25. Februar 2014 um 21:21
Transition beschreibt den Vorgang vom Umschalten von Verteidigung zum Angriff oder umgekehrt. Eine gute Transition Defense zeichnet sich durch schnelles Einnehmen der Verteidigungshaltung nach Ballverlust oder Korberfolg aus und verhindert somit leichte Fastbreakpunkte.
Die einfachste Umsetzung dieser Verteidigung ist das Absichern durch einen Spieler, der jederzeit bereit ist bei einem Ballverlust zwischen den Angreifer und den Korb zu gelangen, während seine Mitspieler so schnell wie möglich zurück sprinten und ihre Verteidigungspositionen einnehmen. Der Spieler, der für das Absichern zuständig ist heißt Safety und ist meistens ein Aufbauspieler, da dieser das ganze Spielfeld im Blick hat und am schnellsten reagieren kann.
Fastbreak verteidigen
Das primäre Ziel bei der Fastbreakverteidigung ist die Verhinderung eines leichten Korblegers. Wenn ein Team wirft, sollte sich mindestens immer ein Spieler schon mal in Verteidigungsposition begeben. Das heißt jedoch nicht, dass dieser Spieler zurückrennt und den Angriff bereits abhakt.
Er sinkt ab hinter die Dreierlinie auf Höhe der Korb-Korb-Linie. Diese Aufgabe sollte einem verantwortungsvollen Spieler übertragen werden. Ein weiterer Grund weshalb es sich anbietet den Aufbauspieler dafür auszuwählen ist, dass dieser meist nicht sehr groß ist und deshalb keine große Hilfe beim Offensivrebound darstellt. Zieht jedoch dieser Spieler zum Korb, muss innerhalb des Teams kommuniziert werden und jemand anders die Rolle des Safety übernehmen.
Die Aufgabe des absichernden Spielers ist es nicht, den gesamten Fastbreaks des Gegners zu stoppen. Er soll lediglich Zeit herausschinden, um seinen Mitspielern das Aufnehmen ihrer Männer zu ermöglichen. Es gibt keine Entschuldigung für langsames Zurückjoggen, es sei denn der Spieler ist erschöpft und braucht eine Pause.
Verteidigung in der Unterzahl
Es kann immer mal passieren, dass man sich trotz schnellem Umschalten in die Verteidigung in einer ungünstigen Verteidigungsposition oder in Unterzahl befindet. In Unterzahlsituationen bietet es sich natürlich nicht an eine Manndeckung zu spielen. Der ballführende Spieler muss jedoch gestoppt werden, da von ihm die größte Gefahr ausgeht. Die anderen Spieler versuchen so gut wie möglich den offenen Raum abzudecken und sich so zu positionieren, dass sie bei einem Pass den Spieler übernehmen zu können.
Ist man allein auf weiter Flur oder merkt man, dass man den Angriff des Gegners auf keinen Fall stoppen kann, so gibt es die Möglichkeit so schnell wie möglich zu foulen. Ein gutes Foul ist ebenfalls eine Form der effektiven Verteidigung. Doch aufgepasst, bei Fouls von hinten oder zu hartem Eingreifen gibt es ein unsportliches Foul.
18. Februar 2014 um 21:20
Das Pick and Roll ist eines der effektivsten Elemente im Offensivspiel und dementsprechend auch schwer zu verteidigen. Dennoch ist es möglich ein Pick and Roll erfolgreich zu verteidigen, doch dazu muss man wissen welche Verteidigungsform in welcher Situation die beste ist. Da bei einer Pick and Roll Verteidigung immer zwei Spieler beteiligt sind, spielt die Kommunikation eine wichtige Rolle.
Das Switchen
Beim Switch wird das Pick and Roll verteidigt, indem man seine Gegenspieler einfach tauscht. Dadurch wird vermieden, dass der Verteidiger am Ball am Block hängen bleibt und dadurch eine Überzahlsituation entsteht. Diese Variante der Pick and Roll Verteidigung ist die simpelste, sie hat jedoch sehr viele Schwachstellen.
