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5. März 2014 um 16:10

Eishockey und Politik

Der Staatsauftrag im eigenen Land scheitert

Keine sportliche Angelegenheit wurde in letzter Zeit so generalstabsmäßig vorbereitet, geplant und überwacht, wie das angestrebte goldene Edelmetall der russischen Nationalmannschaft im Eishockey im eigenen Land.

Selbst Präsident Wladimir Putin ließ sich persönlich über die aktuelle Form im Training und den Stand der Vorbereitung auf die olympischen Winterspiele 2014 informieren. Für Russland trat bei diesem Turnier in Sochi ein beispielloses Ensemble an Superstars, angeführt vom Überflieger der Nation in diesem Sport Alexander Ovechkin, an.

Es war Russlands Anliegen mit dem Gewinn der Goldmedaille in dieser Sportart sein Ansehen aufzuwerten und vor allem der hochnäsigen USA und deren überbetitelten NHL zu zeigen, dass sie nicht das Maß aller Dinge sind.

Doch bereits in der Vorrunde zeigten sich erste Schwächen beim russischen Team, welches als Topfavorit auf den Titel galt. Hier unterlagen die Gastgeber der Olympischen Winterspiele 2014 eben genau dieser USA im Penaltyschießen.

Auf der Suche nach Gründen für das zeitige Ausscheiden der Superstars wird durch das allgemeine Entsetzen stark gehemmt. Begibt man sich dennoch auf den Weg Gründe zusammenzutragen, begegnet man ersten Spekulationen über die fehlende Chemie im Team. Der Mannschaft von Trainer Biljaletdinow soll diversen Informationen nach in verschieden Gruppen gespalten gewesen sein und untereinander kaum kommuniziert haben.

Desweiteren wirkte das Team, vor allem gegen Finnland, völlig verunsichert und ohne jegliches Vertrauen in die eigene Stärke. Zu dem muss sich der Trainer auch die Vorwürfe über den Torwartwechsel im zweiten Drittel gefallen lassen, welches das Team sichtlich aus dem Rhythmus brachte.

Ausgleich lässt Russland wanken

Bis zu diesem Viertelfinale hatte sich die so hochdotierte Mannschaft der Russen noch nicht mit Rum bekleckert. Gegen Slowenien kassierte man zwei Gegentore, der USA unterlag man im Penaltyschießen, gegen die Slowakei quälte man sich durch die Verlängerung und selbst gegen einen vermutlichen Underdog aus Norwegen brauchte das russische Team an die 30 Minuten für das erste Tor.

Zwar ging man gegen starke Finnen im Bolschoi – Palast zunächst in Führung, musste aber schon wenige Zeit später den schnellen Ausgleich hinnehmen. Nach diesem Ausgleich war Russland nicht mehr in der Lage das Spiel an sich zu reißen und ein Mittel für ein weiteres Tor gegen die Defensive der Europäer zu finden.

Die Finnen hingegen ließen den Gastgeber kommen und warteten gewohnt ihre Chance gegen die bekannt langsamen russischen Verteidiger ab. Deren Fehler nutzen die eiskalten Finnen zweimal gnadenlos aus und entschieden so das Spiel für sich.

Wahre Gründe des Scheiterns

Analysiert man sachlich die aktuelle Lage der Nationalmannschaft Russlands sind es weniger die internen Uneinigkeiten, als viel mehr die scheinbar fehlende Qualität in einigen Mannschaftsteilen.

Die Abwehrspieler genügen mitunter nicht dem international geforderten Niveau, welches bei einem derartigen Turnier von Nöten ist. Hinzukommend tritt in den letzten Jahren vermehrt das Problem eines sicheren Torhüters auf, welches im Spiel gegen die Finnen deutlich wurde. Als jedoch Trainer Biljaletdinow den Wechsel auf dieser Position vornahm, war das Spiel schon entschieden.

Nun bleibt abzuwarten, ob das Ausscheiden neben der medialen Prügel noch weitere personelle Opfer fordert.

Autor: Tom Wolny

6. Februar 2014 um 08:03

Eishockey – voll im Trend?

