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14. März 2013 um 15:40

Training der Mann-Mann Verteidigung mit Mass-Defence

Zielgruppe: Beginner

Dieser Drill dient dazu die korrekte Fußbewegungen für eine Mann-Mann Verteidigung zu erlernen und zu vertiefen. Die Bewegung ist ähnlich der eines Boxers oder eines Krebses.

Mass-Defence, Beschreibung

1. Die Spieler stellen sich in Blockformation so versetzt in eine Spielfeldhälfte, sodass zwei bis drei Reihen entstehen und jeder Spieler den Coach gut sehen kann. Der Abstand zueinander sollte ein Meter in alle Richtungen betragen.

2. Der Coach weist mit seinen Händen oder mit dem Ball in eine Richtung. Entweder rechts, links, vorwärts oder rückwärts.

3. Die Spieler reagieren auf das Gesehene mit der Push-Step Bewegung in die jeweilige Richtung solange wie die Richtung angezeigt wird. Dabei wird die tiefe und stabile Verteidigungshaltung eingenommen. Besonderes Augenmerk des Coaches sollte der korrekten Beinarbeit eines jedes Spielers gelten. Der Fußabstand beim Push-Step sollte nie weniger als hüftbreit sein und keinesfalls sollten sich die Beine überkreuzen.

Mass-Defence, Coaching Keys

Es ist überaus wichtig, dass zu jedem Zeitpunkt die korrekte Verteidigungsposition beibehalten wird. Das bedeutet, die Knie sind gebeugt, der Körperschwerpunkt so tief wie möglich, der Oberkörper leicht vorgebeugt aber gestreckt. Die Arme sind auf über Schulterhöhe gehoben und die Hände ebenfalls.

Bei vielen Trainern ist das „Quivern“ gerne in solchen Übungen genutzt. Dabei wird die Closeoutbewegung simuliert. Dabei werden die Füße abwechselnd auf den Zehenspitzen mit hoher Frequenz gehoben und gesenkt.

Ich find es aber spielrelevanter den Ball zu „beschäftigen“. Es geht dabei darum nicht mit maximaler Frequenz die Fußarbeit zu leisten, sondern konsequent und kontrolliert die Füße zu bewegen. Das muss gar nicht so schnell sein. Es ist nur wichtig, dass die Position beibehalten wird, nie beide Füße gleichzeitig auf dem Boden sind und die Hände den Ball spiegeln.

Mass-Defence, Varianten

1. Verschiedene Ballpositionen vom Coach, auf die die Spieler mit speziellen Bewegungen reagieren. Zum Beispiel: Wurffinten Close-out und Boxoutbewegung; Dribbelschlag seitwärts einen Release-Step; Dribbelschlag vorwärts (auf die Spieler zu) Charge annehmen und schnell wieder aufstehen; nach Dribbeling den Ball aufnehmen Close-out.
Der Coach kann je nach Fokus Bewegungen hinzufügen oder Folgehandlungen machen lassen.

2. Der Coach kann einen Spieler vor der Gruppe die Bewegungen vorgeben lassen und in den Reihen herumgehen und Korrekturen vornehmen.

8. März 2013 um 15:35

Ausbildung der Körperkernkraft durch Körperstabilisierende Übungen

Zielgruppe: alle Altersklassen männlich und weiblich

Körperstabilisierende Übungen

Laut neueren Studien reichen fünf Minuten für die ertragreiche Aktivierung der körperstabilisierenden Muskeln. Das sind vor allem das Rumpfkorsett, bestehend aus den tiefen, geraden und quer verlaufenden Bauchmuskeln und die Rückenstrecker.

Weitere Muskeln, die zu Abschwächungen neigen sind m. rhomboideus, m. deltoideus, m. trapezius, m. serratus anterior und m. gluteus medius. Da dies viele kleinere Muskeln sind, die im synergistisch bei Basketballspezifischen Bewegungen zusammenarbeiten, sollten sie auch in Verbundsübungen trainiert werden.

Dies spart Zeit und der Körper wird holistisch, also ganzheitlich trainiert. Austragungsort der Übungen kann überall sein. Hauptsache es haben alle Sportler liegend genug Platz.
Zeitpunkt in der Trainingseinheit : entweder vor dem Hauptteil nach dem Warm Up oder am Ende der Einheit.

