23. September 2014 um 13:18
Ziel dieser Übung ist das tiefe Dribbeln. Dabei werden Bänke als Hilfe hinzugenommen. Je nach Banklänge sitzen die Spieler in ordentlichen Abständen nebeneinander mit dem Gesicht zum Coach. Dieser gibt die Übungen vor, indem er sie vormacht. Dribbeln mit der rechten Hand, dribbeln mit der linken Hand, strenger Wechsel oder Dribbling unter den Beinen.
Schwieriger wird es, wenn der Ball im Dribbling um den Körper herumgeführt werden muss. Der Spieler bleibt gerade sitzen und dribbelt den Ball 360 Grad im Uhrzeigersinn um sich über die Bank herum: Mit der rechten Hand beginnend, hinter dem Rücken wird auf die linke Hand gewechselt.
Die Motivation steigt, wenn der Trainer einen kleinen Wettbewerb anschiebt. Wer kann den Ball am schnellsten um sich herum führen?
Als Gruppenübung kann man diese Übung fortführen. Die Spieler müssen dabei während des Dribbelns weiterrutschen. Beispielsweise dribbeln sie mit rechts und rutschen dabei in Sitzhaltung, Gesicht nach vorn, nach links weiter. Am Ende der Bank angekommen, stehen sie auf und dribbeln stehend um die Bank bis zum Anfang der Bank, wo sie sich erneut hinsetzen und im Sitzen dribbeln.
Als Teamaufgabe könnte man die Zeit messen, bis die Mannschaft wieder in ihrer ursprünglichen Reihenfolge auf der Bank Platz genommen hat. Oder in Form eines Wettkampfes 2 Bankgruppen auf Startzeichen des Trainers gegeneinander.
16. September 2014 um 13:18
Der Trainer teilt seine Spieler in 2 – 4 Trainingsgruppen ein. Jede Gruppe bekommt ein Feld zugewiesen, alle Felder sind gleich groß und grenzen unmittelbar aneinander an. Das Beste, man unterteilt die Mittellinie nochmal mit einer Längslinie, so dass 4 gleichgroße Felder entstehen. In jedem Feld befinden sich etwa 6-8 Schüler, die nun die Aufgabe haben, frei zu dribbeln, ohne dass sie ihre Mitspieler berühren oder das Feld verlassen.
Nach dem einfachen Dribbeln kann der Trainer nach und nach den Schwierigkeitsgrad erhöhen: Dribbling mit der schwachen Hand, Dribbling mit Tempowechsel, Dribbling ohne die Augen-Ball-Fokussierung und so weiter.
Welche Gruppe macht die wenigsten Fehler? Der Trainer könnte dadurch einen kleinen Wettbewerb ausrufen.
Noch schwieriger wird das Felder-Dribbeln, wenn die Gruppen auf Kommando die Felder wechseln müssen. Gruppe 1 wechselt in das Feld zu Gruppe 2 und so weiter.
9. September 2014 um 13:17
Eine gute Übung, um zum einen das Dribbling als Technik zu trainieren, zum anderen auch die koordinative Fähigkeiten weiter zu verfeinern. Beim sogenannten Schattendribbeln finden sich alle Spieler paarweise zusammen. Die Aufgabe von Spieler 2 besteht darin, Spieler 1 in seinen Bewegungsabläufen zu kopieren. Dabei dribbeln alle Spieler auf einem abgegrenzten Feld durcheinander.
Gehen, Laufen, Hüpfen oder schnelle Tempo-/Richtungswechsel – alles ist möglich. Spieler 1 ist angehalten, „Manöver“ zu inszenieren, die schwer vom Partner nachgeahmt werden können. Auch die Schnelligkeit des Übungswechsels kann ein Gradmesser sein.
Erschwerend bei der Übung des Schattendribbelns kommt dazu, dass die Schattendribbler (Spieler 2) nicht nur die Bewegungen ihres Partners nachahmen, sondern dabei auch noch den anderen Paaren ausweichen müssen.
Das Schattendribbeln kann auch in Form eines Wettbewerbs durchgeführt werden. So vergibt der Trainer Noten. Welches Paar schafft es, am besten als Einheit aufzutreten und die Übungen synchron ablaufen zu lassen. Die Bewertung könnte auch anhand der Ballverluste oder des Abstandes beider Spieler zueinander erfolgen.
2. September 2014 um 11:56
Alle Spieler finden sich paarweise zusammen. Nun erfolgt ein Dribbling, bei dem sich die Partner abwechseln. Zuerst dribbelt Spieler frei nach Belieben über das Feld und muss dabei den anderen Spielern ausweichen. Er kann im Stand dribbeln, gehen oder auch Laufen – alles ist erlaubt.
Die Partnerspieler setzen sich währenddessen auf den Boden und verfolgen das Dribbling von Spieler 1. Auf Zuruf des Trainers wechseln die Spieler Ihre Rollen. Spieler 1 setzt sich hin und Spieler 2 steht auf und geht ins Dribbling über. Durch die Vielzahl der Spieler auf einem abgesteckten Raum kann es während des Ballwechsels zu gewollten Störrungen kommen.