Meistens wird das Pick and Roll vom Aufbau und einem Center gespielt. Wenn also die Männer getauscht werden, entstehen Missmatches, die gnadenlos ausgenutzt werden können. Deshalb eignet sich diese Verteidigungsvariante nur, wenn alle beteiligten Spieler ähnliche Staturen haben.
Help and recover
Bei dieser Variante tritt der Verteidiger des Blockstellers kurz hervor und übernimmt den Gegenspieler seines Teamkollegen für eine kurze Zeit, bis dieser sich um den Block gekämpft hat und seinen Mann wieder aufnehmen kann. Dabei ist es sehr wichtig, dass die kurzzeitige Hilfe sehr aggressiv verteidigt. Das beschäftigt den ballführenden Spieler und verhindert das einfache Anspiel auf den Blocksteller.
Das Help und recover lebt von der Aggressivität und dem kurzzeitigen Druck, der auf den ballführenden Spieler ausgeübt wird. Deshalb ist es wichtig, dass der Verteidiger am Ball den Block nicht umläuft, sondern so nah wie möglich an seinem Gegenspieler klebt, um vor dem Block herumzukommen. Wird der Block schlampig gestellt, dann ist eine Hilfe vom Mitspieler gar nicht mehr nötig.
Verteidigungsvariante gegen schlechte Werfer
Ist der Spieler, der das Pick and Roll ansagt ein schlechter Werfer, dann kann man versuchen einfach hinter dem Block durchzulaufen und dann seinen Gegenspieler wieder aufzunehmen. Dieser wird sich zwar zwischenzeitlich in einem ungedeckten Bereich mit freier Wurfmöglichkeit befinden, doch ein Fehlwurf ist auch eine gute Verteidigung.
Zusammengefasst kann man sagen, dass der Erfolg einer Pick and Roll Verteidigung zum Größten Teil von der Kommunikation abhängt. Die Picks müssen so früh wie möglich angesagt werden und es muss innerhalb weniger Sekunden entschieden werden, welche Verteidigungsvariante zum Einsatz kommt.
11. Februar 2014 um 21:18
Bei der 3/1/1-Zonenpresse positionieren sich drei Verteidiger auf Höhe der Freiwurflinie, einer hinter der Dreierlinie und der letzte kurz hinter der Mittellinie. Diese Variante der Pressverteidigung eignet sich besonders gegen Teams, die sich beim Ballvortrag fast ausschließlich auf ihren Aufbauspieler verlassen, denn dieser wird es kaum schaffen sich alleine gegen die drei vorne stehenden Verteidiger durchzusetzen. Diese Pressverteidigung kann auf drei verschieden Arten gespielt werden, je nach Stärken des Gegners.
Variante 1 (passiv)
Bei der ersten Variante wird der Einwurf zur Seite zugelassen. Ein Pass in die Mitte soll verhindert werden, da der ballführende Spieler in die Ecke gedrängt und gedoppelt werden soll. Dies wird vom mittleren Verteidiger und vom Verteidiger auf der Ballseite übernommen. Der dritte Verteidiger der Dreierkette und die beiden anderen defensiver stehenden Spieler schließen die Lücken zwischen den übrigen vier Angriffsspielern.
Ihre Aufgabe ist es Passwege zuzumachen oder Pässe abzufangen. Beim Schließen der offenen Lücken ist es wichtig, dass sich die Verteidiger zwischen zwei Passwege stellen. Außerdem sollten sie die Bewegungen des ballführenden Spielers im Auge behalten, um antizipieren zu können wohin der Ball als nächstes gepasst wird. Wenn sie erkennen, was der Passgeber vorhat, ist es ihre Aufgabe schnell in den Passweg zu laufen und den Ball abzufangen.