Körperstabilisierende Übungen, Durchführung

Planke (isometrisch): auch bekannt als Unterarmstütz ist es die wahrscheinlich beste Übung für den Körperkern aller Zeiten. Dabei werden in Bauchlage die Füße angestellt, die Knie durchgestreckt und sich auf die Unterarme gestützt. Dabei befinden sich die Ellenbogen senkrecht unter den Schultern. Außer den Füßen und den Unterarmen darf kein Körperteil den Untergrund berühren.

Sprunggelenke, Knie, Hüfte, Schultern und Kopf müssen eine Linie ergeben. Dazu sollte der Blick der Sportler auf die Daumen gerichtet sein.

Varianten: Es kann immer abwechselnd ein Arm oder ein Bein gestreckt angehoben werden bzw. beides diagonal. Seitstütz ist ebenso häufig zu trainieren wie die Planke.
Anweisung: Bauchnabel zieht zum Himmel, Gesäß fest zusammen

Rückenstreckerübung: In Bauchlage die Füße anstellen und den Oberkörper leicht abheben bis die Nase ca. 2-5 cm über dem Boden schwebt. Dann werden die Arme in Vorhalte auf Ohrenhöhe gehoben.

Varianten: Um die Beanspruchung zu steigern können die Arme vorgeführt werden. Noch anstrengender wird es, wenn ein Bein gestreckt angehoben wird. Dies kann diagonal zu einer Arm- Schwimmbewegung erfolgen.

Bridging: In Rückenlage werden die Beine nah ans Gesäß angestellt. Die Zehen zeigen zum Himmel und nur die Versen berühren den Boden. Dann wird das Becken soweit angehoben bis Oberschenkel, Hüfte und Schulter in einer Linie sind. Diese Übung zielt auf die Beinbeuger und Rückenstrecker.

Varianten: Schwieriger wird es wenn nur ein Bein den Boden berührt und das andere gestreckt bleibt. Diese Übung kann isometrisch, also gehalten ausgeführt werden oder dynamisch.

Crunches: In Rückenlage werden die Beine angestellt, sodass nur die Versen den Boden berühren. Die Hände werden vor der Brust gekreuzt. Nun wird der Oberkörper „eingerollt“ bis die Schulterblätter keinen Bodenkontakt mehr haben. Weiter ist nicht nötig. Beim Absenken darf der Oberkörper nicht komplett abgelegt werden. So wird eine gewisse Grundspannung in der Bauchmuskulatur erhalten.

Varianten: Zur Beanspruchung der unteren Bauchmuskulatur können die Beine angehoben werden. Dabei sollte der Kniewinkel 90 ° betragen und die Oberschenkel sollten nicht ganz senkrecht über der Hüfte stehen, sondern etwas horizontaler.

Körperstabilisierende Übungen, Coaching Keys

Umfang: von 30 Sekunden Belastungszeit langsam steigern bis zu 1,5 Minuten in mehreren Trainingswochen. Drei bis sechs Serien sind angemessen. Am besten lässt es sich als Kreistraining organisieren, wo in der Pause eine andere Übung ausgeführt wird.

Pausen: Entweder die Hälfte der Belastungszeit oder die Dauer einer anderen Übung.

Der Trainer sollte die Übungen abwechslungsreich gestalten und vor allem in Mini- Bereich spielerisch trainieren.

Kategorie: Krafttraining – Autor: kd
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22. Februar 2013 um 15:28

Was zuerst? Scoren, Defence oder was?

Was zuerst? Scoren, Defence oder was? Antwort: Passen!

Passen ist die schnellste Art den Ball von A nach B zu bekommen, ohne den Überblick zu verlieren. Ein Dribbling hat meist zur Folge, dass der Sportler den Blick auf den Ball richtet und so die Orientierung im Raum verliert. Ganz zu schweigen von der Position des Gegners und seiner Mitspieler. Der Pass hat auch den Vorteil gegenüber dem Layup oder Wurf, dass er zwei Spieler glücklich machen kann. Der Assistgeber und der Spieler, der punktet.

Ausbildung einer guten Technik

Das Passen kann mit der Auslieferung eines Paketes verglichen werden. Es gibt einen Postboten, der verpflichtet ist, dass das Paket unbeschadet seinen Bestimmungsort erreicht und es gibt den Empfänger, da zu Hause sein muss, um das Paket anzunehmen. Aus dieser guten Analogie lassen sich Verantwortungsbereiche ableiten und technische Schritte erarbeiten.