Diese Übung könnte man auch als kleinen Wettbewerb veranstalten: Welches Paar schafft 10 Ballwechsel hintereinander, ohne den Ball zu verlieren oder ihn mit beiden Händen aufzufangen.
Erschweren könnte man die Übung, indem man den Paaren Zahlen vergibt und dann den Ball nach Kommando des Trainers an ein anderes Paar übergibt. Die Spieler sind dadurch gezwungen schnell zu reagieren und haben nicht mehr die Möglichkeit, sich auf die Übergabe vorzubereiten.
25. August 2014 um 12:07
Der richtigen Entscheidung geht im Basketball immer eine präzise Wahrnehmung voraus. Wird die Situation falsch eingeschätzt, ist die Chance gering, dass der Spieler im Anschluss die richtige Entscheidung trifft. Grundvoraussetzung für ein variables Entscheidungstraining ist also die gezielte Schulung der Wahrnehmung.
Ziel:
Die Wahrnehmungsfähigkeit des einzelnen Spielers zu verbessern – explizit beim schnellen Erfassen der Defense und der damit verbundenen schnellen und richtigen Entscheidung.
Ablauf 1 gegen 1 Übung
Der angreifende Spieler dribbelt von der Mittellinie auf den Korb zu. Kurz vor der 3-Punkte-Linie positioniert sich der Abwehrspieler und versucht den Angreifer durch bestimmte Abwehrreaktionen zu einer bestimmten Handlung zu provozieren. Der Abwehrspieler macht also die ersten Bewegungen und der Angreifer muss variabel reagieren.
Der Trainer gibt dem Abwehrspieler eine möglichst große Zahl an spezifischen Bewegungen mit auf dem Weg, um unterschiedliche Entscheidungen und Reaktionen beim angreifenden Spieler hervorzurufen.
Bei dieser Übung kann es von Vorteil sein, dass der Trainer alle Abläufe per Video aufzeichnet, um dem Angreifer anschließend in Ruhe die Fehler in seiner Entscheidungsfindung aufzuzeigen. Das ist wichtig, weil der Spieler seine Entscheidungen ja aus seiner Perspektive trifft und oftmals nicht in der Lage ist, die Situation objektiv zu beurteilen.
Die Auswertung lässt sich anschließend direkt in das Trainingsprogramm einbinden und führt so mittelfristig zu einer ausgereifteren Entscheidungsfindung.
18. August 2014 um 12:06
Wie bei anderen Spielsportarten ist der Ball im Basketball das vorrangige Zielobjekt. Die Konzentration auf den Ball ist sehr wichtig und hilft dem Spieler, Störfaktoren des Umfeldes auszuschalten. Eine sehr einfache Übung ist die visuelle und gedankliche Konzentration auf den ruhenden Ball.
Ziel:
Die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit – im Speziellen der visuellen und gedanklichen Konzentration.
Ablauf der Konzentrationsübung
Ein Spieler schaut auf den ruhenden Ball und konzentriert sich nur auf diesen. Er fokussiert ihn und versucht in einem gelassen Zustand und aus einer inneren Ruhe heraus, sich durch nichts ablenken zu lassen. Dabei werden in enger Abstimmung mit dem Trainer Zeitfenster festgelegt, in denen sich der Spieler auf den Ball konzentrieren muss.
In den Pausen kann gerne ein normales Basketballtraining durchgeführt werden. Der Wechsel zwischen Ballkonzentration und weitgreifender Übungskonzentration kann sehr kontrastreich gestaltet werden, umso höher ist der eintreffende Lerneffekt.
Während man sich am Anfang auf den ruhenden Ball konzentriert, kann man zu einem späteren Zeitpunkt den rollenden Ball fokussieren. Bei der Übung ist es sehr wichtig, dass der Spieler sehr ehrlich mit seiner Konzentrationskontrolle umgeht und den Trainer sofort mittteilt, wenn seine Konzentration gestört wird.
Die Übung wird immer dann abgebrochen, wenn die Augen den Ball verlassen oder störenden Gedanken aufkommen.
Die Übung der Ballfokussierung kann vom Schwierigkeitsgrad her unterschiedlich ausgeführt werden. Nach und nach kann der Trainer immer mehr Störfakturen, ob visueller oder akustischer Art, hinzunehmen, um die Konzentration des Spielers auf den Ball zu erschweren.
