuwehren?
Die Abwehr eines Smashs hängt zunächst einmal davon ab, wie der Smash ausgeführt wird. Ist er schnell oder eher langsam, wird er auf die Vorhand oder auf die Rückhand platziert oder wird er sogar in einen Teil des Spielfelds geschlagen, der erst erlaufen werden muss.
Kommt der Ball auf den Körper, so ist man selbst in einer guten Ausgangssituation. In der Regel steht man dann besser zum Ball und ist in seiner Rückschlagart sehr flexibel. Dann sollte man natürlich schauen, wo der Gegner sich befindet. Oftmals bietet sich ein Clear an. Damit wird der Gegner wieder nach hinten getrieben und steht selbst vor der Entscheidung, wie er den nächsten Ball spielen soll, damit er nicht wieder unter Druck gesetzt wird. Spielt er einen Clear, so ist als nächster Schlag ein Smash möglich.
Eine weitere Möglichkeit ist es den Smash mit einem Drop zu returnieren. Dann ist der Gegner definitiv gezwungen zu laufen. Die häufige Antwort auf einen Drop ist ein Clear, der oftmals nicht ganz so lang gerät, sodass man selbst mit Smash angreifen kann. Genau dies soll nun in Form einer Trainingsübung geübt werden.
Drop mit anschließendem Smash trainieren
Bei der folgenden Übung spielt Spieler 1 oben und Spieler 2 unten (siehe Zeichnung). Sie beginnt mit einem langen hohen Aufschlag (1) von Spieler 1. Dieser Aufschlag wird von Spieler 2 sofort mit einem parallelen Smash angegriffen (2). Nun wehrt Spieler 1 diesen Ball ab. Dies macht er mit einem diagonalen Drop (3). Danach sollte Spieler 2 wiederum den Drop abwehren. Dies macht er mit einem Clear und danach spielt Spieler 1 wieder einen Smash und versucht den Punkt zu machen.

Kurzbeschreibung der Übung
• Langer Aufschlag (1) von Spieler 1
• Smash (2) von Spieler 2
• Drop (3) von Spieler 1
• Clear von Spieler 2
• Smash von Spieler 1
• frei
Autor: Matthias Bormann
26. Mai 2014 um 12:31
Nun kommen wir zu spielnahen Übungen. Das heißt Übungen, die so gestaltet sind, wie sie auch im Punktspiel vorkommen können.
Beschreibung der Trainingsübung
Es spielen zwei Trainingspartner zusammen, wobei diese als Spieler 1, der sich oben befindet und als Spieler 2, welcher sich unten befindet bezeichnet werden. Begonnen wird die Übung mit einem langen hohen Aufschlag (1) von Spieler 1. Diesen Aufschlag nimmt Spieler 2 an und setzt seinen Kontrahenten sofort mit einem diagonalen Smash (2) unter Druck. Von dort aus agiert Spieler 1 mit einem Drop, der dann ebenfalls diagonal ausgeführt wird (3). Danach ist das Schema der Übung beendet. Das bedeutet, dass beide Spieler versuchen den Punkt auszuspielen.

Kurzbeschreibung
Die wichtigsten Elemente dieser Trainingsübung sind:
• Langer Aufschlag (1) von Spieler 1
• Diagonaler Smash (2) von Spieler 2
• Diagonaler Drop (3) von Spieler 3
• frei
Übungsvarianten
Ein Ablauf, wie er beschrieben wurde ist natürlich eine gängige Variante, jedoch kann man sie auch nicht 5 oder 10 Mal im Punktspiel anwenden. Eine sinnvolle Abwandlung der Trainingsübung ist zum Beispiel den Drop 3 auch mal parallel zu spielen. Gleiches gilt auch für den Smash (2) der auch parallel eingesetzt werden kann.
Wichtig ist immer den Übenden ein paar Freiheiten zu lassen. So kann man zum Beispiel sagen, dass der Aufschlag in 70% der Fälle lang kommen soll und zu 30 % kurz. Oder aber dass der Smash (2) zu einer gewissen Prozentzahl als Drop gespielt werden soll, um den Gegner zu überraschen. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt.