Passer

Ballhaltung: Entweder gesichert mit beiden Händen in der „Balltasche“, sodass sein Körper zwischen Ball und Verteidiger steht.
Passvorbereitung: Immer eine Passfinte in der Set Offence machen lassen. Im Fastbreak wird sofort gepasst, um Zeit zu sparen.

Passbewegung: mit einem Schritt( Kreuz- oder Passgang) wird sich am Gegner vorbei bewegt, wobei einerseits der Ball mit dem Körper beschleunigt werden kann und andererseits am eigenen Verteidiger vorbeigegangen werden kann. Es bietet sich der Kreuzschritt an, da dort der Ball weiterhin gesichert ist. Nach dem Schritt wird der Ball von Brusthöhe mit einer oder beiden Händen schnellkräftig gepasst. Dabei wird der Arm voll gestreckt. Die Geschwindigkeit kommt vor allem aus einem kraftvollen Handgelenkseinsatz. Dadurch sollte dem Ball ein Drall verliehen werden, der die Aerostatik sichert.

Passanschluss: Nachdem der Ball die Hand verlassen hat, muss eine Nachfolgehandlung ausgeführt werden. So lernt der Sportler schnell umzuschalten. In späteren Lernstadien ist dies wichtig für Cuts, oder indirekter Blockstellung.

Passziel: Der Ball sollte dem Empfänger auf Brusthöhe aber nicht zur Brust gespielt werden. In Spielsituationen haben wir immer einen Verteidiger, der genau diesen Bereich mit seiner Hand im Passweg verteidigt. Deswegen muss der Ball außerhalb des Oberkörpers den Empfänger erreichen!
Im nächsten Artikel gibt es Hinweise für den Empfänger, der schließlich zu Hause die Tür aufmachen muss, um die Lieferung zu empfangen.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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14. Februar 2013 um 12:22

Drill für den Positionskampf beim Freiwurf

Geeignet für Anfänger zur Erlernung einer korrekten Position beim Rebound und Verringerung der Kontaktangst bei jungen Sportlern.

Positionskampf beim Freiwurf, Beschreibung

1. Am Zonenrand stehen pro Seite die Sportler in zwei Reihen nebeneinander.

2. Der Drill startet mit einem Signal. Dazu steht der Coach an der Freiwurflinie. Das Signal kann akustisch oder durch einen Wurf optisch gegeben werden.

3. Es sind immer vier Spieler gleichzeitig beteiligt. Pro Seite ein Offensivspieler, der näher an der Freiwurflinie steht und ein Defensivspieler, der parallel zur Grundlinie steht.

4. Die Spieler, die näher an der Grundlinie sind, setzen nun ihren Außenfuß in den Weg des Nachbarn, wie beim Freiwurf. Der andere Spieler versucht dies zu verhindern.

5. Die Dauer sollte maximal fünf Sekunden betragen. Mit einem Signal oder einem erfolgreichen Rebound wechseln die Spieler Seite und Reihe.

Positionskampf beim Freiwurf, Coaching Keys

Beide Spieler müssen um eine gute Position am Zonenrand kämpfen. Da kann gedrängt und geschubst werden aber immer im Rahmen der Regeln!
Bei Anfängern, die das Ausboxen und Rebounden noch nicht beherrschen, sollte der Drill ohne Wurf geübt werden, da sonst der Fokus der Spieler nicht mehr ihrer Position gilt, sondern dem Ball. Sobald nur noch auf den Ball geblickt wird, verlieren sie meist die Spannung und werden zu passiv. Deswegen sollte zu Beginn des Drills auf akustische Signale reagiert werden.

Positionskampf beim Freiwurf, Varianten

1. Ziel kann es sein, dass so gut ausgeboxt wird, dass der Ball nach dem Wurf auf den Boden fällt ohne dass ein Offensivspieler ran kommt. So wird der aktive Körpereinsatz gewährleistet.

2. Ein Spieler könnte den Wurf von der Freiwurflinie nehmen.

3. Dazu könnte ein Verteidiger gestellt werden, der bei Wurf „Shot“ oder „Wurf“ ruft, was das Signal für die Rebounder ist und danach die Boxoutbewegung am Werfer macht.

4. Jedem Spieler macht es Spaß zu werfen. Der Coach kann die Intensität des Drills erhöhen, wenn er den Freiwurf als Belohnung für den Spieler in Aussicht stellt, der den Rebound holt, oder dessen zu verteidigender Offensivspieler nicht in die Zone kommt.

