2. April 2013 um 18:43
Jeder guter Eishockeyspieler sollte das Dribbling beherrschen. Das Dribbling vereinigt mehrere Fähigkeiten in sich. Neben der eigentlichen Schlägertechnik spielen auch das Schlittschuhlaufen, die Koordination und das Puckgefühl eine Rolle. Mit einem wirksamen Dribbling gelingt es Eishockeyspielern, den Gegner auszuspielen, Überzahlsituationen zu schaffen oder Tore zu erzielen.
Bereits im Jugendalter sollte das Dribbling fester Bestandteil im Eishockeytraining sein. Unterschiedliche Übungen dienen der Erlernung und der Festigung dieser technischen Fähigkeit.
Stationstraining: Dribbling
Station 1:
Um insbesondere die Koordination in Verbindung des Dribblings zu schulen, bietet sich ein Dribbling mit 2 Pucks an. Dabei bedient sich der Eishockeyspieler neben dem Stock auch seinen Schlittschuhen als Hilfsmittel. Beide Pucks werden gleichzeitig, der eine mit dem Stock, der andere mit dem Schlittschuh, in einem abgesteckten Feld geführt.
Um den Schwierigkeitsgrad für den einzelnen Übenden zu erhöhen, können mehrere Spieler dazu gezogen werden. Der Spieler muss sich jetzt nicht mehr nur auf die 2 Pucks konzentrieren, sondern zudem auf das Laufverhalten der anderen Trainierenden achtgeben.
Station 2:
Diese Station ist mit vielen verschiedenen Hindernissen besetzt. Diese müssen durch die Spieler der Reihen nach rumkurvt werden. Dabei können als Hindernisse unterschiedliche Gegenstände wie Pucks, Pylone oder kleine Tore eingesetzt werden. Später werden andere Spieler als bewegliche Hindernisse hinzugezogen, um den Schwierigkeitsgrad zu steigern.
Station 3:
Zwei Spieler finden sich zu einem Paar zusammen. Ein Spieler wird zum angreifenden Spieler, der andere übernimmt die Verteidigungsposition. Nun versucht der Angreifer, den Abwehrspieler mit einem Dribbling auszuspielen. Anfangs verhalten sich die Abwehrspieler passiv, später sollten sie aktiv versuchen, das Dribbling des Angreifers zu unterbinden.
Spielform: Offene Tore
Eine gute Spielform, um das Dribbling zu trainieren, ist das Spiel auf offene Tore. Dabei werden auf einem Spielfeld mehrere offene Tore in Form von Pylonen aufgestellt. Es werden 2 Mannschaften gebildet, die die Aufgabe haben, einen Spieler so freizuspielen, dass er ungehindert durch die offenen Tore mit dem Puck dribbeln kann. Sieger ist die Mannschaft, die am Ende die meisten Dribbel-Tore erzielt hat. Das Spiel dauert 10 – 15 Minuten.
Ausklingen kann man das Dribbling-Training mit einem Staffelspiel beider Mannschaften. Jeweils ein Spieler einer Mannschaft durchläuft einen Slalom-Parcours hin und zurück. Wenn er diesen ohne Fehler passiert hat, übergibt er den Puck an den nächsten in der Reihe stehenden Spieler. Es gewinnt die Mannschaft, die als Erste alle Spieler fehlerfrei durch den Dribbling-Parcours geführt hat.
17. März 2013 um 18:09
Das Dribbling oder die Scheibenführung haben aufgrund der erhöhten Schnelligkeitsentwicklung im Eishockey vielleicht auf den ersten Blick an Bedeutung verloren. Unabhängig von kürzeren Puckhaltezeiten ist das Scheibenführen auch im modernen Eishockey ein wichtiges technisches Mittel, um Spiele erfolgreich zu bestreiten.
Schon im Kindes- und Jugendalter sollte das Dribbling regelmäßig trainiert werden. Denn neben dem Raumgewinn und dem Ausspielen von Gegenspielern schult das Scheibenführen generell auch das Puckgefühl, welches für Direktabnahmen, Pässe und Torschüsse unheimlich wichtig ist.