In Deutschland wurde vor dem zweiten Weltkrieg in der Region Berlin am häufigsten Eishockey zelebriert. Nach dem Krieg verlagerte sich die Szene mehr und mehr Richtung Bayern. Heute genießt der Sport eine deutschlandweite Verbreitung – Tendenz steigend.

Begeisterung in der Großstadt

Die in Berlin und Bayern ansässigen Traditionsvereine spielen mittlerweile in unterklassigen Ligen. Diese kleinen Vereine sind den Großstadtvereinen mit ihren finanziellen Vorteilen gewichen.

Was einst als Sportart „Just for Fun“ betrieben wurde ist heute zum Geschäft geworden. So gehen die Profis zu den Vereinen, die das meiste Gehalt zahlen und diese sind nun einmal in der Großstadt. Die erfolgreichen Vereine sind genau wie im Fußball nur so gut durch ihre Sponsoren. Der Sport erfreut sich durch die Emotionalität und Spannung stetig steigender Zuschauerzahlen in den Großstädten. In Kleinstädten und Dörfern mangelt es oftmals an den Räumlichkeiten, sodass auch die Dörfler den Weg in die Großstadt auf sich nehmen um dem Erlebnis Eishockey beizuwohnen.

Die DEL

Die DEL (Deutsche Eishockey Liga) wurde 1994 eingeführt. Zufuhr war die erste Bundesliga die höchste Spielklasse im Eishockey. Das Muster über diese Liga wurde von der NHL, der nordamerikanischen Profiliga übernommen. In den ersten Jahren wurde sehr viel Kritik an dieser Liga laut.

Die DEL war damals die erste Profiliga, zufuhr war es selbst in der 1. Bundesliga üblich, dass einige Spieler nur aus „Hobby“ dort spielten. Die DEL war sozusagen der Anfang der Kommerzialisierung des Eishockeysports. Bisher kann man sie weder als Top noch als Flop bezeichnen. Fakt ist, dass die Zuschauerzahlen steigen. Fakt ist aber auch, dass zahlreiche Vereine jährlich ums Überleben kämpfen müssen.

Die Nationalmannschaft

Die deutsche Nationalmannschaft genießt aktuell wenig Aufmerksamkeit in der Medienlandschaft. An diesem Punkt soll in Zukunft hauptsächlich gearbeitet werden. Im Vergleich zu vielen anderen erfolgreichen Nationalmannschaften wird im Eishockey bisher zu wenig in Sachen Jugendarbeit unternommen.

Grundlegend wurde das Fenster im Profieishockey für viele ausländische Spieler geöffnet. Dadurch bekommen deutsche Talente oftmals nicht die Chancen, die sie brauchen. Aufgrund dessen, dass die meisten Vereine es schwer haben sich finanziell über Wasser zu halten werden häufig mittelmäßige ausländische Profis eingekauft, anstelle auf eigene Talente zu setzten. Es wäre wünschenswert, wenn sich dies ändert.

22. Januar 2014 um 07:58

Akteure im Eishockey – Teil 4: Der Schiedsrichter

Karriere und Aufgaben eines Eishockeyschiedsrichtes

Zu Beginn werden die ausgebildeten Schiedsrichter in ihrem Landesverband bei Nachwuchsspielen sowie Bezirks- und Landesspielen getestet und beurteilt. Um bis in den DEB Bereich zu kommen ist im Eishockey leichter, als beim Fußball.

Ein Linienrichter schafft die Qualifikation für die DEL sogar noch schneller. In den Seniorenligen und im Nachwuchs sind zwei Schiedsrichter aktiv. Sie sind sogar gleichberechtigt und können beide das Spielgeschehen unterbrechen. In den übrigen Ligen ist ein Hauptschiedsrichter aktiv. Ihm werden zwei Linienrichter zur Seite gestellt. Deren Aufgabe ist es den reibungslosen technischen Ablauf des Spiels zu sichern. Sie sind also zuständig für das Anzeigen von Abseits, Icing und Zwei-Linien-Pässen.