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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8. Februar 2013 um 23:39

Training der Koordination in der Erwärmungsphase

Geeignet ab U 14 aufwärts. Dieses Training zielt auf die Ausbildung von intermuskulärer Koordination der Beinmuskulatur ab. Beim Training der Koordination ist darauf zu achten, dass die Sportler in einem ausgeruhten Zustand sind. Vor allem muss die Konzentrationsfähigkeit noch gewährleistet sein. So macht es keinen Sinn nach einem Technikerwerbstraining noch Koordinationsübungen anzuschließen.

Hier werden drei Programme vorgestellt, die austauschbar sind, jedoch alle mit der gleichen Häufigkeit durchgeführt werden sollten.

Koordinationstraining Ablauf

1. Die Sportler stehen nebeneinander in Linie an der Grundlinie.
2. Jeder hat einen Meter zu beiden Seiten Platz.
3. Die Übungen werden als Laufübungen über die Länge des Feldes ausgeführt.
4. Die Sportler starten mit der jeweiligen Bewegungsaufgabe und wiederholen diese drei Bahnen lang ohne Pause.
5. Im Verlauf der drei Bahnen sollte die Bewegungsgeschwindigkeit langsam zunehmen.

Koordinationstraining, Programm 1

1. Doppelarmkreisen vorwärts (DAK vw)
2. Doppelarmkreisen rückwärts (DAK rw)
3. Fußgelenkslauf mit gestreckten Beinen (FGL low)
4. Fußgelenkslauf (FGL high)
5. Skippings vorwärts (SKP vw; entspricht dem Kniehebelauf)
6. Skippings rückwärts
7. Fußgelenkslauf mit steigender Geschwindigkeit in Skippings übergehen und auslaufen (FGL SKP speed)
8. Hot Steps (HS)

Koordinationstraining, Programm 2

1. Hopserlauf vorwärts (HL vw)
2. Hopserlauf rückwärts (HL rw)
3. Kreuzen (KR)
4. FGL low
5. FGL speed (sehr hohe Frequenz)
6. SKP vw
7. FGL SKP speed
8. HS
9. Hopserlauf mit maximaler Springhöhe (HS jump)

Koordinationstraining, Programm 3

1. KR
2. Anfersen vorwärts (AF vw)
3. Anfersen rückwärts (AF rw)
4. FGL low
5. FGL speed
6. SKP vw
7. SKP rw
8. FGL SKP speed
9. SKP rw, vw, speed

Koordinationstraining, Coaching Keys

Es ist wichtig, dass die Sportler die Bewegungstechnik beherrschen. Wenn solche Übungen eingeführt werden, muss der Coach für eine korrekte Bewegungsvorstellung sorgen, indem er die Bewegungen langsam demonstriert und erklärt.

Wenn die Bewegungen beherrscht werden, kann das Tempo gesteigert werden. Dabei ist häufig zu beobachten, dass die Sportler einen zu geringen Armeinsatz zeigen. Hier muss der Coach die Aufmerksamkeit auf die Armfrequenz legen, da diese reziprok die Beinfrequenz dirigiert.

Koordinationstraining, Varianten

Es kann bei sehr erfahrenen Sportlern das Programm dribbelnd durchgeführt werden lassen. Dabei verlagert sich allerdings der Fokus auf die Ballkontrolle und nicht mehr auf die Fuß-Bein Koordination.

2. Februar 2013 um 15:08

Defensiv Rebound für den Outlet

Der Drill ist für Anfänger geeignet, die lernen sollen sich nach dem Rebound zum Outlet zu drehen und den einlaufenden Aufbauspieler zu bedienen.

Defensiv Rebound, Durchführung

1. In der Zone werden zwei Reihen gebildet. Eine Reihe besteht aus Angreifern und steht auf der Korb-Korb Linie nah am Korb. Daneben steht die Reihe der Verteidiger, die den Rebound bekommen sollen.

2. Die Reihe mit den Verteidigern sollte im 45 Grad Winkel und näher zum Korb stehen als die Angreiferreihe.

3. Der Trainer wirft den Ball so gegen das Brett.

4. Der Verteidiger setzt sich gegen den Angereifer durch und springt und fängt den Rebound.

5. Nach der Landung dreht er sich vom Gegenspieler weg und macht eine Folgehandlung.

Defensiv ReboundCoaching Keys

1. Der Rebound muss am höchstmöglichsten Punkt gefangen werden.

2. Um den Ball zu sichern, wird er an das Kinn gebracht mit hoch angewinkelten Armen.

3. Wenn der Outletpass nach links gespielt wird, muss das rechte Bein pivotieren und das linke den Schwungschritt machen. Wenn dabei eine tiefe Körperposition beibehalten wird, wird der Gegenspieler effektiv vom Ball weg gehalten.