Die Konzentrationsübungen auf den Ball können in unterschiedlicher Form in eine Trainingseinheit eingebaut werden. Sie lassen sich sowohl am Anfang als auch am Enden durchführen. Auch nach einer starken Belastung im Hauptteil eines Trainings kann das Ballfokussierungstraining eine sinnvolle Konzentrationsübung darstellen.
11. August 2014 um 12:05
Die Bewegungs- und Körperwahrnehmung im Basketball kann verbessert werden, indem man bestimme Sinnesreize ausschaltet oder systematisch eingrenzt.
Ziel:
Durch die eingeschränkte Sinneswahrnehmung insbesondere den kinästhetischen Sinn, den sogenannten Bewegungssinn zu trainieren.
Ablauf der Wahrnehmungsübung
Das Training wird mit einfachen Passformen und Wurfvarianten begonnen. Diese werden im Anschluss wiederholt und mit Kopfhörer oder Ohropax zur Ausführung gebracht. Dem Spieler fehlen nun die typischen Umgebungsgeräusche. Dabei tritt der Effekt ein, dass der Körper, um eine korrekte Bewegungsausführung zu gewährleisten, die anderen Sinne stärker aktiviert. So wird der Sportler „gezwungen“, verstärkt den kinästhetischen Sinn zu beanspruchen, um die Übung auf dem gleichen Niveau auszuführen.
Alternatives Üben
Nicht nur der Hörsinn kann während einer Trainingsübung ausgeschaltet werden, auch die Einschränkung andere Sinne, wie beispielsweise das Sehen, eignen sich für eine gezielte Wahrnehmungsschulung. Beim so genannten „Blindtraining“ werden nicht nur das Bewegungsgefühl sensibilisiert sondern zusätzlich auch noch das Gleichgewicht und beispielsweise der Wurfrhythmus optimiert. Typische Übungsausführungen wären die Ballannahme und die Ballweiterleitung auf die Mitspieler.
Auch Wurfübungen, wie beispielsweise der Sprungwurf, eignen sich für die Ausführung mit geschlossen Augen. Besonders am Anfang ist es bei diesen Übungen wichtig, den Schwierigkeitsgrad möglichst gering zu halten, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren. Später kann das akustische und visuelle Training dann in komplexere Trainingsübungen eingebunden werden.
4. August 2014 um 12:05
Die Schulung der Wahrnehmung ist insbesondere wichtig, um Techniken zu festigen und diese im Zuge ihrer Erlernung differenzierter auszubilden.
Ziel:
Das Ziel solcher Art von Trockenübungen muss es sein, das Bewegungsgefühl und die damit verbundenen Bewegungsvorstellungen zu optimieren.
Ablauf der Trockenübungen
Der Spieler führt aus einer speziellen Bewegung heraus Wurfvarianten durch. Mögliche Bewegungsabläufe wären das Kreuzgangdribbling oder der einfache Sprungwurf. Der Trainer beobachtet die Übungen und kommentiert sie entsprechend. Nach einer kurzen Fehlerkorrektur muss der Spieler die fehlerhaften Abläufe erneut trainieren. Diesmal aber als „Trockenübung“, das heißt, er lässt die Fehlerkorrektur im Geiste ablaufen und verinnerlicht dabei die auftretenden Bewegungsempfindungen.
Zum Beispiel stellt er sich den Beinabdruck beim Sprungwurf vor oder die Schnelligkeit der begleitenden Schritte. Ist der Spieler die fehlerhaften Übungen „durchgegangen“, werden die Trockenübungen auf alle Übungen ausgeweitet. Dabei kann immer wieder zwischen einer Bewegungsvorstellung mit geöffneten und geschlossenen Augen variiert werden, um das Bewegungsgefühl weiter zu verstärken.
Die sogenannten Trockenübungen eignen sich gut, um die Wahrnehmung von Bewegungen zu verbessern und Fehler in den Abläufen aufzuspüren beziehungsweise diese zu beheben.
1. August 2014 um 14:12
Um erfolgreich gegen eine 3/2-Zone spielen zu können, müssen die Lücken attackiert werden. Diese befinden sich immer in den Räumen zwischen den Verteidigern. Es muss versucht werden sich dort zu positionieren und dann durch schnelle Pässe die Zone ausgespielt werden. Die folgende Motion ist ein Beispiel dafür, wie eine 3/2-Zone ausgespielt werden kann.
Die Basketball-Grundaufstellung ist gegen eine Zone wirkungslos, da die Spieler genau dort positioniert sind, wo die Verteidiger der Zone auch stehen. Deshalb dribbelt der Aufbauspieler auf die rechte Seite und schickt den Flügel in die Ecke. Der linke Flügel folgt dem Aufbauspieler um keine Lücke entstehen zu lassen. Zeitgleich positioniert sich der linke Centerspieler auf dem High Post. (Bild1)