Puck jagen in kleinen Gruppen
Beim Dribbling-Training mit Kindern und Jugendlichen hat sich das Stationstraining bewährt, auf das im Folgenden näher eingegangen werden soll. Die Trainingseinheit im Scheibenführen lässt sich gut einleiten, indem man Gruppen von 3-6 Spielern bildet und diese auf einer Spielfläche von 10 x 10 Meter einem Puck hinterher jagen lässt.
Wer den Puck ergattert hat, muss ihn durch eine geschickte Scheibenführung so lange wie möglich gegen die Angriffe seiner Gegenspieler behaupten. Dieser Einleitungsteil könnte 5-10 Minuten in Anspruch nehmen. Nun aber zu den Dribbling-Stationen:
Stationstraining Scheibenführen
Die Stationen werden in 3 Bereiche aufgeteilt, von allen Spielern durchlaufen und nehmen jede für sich 3-5 Minuten in Anspruch.
Station 1:
Eine Bahn von 8-10 Metern. In Form einer Pendelstafette wird der Puck von allen Eishockeyspielern von einer Seite auf die andere transportiert.
Station2:
2 Spieler kämpfen abwechselnd auf einer abgesteckten Spielfläche (5 x 5 Meter)um den Puck. Wobei mal der eine Spieler den Puck vor seinem Gegenspieler abdeckt, mal der andere.
Station 3:
Hier soll der Puck in Form einer Acht an 2 Markierungen vorbeigeführt werden. Die Hütchen haben einen Abstand von 1-2 Metern. Wobei sich 2 Spieler immer abwechseln sollen und auch bei der Art des Dribblings variieren: Mal wird der Puck vor dem Körper um die Markierungen geführt, ein andermal im seitlichen Dribbling.
Spielform „Durch die Beine spielen“
Mit einer interessanten Spielform kann man die Trainingseinheit Scheibenführen ausklingen lassen. Dabei werden durch den Trainer 2 Teams gebildet. Die Spieldauer beläuft sich auf 10-15 Minuten. Die eine Mannschaft positioniert sich beliebig auf dem Eis und bleibt breitbeinig stehen.
Die andere Mannschaft hat die Aufgabe, in einer vorgegebenen Zeit, so viele Tore wie nur möglich zu erzielen. Als Tore zählen die direkten (ohne Berührung) Durchspiele durch die Beine der Gegenspieler.
11. März 2013 um 23:27
Der Puck ist schneller als jeder Spieler, so heißt die goldene Regel im Eishockey. Eishockey ist die schnellste Mannschaftssportart der Welt.
In keiner anderen Sportart ist das Passspiel von so großer Bedeutung. Das Timing und die Präzision eines Passes können über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Stocklaufen zur Erwärmung
Die Erwärmungsphase dauert 5 Minuten und legt den Fokus auf das Stocklaufen. Alle Spieler bewegen sich auf dem Eis und halten die Stockschaufel permanent auf dem Eis.
Wobei der Stock vor dem Körper ein- und beidhändig geführt werden soll. Nur wenn der Stock während des Eislaufens auf dem Eis bleibt, kann ein Pass schnell in Empfang genommen werden.
Passen als Partnerübung
Im Hauptteil des Trainings werden Passübungen durchgeführt. Es finden sich jeweils Paare zusammen, die sich wechselseitig den Puck zupassen und sich in einem Abstand von 6- 8 Meter aufstellen.
Jedes Paar bekommt einen Puck und spielt sich diesen mit der Vorhand zu. Der Spieler, der den Pass entgegennimmt, federt den Puck bei der Annahme weich ab und spielt ihn dann in einer flüssigen Anschlussbewegung wieder zurück zum Partner.