Autor: Matthias Bormann
19. Mai 2014 um 12:30
Der Drop, speziell mit der Vorhand, wird überwiegend als Überraschungsball eingesetzt. Mit einer geringen Schlagtechnikabwandlung lässt sich aus einem geplanten Clear recht unkompliziert ein Drop abwandeln.
Wann sollte ein Drop gespielt werden?
Die Fragestellung lässt sich nicht pauschal beantworten. Oftmals entscheidet die Situation, ob der Schlag sinnvoll ist, oder nicht. Generell sollte der Gegner häufig in Bewegung gehalten werden. Jedes Mal, wenn er richtig zum Ball steht und sich nicht vorher bewegen muss, ist er in der Lage einen Schlag auszuführen, der umso besser getimt und somit gefährlicher für einen selbst wird.
Somit bietet es sich an nachdem der Gegner einen Clear von der Grundline spielte, einen Drop zu spielen, damit sein Weg zum Ball möglichst weit wird. Der Drop eignet sich vor allem als Überraschungsschlag. Hierbei wird beispielsweise ein Clear, oder ein Smash angetäuscht und im letzten Moment das Handgelenk abgeknickt, um dann doch einen Drop zu spielen. Die Fähigkeit der Antizipation dieses Schlages und vor allem die richtige Reaktion darauf beherrschen die Wenigsten. Je geübter ein Spieler bei der Abwandlung von gewissen Schlagtechniken, wie Drive, Clear oder Smash zu einem Drop ist, umso schwerer wird auch die Antizipation des Schlags für den Gegner.
Einspielübung für Vorhand Drop
Die bereits erklärte Übung der Smash – Clear – Folgen lässt sich ebenso auf das Training von Dropschlägen abwandeln. Spieler 1 beginnt hierbei mit einem Clearaufschlag. Diesen returniert Spieler 2 sofort mit einem Drop. Die Antwort von Spieler 2 auf diesen Schlag ist wiederum ein Clear. Spieler 1 spielt dann auch wieder einen Clear und Spieler 2 spielt danach einen Drop.
Dieses Schema lässt sich unendlich lange weiterführen. Bildlich kann man sich diese Übung wie eine Art Schublade vorstellen, die ständig auf und zu geht. Sie eignet sich vor allem für das Einspielen. Es werden zwei Schlagtechniken und die Beinarbeit trainiert.
Kurzbeschreibung der Übung
• Spieler 1 spielt einen Clearaufschlag
• Spieler 2 spielt einen Drop
• Spieler 1 spielt einen Clear
• Spieler 2 spielt erneut einen Clear
• Spieler 1 spielt einen Drop
• Spieler 2 spielt einen Clear
• Spieler 1 spielt einen Clear
• Spieler 2 spielt einen Drop
• …nun würden wieder 2 Clearschläge folgen, die Übung lässt sich also endlos fortsetzen
Autor: Matthias Bormann
12. Mai 2014 um 12:26
Die vorangegangenen Artikel gingen auf prinzipielle Überlegungen zum Vorhand Smash und auf konkrete Trainingsübungen ein. Nun folgt eine Übung zum Training des parallelen Vorhand Smash.
Der parallele VH Smash
Was ist so besonders an dieser Schlagtechnik? Eigentlich nur die Schlagrechtung… Dies scheint oberflächlich betrachtet so zu sein, aber wer den Schlag ordentlich beherrscht, führt unmittelbar vor der Schlagausführung auch eine Technikabwandlung durch.
Dies ist zum Einen möglich, indem man seinen gesamten Körper dreht und ihn offener in Richtung Netz bewegt, zum Anderen kann der parallele Schlag auch durch ein abknicken des Handgelenks ermöglicht werden. Die letztere Variante eignet sich vor allem für die Durchführung eines parallelen Dropballs. Im letzten Moment, kurz vor dem Ballkontakt mit dem Schläger muss dann das Handgelenk geknickt werden. Dies hat den Vorteil, dass der Gegner genauestens Beobachten muss und nur dann, wenn er dies tut, kann er den Ball richtig antizipieren.
