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29. Oktober 2013 um 09:55

Methoden eines Beweglichkeitstrainings – Teil 1

Prinzipiell gilt, dass die Wirkung einer einzigen oder einzelner maximaler Dehnungen für den Trainingseffekt ungenügend sind. Es empfiehlt sich daher, die Zahl der Wiederholungen auf ca. 15 und Serien von drei bis fünf anzusetzen. Es sollten Dehnungsübungen (einfache Übungen aus der Grund- und Zweckgymnastik) in Kombination mit Lockerungsübungen die die Muskulatur in den Übungspausen ausschütteln gewählt werden. In der Praxis werden verschiedene Dehnungsmethoden, Techniken und Übungen unterschieden. Sie lassen sich im Wesentlichen in drei Gruppen untergliedern. Diese sind die aktive Dehnungsmethode, die passive Dehnungsmethode und die statische Dehnungsmethode, auch als Stretching bekannt.

Die aktive Dehnungsmethode

Durch ein Federn und Schwingen wird die Gelenkbeweglichkeit über die normalen Grenzen erweitert. Bei dieser Methode werden überwiegend gymnastische Übungen eingesetzt. In der Literatur wird weiterhin zwischen aktiv-dynamischen und aktiv-statischen Dehnungsübungen unterschieden. Dynamisch bedeutet in diesem Fall, dass die Dehnungsarbeit über mehrfach wiederholte federnde Bewegungen erfolgt. Die aktiv-statische Methode bedeutet, dass die Endstellung nach einer Dehnung gehalten wird. Somit kontrahieren sich die Antagonisten der zu dehnenden Muskeln isometrisch in der finalen Dehnungsstellung. Vor dieser Fixierung der Endstellung können drei bis vier schwingende Bewegungen erfolgen. Der Vorteil des aktiven Dehnens (statisch und dynamisch) ist, dass die Dehnung bestimmter Muskelgruppen durch die aktive Kontraktion ihrer Antagonisten erfolgt. Dadurch wird das Training der Beweglichkeit gleichzeitig zum Muskelaufbautraining. Hinsichtlich der Gelenkprophylaxe und der Verletzungsvorbeugung besteht allerdings auch ein Nachteil. Durch die Schwingungsbewegungen kommt es kurzzeitig zur Auslösung des muskulären Dehnungsreflexes durch die Muskelspindeln. Dieser Dehungsreflex ist bei der aktiven Dehungsmethode mehr als zweimal so stark, wie beim statischen Stretching. Dadurch kommt es zu einer Art Dehnungseinschränkung, die ein Verletzungsrisiko beinhaltet.

Ein Praxisbeispiel für aktives Dehnen ist, dass man einen Arm senkrecht über dem Kopf hält. Im Folgenden wird der Armbeuger angespannt, um den Armstrecker zu dehnen. Der Arm wird so tief wie möglich gesenkt um eine maximale Dehnung zu erzeugen.

Um die Beine aktiv zu dehnen kann man sich aufrecht hinstellen und ein Bein so weit wie möglich mit Hilfe des Beinbeugers beugen. Dadurch wird der Beinstrecker gedehnt.

Um die Brust zu dehnen empfiehlt es sich die Arme seitlich neben den Schultern zu halten, um Rücken und Schulter anzuspannen. Führt man nun die Arme so weit wie möglich nach hinten werden die Brust und die Schultern gedehnt.

Die passive Dehnungsmethode

Bei der passiven Dehnungsmethode helfen äußere Kräfte eine verstärkte Dehnung zu erzeugen. Durch die Hilfe eines Trainingspartners (Aufbringung der äußeren Kraft) werden bestimmte Muskelgruppen stärker gedehnt. Im Vergleich zur aktiven Dehnungsmethode wird der Antagonist hierbei nicht automatisch gestärkt. Auch hierbei wird wieder zwischen passiv-dynamisch und passiv-statisch unterschieden. Bei der erstgenannten Methode kommt es zu einem rhythmischen Wechsel von Erweiterung und Verringerung der Bewegungsamplitude. Bei der passiv-statischen Methode sollte die maximal mögliche Dehnungshaltung eingenommen werden. Am effektivsten ist diese Art des Beweglichkeitstrainings, wenn die Endposition ca. fünf Sekunden gehalten wird. Bei korrekter Ausführung ist sie sehr nützlich und effektiv. Durch zu abruptes oder zu starkes dehnen, vor allem bei der passiv-dynamischen Methode ist keine geringere Verletzungsgefahr, als beim aktiven dynamischen Dehnen.

