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20. November 2012 um 17:07

Hauptbestandteile einer Trainingseinheit

Im üblichen Trainingsalltag hat eine Trainingseinheit 90 Minuten. Darein sollen möglichst alle Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt werden. Man muss deswegen unterscheiden was wann gemacht werden sollte. Ich halte es für sinnvoll, zu Beginn einer Einheit also in der ERWÄRMUNG eine Fertigkeit oder Skill zu wiederholen.

Die ersten 15 Minuten

Zum Beispiel kann von dem ersten methodischen Schritt der Standwurf geübt werden. Dabei kann der Trainer kreativ sein. Ich schlage vor die Sportler stellen sich gegenüber auf und spielen „Marionette“. Dabei bringt Sp1 seinen Partner nach dem Merkwort B.E.E.F- Balance, Eyes, Ellbow und Follow through in Position.

Dieser wirft den Ball und prüft ob er gerade vor dem Körper auf einer gedachten Linie aufkommt. Sp1 kontrolliert die Technik und gibt Feedback. Danach ginge es an die Körbe für sehr nahe Nahdistanzwürfe. Dieser erste Teil sollte nicht mehr als 15 Minuten dauern.

Der Hauptteil der Trainingseinheit

Dann haben Sie immer noch 75 Minuten Zeit. Da es wichtig ist in jedem Alter am Ende der Einheit zu Spielen sollte dafür 30 Minuten veranschlagt werden. Die Spielpraxis ist sehr wichtig, weil die Sportler dort gelerntes anwenden können und je nach Erfolgsrate sich weiterentwickeln oder beim Coach neue Ratschläge einholen werden.

Außerdem können nur im direkten Gegnerkontakt Erfahrungswerte in Gruppendefence, Orientierung und eigenes Fertigkeitsniveau gesammelt werden. Die Anwendung der Fertigkeiten unter erschwerten (zumindest Wettkampf-) Bedingungen kann dem Coach ebenfalls Defizite aufzeigen, die er im Trainingsverlauf bearbeiten kann.

So sind noch 45 Minuten reine Trainingszeit übrig. Diese bilden den Hauptteil, in dem je nach Zeitpunkt in der Periodisierungspyramide gezielt trainiert werden kann. Drills, Technikerwerbstraining, Technikanwendungstraining, Taktik und Situationstraining sollten dort ihren Platz finden. Am effektivsten sind auf einander aufbauende Methodische Stufen, die das Gelernte in komplexeren Situationen fordern, fördern und verinnerlichen sollen.

Zusammenfassung:

Einleitung – 15 Minuten: Wiederholung von essentiellen Fertigkeiten, z.B. Wurf, Sprungstopp, Layupvariante, Deny-Defence, etc.

Hauptteil – 45 Minuten: Vielfältiges aber sukzessiv aufeinander aufbauender Trainingsinhalt je nach Ziel des Coaches

Schlussteil – 30 Minuten: Spiel mit Einschränkungen, die die im Hauptteil erworbene Fertigkeit forciert, z.B. nur Powermove Layups. Oder eine Taktik soll angewandt werden, z.B. nur Set Offence Automatics.

Wer KSÜ bevorzugt sollte wissen, dass die Aktivierung der Rumpfstabilisatoren mit fünf Minuten ausreichend ist: 10 Übungen a 30 Sekunden Belastung.

12. November 2012 um 11:03

Positionswurf mit dem Golf – Drill

Zielgruppe: Beginner und Fortgeschrittene

Golf Drill Durchführung

Der Drill zeichnet sich durch eine hohe Wurffrequenz aus. Es kann in mehreren Runden gespielt werden.

1. Neun Positionen werden festgelegt. Je nach Fertigkeitsniveau der Spieler ist die Distanz zu erhöhen.

2. Es können beliebig viele Spieler diese Übung ausführen.

3. Jeder Spieler startet auf Position eins. Es wird solange selbst geworfen und gereboundet bis ein Treffer zählt. Wichtig: Die Anzahl der Versuche muss gezählt werden.

4. Wenn an einer Position getroffen wurde, begibt sich der Spieler zur nächsten.

5. Am Ende gewinnt derjenige Spieler, der am wenigsten Versuche benötigt hat.

Golf Drill Coaching Keys

Der Drill soll den Positionswurf/Sprungwurf schulen und unter Erfolgsdruck ausgeführt werden. Es ist zu beachten, dass die (vor allem jungen) Spieler unter Druck die Technik vernachlässigen. Deswegen muss der Coach eine möglichst reiz arme Umgebung schaffen, damit sich die Spieler auf die Technik konzentrieren und weniger abgelenkt werden.