Im Fall des VH Smash bietet sich die erstgenannte Variante besser an. Da ein Smash nur dann Sinn macht, wenn der Ball hoch steht ist vielmehr die Schlaghärte und die Platzierung entscheidend und nicht der Überraschungseffekt.
Trainingsübung für den parallelen Smash mit der Vorhand
Bei der folgenden Trainingsübung werden die Trainingsteilnehmer wieder mit Spieler 1 und Spieler 2 bezeichnet. Spieler 1 befindet sich oben und beginnt die Übung mit einem kurzen Aufschlag (1). Dieser wird auf die Rückhandseite möglichst nah an die Begrenzungslinie des Spielfelds platziert. Somit wird Spieler 2 (unten) gezwungen mit der Rückhand zu spielen.
Die häufige Reaktion auf diesen Aufschlag – ein langer hoher Clear wird durchgeführt. Spieler 2 spielt diesen weit in die Vorhand (2). Von dieser Position aus spielt Spieler 1 genau dorthin, wo Spieler 2 nicht steht. In die Rückhand. Die angewendete Schlagtechnik ist der parallele Vorhand Smash (3). Bei diesem Ball muss Spieler 1 beachten, dass er seine Beinstellung offener, als beim diagonalen Smash hält.
Nach diesem Schlag ist frei. Das bedeutet, dass beide Spieler versuchen zu punkten. Die Möglichkeiten dies zu tun sind nahezu unendlich. Die gängigste Reaktion auf einen solchen Smash ist ein Drop in die Rückhand oder eine Clearabwehr.

Autor: Matthias Bormann
5. Mai 2014 um 12:21
Jedes Mal, wenn man die Möglichkeit erhält einen Vorhand Smash zu spielen, sollte man diese Nutzen. Sonst macht es der Gegner!
Ablauf einer Trainingsübung mit VH Smash
Die folgende Übung im Badmintontraining eignet sich, um den Aufschlag, den Rückschlag und die Angriffseröffnung mittels Vorhand Smash zu üben. Es spielen zwei Spieler zusammen. Spieler 1 befindet sich im oberen Feld, Spieler zwei ist in der Zeichnung unten zu finden.
Die Übung beginnt mit einem kurzen Aufschlag (1) von Spieler 1 (oben). Spieler 2 (unten) returniert diesen mit einem diagonalen Clear, der allerdings nicht bis ganz auf die Grundlinie geschlagen werden soll (2).
Dieser Ball wird von Spieler 1 sofort attackiert. Mit einem diagonalen Smash (3) wird der Gegner unter Druck gesetzt. Dieser versucht sich zu wehren und wenn möglich schließlich selbst in den Angriff über zu gehen. Beide Spieler versuchen ab diesem Zeitpunkt den Punkt zu machen.
Prinzipiell ist es immer einfacher einen Smash diagonal zu spielen. Dies liegt in der Flugbahn des Balls und in den Winkelverhältnissen begründet. Ein parallel geschlagener Ball als Smash muss genau kalkuliert werden und kann durchaus als Variante der Übung ab und zu eingebaut werden.

Kurzbeschreibung der Trainingsübung
• Kurzer Aufschlag (1)
• Hoher Rückschlag mit der Schlagtechnik Vorhand Clear (2)
• Diagonaler Smash (3)
• frei
Varianten der Trainingsübung
Diese Trainingsübung kann vielfältig verändert werden. Je nach Leistungsstand ist es beispielsweise angebracht den Spielbereich zu vergrößern oder Wahloptionen einzubauen. Zum Punkt Spielfeldbereich vergrößern gibt es zum Beispiel die Möglichkeit zu sagen, dass der Aufschlag Rückschlag über die gesamte Spielfeldbreite von Spieler 1 verteilt werden darf. Oder aber man gibt als Trainer die Möglichkeit vor dem Rückschlag in die Vorhand oder in die Rückhand zu platzieren.