4. Beim Rebound muss der Rebounder einen Schritt in den Gegenspieler rein machen und Körperkontakt aufnehmen um so eine bessere Position zu bekommen.

5. Es ist angebracht die Spieler gleich eine Anschlusshandlung ausführen zu lassen. Entweder Outletpass oder Dribbeling.

Defensiv Rebound, Varianten

1. Es werden drei Reihen gebildet. Eine Reihe auf Korb-Korb Linie und je eine daneben. Jetzt sind die ersten äußeren Spieler die Rebounder. Ihre Aufgabe ist es den Rebound zu holen und sich zur entsprechenden Seite zum Outlet zu passen.

2. Es werden drei Reihen gebildet. Eine auf Korb-Korb Linie und je eine links und rechts daneben. Der Wurf wird von weit außen genommen und der erste Spieler der Mittelreihe muss entscheiden, gegen welche Seite er den Rebound holt. Nach dem Rebound muss er sich noch vehementer vom Gegenspieler zum Outlet drehen.

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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24. Januar 2013 um 17:44

Drill im Verteidigungskreis

Zielgruppe: Nach dem mit der Mass – Defence die Grobkoordination der individuellen Verteidigung erarbeitet wurde, sollte in spielnäherer Situation trainiert werden. Der Drill kann als Erarbeitungsübung für Anfänger genutzt werden und einen relativ großen Trainingsanteil bilden. Oder er wird für fortgeschrittenere Spieler als Technikwiederholung genutzt.

Drill im Verteidigungskreis, Durchführung

Der Drill dient dem schnellen Umschalten von Angriff auf Verteidigung unter Nutzung der Zieltechnik.

1. Es wird ein Kreis gebildet aus mindestens vier bis sechs Spielern.

2. Der Ball wird von Position eins an einen anderen Spieler gepasst. Der Passer folgt seinem Ball per Push-Step und macht ein Close-Out am Empfänger.

3. Der Empfänger kreist den Ball einmal um die Hüften und passt am Verteidiger zu einer anderen Position und wird nun Verteidiger. Der Spieler, der eben am Empfänger das Close-Out gemacht hat, nimmt dessen Position als Passstation ein.

4. Es kann mit mehreren Bällen gleichzeitig geübt werden, oder mit mehreren Kreisen.

Drill im Verteidigungskreis, Coaching Keys

1. Es geht erst einmal nicht darum so schnell wie möglich das Close-out zu machen, sondern den Push-Step zweckmäßig zu üben. Das bedeutet, dass die tiefe Verteidigungsposition beibehalten wird, die Hände je nach individueller Taktik eine zweckmäßige Verteidigungshandlung ausführen, von einem Bein abgestoßen wird, die Spieler nur auf den Ballen stehen und der Abstand zwischen den Beinen im Push-Step mindestens hüftbreit bleibt.

2. Der Empfänger darf erst weiterpassen, wenn sein Verteidiger das Close-Out gemacht hat.

3. Die Pässe müssen scharf sein und außerhalb der Box (Torso) des Empfängers gespielt werden.

4. Beim Close-Out sollte nicht stehen geblieben werden.

5. Der Verteidiger kommt auf eine Armlänge heran und gibt dem Passer nach Möglichkeit nur eine Seite vor.

6. Auf die korrekte Fußposition und Ear-to-Chest Stance muss geachtet werden.

7. Der Verteidiger ruft laut „Ball“ beim Close-Out.

Drill im Verteidigungskreis, Varianten

1. Nur Close-Outs werden gemacht.

2. Auf Wurffinte wird ein Box-Out am Empfänger ausgeführt.

3. Der Drill kann in eine Passübung umgewandelt werden mit anderen taktischen Schwerpunkten.

Stichworte: Defence- Pushstep- Closeout- Passen- Umschalten

Kategorie: Taktik,Technik – Autor: kd
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17. Januar 2013 um 19:14

Konditions- und Fertigkeits Drill

Ziel ist die Ausbildung der aerob/anaeroben Kondition. Damit das Training aber nicht so monoton wird, kombinieren wir diesen Drill mit Fertigkeitsanforderungen, um zugleich Ausdauer unter wettkampnäheren Bedingungen und die Individualtechnik zu schulen.