Die Entscheidungsgewalt hat allerdings der Hauptschiedsrichter. Wird international gespielt, so sind zusätzlich noch zwei Torrichter aktiv. Interessant ist, dass diese hinter den Glaswänden an der Seite positioniert sind und mit einer Lampe dem Hauptschiedsrichter anzeigen, ob ein Tor oder kein Tor zustande kam. Es ist eher unüblich, dass ein Profispieler nach seiner Karriere den Weg der Schiedsrichterlaufbahn einschlägt.

Zum Einen kennen sie die aufkommenden Emotionen bestens und wissen auch wie schnell der Schiedsrichter zum Sündenbock wird. Zum Anderen bleibt es auch der Prominenz nicht erspart den Weg über die unteren Ligen bis hin zur DEL durchzumachen.

Die Kleidung eines Eishockeytrainers

Ein Schiedsrichter im Eishockey kleidet sich mit einer schwarzen Hose und zebragestreiftem Hemd. Des Weiteren führt er immer eine Pfeife und ein Maßband mit sich. Da die scharfen Schüsse der Spieler auf vor dem Schiedsrichter keinen Halt machen, muss dieser sich auf davor schützen.

Aus diesem Grund sind Schienbein und Tiefenschoner unverzichtbar. In der Vergangenheit kam es auch bei Schiedsrichtern zu Verletzungen am Kopf mit verheerenden Folgen. Deshalb ist auch ein Helm zur Pflicht geworden.

Die weiteren Offiziellen

Der Schiedsrichter kooperiert vor allem im Profibereich mit dem Stadionsprecher, dem Strafzeitnehmer und dem Punktrichter. Ein Punktrichter führ Protokoll beispielsweise über die Torschützen und über Torhüterwechsel.

Der Strafzeitnehmer ist dafür zuständig den Zeitpunkt und die Dauer der Strafzeiten einzuhalten. Oftmals hat er sogar zwei Helfer an seiner Seite, die die Bandentüren öffnen. Der Zeitnehmer steuert die Spieluhr auf der neben der normalen Spielzeit auch Auszeiten, Unterbrechungen und Strafzeigen angezeigt und berücksichtigt werden müssen.

Der Stadionsprecher sagt Tore und Strafzeiten für alle im Publikum an. Außerdem kündigt er die letzte Spielminute im ersten und zweiten Drittel an. Im letzten Drittel kündigt er die vorletzte und die letzte Minute an, um Spannung in die Partie zu bringen.

15. Januar 2014 um 08:54

Akteure im Eishockey – Teil 3: Der Trainer

Der Eishockeytrainer – geprägt von der Emotionalität

Der Verschleiß an Eishockeytrainern im Profisport ist größer als im Fußball. Dies liegt daran, dass die Eishockeytrainer viel näher an der Mannschaft dran sind und dadurch ihre Emotionen mehr teilen und es so auch schnell mal nicht mehr passen kann. Eishockey ist ein sehr emotionaler Sport und dadurch, dass der Trainer so nah am Spielfeld ist und direkt auf der Bank mit den Spielern, bekommen diese jede Unsicherheit und jeden Fehler des Trainers mit. Die Autorität ist damit extrem gefährdet.

Es gibt übrigens zwei Pausen in einer Kabine. Hinzu kommt eine 30 Sekunden Auszeit, die jede Mannschaft hat. In der Summe ergeben sich pro Spiel vier Möglichkeiten die Taktik umzustellen und miteinander zu kommunizieren. Dabei ist das Abschalten von den Rangeleien, den ständigen harten Zweikämpfen nicht einfach. Der Umgangston ist entsprechend angepasst, sodass der Trainer kaum die Möglichkeit hat immer ruhig und besonnen auf die angeheizten Schützlinge einzugehen. Im Gegensatz zu anderen Mannschaftssportarten ist es zudem möglich alle Spieler aufzustellen. Wird einer nicht berücksichtig, kann man es nicht auf die Regeln schieben, da wirklich jeder aufgestellt werden darf.

Der Eishockeytrainer – Trainingsbetrieb und Coaching

Auf der einen Seite ist das tägliche Training, die Verbesserung von technischen und taktischen Fähigkeiten sowie die Möglichkeit sich auf den Gegner einzustellen. Auf der anderen Seite ist das Coaching. Dabei handelt es sich um die Arbeit des Trainers während eines Punktspiels. Beide Teilaufgaben muss ein erfolgreicher Trainer beherrschen. Für beide Aufgaben ist ein hohes Maß an Sachverständnis erforderlich.