Auch die Variante 90% in die VH und 10% in die Rückhand sind durchaus üblich und sorgen kurzfristig für Überraschung und somit für höhere Aufmerksamkeit bei den Trainingspartnern. Ebenso verhält es sich mit dem Smash (3). Auch dieser kann natürlich auf unterschiedliche Positionen gespielt werden. Ist der Clear (2) zu kurz, so kann der Ball sofort „getötet“ werden. Ist er zu lang, so soll ein Sicherheitsball in Form eines Clear gespielt werden. Diese wenigen Beispiele unterstreichen, dass die Artikel dieser Homepage nur als Ansatzpunkte, als Gedankenstützen für eine schnelle und effektive Trainingsstunde gesehen werden können. Was die Trainer dann daraus machen, ist stets ihre Sache.
Autor: Matthias Bormann
28. April 2014 um 12:20
Der Vorhand Smash sollte in jeder Trainingseinheit trainiert werden. Der Hintergrund ist ganz einfach, dass dieser Schlag sehr vielversprechend zum Punktgewinn führt oder diesen vorbereitet.
Wann wird Vorhand Smash trainiert?
Eine einzelne Trainingsstunde hat in den meisten Vereinen einen Umfang von ca. 1 – 1,5 Stunden. Die ersten 5 bis 10 Minuten erfolgt häufig ein sportartunspezifisches Erwärmen in Form von Lauf ABC, einem Erwärmungsspiel oder der generellen Aufgabe des Trainers „Macht euch mal warm!“.
Die badmintonspezifische Erwärmung erfolgt unmittelbar danach. Hierbei ist es gängig mit lockeren Clearschlägen zu beginnen. Einige Dropbälle und Aufschläge bzw. die Annahme der Aufschläge sollte ebenso mit in das Aufwärmtraining eingebaut werden. Nun zum Vorhand Smash. Dieser sollte auf jeden Fall nach den Clearschlägen, wenn der Arm bereits „warm gespielt“ ist durchgeführt werden.
Auf jeden Fall ist es sinnvoll während der sportartspezifischen Erwärmung alle Schlagarten durchzuspielen, die auch im Punktspiel relevant sind. Der Vorhand Smash sollte dabei nicht zu kurz kommen. Im Laufe des Hauptteils des Trainings, kann nochmals spezifisch auf diese Schlagart eingegangen werden.
Eine einfache Übung für den Vorhand Smash
Eine recht simple Übung für den Vorhand Smash sieht wie folgt aus: Beide Spieler stehen sich gegenüber. Im Wechsel spielen beide Trainingspartner jeweils 1 x VH Clear und 1 x VH Smash.
Im Detail sieht die Übung so aus. Spieler 1 beginnt die Übung mit einem Vorhand Clearaufschlag. Spieler 2 returniert diesen mit einem VH Clear lang in die Vorhand. Diesen Ball spielt Spieler 1 mit einem Smash auf Spieler 2. Dieser wehrt ihn ab mit einem Clear. Danach spielt. Spieler 1 wieder einen Clear und Spieler 2 ist mit Smash an der Reihe.
Auf diese Art und Weise kann die Übung nahezu unendlich lange durchgeführt werden. Jeder der Beiden Trainingspartner sollte dabei darauf achten alle Schläge möglichst sicher durchzuführen. Wenn beide Spieler zumindest je 3 Clear – Smash Folgen schaffen, so kann das Tempo und damit das Risiko beim Smashschlag erhöht werden.
Autor: Matthias Bormann
21. April 2014 um 07:20
Der Vorhand Smash ist die Schlagtechnik, die am häufigsten zu einem direkten Punktgewinn führt. Es ist jedoch nicht nur dieser Schlag, der beherrscht werden sollte, sondern auch einige Spielzüge, die dazu führen, dass die Technik eingesetzt werden kann.