Variante 2 (aktiv)
Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass ein Verteidiger der vorne stehenden Dreierkette den Einwerfer deckt und nach dem Einwurf auch weiterhin bei ihm bleibt. Das hat den Vorteil, dass es für das angreifende Team nicht möglich ist, den Ball gleich wieder zum Einwerfer zurückzupassen.
Die beiden anderen Spieler der Frontline doppeln den Angreifer dem der Ball gepasst wurde und die zwei restlichen Verteidiger kümmern sich wieder um die Lücken. Wird die Presse geschlagen, so müssen alle Verteidiger so schnell wie möglich zurücksprinten und in die Manndeckung oder Zonenverteidigung übergehen.
Variante 3 (3/2-Umstellung)
Die Schwäche dieser Zonenpresse sind geschickt getimte Querpässe. Dadurch müssen alle Verteidiger weite Wege zurücklegen und das gibt der angreifenden Mannschaft die Möglichkeit die Presse auszuspielen. Wenn das geschieht, sollte man die Presse in eine 3/2-Aufstellung umändern.
Dadurch werden zwar die Querpässe verhindert, doch es stehen alle Verteidiger in der gegnerischen Hälfte des Spielfelds. Das birgt die Gefahr von langen Pässen und einfachen Punkten. Deshalb sollte der Verteidiger der Zweierkette, der auf der Nichtballseite steht immer etwas absinken um den langen Pass zu verhindern.
4. Februar 2014 um 21:16
Diese Art der Halbfeldpresse kann sehr effektiv sein, wenn man gegen eine Mannschaft spielt, die keinen erfahrenen Aufbauspieler hat. Es ist eine Verteidigungsvariante, die den Aufbau unter Druck setzt und zwar indem er gedoppelt wird. Außerdem wird sie nicht sehr häufig angewendet, was zusätzlich Verwirrung verursachen kann. Wie der Name schon sagt, befinden sich bei dieser Art der Verteidigung alle Spieler in der eigenen Hälfte und spielen sozusagen eine Zonenverteidigung, die sich auf die eigene Spielfeldseite ausweitet.
Die Verteidigungsaufgaben in der 2/2/1-Zone
Die zwei Guards bilden die erste Verteidigungskette und sind knapp hinter der Mittellinie positioniert. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, denn ballbringenden Spieler des gegnerischen Teams auf eine Seite zu bringen. Eine Penetration durch die Mitte muss verhindert werden, sonst kann nicht effektiv gedoppelt werden. Ein weiterer Punkt, auf den man achten sollte ist, dass erst gedoppelt wird, wenn der Ball die Mittellinie überquert hat.
Dadurch ist es möglich mehr Druck aufbauen zu können, da für den Angreifer zusätzlich die Gefahr des Rückspiels besteht. Wenn der ballführende Spieler nun erfolgreich auf eine Seite gedrängt wurde, ist der Moment zum Doppel gekommen. Die Flügelspieler, die die zweite Verteidigungskette bilden, kommen dafür zur Hilfe. Die zwei Verteidiger auf der Ballseite haben somit Aufgabe zu Doppeln, während sich die beiden anderen Verteidiger auf der Nichtballseite auf Höhe der Korb-Korb-Linie begeben.
Der größte Spieler oder Center ist der letzte Mann der 2/2/1-Halbfeldpresse. Sein Job ist es, den vertikalen Passweg des gedoppelten Angreifers zu decken. Während des Doppelns bewegt er sich also immer zur Ballseite hin und steht ungefähr auf Höhe der Freiwurflinie.
Das Ende der Pressverteidgung
Kommt es trotzdem dazu, dass der Ball in die Ecke an der Baseline gepasst wird, so ist ebenfalls der letzte Verteidiger für die Verteidigung dieses Spielers verantwortlich. Nun sind die beiden Abwehrketten für das Zustellen der Passwege verantwortlich. Ab diesem Zeitpunkt bietet es sich an, in eine übliche Zonenverteidigung überzugehen.