In der Folge findet ein Spiel (ca. 10 Minuten) zwischen 2 Mannschaften statt. Ziel ist es, den Puck durch aneinandergereihte Passfolgen so lange wie möglich im Team zu halten. Die andere Mannschaft versucht die Pässe des gegnerischen Team zu stören. Wenn die eine Mannschaft den Puck erobert, wird sie zum spielenden Team, das den Puck kreisen lässt.
Danach finden sich wieder die Paare ein und spielen sich den Puck wechselseitig, mal mit der Vorhand, mal mit der Rückhand, zu.
In einem erneuten Spiel (ca. 10 Minuten) zwischen 2 Mannschaften wird ein Überzahlspiel praktiziert. Der Mannschaft, die im Puckbesitz ist, werden zusätzlich 2 weitere Spieler zur Verfügung gestellt. Durch die Überzahl in den eigenen Reihen bekommt das Passspiel eine stabilere Ausrichtung und gewinnt an Sicherheit.
Im Anschluss finden sich wieder die Ausgangspärchen ein. Diesmal werden die Zuspiele und Passfolgen aus der Bewegung heraus gespielt.
Passen auf Zeit
Ausklingen kann man die Übungseinheit mit einem Wettkampfspiel (5-10 Minuten) zwischen 2 Gruppen, diese nochmal in 2 Einheiten aufgeteilt werden und sich im Abstand von 8 Metern gegenüber aufstellen. Auf jeder Seite finden sich 2- 3 Spieler ein, die sich hintereinander aufreihen – die vordersten Eishockeyspieler spielen sich einmalig den Pass zu.
Nach dem Passen, stellt sich der Spieler wieder hinten in der eigenen Reihe an. Welche Mannschaft in einer bestimmten Zeit, zum Beispiel 1 Minute, die meisten Pässe schafft, hat gewonnen.
25. Februar 2013 um 18:23
Eishockey findet auf Schlittschuhen statt. Das reine Schlittschuhfahren ist ein stark leistungsbestimmender Faktor beim Eishockey. Wer besser Schlittschuh fahren kann, hatte auf dem Eishockey Vorteile gegenüber leistungsschwächeren Schlittschuhfahrern. Umso wichtig ist, früh genug mit dem Schlittschuhlaufen anzufangen.
Und schon im Kindesalter sollte man großen Wert auf die Schlittschuhtechnik und das Gleitverhalten legen. Zwei Schwerpunkte sind beim Schlittschuhfahren im Eishockey auszumachen: Das Stoppen und das Rückwärtsfahren. Dieser Einheit beleuchtet diese Fertigkeiten und stellt das Schlittschuhfahnen an sich in den Fokus:
Schlittschuhfahren und Fangerspiele
Als Einleitung und zum Warmwerden bewegen sich alle Eishockeyschützlinge auf dem Eis – jeder fährt seine eigene Bahn und achtet darauf, den anderen geschickt auszuweichen. Dieses Warmlaufen dauert 5 Minuten. Anfänger können Stühle oder große Poylone als Hilfsmittel benutzen.
Danach folgt ein Fangerspiel über 10 Minuten. Es werden kleinere Gruppen mit 5-8 Personen gebildet. Ein Fänger führt auf dem Eis einen Stuhl oder Poylone mit sich und versucht, ein freies Gruppenmitglied zu berühren und zu fangen. Nun werden die Rollen getauscht, der gefangene Spieler wird zum Fänger und der Fänger reiht sich zu den anderen ein.
Abstoßen und Gleiten
Die folgenden Übungen behandeln insbesondere das Abstoßen und Gleiten und dauern jede für sich 3- 5 Minuten:
• 1-2 kräftige Schritte und dann soweit wie möglich gleiten. Zuerst auf beiden Beinen, dann auf einem Bein.
• Wechselseitiges Abstoßen und sofortiges Abbremsen. Wichtig: Die Schlittschuhe bleiben auf dem Eis und das Abbremsen erfolgt mit einem 1- bis 2-beinigen Pflug.
• Die ganze Gruppe fährt in einer Art Kolonne in Kurven und Kreisen über das Eis.