Wenn dieser Drill zur Ausbildung der Technik Wurf genutzt werden soll, bietet es sich an nur mit einer Hand werfen zu lassen und aus kürzerer Distanz.
Varianten

1. Mit Rebounder, der zählt und ausboxt.

2. Wenn der Wurf danebengeht, muss der Werfer den Ball rebounden bevor er auf den Boden fällt und vom Ort des Fangens einen Korbleger machen, um sich seine Golf Position zu verdienen. Fällt der Ball auf den Boden oder der anschließende Korbleger geht daneben, muss der Spieler schnell zur Mittellinie laufen und dann zurück.

3. Einen Rebounder, der für alle die Bälle rebounden soll. Dann wird es zu einem Rebound Drill mit konditionellen Anforderungen und koordinativer Beanspruchung durch Zeitdruck.

4. Der Rebounder macht noch ein Wurf-Closeout.

5. Als Übung zur Ausbildung der Koordination kann mit der nicht-dominanten Hand geworfen werden.

6. Golf auf zwei Feldern mit bis zu 12 Spielern. Wer trifft, muss zum anderen Korb dribbeln und dort von der gleichen Position werfen und treffen. Das wäre dann ein „18 Loch Golfspiel“ mit Beanspruchung der Orientierungsfähigkeit.

1. November 2012 um 18:44

Individual- und Gruppentaktik im Basketball

Basketball kann man als Mannschaft nur spielen, wenn die Spieler in der Gruppe (1-4 Spieler) oder als komplette Mannschaft zusammenarbeiten. Zusammen üben sie Handlungen aus, die dazu führen sollen mindestens einen Spieler in eine vorteilhafte Wurfposition zu bringen, oder aber in der Verteidigung der gegnerischen Mannschaft diese Position zu verwehren.

Dies nennt man Taktik: Ausrichtung der Individual- und somit Gruppenhandlung zur Gewinnung von Vorteilhaften Situationen.

Taktische Varianten

Diese Handlungen sind im Basketball sehr vielfältig und reichen von einfachen zu komplexen Handlungen. Beispielsweise ist der Crossover eine individualtaktische Handlung, die den Verteidiger aus dem Gleichgewicht bringen soll. Das Pick and Roll bedarf zwei Spieler. Es ist also eine Gruppentaktik. Wird eine Zonenpresse als Verteidigungssystem gespielt, handelt es sich um eine Mannschaftstaktik.

Irgendwann sieht sich jeder Trainer in der Position eine solche Taktik einzuführen und seinen Spielern beizubringen. Denn seine Mannschaft soll ja in der Lage sein aussichtsreiche Situationen im Angriff wie in der Verteidigung kreieren zu können.

Es gibt diverse Methoden bei der Erlernung von neuen Taktiken am effektivsten ist die Ganz-Teil-Ganz Methode.

Ganz-Teil-Ganz Methode

Der Coach demonstriert und erklärt seinen Spieler die komplexe Situation. Am besten stellt er diese Situation dar. Das kann er entweder aus einem Videobeispiel realisieren oder besser seine Spieler benutzen und sie dann „lenken und steuern“. Durch das Lenken erfahren die Spieler gleich die Laufwege bzw. Positionen im System. Es ist sehr wichtig, dass der Coach ausführlich erklärt, sich jedoch nicht in Redefluten verliert.
Ist das System zum ersten Mal gezeigt, muss es der Coach noch ein weiteres Mal durchlaufen lassen und dies langsam, solange bis alle Spieler diesen groben Eindruck gewonnen hat.

Dann erfolgt die Zerlegung in Teile, die man Break Down Drills nennt. In den Break Down Drills nimmt der Coach zu erlernende Schwerpunkte die abgetrennt von der Gesamthandlung geübt werden bis sie beherrscht werden. Danach wird der nächste Teil geübt, der zur Gesamthandlung gehört. Wird auch dies beherrscht, müssen die Teilhandlungen zum Gesamten wieder zusammengesetzt werden.

Sollte während der Gesamthandlung, die jetzt schon flüssig und korrekt ausgeführt werden sollte, es immer noch zu Fehlern in einem Teil kommen, muss dieser Teil erneut isoliert trainiert werden.

Diese Methode bietet sich bei der Einführung von Offensiv- und Defensivsysteme an, wo verschiedene Positionen anderer Aufgaben und/ oder Laufwege haben.
Es gilt aber dennoch: So ganzheitlich wie möglich und so zerteilt wie nötig!