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28. Mai 2014 um 22:36

Koordination im Basketball

Koordination spielt im Basketball eine erhebliche Rolle, denn sie ermöglicht den richtigen und korrekten Ablauf von Bewegungen. Ob es sich nun um einen Korbleger, einen Sprungwurf oder ein Dribbling handelt, das Niveau der persönlichen Koordination macht die Qualität der Bewegung aus. Doch im Basketball wird nicht zur sportartspezifische Koordination benötigt sondern auch allgemeine Koordination.

Allgemeine Koordination als Grundlage

Die allgemeinen koordinativen Fähigkeiten sind im Basketball unabdingbar. Ein Spieler, der zwei linke Hände und Füße hat wird es im Basketball wohl kaum weit bringen. Die Komplexität der Bewegungen und Techniken im Basketball ist zu hoch um sie ohne weitere Grundlagen zu erlernen. Im Umkehrschluss: Je vielseitiger die koordinative Grundausbildung eines Sportlers ist, desto leichter erlernt er die speziellen koordinativen Bewegungen des Basketballs.

Um eine gute allgemeine Koordination zu erlangen oder zu verbessern, macht es Sinn auch anderen sportlichen Aktivitäten nachzugehen. Seilspringen ist ein hervorragendes Beispiel dafür. Sprung und Landung müssen gleichmäßig in perfektem Timing erfolgen um das Seil genau im richtigen Moment unter dem Körper durchziehen zu können. Das sollte vor Allem positive Auswirkungen auf das Rebounding und das Blocken haben, da es bei diesen Bewegungen neben der Sprungkraft auch auf das Timing ankommt. Das Gleichgewicht ist ebenfalls ein unterschätzter Faktor, der im Hinblick auf Verteidigung, Schrittfehler und Fehlpässe von enormer Wichtigkeit ist. Auch beim Wurf ist der Gleichgewichtssinn unabdingbar. Ohne Balance und Stabilität werden eher weniger Würfe ihr Ziel finden.

Sportartspezifische Koordination im Basketball

Ist man bereits mit guter Grundlagenkoordination gesegnet, kann man sich gleich an das Erlernen der sogenannten „Basketballmoves“ machen. Ob es sich nun um Wurfbewegungen, Crossover oder spezielle Pässe und Finten handelt, es ist immer gut sich die Bewegung anzuschauen. Ob das nun ein Video von einem NBA-Star im Internet ist oder ob der Trainer oder ein Mitspieler einem etwas zeigt, ist hierbei nicht von Belang.

Dadurch bekommt man eine grobe Vorstellung von der Bewegung und eine schemenhafte Ahnung von der Durchführung. Nun kommt es zum Lernprozess. Nur durch ausprobieren und stetiges Wiederholen der Bewegung, kann sie später auch erfolgreich im Spiel eingesetzt werden. Sich anzuschauen, wie ein Basketballprofi eine bestimmte Bewegung macht ist immer gut, doch letztendlich liegt es an den koordinativen Fähigkeiten und dem Trainingsfleiß es ihm nachzutun.

21. Mai 2014 um 22:34

Effektivität

Es gibt viele Theorien und Ansichten wie erfolgreicher Basketball am besten fabriziert wird. Doch man kann es sich auch unnötig kompliziert machen. Beim Basketball geht es darum, sich möglichst gute Wurfchancen zu erarbeiten und dem Gegner wenige gute Würfe zu ermöglichen. Nüchtern betrachtet und in der Theorie hört sich das leicht an, doch dem ist nicht immer so.

Geduld

Gute Wurfchancen sind oft durch geduldiges Passen und Lauern auf einen Fehler der gegnerischen Verteidigung zu erreichen. Doch das ist nicht immer der Fall. Trainer die predigen, dass Systeme durchgelaufen werden müssen und erst der finale Pass zum Korbversuch genutzt werden darf, verstehen wenig von ihrem Handwerk. Ein System, Spielzug oder sonstige Formen von Zusammenspiel sollte nur so lange durchgeführt werden, bis sich ein freier Wurf oder eine Lücke zum Penetrieren ergibt. Wieso den Dreier nicht werfen wenn er frei ist? Wieso die Lücke nicht attackieren um mehrere Spieler auf sich zu ziehen und dadurch einen freien Mann zu finden?