Die Ausbildungen in Deutschland sind gegliedert in C-Lizenz, B-Lizenz und A-Lizenz. Bereits die C-Lizenz ist nur mit einer Investition von 120 bis 140 Stunden möglich. Sie berechtigt zu Trainertätigkeiten in Oberligamannschaften und sämtlichen Nachwuchsmannschaften. Die nächste Stufe ist die B-Lizenz. Diese darf erst in einem Alter von 20 Jahren erlangt werden und erst dann, wenn mindestens zwei Jahre Erfahrung als Trainer nachgewiesen werden kann. Mit der B-Lizenz ist es möglich Mannschaften bis zur zweiten Bundesliga zu trainieren.

Die entsprechende Fortbildung umfasst 70 bis 90 Übungsstunden. Der Lehrgang für die A-Lizenz umfasst ganze neun Tage. Sie darf nur gemacht werden, wenn zwei Jahre B-Lizenzerfahrung zu verbuchen sind und ein Mindestalter von 22 Jahren erreicht ist. Die weitere Steigerung der A-Lizenz ist das Diplom. Dazu ist eine Empfehlung des Verbandes zwingend notwendig. Die Ausbildung dauert mindestens eineinhalb Jahre.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd
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8. Januar 2014 um 07:09

Akteure im Eishockey – Teil 2: Die Feldspieler

Im modernen Eishockeytraining wird darauf Wert gelegt, dass die Grundlagenausbildung sehr weitläufig ausgelegt ist. So muss ein Verteidiger auch in der Lage sein im Sturm zu spielen. Dies wird von Beginn an mittrainiert. Im Laufe der Zeit erfolgt eine Spezialisierung. Im modernen Eishockey sind die Angreifer die ersten Verteidiger und die Verteidiger die ersten Angreifer, die die Offensivaktion einleiten.

Die Verteidiger

Verteidiger sollten am besten groß und breit gebaut sein, um den Gegner einzuschüchtern. Zusätzlich haben sie dadurch eine enorme Reichweite. Der Job eines Verteidigers ist nichts für Angsthasen. Er schmeißt sich oftmals in den Gegner und versucht diesen gegen die Wand zu drücken.

Es gibt mehrere Aktionen, die in jedem Spiel ständig gefordert sind. Eine davon ist das Sichern. Beim Sichern fährt ein Abwehrspieler in die Ecke, um dort den Kampf und die Scheibe aufzunehmen. Ein weitere nimmt die verwaiste Position ein, um den Raum abzudecken. Beim sog. Überlassen ist die vorausgegangene Spielaktion des Gegners die, dass er hinter dem Tor entlang fährt. In dieser Situation ist es wichtig, dass der Verteidiger den Weg des Gegners nicht mitgeht.

Die Abwehrarbeit wird in dieser Situation einem anderen Verteidiger überlassen. Beim Übernehmen durch Kreuzen sieht Verteidiger A, dass Verteidiger B schlecht positioniert ist. In diesem Fall wechselt er auf dessen Seite. Dadurch, dass der Partner ebenfalls kreuzt ist die vakante Position abgesichert. Bei der Verdopplung wird der Gegenspieler zu zweit attackiert. Dabei drängt Spieler A den Kontrahenten in die Bande und blockt ihn mit dem Körper ab. Währenddessen schnappt sich Verteidiger B die Scheibe. Die letzte hier genannte Aufgabe des Verteidigers ist die Manndeckung. Dabei wird der direkte Gegenspieler abgeblockt bis die Spielsituation geklärt ist.

Der Stürmer

Die charakteristischen Eigenschaften für einen Stürmer sind Wendigkeit, gute Technische Möglichkeiten und ein gutes Auge. Aufgrund dieser geforderten Eigenschaften gibt es auch viele mittelmäßig kräftige Akteure, die die Positionen der Stürmer einnehmen. Prinzipiell ist es allerdings aufgrund der Härte des Sports so, dass eher kräftige Spieler auf der Position des Stürmers gefragt sind.