Es ergibt wenig Sinn weiterhin mit nur einem Spieler unter dem Korb zu verteidigen. Eine geeignete Zonenverteidigung im Anschluss wäre zum Beispiel die 1/2/2-Zone, da sie weiterhin das Doppeln ermöglicht, jedoch im Hinblick auf einfache Korbleger bei weitem weniger riskant ist. Wie bei jeder Pressverteidigung muss dieses Risiko natürlich auch bei der 2/2/1-Halbfeldpresse in Kauf genommen werden.
27. Januar 2014 um 21:13
Viele Mannschaften konzentrieren sich beim Training ihrer Verteidigung sehr stark auf die Taktik und die korrekte Verteidigung am Ball. Dies ist jedoch alles belanglos, wenn man dem Gegner mehrere Wurfmöglichkeiten hintereinander ermöglicht. Durch das Verhindern von mehreren Wurfmöglichkeiten, kann die gesamte Verteidigung mit Leichtigkeit verbessert werden. Denn was bringt die beste Defense, wenn der Ball nach jedem missglückten Wurfversuch wieder beim Gegner landet?
Mentale Voraussetzungen für das Rebounding
Um in der Verteidigung effektiv zu rebounden, benötigt es die richtige Einstellung und eine korrekte Technik. Der Kampf um den Rebound ist kein Sprungwettbewerb und das muss erfolgreich vermittelt werden, um die Spieler mental darauf vorzubereiten. Klar spielt beim Rebound die Sprungkraft eine Rolle, doch im Vordergrund stehen andere Dinge.
Um ein guter Rebounder zu werden muss ein Spieler voraussetzen, dass jeder Wurf auf den Korb daneben geht. Dadurch ist er allzeit bereit aggressiv zu rebounden. Außerdem sollte er, sobald geworfen wird, seine Hände auf Schulterhöhe bringen und die Handflächen Richtung Korb drehen. Während dieses Vorgangs sollte er seine komplette Konzentration darauf verwenden den Rebound vor seinem Gegenspieler zu ergattern.
Körperliche Voraussetzungen für das Rebounding
Die körperlichen Aspekte des Defensivrebounds bestehen darin, dass sich der Rebounder beim Absprung stark mit beiden Beinen abstößt und jederzeit Stärke, Stabilität und Gleichgewicht aufrecht erhält. Nach dem Fangen des Balles muss der Ball schnell und kräftig zur Brust gebracht werden, während die Ellbogen gespreizt sind und sich der Ball am Körper befindet. Für sehr große Spieler gibt es die Möglichkeit den Ball über dem Kopf zu behalten und aus dieser Position den Ball zu passen.
Weitere Aspekte
Ein guter Rebounder weiß genau wo der Ball nach einem Wurfversuch herunterkommt und positioniert sich genau an dieser Stelle. Dies ist fast ausschließlich durch Erfahrung zu erlernen doch mit der Zeit entwickelt sich ein Gefühl dafür.
Beim Versuch die optimale Reboundposition zu erlangen, ist dem Spieler bewusst, dass der Kampf um den Rebound eine der härtesten Seiten im Basketball ist und er dazu vollen Körpereinsatz leisten muss. Außerdem versucht ein guter Rebounder immer den Ball zu fangen und ihn nicht weg zu tippen.
20. Januar 2014 um 22:54
Um die Wichtigkeit und den Einfluss der Verteidigung auf das Offensivspiel eines Teams verstehen zu können, muss man sich nur erfolgreiche Mannschaften ansehen. Im Vordergrund stehen meistens die Spieler, die in der Offensive glänzen, indem sie die meisten Punkte oder Vorlagen machen. Es scheint als wären diese Spieler ausschlaggebend für den Erfolg eines Teams, doch es gehört mehr dazu als nur zu scoren, um erfolgreichen Basketball zu spielen. Die Spieler, die ständig 100 Prozent geben, Rebounds holen, verteidigen und auch mal kräftig hinlangen, sind ebenso wichtig und unentbehrlichen für eine Mannschaft.
