Registrieren

28. Juni 2013 um 18:13

Laufstaffeln 1

Laufstaffeln sind eine gute Möglichkeit, um dem Training einen Wettkampfcharakter zu geben. Dabei sollten bei der Durchführung von Laufstaffeln gewisse Dinge beachtet werden:

Ein wichtiges Kriterium, um einen geregelten Ablauf zu gewährleisten, ist die Gruppengröße. Bei der Festlegung der Gruppengröße ist es wichtig, eine gute Mischung aus Belastung und Entlastung herzustellen. Weder sollten die einzelnen Spieler zu lange auf den nächsten Lauf warten, noch sollten sie, ohne entsprechende Ruhepause, ständig im Einsatz sein.

Auch die Zusammensetzung der einzelnen Mannschaften sollte ausgeglichen sein. Das Verhältnis zwischen schnellen und weniger schnellen Spieler muss sich die Waage halten, damit die Motivation hochgehalten werden kann.

Zudem muss ein Trainer sich darüber im Klaren sein, dass Laufstaffeln sich nur sehr wenig eignen, um die technischen Feinheiten zu entwickeln. Vielmehr sollte die Aufgabenstellung so gewählt werden, dass alle Spieler, auch die Schwächeren, diese problemlos lösen können.

Pendel- und Umkehrstaffeln

Laufstaffeln können auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. So kann der Staffelwettbewerb für Footballer in Form einer Pendelstaffel durchgeführt werden.

Im Gegensatz zur Umkehrstaffel finden sich bei der Pendelstaffel auf beiden Seiten der Laufstrecke gleichviele Footballspieler ein. Ein Spieler der 1.Gruppe startet und läuft zu gegenüberliegenden Gruppe.

Der 1. Spieler der anderen Gruppe wird per Handschlag ins Rennen geschickt. Jeder Spieler läuft 2 Bahnen, bis er sich wieder auf der anderen Seite am Ausgangsort befindet. Die Mannschaft, die sich als erste wieder komplett in ihrer Ausgangssituation befindet, hat gewonnen.

Das Gegenstück stellt die Umkehrstaffel dar, bei der 2 Mannschaften jede für sich in Form eines Staffellaufes um ein in einem bestimmten Abstand aufgestelltes Hindernis laufen und dann wieder zu ihrer Gruppe zurücklaufen. Gewonnen hat die Mannschaft, die als erste wieder alle ihre Spieler in der Ausgangsstellung aufreiht.

Slalomlauf

Ein typischer Staffelauf ist der Teamwettbewerb durch einen Slalomparcours – entweder als Pendel- oder als Umkehrstaffel. Dabei kann der Trainer zwischen Stangen, Kleingeräten und lebenden Hindernissen wählen.

Werden die Gegenstände während des Laufes berührt, verrückt oder umgestoßen, muss das Hindernis von demjenigen Footballer wieder aufgestellt und an seinen Ursprungsort aufgestellt werden.

Dabei geht der Lauf normal weiter – der Spieler kann erst wieder zu seinem Team zurückkehren, wenn sich das Hindernis wieder an Ort und Stelle befindet.

Besonders reizvoll sind Hindernisse, die von Footballern aus dem Team dargestellt werden. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht in den Lauf der durchlaufenden Spieler eingreifen und diese behindern.

22. Juni 2013 um 17:01

Laufspiele 6

Wettlaufspiele im Kreis

Die Laufstrecke aller Trainierenden wird durch einen großen Kreis vorgegeben. Der Kreis wird durch die verschiedenen Teams, die gleichmäßig verteilt, den Außenring darstellen.

Zu einem Team gehören immer 3-5 Spieler. Jeder Spieler eines Teams bekommt eine Nummer von 1 – x zugeteilt. Der Lauf beginnt, wenn der Trainer eine beliebige Zahl ausruft, wie die „2“. Von allen Teams muss nun der 2. Spieler in der Gruppe im Uhrzeigersinn in die nächste Gruppe laufen und dort schnellstmöglich den Platz der „alten“ 2 einnehmen.

Diese Übung fördert nicht nur die Antrittsschnelligkeit, sondern auch die Reaktionsfähigkeit und den Orientierungssinn der Footballer.

Staffelwettbewerb

Ein weiterer Wettlauf ist eine Art Staffelwettbewerb zwischen 2 oder 3 Teams innerhalb der Trainingsgruppe. Alle Footballspieler werden von der Anzahl her gleichmäßig in Teams aufgeteilt.