Im Mittleren Bereich agiert der sog. Sturmführer. Er arbeitet im Center. Seine Aufgaben sind am Vielfältigsten. Er agiert über die gesamte Breite des Spielfeldes. Dies bedeutet nicht gleichzeitig, dass der Spieler im Center die meisten Tore erzielt. Er bindet oftmals gegnerische Verteidiger und macht so Platz für die Außenstürmer.

Die Flügelstürmer agieren größtenteils in der Offensive, einer der beiden muss allerdings immer defensiv denken. Sobald der Angriff abgeblockt wird, wäre sonst eine Überzahlsituation der Gegner von drei zu zwei gegeben. Einige typische Erfordernisse an die Stürmer sind, dass sie nie stehen dürfen. Nach dem Abspiel müssen sie sich sofort versuchen wieder freizulaufen und sich anbieten. Diesbezüglich ist in der Fachsprache von „Give and Go“ die Rede.

Angreifer müssen weiterhin verschiedene Passformen beherrschen. Diese sind Diagonal-, Steil-, Flippässe und Querpässe. Hat der Gegner die Scheibe, so müssen sie ebenso Abblocken und Abschirmen. Stehen die Stürmer einmal vor dem Tor sollen sie versuchen dem Tormann die Sicht zu sperren, Schüsse gefährlich abzufälschen und Standfestigkeit gegenüber den Verteidigern zu zeigen, die sie ständig versuchen wegzuschieben. Stürmer müssen in der Lage sein Bullys zu gewinnen. Auch die Außen sollten dazu in der Lage sein, obwohl dies meist die Aufgabe des Centerstürmers ist.

1. Januar 2014 um 07:57

Akteure im Eishockey – Teil 1: Der Tormann

Wer geht ins Tor?

Früher auf dem gefrorenen Teich lief die Wahl des Torhüters nach dem Motto – „Du bist zu langsam, zu schlecht oder zu dick – geh mal ins Tor“. Dies ist natürlich vollkommen veraltet. Jeder Eishockeyspieler durchläuft die sogenannte Grundausbildung. D.h. jeder Spieler lernt das Schlittschuhlaufen, Puckführen und das Passspiel.

Wer sich wirklich als Torhüter bewährt, zeigt sich mit der Zeit. Für einen richtig guten Schlussmann ist die Vergangenheit als Stürmer oder Verteidiger unerlässlich. Dadurch kann er sich viel besser in den Gegner hineinversetzen und seine Aktionen antizipieren.

Die Aufgabe des Torhüters

Die vorrangige Aufgabe des Schlussmanns ist die Abwehrarbeit. Vor allem im kanadischen Eishockey hat sich allerdings herausgestellt, dass die Goalkeeper einen offensiven, aggressiven Stil entwickeln. Dort spielt der letzte Mann oftmals mit und leitet sogar das Angriffsspiel ein. Bisher ist es erst einem Torhüter in der kanadischen National Hockey League gelungen sich in die Torschützenliste einzutragen – Ron Hextall.

Die Technik des Torhüters

In der Grundhaltung geht der Torhüter bereits in die Knie, dadurch ist der Oberkörper ein wenig gebeugt. Dadurch sind Knie, Oberschenkel und die Aduktoren häufig Verletzungen ausgesetzt. Je nach Körpergröße wählt ein Torhüter die U oder die A Stellung. Bei der U Stellung sind die Beinschienen parallel zueinander.

Bei der A Stellung sind die Knie zusammen und die Unterschenkel gehen auseinander. Die Aufteilung, dass der Stock rechts- und der Fanghand links ist, trifft auf ca. 90% aller Eishockeyspieler zu. Die beanspruchten Körperteile sind Hände, Beine und der gesamte Unter- und Oberkörper. Der Torhüter übt sozusagen einen Full-Body-Job aus.