Die Verteidigung als Hilfe für einen gute Offensive
Jeder kennt es, wenn es in der Offensive nicht läuft, kein Ball im Korb landet und sich so langsam Resignation im Team breit macht. Um das zu verhindern und wieder ins Spiel zu finden, ist eine gute Defense notwendig. Läuft vorne absolut nichts zusammen, ist es besser den Fokus auf die Verteidigung zu legen, denn Ballgewinne ermöglichen einfache Fastbreakpunkte.
Erfolgreiches Verteidigen gibt einem Team Selbstvertrauen und das wirkt sich wiederum positiv auf das Angriffsspiel aus. Es lässt sich befreiter aufspielen und es werden definitiv mehr Bälle im Korb landen. Eine starke Verteidigung hat jedoch nicht nur psychologische Vorteile. Sie ermöglicht außerdem ein einfaches Offensivspiel. Werden Fehlpässe provoziert oder Bälle geklaut, ist es meist möglich einfach zu punkten, da es für das gegnerische Team schwerer ist rechtzeitig in die Verteidigungsposition zu gelangen und man somit nicht ins Set play gerät.
Die Verteidigung als Waffe der Unterlegenen
Verteidigen ist keine Sache des Talents, sondern des Willens. Jeder Spieler, der alles gibt, kann ein guter Verteidiger werden. Natürlich ist es von Vorteil schnell zu sein, doch beim Verteidigen spielt die Einstellung die größte Rolle. Teams, die über keine außergewöhnlichen Talente verfügen, haben dadurch die Möglichkeit trotzdem mit anderen Mannschaften konkurrieren zu können.
Die Rollenverteilung
Im Optimalfall besteht eine Mannschaft aus Spielern, die sowohl offensiv als auf defensiv versiert sind. Doch es ist klar, dass es auch Spieler geben muss, die sich um die unangenehmen Dinge kümmern. Jedes erfolgreiche NBA-Team hat solche Spieler in ihren Reihen. Leider wird ihnen viel zu wenig Wertschätzung entgegen gebracht, doch ohne diese Verteidigungsspezialisten würden die anderen Spieler kaum die Chance haben in der Offensive zu glänzen.
13. Januar 2014 um 17:20
Gegen ein Team zu verteidigen, dass über ein herausragendes Talent oder einen Star-Spieler verfügt ist immer wieder eine Herausforderung. Es gibt mehrere taktische Verteidigungsmaßnahmen, die ein Trainer in solch einer Situation treffen kann. Er hat die Möglichkeit seine übliche Mann-Mann- oder Zonenverteidigung so darauf einzustellen, dass die Stärken des herausragenden Spielers des Gegner neutralisiert werden oder eine sogenannte „junk defense“ einzusetzen. Das Wichtigste ist jedoch, den Star-Spieler nicht zur freien Entfaltung seines Spiels kommen zu lassen.
Er ist das Herz der Mannschaft und meistens kommt nicht viel von seinen Mitspielern, die gewohnt sind in Szene gesetzt zu werden und von den Stärken ihres „Anführers“ zu profitieren. Um zu verhindern, dass dies geschieht muss man ihn dazu zwingen sich jeden Wurf, jeden Pass und jedes Dribbling hart zu erarbeiten. Ein guter psychologischer Schachzug ist es, seinen besten Verteidiger schon einige Wochen vor dem Spiel heiß darauf zu machen, diesen Spieler zu verteidigen und ihm Selbstvertrauen einzuflößen. Des Weiteren ist es ratsam den Star-Spieler auch defensiv zu fordern. Das beschäftigt ihn zusätzlich, raubt ihm Kraft für den Angriff und im Optimalfall fängt er sich frühe Fouls ein.