Wann wird Vorhand Smash eingesetzt?
Generell gilt, dass man diese Schlagtechnik so häufig, wie möglich einsetzen sollte, wenn der Ball „gut steht“. Dies bedeutet dann, wenn er hoch genug und wenn er kurz genug ist. Weiterhin sollte der Ball möglichst schnell sein, damit der Gegner zur Abwehr dieses Angriffsschlags nur wenig Zeit hat. Die Flugkurve ist ebenso entscheidend. Wenn der Ball an einem sehr hohen Punkt getroffen wird und steil knapp über das Netz nach unten geschlagen werden kann, so führt dies bei guter Platzierung und ordentlichen Tempo häufig zum Punktgewinn.
Wie bereitet man diesen Ball vor?
Kein Gegenspieler spielt freiwillig kurz und hoch über das Netz. In diesem Fall ist es auch für den Amateurspieler einfach den Ball zu „töten“. Vielmehr wird versucht zu vermeiden, dass der Gegner den Ball schlagen kann. Dies kann entweder dadurch geschehen, dass er selbst die Initiative übernimmt und einen Angriffsschlag plant und durchführt, oder indem er den Angriffsschlag des Gegners verhindert.
Wie kann man diesen nun verhindern? Indem der Gegner nicht so angespielt wird, dass er den Schlag ausführen kann! Logischerweise sollte man seinen Kontrahenten also nicht direkt in die Vorhand spielen, sondern dorthin, wo er nicht steht.
Wenn man selbst keine Chance hat aktiv zu werden und selber anzugreifen hilft ein gut getimter und gut platzierter Clear. Sehr viele Spiele werden gerade in den unteren Ligen mit Clearduellen begonnen. Die Clearschläge werden möglichst hoch und weit auf die Grundlinie getrieben. Von dort aus ist ein Angriff nicht mit der Power möglich, die den Gegner so richtig unter Druck setzt.
Eine Möglichkeit seinen Smash vorzubereiten ist also den Gegner laufen zu lassen. Sobald er seine Schläge nicht mehr mit der nötigen Länge und Höhe ausführen kann, kann man selbst attackieren. Genauso verhält es sich auch bei Clear – Clear Duellen. Mit der nötigen Geduld ist es häufig so, dass Spieler dazu neigen ihre Clearbälle kürzer werden zu lassen. Dann haben sie die richtige Höhe und Länge, um selbst anzugreifen.
Autor: Matthias Bormann
14. April 2014 um 07:14
Die Schlagtechnik Rückhand Clear wird von den wenigsten Spielern regelmäßig eingesetzt, jedoch sollte auch diese Technik trainiert werden.
Besonderheiten beim Rückhand Clear
Generell sollte jeder Badmintonspieler versuchen diese Schlagtechnik, sofern er sich nicht perfekt beherrscht, zu meiden. Wenn der Ball lang genug in der Luft ist, so ist es möglich die Rückhand zu umlaufen und auch bei einem Clearschlag die Vorhand einzusetzen. Auch kann man die Vorhand links neben dem Kopf spielen, sodass es nicht zwingend notwendig ist in die etwas komplizierte Rückhandposition zu gehen.
Mit der Vorhand hat man einen günstigeren Hebel. Dies ist der größte Vorteil, wenn die Rückhand umlaufen wird. Die meisten haben auch bei der Schlagausführung ein besseres Gefühl und mehr Kraft.
Das Komplizierte bei der Technik Rückhand Clear ist die Feinabstimmung aller an der Bewegung beteiligten Gliedmaßen. Zudem ist die Beinstellung nicht leicht zu erlernen. Man steht sozusagen mit dem Rücken zum Netz und ist auch dadurch in seinem Blick eingeschränkt.
Übungsbeispiel RH Clear
Von vielen wird der Rückhand Clear nur dann eingesetzt, wenn er unbedingt notwendig ist. Eine typische Situation ist, wenn man sich in Richtung Netz bewegt und dann doch in die Rückhand mit einem Clear überspielt wird.