Passives Dehnen wird meist bei Einsteigern angewendet. Durch diese Dehnungsmethode kann die Dehnung leicht kontrolliert werden. Der Oberschenkelmuskel wird beispielsweise durch eine äußere Kraft (Partner, Seil oder die eigenen Arme) passiv in Position gebracht. Der gedehnte Muskel darf nicht gegen die aufgebrachte Kraft arbeiten und muss entspannt werden. Die Dehndauer sollte zwischen 20 und 60 Sekunden betragen. Wenn man länger dehnt, wird kein positiver Effekt mehr erzielt. Die Intensität muss so gestaltet werden, dass der gedehnte Muskel immer locker gelassen werden kann. Ist dies nicht der Fall, so ist die Intensität zu hoch und der Körper hat bereits eine kontraproduktive Schutzspannung aufgebaut.

22. Oktober 2013 um 07:48

Beweglichkeit: Teil 2

Anatomische Hintergründe für ein Beweglichkeitstraining

Jeder Mensch besitzt unterschiedliche anatomische Voraussetzungen. Die Gelenkigkeit ergibt sich somit aus der Gestalt und der Führung der gelenkbildenden Knochen bzw. der Gelenkflächen. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Muskelmasse.

Bei Bodybildern bestehen beispielsweise rein mechanisch bedingt Bewegungseinschränkungen. Der Trugschluss, dass die Entwicklung einer guten Kraft und Beweglichkeit sich ausschließen ist falsch. Das beste Beispiel einer Sportart, die beides vereint ist Turnen. Ein Turner verfügt bei außergewöhnlich gut ausgebildeter Muskulatur und ebenfalls über eine beeindruckende Beweglichkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Beweglichkeit nicht leidet, wenn Muskelmasse aufgebaut wird, sofern parallel zum Krafttraining ein Beweglichkeitstraining durchgeführt wird.

Dies ist beim Turnen der Fall. Generell bietet sich in jeder Sportart an, ein Beweglichkeitstraining gekoppelt mit Technik, Koordinations- und Krafttraining durchzuführen. Eine gute inter- und intrazelluläre Koordination wirkt sich positiv auf den Prozess der Technikerlernung und auf die Kraftentwicklung aus.

Muskeltonus und Muskelspindel

Die Beweglichkeit ist außerdem vom Muskeltonus bzw. von der Entspannungsfähigkeit der Muskeln abhängig. Für den Muskeltonus sind vor allem die Muskelspindeln entscheidend. Dies sind Dehnungsrezeptoren, die parallel zu den Muskelfasern verlaufen.

Sie liefern Informationen über die Muskellänge und über das Ausmaß der Dehnung. Sie sind u.a. verantwortlich für das Zu- und Abschalten von Muskelfasern. Über diese Art Mechanismus schützen sie auch die Muskulatur vor Überdehnung und beeinflussen dadurch das Ausmaß der muskulären Dehnfähigkeit. Für die Dehnungsfähigkeit spielt der Muskeltonus deshalb eine Rolle, da ein erhöhter Muskeltonus eine verminderte Muskelentspannungsfähigkeit bedeutet.

Ist der Muskeltonus hoch, so ist also die Dehungsfähigkeit eingeschränkt. Ein logischer Schluss ist, dass neben einem Muskeltraining auch Unterstützungsmaßnahmen gemacht werden müssen, um die Muskeln wieder zu entspannen. Dies kann z.B. in Form von Massagen passieren. Eine weitere Möglichkeit sind Lockerungsübungen.