Verteidigung gegen herausragende Aufbauspieler
Der Aufbauspieler lenkt das Spiel und ist der verlängerte Arm des Trainers. Spielt man gegen einen Star-Aufbau sollte man versuchen ihm vor Allem die Penetration zum Korb zu nehmen. Dringt der Aufbauspieler in die Zone ein, hat er alle Möglichkeiten und nutzt diese wahrscheinlich gnadenlos aus. Dies kann durch Doppeln und gute Helpdefense verhindert werden. Außerdem ist es von Vorteil wenn man ihn aus dem Rhythmus bringt. Ein größerer Verteidiger mit langen Armen könnte ihn verwirren und ihn zu Fehlern zwingen, da er es gewohnt ist gegen Spieler seiner Größe zu spielen.
Verteidigung gegen herausragende Flügelspieler
Flügelspieler müssen in Szene gesetzt werden. Sie müssen an den Ball gelangen und das beste Mittel gegen Star-Flügelspieler ist es, dies zu verhindern.
Verteidigung gegen herausragende Centerspieler
Centerspieler können auf verschiedene Arten und Weisen ein Spiel dominieren. Durch Rebounds, durch Punkte, durch Blocks und durch ihre alleinige Präsenz in der Zone. Deshalb ist es ganz wichtig gute Centerspieler auszuboxen und so weit wie möglich vom Korb entfernt zu halten. Star-Centerspieler werden gefronted. Das heißt, man stellt sich frontal vor sie und versucht mit allen Mitteln ein Zuspiel zu verhindern. Nun ist nur noch darauf zu achten, dass die anderen Verteidiger ein eventuelles Anspiel per Lob verhindern.
6. Januar 2014 um 16:34
Die Mann-Mann-Verteidigung ist eine Verteidigungsform, bei der jeder Verteidiger einen festen Gegenspieler deckt und vorrangig nur diesen verteidigt. Das Ziel der Mann-Mann-Verteidigung ist es, seinen Gegenspieler auf die Seite zu drängen. Eine Penetration durch die Mitte soll verhindert werden, da ein Angreifer dort die meisten Optionen hat. Er kann nach rechts und links abspielen, abstoppen und werfen oder ganz zum Brett durchgehen.
Regeln und Prinzipien der Mann-Mann-Verteidigung
Für den Verteidiger am Ball ist es ratsam, seinen Gegenspieler dazu zu zwingen, sich für eine Seite zu entscheiden. Am besten für seine schwache Seite (Rechtshänder auf die linke Seite, Linkshänder auf die rechte Seite). Die Verteidiger, die einen Passweg vom ballführenden Spieler entfernt sind, spielen eine „Deny-Verteidigung“.
Sie stehen zwischen ihrem Gegenspieler und dem Korb, versuchen jedoch den Passweg zuzumachen, indem sie ihren ballnahen Arm zwischen ballführenden Spieler und eigenen Gegenspieler bringen. Es ist jedoch darauf zu achten, seinem Gegenspieler keinen einfachen Backdoor-Cut zu ermöglichen. Die Verteidiger, die zwei oder mehr Passwege vom ballführenden Spieler entfernt sind, sinken etwas ab um jederzeit einem geschlagenem Mitspieler helfen zu können und deren Gegenspieler kurzzeitig zu übernehmen.
Um das Prinzip der Mann-Mann-Verteidigung genauer zu erläutern, wird das Spielfeld in eine Ballseite und eine Nicht-Ballseite unterteilt. Dazu wir eine imaginäre Korb-Korb-Linie gezogen, die das Feld in zwei Hälften teilt. Dribbelt der Aufbauspieler auf eine Seite dieser Linie, wird diese automatisch zur Ballseite.