Konditionsdrill, Durchführung

1. Die Spieler stehen in Reihe an der Grundlinie. Es werden über die Spielfeldbreite bis zu vier gleichgroße Gruppen in Reihe bildet.

2. Der jeweils Reihenerste dribbelt auf Signal des Coaches mit der nichtdominanten Hand bis zur Mittellinie.

3. Dort angekommen werden schnellstmöglich fünf Liegestütze absolviert.

4. Danach wird der Ball aufgenommen und gerade aus zur anderen Grundlinie mit Dribbeling gesprintet.

5. An der anderen Grundlinie wird der Ball mit einer Hand festgehalten und machen fünf Hock-streck Sprünge mit maximaler Sprunghöhe.

6. Sowie der Sportler fertig ist, dribbelt er wieder zur Mittellinie wo fünf Burpees ausgeführt werden.

7. Dann geht es im dribbelnden Sprintlauf zur eigenen Reihe zurück und der Ball wird übergeben.

8. Dieser Drill kann mehrere Runden durchgeführt werden.

Konditionsdrill, Coaching Keys

1. Dieser Drill bedient sich der intensiven Intervallmethode bei 30 Sekunden Belastung und ca. 90 Sekunden Pause. Weniger Pause wäre besser für die maximale energetische Ausbelastung und Entwicklung der Belastungsverträglichkeit.

2. Der Drill sollte im Wettkampftempo durchgeführt werden, um die aerob/anaerobe Ausdauer zu fördern und die Fertigkeit unter den Wettkampfanforderungen zu festigen.

3. Die Spieler müssen zwar so schnell wie möglich die Bahnen absolvieren, dennoch nicht auf Kosten der Technik. So sollen sie den Ball nur bis auf Hüfthöhe und vor dem Körper dribbeln.

4. Die Zusatzaufgaben sollen so schnell wie möglich und mit maximaler Intensität ausgeübt werden.

5. Die pausierenden Spieler sollten ihre Gruppenmitglieder lautstark anfeuern. So wird gleich der Gruppenzusammenhalt gefördert.

Konditionsdrill, Variation

1. Dieser Drill kann und sollte als Wettkampf ausgeführt werden. Entweder gegen die Zeit oder gegen die anderen Gruppen. Allerdings könnte dadurch bei den Zusatzbewegungen geschummelt werden, so z.B. nicht so hoch springen. Deswegen sollte zum Beispiel bei Liegestützen und Burpee der Körper den Boden berühren.

2. Das Dribbeln könnte mit Passen substituiert werden. Dabei würde zwei Mann im Zweier-Lauf zu den Stationen laufen.

3. Die Intensität kann variiert werden. So können die Liegestütze auf dem Ball ausgeführt werden.

9. Januar 2013 um 16:20

Training des Ballhandlings auf Signal mit dem Signal Drill

Zielgruppe: Beginner, die die Fertigkeit Dribbeling grob beherrschen.

Dieser Drill dient dazu das Dribbeling zu schulen ohne dass auf den Ball geschaut wird. Zusätzlich wird an Richtungs-und Tempowechseln gearbeitet.

Signal Drill, Beschreibung

1. In einer Spielfeldhälfte verteilen sich die Spieler, jeder mit einem Ball bewaffnet.

2. Der Coach steht weit genug entfernt. Beispielsweise an der Freiwurflinie der anderen Hälfte, damit alle seine Handzeichen sehen können.

3. Der Coach gibt nun nur mit den Händen die Signale. Sie geben die Richtungen vorwärts, rückwärts, rechts und links an.

4. Die Spieler reagieren so schnell und explosiv wie möglich auf das optische Signal. Dabei müssen sie aber den Blick auf den Coach gerichtet lassen, falls schnell ein neues Signal gegeben wird.

5. Bei Ballverlusten muss eine Strafe abgearbeitet werden. Z.B. fünf Liegestütze.

6. Der Drill kann bis zu drei Minuten ausgeübt werden und mehrere Runden, jeweils mit sukzessiv steigender Schwierigkeit.