• Sprinteinheiten über 5-20 Meter. Schnellere Spieler müssen mit Handicaps sprinten oder von weiter hinten starten.
• Ballerina-Übung: Alle Eishockeyspieler fahren in verschiedenste Richtungen. Ein Trainer oder Spieler gibt die Laufwege vor und die anderen versuchen, diese schnell und exakt nachzuahmen.
Als Abschluss im Hauptteil wird die Übung „Stehbock-Laufbock“ durchgeführt. Ein Spieler fängt. Die Berührten müssen auf die Knie – können aber durch die anderen Spieler erlöst werden, indem sie einmal umrundet werden.
Denkbar als Abschluss wäre auch ein Hindernislauf auf der Eisfläche mit verschiedenen Gegenständen.
Ausklingen kann die Trainingseinheit Schlittschuhlaufen mit einem freien Ausfahren aller Spieler, das 5 Minuten dauert.
8. Dezember 2012 um 13:53
Eishockey wird mit einem Schläger gespielt. So weit, so klar dürfte es jedem sein, doch dass der Umgang mit eben jenem Schläger einiges an Übung erfordert, unterschätzen manche Neulinge.
Der Eishockeyschläger, das mysteriöse Werkzeug
Eishockeyschläger gibt es in verschiedenen Ausfertigungen, damit fängt es schon an. Manche Schläger sind flexibler als andere; es gibt außerdem Unterschiede im Gewicht. Wer mit welchen Schlägern gut zurechtkommt und welche Arten es im Einzelnen gibt, ist eine Wissenschaft für sich und soll hier unerwähnt bleiben.
Halten wir nur fest, dass es nicht „den“ Eishockeyschläger gibt. Um mit einem Eishockeyschläger richtig umzugehen, hilft nur Übung. Sicherlich kann man sich von den Profis hier und da etwas abgucken, aber es ist wichtig, selbst ein Gefühl für den Schläger und auch für den Puck zu bekommen, und das geht nur, indem man es selbst macht.
Trainingsübungen zum Stickhandling
Um den Umgang mit dem Schläger optimal zu üben, sollte man sich kleine Hindernisse besorgen, die nicht höher als 10 Zentimeter sind, und davon eine Menge. Es gibt im Fachhandel Hindernisse, die wie Dosen aussehen und miteinander verbunden werden; es reichen aber auch kleine Pole oder andere Gegenstände, die nicht zu leicht und standfest sind.
Diese Hindernisse werden in eine Reihe gestellt; der Abstand hängt vom Können des Spielers ab. Anfänger wählen einen weiteren Abstand als Fortgeschrittene. Nun muss man einfach nur den Puck im Slalom zwischen den Hindernissen bewegen. Das klingt viel einfacher als es ist. Anfangs wird man die Übung noch sehr langsam ausführen, aber mit der Zeit wird das Tempo gesteigert werden.
Es ist sehr wichtig, solche Übungen in das regelmäßige Eishockeytraining einzubauen. Es gibt verschiedene Variationen dieser Übung, um den Puck tatsächlich unter Kontrolle zu bekommen und in jeder erdenklichen Situation optimal mit dem Schläger umzugehen. Zum Beispiel kann man entweder die Vorhand oder die Rückhand benutzen. Im Laufe der Zeit stellt sich bei den meisten Spielern eine Lieblings-Schusstechnik heraus.
Dennoch sollte man sie alle beherrschen. Erschwert wird der Parcours, indem man zum Beispiel auf einem Bein oder beiden Beinen neben den Hindernissen hüpft. Diese Variation eignet sich vor allem für Off-Ice Variante der Übung, da man sie sowohl in der Halle als auch auf dem Eis trainieren kann.
20. November 2012 um 17:54
Eine wichtige Komponente des Eishockeyspiels ist die korrekte Ausführung von Pässen zu anderen Spielern und Torschüssen. Dies kann man hervorragend trainieren, vor allem auf dem Eis.