Kategorie: Allgemein – Autor: kd
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28. April 2013 um 14:54

Passen, Schlittschuhfahren und Scheibenführen – Leistungstests 2

Eishockey wird besonders durch 3 Hauptfähigkeiten bestimmt: Das Schlittschuhlaufen, das Passen und das Scheibenführen oder auch Dribbeln. In jedem Eishockeytraining sollte diesen elementaren Fähigkeiten genügend Zeit eingeräumt werden, um sie kontinuierlich auszubauen.

Gerade im Jugendeishockey auch in Bezug auf ein gezieltes Talentsichtungstraining ist es wichtig, Leistungsstandards festzulegen, um die Ergebnisse einzelner Sportler vergleichen zu können und Rückschlüsse für die weitere sportliche Entwicklung zu ziehen.

Folgende Tests lassen sich leicht in ein Eishockeytraining integrieren und geben dem Trainer einen genaueren Überblick, über den Leistungsstand einzelner Eishockeyspieler:

Pucktransport

Der Pucktransport lehnt an den 20-Meter-Sprinttest aus der 1. Leistungstests-Reihe an. Es wird eine Strecke von 20 Meter markiert, auf der die Spieler auf geradem Weg hin und zurück laufen müssen. Dabei müssen sie den Puck nahe am Körper beziehungsweise am Schläger führen.

Es gilt, die 20-Meter-Strecke so schnell wie möglich zu passieren. Der Trainer hält die Laufzeiten mit einer Stoppuhr fest und protokolliert sie für spätere Auswertungen.

Achterschlaufen

Der Test Achterschlaufen findet im Gegensatz zum Sprint-Achter aus Leistungstests 1 vorwiegend im Stand statt. Ziel ist es die Puckfertigkeit das unmittelbare Scheibenführen oder Puckgefühl zu messen. Es werden 2 Markierungen vor dem Sportler auf das Eis gesetzt.

Der Sportler startet an der 1. Markierung rechts und versucht so schnell wie möglich, den Puck um die 2 Markierungen in Form einer Acht zu führen. Dabei können unterschiedliche Rundenzahlen als Maßstab genommen werden. Erfahrungsgemäß werden mit dem Schläger 3-5 Achten geführt.

Parcours komplett

„Parcours komplett“ bedeutet einen Test-Parcours aufzubauen, in dem viele Testserien eingebunden werden und nacheinander durch den Eishockeyspieler durchlaufen werden müssen. Der Trainer hat die Aufgabe, sinnvolle Testformen miteinander zu kombinieren, die ein breites Feld an Fähigkeiten und Fertigkeiten aus dem Eishockey erfassen können.

Um den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen zu lassen, kann das Leistungstest-Training mit einem Pond-Hockey-Spiel auf 2 Tore abgeschlossen werden.

2. Februar 2013 um 15:31

Eishockeyspieler – harte Schale, weicher Kern

Eishockey: nur etwas für “echte Kerle”?

Wer etwas auf sich hält, leistet sich Eishockey-Clubs, -Vereine, – Mannschaften. Weil Eishockey lange Zeit eine klassische Sportart für Männer war – für echte Kerle gewissermaßen – haben die Mannschaften klangvoll-furchteinflößende Namen wie Landshut Cannibals (Landshut), Kölner Haie (Köln) oder Hannover Scorpions (Hannover). Ein solch prägnanter Name gehört gewissermaßen zum guten Ton eines Eishockey-Teams.

Das so genannte Fraueneishockey wurde in Deutschland seit den 80-Jahren immer populärer und so ist es heute eine Selbstverständlichkeit – wie auch im Fußball – dass Frauen auch in dieser Sportart erfolgreich sind und in der Bundeliga spielen. Eishockeyspiele polarisieren die Zuschauer ähnlich wie Fußballspiele und der/ die eine oder andere wird nach seinem / ihrem ersten Live-Spiel, bei dem er oder sie zugeschaut hat, verdutzt darüber gewesen sein, wo wohl am nächsten Morgen die Stimme geblieben ist.