Die Dinge sollten nicht verkompliziert werden. „Keep it simple“ ist das Motto des Erfolgs. Ist es jedoch aufgrund von konsequenter und konzentrierter Defense nicht möglich zu leichten Würfen zu kommen, so ist es wichtig die Würfe nicht zu erzwingen und den einen oder anderen Pass mehr zu spielen. Doch grundsätzlich gilt, wenn man frei ist wirft man, denn freier wird man nicht. Doch es ist jederzeit darauf zu achten, dass man mit Selbstvertrauen agiert und bei einem Wurf nicht von einem Versuch sondern von einem Treffer ausgeht. Um mit dieser Selbstsicherheit agieren zu können und dadurch so effektiv wie möglich zu sein, sollte man sich auf seine Stärken verlassen.

Stärken ausspielen

Im Spiel sollte man sich grundlegend auf die Sachen verlassen, die man kann. Man wird während des Spiels nicht plötzlich etwas Neues beherrschen. Wenn man vorhat neue Facetten in sein Spiel einzubauen sollte das im Training erprobt werden. Während des Spieles sollte man das unterlassen, um seine Wurfquote so hoch wie möglich zu halten. Dinge die im Training gut klappen sollten im Spiel primär angewendet werden und erst wenn das fehlschlägt, können andere Taktiken ins Visier genommen werden.

14. Mai 2014 um 22:32

Die Verteilung der Spielzeit

Eine weitere Aufgabe des Trainers ist die Verteilung der Spielzeit. Doch wie wird sie gerecht aufgeteilt und wer darf von Beginn an auf dem Platz stehen? Diese Problematik führt nicht selten zu Konflikten und kann schlechte Stimmung und unzufriedene Spieler zur Folge haben. Um das zu verhindern sollte man als Trainer einiges beachten.

Festlegung von Zielen

Zu Beginn einer jeden Saison sollte sich ein Team im Klaren werden, was es erreichen will und warum es zusammen Basketball spielt. Geht es vorrangig um den Spaß, sollen sich die Spieler individuell weiter entwickeln oder geht es um den Aufstieg oder das Gewinnen einer Meisterschaft. Ein Trainer sollte das im Voraus mit seinem Team abklären, um während der Saison seine Einwechslungen und sonstigen Entscheidungen plausibel erklären zu können. Ein Trainer der seine Glaubwürdigkeit verliert und keine klare Linie fährt, verliert seine Autorität und seine Entscheidungen werden in Frage gestellt.

Funteams

Funteams, welche so gut wie keine Ambitionen haben sondern vorrangig wegen des Spaßes Basketball spielen, sollten beim Wechseln darauf achten, dass jeder seine Spielzeit bekommt. Sitzt ein Spieler nur auf der Bank, ist das demotivierend und da es in seinem Fall hauptsächlich um Spaß geht, wird er das wahrscheinlich nicht länger mitmachen. Der Trainer eines Funteams muss deshalb darauf achten, dass jeder seiner Spieler auch „Fun“ hat.