Eishockeyübung mit zwei Spielern
Für den Anfang stellt man jeweils einen Pol rechts und links neben das Tor, und zwar in einiger Entfernung in die Nähe der Bande. Ein Spieler – Spieler A – wird vor dem Tor platziert, während der andere Spieler – Spieler B – mit dem Puck einmal um einen der Pole fährt, dann einen Pass zu Spieler A ausführt und hinter dem Tor weiter zum anderen Puck fährt.
Spieler A nimmt den Puck an und versucht ein Tor zu schießen. Dann wendet er sich Spieler B zu, der in der Zwischenzeit um den anderen Pol gefahren ist und nun Spieler A von der anderen Seite den Puck zuspielt. Diese Vorgehensweise wiederholt sich stetig.
Nach ein paar Durchläufen werden die Positionen gewechselt. Anfangs wird man die Übung noch recht langsam absolvieren. Ziel ist es aber, an Schnelligkeit zu gewinnen und dabei seine Passpräzision und Treffsicherheit zu trainieren.
Variationen für Fortgeschrittene
Diese Übung bietet viel Spielraum für Variationen. Eine beliebte Variante ist der Einsatz eines Torwartes. Hier muss Spieler A versuchen, ein Tor zu schießen, das der Torwart natürlich verhindern soll. Diese Variation ist sehr nah am eigentlichen Spielgeschehen.
Auch kann man mehrere Spieler A vor dem Tor platzieren. Entweder muss Spieler B einem bestimmten Spieler A den Puck zukommen lassen, oder aber die Spieler A versuchen jeweils, an den Puck zu kommen. Auch diese Variante trainiert perfekt auf ein echtes Spiel hin, da Kämpfe gegnerischer Spieler um den Puck nicht selten vorkommen und auch trainiert werden sollten. Nichtsdestotrotz ist diese Übung für Spieler aller Erfahrungsstufen geeignet.
Die darin vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten sind für Eishockeyspieler von der ersten Sekunde an sehr wichtig. Genauigkeit beim Passen und Schießen ist das A und O im Eishockey. Die beste Strategie bringt nichts, wenn die Spieler nicht in der Lage sind, den Puck dorthin zu bringen, wo sie ihn haben wollen.
Deswegen sollte jedes Training Übungen zum Passen und Schießen enthalten, damit die Spieler hiermit immer im Training sind und das Gelernte jederzeit im Spiel umsetzen können.
31. Oktober 2012 um 17:12
Eishockey ist eine sehr schnelle Sportart; entsprechend flink und beweglich müssen die Spieler sein. Das scheint sich nahezu mit der schweren, sperrig wirkenden Ausrüstung, die auf dem Eis getragen wird, auszuschließen, aber keine Sorge: Das tut es nicht.
Slalom um Pole
Zum Einen: So schwer, wie sie aussieht, ist die Rüstung nicht. Heutzutage werden die Panzerungen aus leichtem, bruchsicheren Material hergestellt (wie zum Beispiel Kevlar). Dennoch muss man lernen, sich in ihr zu bewegen, um auf dem Eis schnell und vor allem beweglich zu werden.
Ein paar einfache Übungen helfen hier weiter. Man braucht einige Pole, die man in gutem Abstand zueinander aufstellt. Zu Beginn der Übung sollte man die Pole noch recht weit voneinander entfernt stellen. Später, wenn die Spieler besser geworden sind, kann man die Abstände auch nach und nach verringern. Anfänger beginnen mit einfachem Slalom um die Pole; immer ein Spieler nach dem anderen.
Man startet mit moderatem Tempo. Am Anfang ist es wichtiger, eine saubere Lauftechnik und einen flüssigen, effizienten Bewegungsablauf zu entwickeln, die Geschwindigkeit kommt später ganz von selbst. Ziel bei der Übung ist es, sich natürlich in der Rüstung zu bewegen und die Schlittschuhe voll zu nutzen, also auch die Kufenkanten und so weiter.