Eishockey gilt mit als eine der härteren Sportarten: es ist ein dynamischer, schlagkräftiger und temporeicher Mannschaftssport. Nachdem man in den Anfängen noch mit einem Gummiball gespielt hatte, der allerdings immer wieder aus dem Spielfeld heraus hüpfte, wurde dieser alsbald durch den so genannten Puck ersetzt – eine Gummischeibe. Die Gummischeibe verwandelte sich im Laufe ihrer Zeit in haltbaren Hartkunststoff, der allerdings eine herbe Wirkung zeigt, wenn man davon getroffen wird. Es kam jedoch erst in den 90-er Jahren zur Helmpflicht, wobei die Torwarte seit den 60-er Jahren verpflichtend einen Gesichtsschutz zu tragen hatten.

Ritterlich: die Schutzausrüstung

Eine spezielle Schutzausrüstung beim Eishockey ist Pflicht, um schwere Verletzungen weitestgehend vermeiden zu können, die vor allem durch die Geschwindigkeit des Pucks (inzwischen wurden bei Schlagschüssen bis zu 200 km/h gemessen) und die Hockeyschläger entstehen können. Vor allem werden dabei Kopf, Zähne, Kehlkopf, Nacken, Brustkorb, Genitalien, Ellenbögen und Schienbeine durch spezielle Protektoren geschützt. Alle Spieler tragen einen Helm (mit und ohne Gitter). Die Ausrüstung des Torwarts ist noch ein wenig mehr ausgebaut, denn er ist der Verletzungsgefahr ausgesetzt wie kein zweiter.

Alle Spieler tragen über der Schutzausrüstung das Vereinstrikot, was alle sehr beeindruckend groß, stark und breit aussehen lässt. Eishockey-Schlittschuhe verfügen im Gegensatz zu anderen Schlittschuhen über vorne abgerundete Kufen. Die Stiefel bestehen aus ausgesprochen festem Leder und haben zusätzliche Verstärkungen im Bereich der Achillessehnen, der Knöchel und der Fersen. Insgesamt kann man also auch hinsichtlich der Ausrüstung auf die volkstümliche Redensart „harte Schale – weicher Kern“ schließen.

24. Januar 2013 um 18:23

Eishockey – Die schnellste Mannschaftssportart der Welt

Wer sich als Eishockey-Spieler einmal in einer hohen Liga durchsetzen möchte, der sollte schon früh mit dem Training beginnen. Jemand der schon einmal selbst auf Schlittschuhen stand, kennt die Gesetze der Schwerkraft, desweiteren laufen Profi Spieler rund 15 Kilometer pro Spiel und das auf höchstem Tempo mit dauerhaften Sprints.

Jedoch geht es beim Eishockey um einiges mehr als nur um Schnelligkeit und den Gleichgewichtssinn. So fangen Kleinkinder im Alter von 3-4 Jahren schon an sich auf dem Eis mit Hockeyschlägern zu bewegen und lernen die ersten Grundvorrausetzungen des Eishockeys. Neben der Lauf- und Stocktechnik benötigt ein Spieler auch eine überragende Schuss- und Passtechnik um ein Spiel entscheiden zu können.

Wichtige koordinative Fähigkeiten: Orientierungssinn und Differenzierungsfähigkeit

Neben diesen technischen Elementen werden im laufe der Jahre natürlich auch gute individuelle Fähigkeiten vorausgesetzt, hierbei handelt es sich um komplexe Bewegungsabläufe und einstudierte Spielzüge.

Im laufe der Entwicklung, gesellen sich weitere Koordinative Fähigkeiten dazu, beispielsweise muss der Spieler das Spiel „lesen“ können und in Sekundenschnelle die richtige Entscheidung treffen, um dies auszuführen muss der Spieler einen ausgeprägten Orientierungssinn haben, auch diesen bekommen die Eishockey-Schüler schon in jüngeren Jahren vermittelt. Desweiteren ist beim Eishockey eine Differenzierungsfähigkeit gefragt um sich vom Gegenspieler absetzen zu können, oder diesem ausweichen zu können.

Der Goalie braucht gute Reflexe, Mut und Nervenstärke

Der Goalie (Torhüter) hingegen braucht vereinzelt Fähigkeiten der Spieler, eine ganz enorm wichtige Fähigkeit sind jedoch die Reflexe eines Goalie, da man Reflexe nicht von Geburt an besitzt, werden diese dem Torhüter versucht zu vermitteln, dies ist auch ein Grund warum der Goalie meist ein bis zweimal mehr in der Eishalle steht und die Pucks auf sich schießen lässt.