Teams mit Ambitionen

Bei Teams, die nicht ausschließlich auf den Spaßfaktor des Spiels aus sind, sondern auch gewinnen wollen, ist die Problematik ein wenig komplexer. Spieler, die effektiver und besser sind sollten logischerweise mehr spielen als andere. Doch was ist wenn gerade diese Talente im Training häufig fehlen? Sollten sie trotzdem mehr spielen als die Trainingsfleisigen, die immer mit 100% dabei sind? Um dieses Dilemma zu lösen müssen mehrere Faktoren beachtet werden. Gibt es Spieler die durch mehr Spielzeit den Platz eines Leistungsträgers einnehmen können? Ist dieser Spieler trotz seines unregelmäßigen Trainingsbesuchs unabdingbar für die Mannschaft und verhält er sich auch angemessen? Wie unzufrieden stimmt es die anderen Spieler, dass sie trotz höherem Trainingseinsatzes weniger spielen?
Wichtig ist es, dass ein Trainer das analysiert und dann aber eine klare Entscheidung fällt. Es gibt für ihn auch die Möglichkeit von Anfang an zu sagen, dass nur derjenige spielt, der ins Training kommt und es ihm egal ist ob der Erfolg des Teams darunter leidet. Meistens ist das jedoch nicht der Fall, da der Spruch „hard work beats talent“ in den meisten Fällen zutrifft.

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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7. Mai 2014 um 22:29

Die richtige Einstellung

Ein Team kann noch so talentiert und voller guter Spieler sein, ohne die richtige Einstellung wird der Erfolg nicht kommen. Fast alle Spieler haben eine gute Einstellung wenn es rund läuft und man Spiele gewinnt. Doch wie sieht es aus wenn nichts klappt, einfach kein Ball sein Ziel findet und das gegnerische Team mit hohem Abstand führt? In diesen Situationen zeigt sich, wer eine gute Einstellung hat und wer nicht.

Wille vor Können

Beim Duell zweier spielerisch gleichstarken Basketballer geht es immer zu Gunsten des Spielers aus, der die bessere Einstellung hat. Klar spielt die Tagesform auch eine Rolle, doch sie ist eine mentale Angelegenheit genau wie die Einstellung. Fühlt man sich gut und hat positive Energie in sich, fällt es einem leichter seinen Gegenspieler zu schlagen. Denkt man: „Der Verteidiger ist aber schnell, ich weiß nicht ob ich an ihm vorbei komme,“ so mindert man seine Chance erheblich ihn tatsächlich zu überlaufen.

Trainingsweltmeister

Es gibt in fast jedem Team einen oder mehrere Spieler, die im Training sowas von dominieren, im Spiel aber niemals ihre Leistung abrufen. Das ist ebenfalls eine Sache der Einstellung. Im Training fällt es leicht mit Spaß und Wille aufzuspielen, da man seine Mitspieler kennt und sich gegen sie beweisen will. Man weiß, was der andere kann und was nicht. In einem offiziellen Spiel ist das nicht der Fall. Meistens ist es unbekannt, was der Gegenspieler drauf hat und deshalb ist es umso wichtiger jede Aktion mit 100% Einsatz durchzuführen.

Verteidigen

Die Verteidigung ist reine Einstellungssache. Man benötigt keinerlei basketballerisches Talent dafür, sondern nur den Wille seinen Gegenspieler nicht an sich vorbei kommen zu lassen. Klar sind Schnelligkeit und Reaktionsvermögen von Vorteil, doch mit der richtigen Einstellung kann selbst das mit einer klugen Verteidigungsposition kompensiert werden.

Wer hat die beste Einstellung?

Die Spieler mit guter Einstellung zeichnen sich durch folgende Merkmale aus. Sie kämpfen um jeden Ball, geben egal bei welchem Spielstand immer 100% und ackern in der Verteidigung genauso hart wie im Angriff. Sie bauen Teamkollegen auf, selbst wenn diese eine Fehler mache, gestehen eigene Fehler ein und bleiben ruhig selbst wenn ihnen durch Schiedsrichter, Trainer oder Mitspieler Unrecht getan wird. Bei einem Sieg bleiben sie bescheiden und Niederlagen werden als Motivation fürs Training und fürs nächste Spiel genutzt. Trainer, die solche Spieler im Team haben können sich glücklich schätzen und sollte das nicht der Fall sein, so ist es ihr Aufgabe die richtige Einstellung vorzuleben.