Nun sind vier Spieler der angreifenden Mannschaft auf der rechten Seite, sodass dort ein Überzahlspiel entsteht. Es gibt die Möglichkeit den Pass zum Flügelspieler in der Ecke oder zum High Post zu spielen. Wenn die Verteidigung schläft, sind beide Würfe frei. Ansonsten kann der Ball beliebig gepasst und das Überzahlspiel ausgenutzt werden. (Bild2)

Falls sich daraus keine gute Wurfmöglichkeit ergibt, kommt der Swingpass zum linken Flügel und der Flügel in der rechten Ecke agiert als Durchläufer. Der Pass zum durchlaufenden Spieler resultiert meistens in einem freien Dreier und deshalb sollte dieser Spieler ein guter Schütze sein. Der Center der sich auf dem High Post angeboten hat bewegt sich wieder auf seine Position im Low Post zurück. (Bild3)

Ist der Dreier in der Ecke nicht frei oder will man lieber einen einfacheren Korbversuch aus geringerer Distanz, dann kommt der rechte Center einfach auf den High Post und schon entsteht wieder das Überzahlspiel. (Bild4)

Die Zonenverteidigung wird natürlich auf diese Motion reagieren und sich dementsprechend verschieben. Doch das ist es, was man erreichen will. Ein Team, dass eine Zone spielt und sich nicht bewegen muss, spart unheimlich viel Kraft. Durch das ständige Verschieben und Kompensieren des Überzahlspiels auf den Seiten, können sich die Spieler in der Zone nicht ausruhen und dadurch entstehen Fehler in der Defense und Möglichkeiten in der Offense.
24. Juli 2014 um 14:09
Motion beschreibt eine einfache immer wiederkehrende Bewegung im Basketball. Jeder Spieler kennt sie genau und es kann immer darauf zurückgegriffen werden, wenn es in der Offense nicht läuft und das Spiel zu statisch ist. Eine solche Motion gibt außerdem Sicherheit, da klar ist wer welche Aufgabe hat.
Begonnen wird in der Basketball Grundaufstellung. Der Aufbauspieler gibt ein Signal, damit jeder Spieler weiß, welche Motion gespielt wird. Der Pass kommt auf die rechte Seite und der Aufbau stellt dem Flügel auf der Gegenseite einen Block. Zeitgleich stellt der Center der Ballseite dem Center auf der Nicht-Ballseite einen Block. Es werden also zwei indirekte Blöcke weg vom Ball gestellt. (Bild1)

Flügelspieler und Centerspieler der Nicht-Ballseite nutzen den Block und bieten sich an. Die primäre Option ist der Centerspieler, der falls er frei ist einfache zwei Punkte machen kann. Ist das jedoch nicht der Fall kommt der Pass zu Flügelspieler, der sich an der Birne anbietet. Dieser hat nun einen freien Wurf oder die Möglichkeit die Motion weiterzuführen. (Bild2)

Nun stehen alle Spieler wieder in der Grundaufstellung und die Motion kann mit einen Swingpass auf der linken Seite weitergespielt werden. Nun erfolgen die Blöcke einfach von links nach rechts. (Bild3)

Die Motion kann solange weitergespielt werden, bis sich eine gute Wurfmöglichkeit ergibt. Man muss jedoch beachten, dass die Motion nur dazu dient Bewegung ins Spiel zu bringen, eine Mannschaft davor zu bewahren ratlos rumzustehen und die Kreativität anzuregen. Sobald sich durch die Motion eine gute Möglichkeit ergibt, kann aus dem festen Bewegungsablauf ausgebrochen werden und ein anderer Weg der Wurfkreation eingeschlagen werden.