{"id":319,"date":"2013-10-22T07:48:12","date_gmt":"2013-10-22T05:48:12","guid":{"rendered":"http:\/\/tennistraining.de\/kondition\/?p=319"},"modified":"2013-09-12T22:52:21","modified_gmt":"2013-09-12T20:52:21","slug":"beweglichkeit-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tennistraining.de\/kondition\/beweglichkeit-teil-2\/","title":{"rendered":"Beweglichkeit: Teil 2"},"content":{"rendered":"<h3> Anatomische Hintergr\u00fcnde f\u00fcr ein Beweglichkeitstraining <\/h3>\n<p>Jeder Mensch besitzt unterschiedliche anatomische Voraussetzungen. Die Gelenkigkeit ergibt sich somit aus der Gestalt und der F\u00fchrung der gelenkbildenden Knochen bzw. der Gelenkfl\u00e4chen. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Muskelmasse. <\/p>\n<p>Bei Bodybildern bestehen beispielsweise rein mechanisch bedingt Bewegungseinschr\u00e4nkungen. Der Trugschluss, dass die Entwicklung einer guten Kraft und Beweglichkeit sich ausschlie\u00dfen ist falsch. Das beste Beispiel einer Sportart, die beides vereint ist Turnen. Ein Turner verf\u00fcgt bei au\u00dfergew\u00f6hnlich gut ausgebildeter Muskulatur und ebenfalls \u00fcber eine beeindruckende Beweglichkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, dass die Beweglichkeit nicht leidet, wenn Muskelmasse aufgebaut wird, sofern parallel zum Krafttraining ein Beweglichkeitstraining durchgef\u00fchrt wird. <\/p>\n<p>Dies ist beim Turnen der Fall. Generell bietet sich in jeder Sportart an, ein Beweglichkeitstraining gekoppelt mit Technik, Koordinations- und Krafttraining durchzuf\u00fchren. Eine gute inter- und intrazellul\u00e4re Koordination wirkt sich positiv auf den Prozess der Technikerlernung und auf die Kraftentwicklung aus.<\/p>\n<h3> Muskeltonus und Muskelspindel <\/h3>\n<p>Die Beweglichkeit ist au\u00dferdem vom Muskeltonus bzw. von der Entspannungsf\u00e4higkeit der Muskeln abh\u00e4ngig. F\u00fcr den Muskeltonus sind vor allem die Muskelspindeln entscheidend. Dies sind Dehnungsrezeptoren, die parallel zu den Muskelfasern verlaufen. <\/p>\n<p>Sie liefern Informationen \u00fcber die Muskell\u00e4nge und \u00fcber das Ausma\u00df der Dehnung. Sie sind u.a. verantwortlich f\u00fcr das Zu- und Abschalten von Muskelfasern. \u00dcber diese Art Mechanismus sch\u00fctzen sie auch die Muskulatur vor \u00dcberdehnung und beeinflussen dadurch das Ausma\u00df der muskul\u00e4ren Dehnf\u00e4higkeit. F\u00fcr die Dehnungsf\u00e4higkeit spielt der Muskeltonus deshalb eine Rolle, da ein erh\u00f6hter Muskeltonus eine verminderte Muskelentspannungsf\u00e4higkeit bedeutet. <\/p>\n<p>Ist der Muskeltonus hoch, so ist also die Dehungsf\u00e4higkeit eingeschr\u00e4nkt. Ein logischer Schluss ist, dass neben einem Muskeltraining auch Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen gemacht werden m\u00fcssen, um die Muskeln wieder zu entspannen. Dies kann z.B. in Form von Massagen passieren. Eine weitere M\u00f6glichkeit sind Lockerungs\u00fcbungen.<\/p>\n<h3> Beweglichkeit \u2013 abh\u00e4ngig vom Alter <\/h3>\n<p>Die Beweglichkeit ist von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngig. Beispielsweise wirken sich Alter, Geschlecht sowie die Struktur der Gelenke auf die Bewegungsamplitude aus. Es ist so, dass die Sehnen und B\u00e4nder mit zunehmendem Alter eine Verminderung der Zellzahl zu verzeichnen haben, sie eine Abnahme der elastischen Fasern aufweisen und an Wasser verlieren. <\/p>\n<p>Eine optimale mechanische Leistung kann von den Geweben nur dann erzielt werden, wenn die in ihnen befindlichen Zellen Syntheseleistungen erbringen, um den parallel laufenden Abbau der f\u00fcr das Gewebe typischen Substanzen auszugleichen. Optimale arbeiten kann dieser Prozess nur mit einer gewissen Anzahl Zellen. Je mehr Zellen in diesen Prozess involviert sind, umso leichter ist es den ungewollten Abbau wichtiger Substanzen auszugleichen. <\/p>\n<p>Mit steigendem Alter wird der Wasseranteil in den Geweben geringer. Dies hat zur Folge, dass das Gewebe verfestigt und die Eigenschaften sich insofern ver\u00e4ndern, dass der Dehnungswiderstand und die Zugfestigkeit des Gewebes zunehmen. Leider vermindert sich im Gegenzug die Dehnf\u00e4higkeit, sodass es auch schneller zu Verletzungen kommen kann. Ein regelm\u00e4\u00dfiges Training der Beweglichkeit kann diese altersbedingte Verschlechterung zwar nicht aufhalten, aber es verlangsamt sie deutlich. <\/p>\n<h3> Beweglichkeit \u2013 abh\u00e4ngig von Geschlecht und Erw\u00e4rmungszustand <\/h3>\n<p>Die Dehnf\u00e4higkeit und die Elastizit\u00e4t der Muskulatur, der Sehnen und der B\u00e4nder sind bei weiblichen Personen etwas h\u00f6her, als bei M\u00e4nnern. Die Ursache hierf\u00fcr liegt in den Hormonen begr\u00fcndet. Der h\u00f6here \u00d6strogenspiegel f\u00fchrt zu einem erh\u00f6hten Anteil an Fettgewebe und zu einem geringeren Muskelmassenanteil. Au\u00dferdem haben Frauen generell eine etwas geringere Gewebedichte und dadurch eine erh\u00f6hte Dehnungsf\u00e4higkeit. <\/p>\n<p>Auch f\u00fcr ein Beweglichkeitstraining ist es sinnvoll sich zu Erw\u00e4rmen. Denn dadurch wird nicht nur das Herzkreislaufsystem aktiviert und der Sportler kann sich mental auf die kommende Trainingseinheit vorbereiten. <\/p>\n<p>Es wird auch die Temperatur aller Muskeln, Gewebe und Sehnen erh\u00f6ht. Au\u00dferdem ist auch die Au\u00dfentemperatur ein wichtiger Aspekt. Vor allem an kalten Tagen ist eine Aufw\u00e4rmung unbedingt von N\u00f6ten, wenn man ein Beweglichkeitstraining durchf\u00fchren will. Auch ein hei\u00dfes Bad hilft, um sich auf ein Training der Beweglichkeit vorzubereiten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anatomische Hintergr\u00fcnde f\u00fcr ein Beweglichkeitstraining Jeder Mensch besitzt unterschiedliche anatomische Voraussetzungen. Die Gelenkigkeit ergibt sich somit aus der Gestalt und der F\u00fchrung der gelenkbildenden Knochen bzw. der Gelenkfl\u00e4chen. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Muskelmasse. Bei Bodybildern bestehen beispielsweise rein mechanisch bedingt Bewegungseinschr\u00e4nkungen. 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