Signal Drill, Coaching Keys

1. Die Spieler müssen den Coach permanent ansehen, um die Signale zu sehen.

2. Es sollte immer mit Schutzhand gedribbelt werden.

3. Im Gegensatz zum Technikerwerbstraining sollten die Spieler, die das Dribbeling grob beherrschen nur mit der nicht dominanten Hand dribbeln. Die dominante Hand wird ja meistens bei den Spielformen favorisiert. So lässt sich lange und intensiv an der schwachen Hand arbeiten.

4. Die Signale sollten an das Fertigkeitsniveau der Spieler angepasst sein. Bei erfahreneren Spielern können Varianten angezeigt werden (siehe Varianten).

5. Bei Anfängern sollte die Bestrafung ausgesetzt werden und besser eine Belohnung bei Beherrschung in Aussicht zu stellen.

Signal Drill, Varianten

1. Je nach Fertigkeitsniveau kann der Coach die Frequenz der Signale ändern, sodass es anspruchsvoller wird.

2. Es kann mit zwei Signalen gearbeitet werden: eine Hand gibt die Crossovertechnik ( In and Out, Doppelcrossover, Spinmove, Behind the – Back vor und die andere die Richtung.

3. Der Coach kann noch weiter Signale hinzufügen. Etwa auf einen Pfiff einen kurzen Sprint machen lassen. Je nach Trainingsschwerpunkt kann der Coach den Fokus ausrichten.

Kategorie: Technik – Autor: kd
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21. Dezember 2012 um 14:16

Wurftraining mit Around the World Drill

Zielgruppe: jede Niveaustufe

Dieser Drill dient dazu unter wettkampfnahen Bedingungen von den im Spiel häuftigsten Positionen zu werfen.

Around the World Drill – Durchführung

1. Zwei bis Drei Spieler pro Korb. Es gibt 10 Positionen: Baseline links, Ellbow links, Birne (0°), Ellbow rechts, Baseline rechts und jeweils einen Meter dahinter.

2. Es werden alle Positionen einmal durchlaufen, um die Runde zu gewinnen. Start ist korbnahe Baseline und zuerst wird die Bahn mit den korbnäheren Positionen abgearbeitet bevor auf der Rückbahn von weiter hinten geworfen wird.

3. Der erste Spieler startet also Baseline und wirft. Wenn er trifft, darf er eine Position weiter rotieren und gleich werfen. Das kann er so lange machen bis er das erste Mal nicht trifft.

4. Danach darf der nächste Spieler werfen. Und wenn dieser irgendwann auch verfehlt, darf der dritte beginnen. Die Spieler werfen also nicht gleichzeitig.

5. Rundenende ist, wenn einer der Spieler als erster von allen Positionen getroffen hat.

Around the World Drill – Coaching Keys

Fokus auf korrekte Technik. Es soll entweder per Positions- oder Sprungwurf abgeschlossen werden. Auftaktbewegung wie Dribbelschläge sind nicht erlaubt. Der Drill soll zur Einschleifung des Bewegungsprogramms dienen. Deswegen sollte die Umgebung so wenige Störreize wie möglich aufweisen. Deswegen wird einzeln geworfen und die anderen Spieler müssen wirklich still sein.

Der Coach kann Konzentratrionsinstruktionen geben (in die Mitte des Ringes zielen, hohe Flugparabel des Balles, Knie-Ellenbogen Linie ist auf die Mitte des Ringes gerichtet).

Obwohl das Ziel des Drills das Werfen ist, sollten die Spieler dazu verpflichtet werden den Rebound zu sichern bevor der Ball auf den Boden fällt. So wird das Rebounden nach dem eigen Wurf konditioniert. Fällt der Ball hinunter muss eine kleine Strafe erfüllt werden, z.B. ein Hock-Streck-Sprung.

Around the World Drill – Varianten

1. Es kann den Spielern erlaubt werden auf Risiko zu spielen. Das bedeutet sie haben die Möglichkeit nach Misserfolg erneut zu werfen. Wenn sie aber erneut nicht treffen, müssen sie eine Position zurück! Der zweite Wurf darf aber nur genutzt werden, wenn der Rebound geholt wurde.

2. Technikvariation Positions- oder Sprungwurf

3. Bei erfahreneren Spielern kann ein Verteidiger den Ball zum Werfer passen und eine Closeout laufen. So wird für den Werfer der Drill noch wettkampfnäher gestaltet.

4. Around the world im 1 gegen 1: Zwei Spieler bilden ein Paar. Nach dem Wurf kämpfen beide um den Rebound. Wer ihn erhält darf werfen.