Die Verteidiger, die sich auf der Nichtballseite befinden und mehr als einen Passweg vom Ball entfernt sind, sinken grundlegend etwas stärker ab (ca. bis zur Korb-Korb-Linie) und stehen somit in der Helpside. Wird nun der am Ball verteidigende Spieler geschlagen, ist die Helpside zur Stelle, um einen einfachen Korb zu verhindern. Da nun die Gegenspieler der Helpsideverteidiger frei sind, wird nach dem Prinzip „Help the Helper“ weiter verteidigt. Die Gegenspieler, die die größte Gefahr darstellen werden natürlich zuerst übernommen.
Worauf bei einer Manndeckung geachtet werden muss
So wird aus individuellem Deckungsverhalten schließlich ein System kollektiver Mann-Mann-Verteidigung. Eine Mann-Mann-Verteidigung ist ein logisches System, bei dem alle Spieler ihre Aufgaben und die der anderen genau kennen.
Dadurch lässt sich flexibel verteidigen und auf beinahe jede Aktion des Gegners geschickt reagieren. Zu beachten ist jedoch, dass eine Mann-Mann-Verteidigung nur so stark wie ihr schwächster Verteidiger ist und dass es somit taktisch nicht sinnvoll ist, gegen ein individuell überlegenes Team, eine Mann-Mann-Verteidigung zu spielen.
28. Dezember 2013 um 16:19
Eine Junk-Defense ist eine Möglichkeit ein überlegenes Team mit Star-Spieler zu verteidigen. Sie dient als eine Art Notlösung, wenn man keinen anderen Möglichkeiten hat den Gegner in Schach zu halten. Bei der Anwendung dieser Verteidigungs-Variante sind einige Dinge zu beachten. Bei der Junk-Defense handelt es sich um eine Kombinations-Defense.
Das heißt aus einer Mischung von Zone und Manndeckung. Der beste Spieler des Gegners wird manngedeckt und soll möglichst nicht in Ballbesitz gelangen, während die anderen Verteidiger eine Zone spielen. Dadurch soll das Spiel auf ein vier gegen vier limitiert werden. Voraussetzungen dafür sind ein sehr guter und athletischer Verteidiger, der dem Star-Spieler des Gegners folgt wie ein Schatten und ihm somit dem Spaß am Spiel nimmt.
Argumente für eine Junk-Defense
Die verschiedenen Varianten der Junk-Defense basieren alle auf einer Zone. Der Spieler, der jedoch manngedeckt wird, sieht das nicht so. Er hat das Gefühl ein Eins gegen Eins zu spielen und da er der Star-Spieler ist fühlt er sich herausgefordert.
Allerdings täuscht er sich gewaltig, denn sollte er seinen persönlichen Verteidiger schlagen, steht er immer noch einer Zonenverteidigung gegenüber. Dadurch ist er gezwungen das Spiel mit aus einem ihm unbekannten Blickwinkel zu betrachten. Er ist in einer ganz anderen Situation als sonst und oft passiert es, dass er sich unter Druck setzt, Würfe erzwingt und Sachen macht, die normalerweise nicht zu seinen Stärken gehören.
Box and 1
Box and 1 ist die verbreiteteste Variante der Junk-Defense. Vier Verteidiger stellen sich in einer Box-Aufstellung und spielen eine 2/2-Zone, während der Star-Spieler einen „persönlichen Bewacher“ bekommt. Diese Variante ist gegen starke Aufbauspieler und Mitteldistanzschützen besonders effektiv.
1-3 and a chaser
Diese Junk-Defense ist ebenfalls gegen Starspieler, die gut vom Perimeter (Bereich zwischen Freiwurflinie und Dreierlinie) treffen, effektiv. Wie der Name schon sagt, wird eine 1/3-Zone gespielt. Der schnellste Verteidiger wird an der Spitze positioniert, da er für den Bereich von Flügel zu Flügel zuständig. Die Rolle des Star-Stoppers übernimmt logischerweise der beste Verteidiger.
