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28. August 2013 um 14:29

Wanderballspiele

Wanderball im Kreis

Das Spiel Wanderball im Kreis ist eine beliebte und wirksame Spielform zugleich. Die Spieler stellen sich in gleichen Abständen in einem Kreis auf und spielen sich den Football der Reihe nach zu. Dabei können unterschiedliche Ausführungen und Aufgabenstellungen vorgegeben werden.

Neben dem einfachen Zuspielen kann der Ball rücklings oder seitwärts im Außenkreis weitergegeben werden. Auch Richtungswechsel sollten zwingend eingebaut werden. Diese können vorzugsweise durch Signale des Trainers erfolgen, was ein schnelles Umstellen der Footballspieler erfordert.

Auch das Zuspielen des Balles im Sitzen und Stehen erweitert die Vielzahl der Ballstafetten.

Ein besonderer Reiz kann erzielt werden, wenn die Zuspiele unter Zeitdruck erfolgen und Gruppenkreise gegeneinander antreten: Welche Gruppe hat den Football als erste vollständig durch ihre Reihen laufen lassen.

Der Trainer muss darauf achten, dass die Kreise gleichgroß sind, die gleiche Anzahl an Spielern haben und die Ausführung beziehungsweise die Ballweitergabe auf korrekte Art und Weise erfolgt.

Wanderball in der Reihe

Auch in einer Reihe kann der Football weitergetragen werden. Hierzu stellen sich die Spieler in einer Reihe auf und lassen den Football durch ihre Reihen wandern. Dabei können unterschiedliche Varianten durchgespielt werden.

Die Bälle können durch jeden Spieler weitergegeben werden, aber auch einzelne Spieler überspringen. Um den Spielcharakter auszuweiten, kann der Wanderball mit Positionsänderungen in der Reihe durchgeführt werden und somit ein fortlaufendes Spiel ermöglichen.

Wenn der Ball beim letzten Spieler der Reihe angekommen ist, hält der diesen fest und sprintet im höchsten Tempo an den Anfang der Reihe.

Noch komplexer kann der Lauf mit dem Ball in der Hand gestaltet werden, wenn der Spieler seine Mitspieler im Slalomlauf durchläuft, sich anschließend am anderen Ende wieder in die Reihe einbindet und den Ball von neuem der Reihe nach wandern lässt.

Wanderball mit Mittelspieler

Eine ähnliche Spielform wie die erste Übung mit dem Unterschied, dass ein Spieler in die Mitte geht und der Ball über die Mittelposition weitergegeben wird. Der Mittelspieler ist An- und Rückspieler gleichermaßen. Während die Außenspieler Zeit haben, sich auf das nächste Anspiel zu konzentrieren, ist der Mittelspieler permanent im Einsatz – er muss schnell reagieren und sich umstellen können.

Auch hier können Wettbewerbe zwischen mehreren Kreisen stattfinden, bei denen ganze Ballumläufe für die Bewertung herangezogen werden.

16. August 2013 um 10:44

Das Wandspiel: Fangen und Werfen

Das Spielen gegen eine Spielwand hat sich als nützlich vor allem für die Schärfung des Ballgefühls erwiesen. Dabei ist es nicht wichtig, dass der Ball rund ist und kein Rugby im eigentlichen Sinn. Der Ball wird gegen eine Wand gespielt und soll danach wieder aufgefangen werden.

Alle Körperteile können dazu eingesetzt werden. Der Vorteil bei einer Wand ist, dass jeder Ball genauso gut oder schlecht zurückprallt wie er gespielt wurde. Die Wand ist im Prinzip ein gleichwertiger Partner, der genauso gut ist, wie derjenige, der den Ball an die Wand spielt.

Reaktionsschnelligkeit und Krafteinsatz

Für die Entfernung und Stellung zur Wand muss man ein Gefühl bekommen. Wenn man näher an der Wand ist, muss man schneller auf die zurückprallenden Bälle reagieren. Hierbei kann man besonders die Reaktionsschnelligkeit trainieren. Je weiter man sich von der Wand entfernt, umso mehr Kraft muss man aufwenden und so größer wird die Streuung der Bälle, wenn sie zurückkommen.

Wandspiel mit Markierungen und Wurfsimulationen

Einen zusätzlichen Trainingsreiz erfährt das Wandspiel, wenn Markierungen getroffen werden oder spezielle Höhen überspielt werden müssen. Mit einer anderen Körperstellung zur Wand lassen sich sogar Bewegungsmuster aus dem Football trainieren. Wird eine Seit- oder Rückenstellung zur Wand praktiziert, können typische Wurf- und Fangfolgen aus dem Footballspiel simuliert werden.

Spielwand auch mit psychologischem Vorteil

Der Vorteil bei einem Wandspiel greift noch weiter. Schwächere Spieler fühlen sich bei einem Spiel gegen die Wand unbeobachtet und können sich freier entfalten. Zudem kommt es nicht zu dem Fall, dass der stärkere Spieler den Schwächeren dominiert und ihn dadurch einschüchtert.

Die Spielwand ist ein völlig neutraler Partner, mit dem sich eine Reihe von Fang- und Wurftechniken trainieren lassen.