Die Mitglieder eines Teams reihen sich alle hintereinander an einer Startlinie auf und bekommen die Zahlen 1-x zugewiesen. Der 1. in der Reihe bekommt die Zahl 1, der 2. die Zahl 2 und so weiter zugeteilt.

Der Trainer ruft eine Zahl aus, die Läufer der Teams mit dieser Zahl müssen nun aus ihrer Reihe ausscheren und einen geraden Sprint um eine Fahnenstange oder ähnliches durchführen, diese umkurven und wieder zu ihrem Team zurückrennen und sich an ihrer alten Position einreihen.

Neben der Reaktionsfähigkeit und der Sprintleistung ist es auch der Orientierungssinn, der gefördert wird. Denn nach dem der Footballspieler sein Team erreicht hat, muss er dieses hinten erst umlaufen und wieder an seiner alten Stelle zum Stillstand kommen.

Komm mit, Lauf weg

Ein beliebtes Spiel aus Kindertagen: Komm mit, Lauf weg. Auch beim Footballtraining kann es dazu dienen die Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit zu schulen. Alle Spieler stellen sich in einem Kreis auf. Ein Fänger umläuft den Kreis außen an den Spielern vorbei, die mit dem Gesicht nach innen stehen. Der Läufer sucht sich während des Laufens einen Spieler aus und schlägt ihn beim Vorbeilaufen ab.

Der abgeschlagene Spieler muss blitzschnell reagieren und den Fänger einholen. Welche der 2 laufenden Spieler zuerst wieder die Ausgangsposition des abgeschlagenen Spielers erreicht, hat gewonnen und nimmt die Standstellung im Kreis ein, der Verlierer muss weiter fangen.

Das Signal „Komm mit, Lauf weg“ des Fängers zum Zeitpunkt des Abschlagens gibt die Laufrichtung des abgeschlagenen Läufers vor. Bei „Komm mit“ muss er dem Fänger folgen und ihn versuchen zu überholen.

Bei „Lauf weg“ rennt er in die entgegengesetzte Richtung und versucht eher als der Fänger am Ausgangsort einzutreffen.

13. Juni 2013 um 10:57

Laufspiele 5

Verfolgungssprint

Ein typisches Sprinttraining im Football stellt der Verfolgungslauf dar. Dabei reiht sich der eine Teil der Footballspieler an einer Linie auf, der andere Teil positioniert sich ebenfalls auf einer Linie, allerdings 3-5 Meter vor der Linie der 1. Startreihe.

Auf Signal des Trainers starten beide Reihen und belaufen eine bestimmte Wegstrecke. Gemeinhin fällt es den hinteren Läufern aus Gründen einer höheren Motivation leichter, eine höhere Laufgeschwindigkeit zu erzielen, weil sie den „Hase“ vor sich sehen und ihn einholen möchten.

Trotzdem sollte der Trainer darauf achten, dass die Chance des Einholens für die hinteren Läufer gegeben ist und dementsprechend die Laufpaare einteilen.

Noch mehr steigen die Chancen, wenn der Lauf stärker an das Footballspiel angelehnt wird, indem die Läufer davor als Ballträger agieren und auf das Startsignal hin versuchen, das Ziel mit dem Ball in der Hand zu erreichen, bevor die hinteren Läufer sie eingeholt haben.

Wendelauf

Ein weiterer Laufparcours, um die Startschnelligkeit, die Reaktionsfähigkeit und die Beschleunigung positiv als auch negativ zu trainieren, sind Wendeläufe. Dabei wird vorab vom Trainer ein bestimmter Laufkurs festgelegt, der durch Markierungen vorgegeben ist.

Zusätzlichen Reiz bekommt der Wendellauf, wenn er durch akustische Signale des Trainers gesteuert wird. Zum Beispiel: 1xKlatschen bedeutet Vorwärtslaufen, 2x Klatschen rückwärts – ein 3maliges Klatschen zieht eine Richtungsänderung um 180 Grad nach sich.

Der Wendelauf kann sowohl nach Markierungen, als auch frei nach den Signalvorgaben des Trainers erfolgen. Letztere fordert im besonderen Maße die Reaktions- und Umstellungsfähigkeit.

Eine Abwandlung ist der Schnelllauf mit seitlichen Richtungsänderungen entlang eines Zick-Zack-Kurses. Hier kann die Richtungsänderung ebenfalls entweder an den vorgegebenen Markierungen oder nach dem Signal des Trainers erfolgen. Hauptaugenmerk sollte dabei besonders auf den Antritt, die ersten Meter nach der Richtungsänderung, gelegt werden.