Koordinationstraining in Gruppen
Spieler, die schon ein wenig erfahrener sind, können diese Übung variieren. Zum Beispiel kann man während des Slaloms einen Puck vor sich her spielen. Das schult die Koordination, die Puckkontrolle und natürlich die Schnelligkeit. Man kann ebenfalls, wenn man genug Platz hat und die Pole entsprechend weit auseinander stellen kann, zwei Teams bilden und sie von beiden Seiten in den Slalom laufen lassen. Der Sinn hierbei ist die unvermeidliche Konfrontation mit einem anderen Spieler zu meistern.
Es wird im Eishockey immer wieder vorkommen, dass man Kontakt zu anderen Spielern hat, das sieht der Sport so vor. Auch diesen Kontakt muss man erlernen, um fair zu bleiben und dennoch spielerisch die Oberhand zu behalten. In einer solchen Trainingssituation kann man dies sehr gut üben.
Diese simple Übung kombiniert mehrere Sinne miteinander und schult somit nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch die Reaktionsfähigkeit und – wie erwähnt – die Koordination. Dies sind alles wichtige Eigenschaften für gute Eishockeyspieler.
19. Oktober 2012 um 14:51
Kraft ist längst nicht alles. Natürlich muss man als Eishockeyspieler etwas Kraft aufbringen, aber die richtige Technik ist mindestens genauso wichtig. Wie also kann man seine Schusskraft verbessern, ohne an Tempo zu verlieren?
Schussübung
Ganz ohne Muskeln beziehungsweise Kraft geht es nicht. Um aber seine Schusstechnik zu verbessern, hilft die folgende Übung. Unter Berücksichtigung der korrekten Schlägerführung werden immer 10-15 Pucks hintereinander geschossen; mehr Pucks sollte man nicht schießen, sonst geht dem Spieler die Kraft aus. Man kann vor die Bande schießen oder vor eine Wand, wenn man die Übung nicht auf dem Eis ausführt.
Diese Vorgehensweise wird zwei Stunden lang wiederholt und zwei Mal die Woche durchgeführt. Die Übung verspricht keine schnellen Erfolge, dafür aber ein umfassendes Training für Schusstechnik, Kraft und Puckgefühl. Es ist wichtig zu wissen, dass der Schlag nicht nur aus den Armen, sondern aus dem gesamten Körper kommt. Die Füße des Spielers sollten außerdem ein Dreieck mit dem Puck bilden.
Der Spieler steht seitlich zum Ziel. Die untere Hand greift unter die Mitte des Schlägers; das Blatt ist nach vorn gerichtet. Zum Ausholen wird das Gewicht des Spielers auf das hintere Bein verlagert. Der Schläger schwingt nach hinten über die Schulter, dann zum Schlag nach vorn. Die richtige Gewichtsverlagerung ist mit ausschlaggebend für einen erfolgreichen Schuss mit guter Kraftdosierung und Zielgenauigkeit. Diese simple Übung sorgt nicht nur bei Anfängern dafür, dass der Spieler ein gutes Gefühl für den Puck bekommt. Das Zusammenspiel aus Schläger und Puck wird trainiert, außerdem lernt der Spieler zu variieren.
On und Off Ice
Die Schussübung kann man sowohl auf dem Eis ausführen als auch auf anderen Plätzen. Hierzu präpariert man den Puck mit einer Kunststoffplatte und Silikonspray, damit er gut gleitet. Die Übung kann man mit mehreren Spielern durchführen oder auch ganz allein. Um die Übung schwerer zu machen, kann man mehrere Pucks auf dem Eis beziehungsweise der Fläche verteilen, um sie nach Möglichkeit ins Tor zu schießen.
Damit lernt man, verschiedene Winkel zu nutzen und bleibt flexibel. Wenn man diese Übung mit mehreren ausführt, kann man auch noch zur weiteren Verschärfung einen Torwart einsetzen, der versucht, das Tor sauber zu halten. Für beide Spieler – den Schläger und den Torwart – ist dies eine große Herausforderung und eine sehr gute Übung.