Neben den Reflexen gehört natürlich eine ordentliche Packung Mut zu einem herangehend Goalie, so kann es schon einmal vorkommen das der Puck den Goalie an der Maske erwischt, der schnellste Schuss der je gemessen wurde, drosch mit Tempo 190 auf den Torhüter ein.

Eine nicht zu vergessende wichtige Fähigkeit ist, dass ein Goalie in Stresssituationen die Ruhe bewahrt, als letzter Mann ist er mitverantwortlich dafür ob der Puck im Tor landet.
Neben diesen Anforderungen wird natürlich von Spielern als auch dem Goalie ein enormer Wille abgefordert, so ist nicht nur das Training auf dem Eis für angehende Profis ein wichtiges Element. Ein enorm anstrengendes Fitnesstraining ist außerhalb der Eishalle wöchentlich angesagt, denn ein austrainierter Körper ist Bestandteil eines erfolgreichen Eishockey-Spielers.

8. Oktober 2012 um 14:14

Eishockey Training, Grundlagen

Eine Sportart wie Eishockey muss gelernt und trainiert werden. Natürlich ist der Sinn des Spiels das Spielen an sich. Aber dennoch gibt es gewisse Züge, die die Spieler beherrschen sollten.

Genauso wenig darf man den Hintergrund außer Acht lassen; Kraft, Schnelligkeit und Agilität sind wichtige Voraussetzungen für Eishockeyspieler, die trainiert und immer weiter verbessert werden sollten.

Eishockey spielen lernen

Einst lernte man das Eishockey Spielen durch das Spielen selbst, ohne zusätzliche Trainingsübungen oder andere Maßnahmen. Das geht zwar, ist aber wenig wirkungsvoll, insbesondere wenn es um den Wettkampf geht. Gewisse Spielzüge müssen erlernt werden, ganz zu schweigen vom Spielen des Pucks, ohne hinzusehen. Verschiedene Aufstellungen und Taktiken versetzen die Mannschaft in die Lage, sich mit anderen Spielern zu messen.

Der Stand der Fertigkeiten der Spieler muss bei den Übungen stets im Blick gehalten werden, um sie nicht zu überfordern oder zu demotivieren. Das Training orientiert sich an ihrem Können und wird so mehr und mehr in der Schwierigkeit gesteigert. Diese Vorgehensweise hat sich über die Jahre hinweg bewährt und ist zum Standard im Eishockey Training geworden.

Mit der Zeit gehen die Spieler in ein spielähnliches Training über und üben für den „Ernstfall“. Diese Kombination ist hervorragend geeignet und trainiert auf allen Ebenen. Es gibt unterschiedliche Übungen, die die Spieler bestens vorbereiten. Sie sind entweder für alle Spieler oder aber auch nur für einzelne Positionen gedacht.

Fit für Eishockey

Um Eishockey spielen zu können, muss man körperlich fit sein. Das Spiel allein trainiert den Körper schon sehr gut, jedoch ist man gut damit beraten, zusätzliche Übungen zur Steigerung der Fitness und der Kraft durchzuführen. Übliche Übungen wie Seilspringen, Kniebeugen oder Liegestützen sind hierfür bestens geeignet. Auch der Besuch in einem Fitnessstudio kann hilfreich sein (wenn man es nicht vollkommen übertreibt).

Alles, was die Kraft, die Beweglichkeit (auf dem Eis) und auch die Schnelligkeit fördert, ist gut für den Eishockeyspieler und verbessert seine Technik. Auch jegliches Eislauftraining, ob nun für Schnelligkeit, schnelle Kehrtwenden, Bremsen und Beschleunigen, ist sehr wichtig im Eishockey.

Der Spieler muss sich in jeder nur erdenklichen Situation auf den Kufen halten. Ein guter Trainer beachtet dies und baut in sein Training regelmäßige Eislaufübungen mit ein. Denn nur eine Mannschaft, die sicher auf dem Eis steht, kann entsprechend spielen und auch gewinnen.