In den meisten Sportarten ist eine gute Reaktionsfähigkeit wichtig. Auch beim Eishockey sind Spieler mit besonders guter Reaktionsfähigkeit eindeutig im Vorteil. Es ist zwar schwierig die Fähigkeit auf Reize zu reagieren zu trainieren, dennoch gibt es einige effektive Übungen, mit denen die Reaktionsfähigkeit verbessert werden kann.
Unterschiedliche Spielsituationen – verschiedene Arten von Reaktionen
Reaktionsfähigkeit wird allgemein als die Fähigkeit definiert, auf Außenreize zielgerichtet und möglichst schnell zu reagieren. Diese Fähigkeit ist im Alltag und vor allem beim Sport vorteilhaft und wichtig. Es gibt ein kaum eine Sportart, in der eine gute Reaktionsfähigkeit dem Sportler keine Vorteile bringt. Allgemein wird zwischen
• einfacher Reaktion
• Wahlreaktion
• komplexer motorischer Reaktion
unterschieden. Als einfache Reaktion wird eine schnelle motorische Reaktionsfähigkeit auf ein bestimmtes Signal hin bezeichnet. Diese Art der Reaktionsfähigkeit ist beispielsweise für Schwimmer oder Sprinter besonders wichtig.
Als Wahlreaktion wird die Fähigkeit verstanden, sich bei einem bestimmten Signal schnell für eine von mehreren Möglichkeiten zu entscheiden. Wahlreaktion ist beim Eishockey immer dann gefragt, wenn es darum geht, den Puck schnell an einen Mitspieler zu passen. Eishockeyspieler müssen darüber hinaus die Fähigkeit zu komplexen motorischen Reaktionen entwickeln, die aufgrund mehrerer gleichzeitiger Reize eine vielschichtige Reaktionsweise erfordern.
Das bedeutet, der Spieler muss dazu in der Lage sein, gleichzeitig auf verschiedene Reize wie etwa das Tor, die Mitspieler und die Gegner schnell zu reagieren. Diese Fähigkeit kann durch gezielte Reaktionsübungen beim Eishockey trainiert werden.
Reaktionsfähigkeit – visuelle Fähigkeiten, Schnelligkeit und Koordination
Reaktionsübungen beim Eishockey werden mit dem Ziel eingesetzt, die maximale Kontrolle über den Körper zu erlangen und dabei möglichst schnelle und zielgerichtete motorische Reaktionen zu zeigen. Dazu müssen vornehmlich
• Wahrnehmungsfähigkeit und kognitive Fähigkeiten
• Schnelligkeit
• Koordination
trainiert werden. Jede Aktion beim Eishockey beginnt mit der visuellen Wahrnehmung. Der Spieler nimmt mit seinen Augen einen Reiz auf. Dieser muss dann in Bruchteilen von Sekunden vom Gehirn verarbeitet und letztendlich in eine Reaktion umgewandelt werden.
Die Schnelligkeit der Bewegungen und eine gute Koordination verhelfen dem Spieler insgesamt zu einer schnelleren Reaktion. Reaktionsübungen schulen daher gleichzeitig Augen, Gehirn und Körperbewegung und sollten ein regelmäßiger Bestandteil des Trainingsplans sein.