Beweglichkeit – abhängig vom Alter

Die Beweglichkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Beispielsweise wirken sich Alter, Geschlecht sowie die Struktur der Gelenke auf die Bewegungsamplitude aus. Es ist so, dass die Sehnen und Bänder mit zunehmendem Alter eine Verminderung der Zellzahl zu verzeichnen haben, sie eine Abnahme der elastischen Fasern aufweisen und an Wasser verlieren.

Eine optimale mechanische Leistung kann von den Geweben nur dann erzielt werden, wenn die in ihnen befindlichen Zellen Syntheseleistungen erbringen, um den parallel laufenden Abbau der für das Gewebe typischen Substanzen auszugleichen. Optimale arbeiten kann dieser Prozess nur mit einer gewissen Anzahl Zellen. Je mehr Zellen in diesen Prozess involviert sind, umso leichter ist es den ungewollten Abbau wichtiger Substanzen auszugleichen.

Mit steigendem Alter wird der Wasseranteil in den Geweben geringer. Dies hat zur Folge, dass das Gewebe verfestigt und die Eigenschaften sich insofern verändern, dass der Dehnungswiderstand und die Zugfestigkeit des Gewebes zunehmen. Leider vermindert sich im Gegenzug die Dehnfähigkeit, sodass es auch schneller zu Verletzungen kommen kann. Ein regelmäßiges Training der Beweglichkeit kann diese altersbedingte Verschlechterung zwar nicht aufhalten, aber es verlangsamt sie deutlich.

Beweglichkeit – abhängig von Geschlecht und Erwärmungszustand

Die Dehnfähigkeit und die Elastizität der Muskulatur, der Sehnen und der Bänder sind bei weiblichen Personen etwas höher, als bei Männern. Die Ursache hierfür liegt in den Hormonen begründet. Der höhere Östrogenspiegel führt zu einem erhöhten Anteil an Fettgewebe und zu einem geringeren Muskelmassenanteil. Außerdem haben Frauen generell eine etwas geringere Gewebedichte und dadurch eine erhöhte Dehnungsfähigkeit.

Auch für ein Beweglichkeitstraining ist es sinnvoll sich zu Erwärmen. Denn dadurch wird nicht nur das Herzkreislaufsystem aktiviert und der Sportler kann sich mental auf die kommende Trainingseinheit vorbereiten.

Es wird auch die Temperatur aller Muskeln, Gewebe und Sehnen erhöht. Außerdem ist auch die Außentemperatur ein wichtiger Aspekt. Vor allem an kalten Tagen ist eine Aufwärmung unbedingt von Nöten, wenn man ein Beweglichkeitstraining durchführen will. Auch ein heißes Bad hilft, um sich auf ein Training der Beweglichkeit vorzubereiten.

15. Oktober 2013 um 07:43

Beweglichkeit: Teil 1

Die Beweglichkeit und ihre Einteilung

Die Beweglichkeit nimmt eine Mittelstellung zwischen konditioneller und koordinativer Fähigkeit ein. Aus diesem Grund wird sie in der Sportwissenschaft kontrovers diskutiert. Zum einen gibt es Wissenschaftler, die sie von der Kondition abgrenzen und sie eher in den Bereich der sportlichen Technik oder in dem Feld der Koordination einordnen.

Zum anderen gibt es auch zahlreiche Verfechter der Einteilung der Kondition in die Teilbereiche Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und den festen Bestandteil der Beweglichkeit in diesem Schema. Beweglichkeit ist die Fähigkeit des Sportlers, Bewegungen mit großer Schwingungsweite selbst oder unter dem unterstützenden Einfluss äußerer Kräfte in einem oder in mehreren Gelenken ausführen zu können. Verwandte Begriffe sind Flexibilität, Biegsamkeit, Gelenkigkeit und Dehnbarkeit.

Allgemeine und spezifische Beweglichkeit

Die Beweglichkeit in den wichtigsten Gelenksystemen (Schulter, Hüfte, Wirbelsäule) wird als allgemeine Beweglichkeit bezeichnet. Diese sollte sich in einem ausreichend entwickelten Niveau befinden. Je nach Leistungsstand und Leistungsanspruch ist sie verschieden stark ausgeprägt.