3-1 and a chaser
Falls der beste Spieler des Gegners der Aufbau ist, sollte diese Variante angewendet werden. Sie ist eigentlich wie eine 1-3-1-Zone, nur dass der Verteidiger an der Spitze wegfällt, da er die Manndeckung des Star-Spielers übernimmt. Ihre Schwächen liegen in den Ecken und im Low post.
Diamond and 1
Die Diamond and 1 Verteidigung ähnelt dem Box and one. Der einzige Unterschied besteht darin, dass sich die vier Zonenverteidiger wie in einer 1/2/1 Zone aufstellen. Dies hat den Vorteil auch sehr gute Allrounder verteidigen zu können, die nicht nur vom Flügel und den Ecken aus attackieren sondern auch aus der Zone.
21. Dezember 2013 um 16:13
Die 1/3/1-Zone hat den Vorteil Druck auf die Flügel, den Aufbau und den High-Post ausüben zu können. Damit erschwert sie den Spielaufbau und das Outside shooting und ermöglicht sogar das Doppeln, wenn der Ball auf den Flügel gepasst wird. Ihre Schwachstellen sind die Corners (Ecke Baseline), der Low post und eventuell das Rebounding mit nur einem Verteidiger unter dem Korb.
Die Bewegungen in der 1/3/1-Zone
Die drei Verteidiger, die den vorderen und äußeren Bereich der Zone bilden sollten schnell, athletisch und in der Lage sein, mobil zu agieren. Ihre Aufgabe besteh darin sich horizontal zu bewegen, wenn der Ball in die Ecke gepasst wird, da der Verteidiger der unter dem Korb positioniert ist dann gezwungen ist herauszutreten und den Angreifer in der Ecke zu verteidigen.
Der Flügelverteidiger auf der anderen Seite (Nicht-Ballseite) sinkt ab und nimmt beinahe die Position des Verteidigers unter dem Korb ein. Der Spieler, der an der Spitze der 1/3/1-Zone verteidigt, versucht den Ballführenden Spieler auf eine Seite zu drängen und ihn dann mit dem Flügelverteidiger zu doppeln. Das Zentrum der Zone wird meist von dem Power Forward des Teams gebildet, dessen Aufgabe es ist den Post-player des gegnerischen Teams zu verteidigen.
Dieser sollte auf keinen Fall den Ball bekommen und deshalb wird er die meiste Zeit gefronted (steht frontal vor ihm, um auf keinen Fall den Pass zuzulassen). Es ist somit die einzige Position, die beinahe eine Mann-Mann-Verteidigung spielt und permanent damit beschäftigt ist vor den Post Player des Gegners zu gelangen. Dies ist sehr kräftezehrend und deshalb ist es vorteilhaft, wenn dieser Spieler ebenfalls über ausreichende Fitness verfügt.
Die letzte Position der 1/3/1-Zone ist der Verteidiger, der unter dem Korb agiert. Wie bereits erwähnt bewegt er sich vertikal, wenn ein Angreifer in der Ecke den Ball bekommt. Dabei ist darauf zu achten, dass er nicht auf den Angreifer zustürmt und diesem ein leichtes Dribbling zum Korb ermöglicht.
Ziel und Folgen einer 1/3/1-Zone
Die 1/3/1-Zone ist eine aggressive Variante der Ball-Raum-Verteidigung, die vielen Teams Probleme bereitet. Durch den Druck auf die Guards und Flügelspieler wird ein strukturierter Spielaufbau unterbunden und ein leichtes Ausspielen der Zone verhindert.
Schnelles Passen wird erschwert, da die Guards damit beschäftigt sind nicht in die Falle zu laufen/gedoppelt zu werden. Gegen Mannschaften, die gute Schützen aus der Ecke und einen starken Low post Spieler haben, sollte diese Zone jedoch nicht angewendet werden, da die 1/3/1-Zone deren Stärken zur Entfaltung kommen lässt.