Die folgende Übung schult genau diese Situation. Spieler 1, der sich in der Zeichnung oben befindet, spielt einen langen hohen Clearaufschlag (1) auf die Rückhand von Spieler 2. Dieser befindet sich in der Zeichnung unten.
Nun orientiert sich Spieler 1 so, dass er einen zu flach geratenen Ball angreifen kann. Er befindet sich also „in der Mitte“ des Spielfeldes. Spieler 2 sieht dies und spielt einen hohen Ball in die Rückhand (2), sodass die Zeit fehlt, um diesen Ball mit der Vorhand zu spielen. Spieler 1 versucht nun mit einem Rückhand Clear möglichst weit und hoch auf die Rückhand von Spieler 2 zu spielen (3).
Gerät dieser Ball zu kurz oder zu flach, so greift dieser den Ball an. Ist der Ball „gut“ so wird solange von beiden Seiten RH Clear gespielt, bis ein Ball zu kurz kommt und einer der beiden angreifen kann.

Kurzbeschreibung der Trainingsübung
• Langer Aufschlag in die Rückhand von Spieler 2 (1)
• Clear in die RH von Spieler 1 (2)
• Rückhand Clear in die Rückhand (3)
• Frei, sobald ein Clearschlag zu kurz gerät
Autor: Matthias Bormann
7. April 2014 um 07:01
Der Vorhand Clear kann als Unterhand- und als Oberhandclear ausgeführt werden. Beide Schlagtechniken dienen als Sicherheitsschläge, um dem Gegner möglichst keine gute Position für einen Angriffsschlag zu gewährleisten.
Clearfolgen zum Einspielen?
Nach der Erwärmung ohne Ball folgt die Erwärmung mit Ball. Dies ist in nahezu jeder Sportart so. Beim Badminton beginnen die meisten mit lockeren Clearfolgen, um sich an den Federball und generell ans Spielen zu gewöhnen.
Dabei sollte jeder Spieler sowohl die Unterhand, als auch das Überkopfspiel mit einbeziehen. Gängig ist dabei das diagonale Spiel. Wie die Abbildung zeigt, ist es ebenfalls möglich bei dieser Art Einspielübung zu viert zu spielen. Oftmals ist dies unumgänglich, gerade wenn größere Turniere veranstaltet werden.
Es wird über Kreuz gespielt, sodass Spieler A mit Spieler C und Spieler B mit Spieler D spielt. Alle Spieler, auch diejenigen, die in der Rückhandseite stehen, spielen mit der Vorhand.

Abwechslung beim Training des VH Clears
Jedes monotone Training, auch das Training des Vorhand Clears wird irgendwann langweilig, wenn man sich nichts Neues einfallen lässt. So kann man zum Beispiel die Beinarbeit mit einfließen lassen. Die Trainingsübung sieht dann so aus, dass derjenige, der unterhalb des Netzes spielt als Zuspieler agiert und jeden Ball in die Vorhand gespielt bekommt. Derjenige, der oberhalb des Netzes steht, ist der agierende Spieler.
Der Zuspieler spielt dem agierenden Spieler den Ball einmal hoch in die Vorhand und einmal hoch in die Rückhand. Diese Ballfolge wird ca. 5 Minuten durchgeführt, danach wechseln die Aufgaben.
Wettkämpfe beleben das Training immer. Besonders bei den Kleinen ist es deshalb sinnvoll auch mal die Ballwechsel zählen zu lassen. Jedes Trainingspaar muss über einen gewissen Zeitraum z.B. fünf Minuten so viele Ballwechsel mit der Schlagtechnik Clear spielen, wie sie nur schaffen. Danach werden alle Teilnehmer zusammengerufen und der Sieger bestimmt.
Ein Match, in dem nur die Schlagtechnik Vorhand Clear gestattet ist, sorgt natürlich für maximale Motivation und bietet sich vor allem gegen Ende des Trainings an.
Autor: Matthias Bormann