Bezieht man die Beweglichkeit auf ein bestimmtes Gelenk, handelt es sich um die spezifische Beweglichkeit. Ein Hürdenläufer benötigt beispielsweise eine gute Beweglichkeit im Hüftgelenk. Von aktiver Beweglichkeit wird gesprochen, um die größtmögliche Bewegungsamplitude in einem Gelenk zu beschreiben. Diese erlangt der Sportler aufgrund der Kontraktion der Agonisten und der dazu passend verlaufenden Dehnung der Antagonisten.

Passive Beweglichkeit hingegen ist die größtmögliche Bewegungsamplitude, die ein Sportler durch Fremdeinwirkung erzielen kann. Durch die Wirkung von externen Kräften, beispielsweise durch die Kraft eines Trainingspartners ist es möglich die Beweglichkeit in einem Gelenk und in den Bändern deutlich zu erhöhen. Somit ist die passive Beweglichkeit immer größer, als die aktive Beweglichkeit. Die Differenz zwischen passiver und aktiver Beweglichkeit ist die sog. Bewegungsreserve.

Zusammenhänge von Beweglichkeit und Koordination

Eine gute Beweglichkeit ist die elementare Voraussetzung für eine qualitativ und quantitativ gute Bewegungsausführung. Ist sie gut ausgebildet und an die Anforderungen der jeweiligen Sportart angepasst, wirkt sie sich in komplexer Weise positiv auf die Entwicklung physischer Leistungsfaktoren und auf die sportliche Technik aus.

Somit wird die Beweglichkeitsschulung zu einem wesentlichen Bestandteil im Trainingsprozess. Dieser sollte zum Ziel haben die sportartabhängige Bewegungsausführung stets zu optimieren. Ohne eine ausreichend dehnungs- und damit entspannungsfähige Muskulatur ist eine koordinativ- und technisch vollende Bewegung kaum möglich. Die Bewegung hätte ohne diese Komponente keine optimale räumlich-zeitliche dynamische Ausführung erfahren.

Eine erhöhte Beweglichkeit führt also zu einer Optimierung des Bewegungsflusses und der Bewegungsharmonie während der Ausführung einer sportlichen Technik und ist somit ein wesentlicher Einflussfaktor auf die sportliche Leistungsfähigkeit.

8. Oktober 2013 um 12:22

Veranlagungsbedingte Fähigkeiten

Vorteile des Körperbaus

Mit veranlagungsbedingten Fähigkeiten ist die Konstitution des Sportlers gemeint, also die Eignung für die jeweilige Sportart aufgrund des Körperbaus. Beispielsweise sind Basketballspieler tendenziell große kräftige Personen. Diese Art Körperbau ist in dieser Sportart ebenso wie beispielsweise im Rudern oder Volleyball sehr gefragt. Hingegen bringt diese Konstitution im Tischtennis oder Badminton, wo kurze wendige Bewegungen gefragt sind, wenige Vorteile.

Selektion im Leistungssport

Hinsichtlich der Talentsichtung sind auch konstitutive, anthropologische Merkmale wichtig. Gezielt wird so nach körperbaulichen Merkmalen gesucht, um ein sportliches Talent möglichst zu einer olympischen Sportart zu bringen. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass bereits Kinder mit diesen geforderten Merkmalen für eine gewisse Sportart begeistert werden.

Ein wesentliches Problem bei dieser herangehensweise – bei der Sichtung und Förderung von jungen Sportlern – ist, dass die biologische Entwicklung bei heranwachsenden sehr unterschiedlich verlaufen kann. Des Weiteren ist es möglich, dass einige Kinder ihren Altersgenossen einfach etwas nur etwas „voraus“ sind. Nach Abschluss der Pubertät, holen diese das Talent wieder ein und die Selektion war für umsonst. Aussagen zur speziellen Eignung eines Athleten lassen sich somit erst mit statistischer Sicherheit nach Abschluss der Muturation treffen. Wie weitere Untersuchungen zeigten, neigen Kinder eher dazu die Sportart auszuführen, die sie bei ihren Eltern gesehen haben.

Somit wurde bewiesen, dass Kinder den Sport, der ihnen die meiste Freude bereitet bzw. für den sie sich entscheiden unabhängig von ihrer Konstitution ist. Wünschenswert ist zudem, dass nur derjenige eine gewisse Sportart ausführt, der sich auch damit identifizieren kann. Das schönste ist es doch unterm Strich, wenn ein Kind oder ein Jugendlicher sich für einen Sport entscheidet, diesen kontinuierlich ausführt, mit Ehrgeiz und Begeisterung trainiert und diesen schließlich zu seinem Beruf macht. Tatsächlich sind Spitzensportler in bestimmten Sportarten allerdings in ihren körperbaulichen Eigenschaften dominant. Oder haben Sie schon mal einen 1,50 m Basketballspieler in der NBA gesehen?

Kategorie: Theorie – Autor: kd
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1. Oktober 2013 um 08:06

Psychische Fähigkeiten

Psychische Fähigkeiten als Teilkomponente der Wettkampfvorbereitung

Mit psychischen Fähigkeiten ist beispielsweise die mentale Vorbereitung auf den Wettkampf gemeint. Wie ernst nehme ich den sportlichen Wettkampf, wie sehr strenge ich mich an und inwiefern bin ich bereit mich zugunsten des Erfolgs zu quälen. Spitzensportler unterscheiden sich von weniger hoch qualifizierten Athleten nicht nur durch ein höheres physisches und technisch-taktisches Leistungsvermögen, sondern auch durch die Fähigkeit im Wettkampf über sich hinauszuwachsen.

Unter Psychischen Fähigkeiten ist auch die Persönlichkeit des Sportlers gemeint. Hierbei spielen Faktoren wie Motivation, Leistungsbereitschaft Willensstärke, Teamgeist und Stressresistenz mit ein. Es gilt der Leitsatz, dass die mentale Vorbereitung und die richtige positive Herangehensweise an den Wettkampf einen erfolgreichen Athleten von einem weniger erfolgreichen Athleten unterscheiden.

Im Wettkampf steigern sie sich in einen sogenannten „Flow-Zustand“ Dadurch wird der Wettkampf ständig zu einer positiven Herausforderung. Der Flow bedeutet die vollkommene Konzentration auf die zu bewerkstelligende Aufgabe und befähigt zum Überschreiten der gewohnten Grenzen. Sämtliche Kräfte werden fokussiert und gebündelt um die bestmögliche Leistung zu erzielen.

Psychische Fähigkeiten: Eine Studie

Weiterhin ist bekannt, dass die Beteiligung möglichst vieler Sinne Lernprozesse erleichtert und das Behalten des Erlernten erleichtert. Studien in der Neurobiologie und Hirnforschung zeigten nun, dass Bewegung kognitive Prozesse begünstigt. Somit hilft Sport dabei Gehirnfunktionen aufzubauen und sogar Synapsen- und Neuriten in ihrer Kommunikation – dem hin und her wandern von Aktionspotentialen – beschleunigt und somit verbessert. Nicht nur die Medizin konnte diese Zusammenhänge beweisen. Geistes- und sozialwissenschaftlich orientierte Studien belegen, dass die kognitive Leistungsfähigkeit durch sportliche Betätigung gesteigert wird. In einer Studie im amerikanischen Raum konnte festgestellt werden, dass Kinder, die schwache Leistungen in der Schule hatten durch Sporttreiben ihre Leistungen deutlich verbesserten. So wurden 40 Kinder und Jugendliche in zwei Gruppen eingeteilt. Gruppe 1 musste täglich eine Stunde Sport treiben. Gruppe zwei durfte nur 40 Minuten sportlichen Aktivitäten nachgehen, hatte dafür allerdings 15 % mehr Unterricht. Die schulischen Leistungen wurden bei Gruppe 1 besser.