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24. November 2014 um 14:24

Taktik im Doppel als Rückschläger

Dem Gegner das Aufschlagspiel abzunehmen ist im Doppel schwerer, als den eigenen Aufschlag durchzubekommen. Nicht zuletzt entscheiden taktische Aspekte, ob dies glückt.

Die Aufgabe des Retournierers

Zunächst ist die Position des Retournierers wichtig. Um schnelle Aufschläge besser zu entschärfen, sollte die Position ca. ein Meter hinter der Grundlinie in der Winkelhalbierenden sein. Dadurch ist man auf beide äußere Platzierungsmöglichkeiten vorbereitet.

Wenn möglich, sollte der Rückschlag nicht zu hoch erfolgen, da dann die Gefahr eines tödlichen Volleys droht. Der Retourn sollte also möglichst auf die Füße des Aufschlägers/ des Partners des Aufschlägers erfolgen. Eine gute Variante ist es häufig auch longline zu spielen. Ein Lob ist eher ungeeignet bzw. sollte die Situation wirklich passen und die Technik 1A beherrscht werden.

Generell sollte fast jeder 2te Aufschlag aggressiv zurückgeschlagen werden. So schnell wie möglich ist der Weg zum Netz zu suchen.

Die Aufgabe des Partners des Retournierers

Der Partner des Retournierers sollte sich in etwa 1 m neben der Mitte befinden. Bei langsamen Aufschlägen, oder Aufschlägen, die vom Gefühl her vom Partner gut retourniert werden, sollte weiter zum Netz aufgerückt werden.

Bei geglücktem Return ist das Aufrücken Pflicht. Sollte ein sehr harter, gut platzierter Aufschlag vom gegnerischen Spieler geschlagen wurden sein, so ist der Weg zurück zur Grundline zu suchen.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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14. November 2014 um 14:22

Taktik im Doppel bei eigenem Aufschlag

Im Doppel gibt es zahlreiche Taktiken. Einige Grundsätze werden bei den folgenden Zeilen erläutert.

Grundsätze zur Taktik beim Aufschläger

Die Position beim eigenen Aufschlag sollte ca. 1 bis 2 Meter rechts/ links von der abgrenzenden Mittellinie sein. Dadurch suggeriert man dem gegnerischen Doppel, dass der Aufschlag sowohl auf deren Vor- als auch auf deren Rückhand geschlagen werden kann.

Generell sollten möglichst viele Aufschläge in die Mitte gespielt werden, da sich dadurch beide Spieler bereits bei der ersten Annahme geringfügig in die Quere kommen. Unter Berücksichtigung der gegnerischen Stärken und Schwächen, ist zudem zu berücksichtigen, dass die meisten Spieler auf der Vorhand stärker sind, also ist der Schlag auf die Rückhand stets eine sinnvolle Option.

Vor allem der zweite Aufschlag, sollte häufig auf die Rückhand gehen. Technisch ist dieser vor allem longline recht anspruchsvoll, daher sollte dieser häufig trainiert werden.

Taktische Aspekte des Partners des Aufschlägers

Generell sollte der Partner des Aufschlägers seine Anfangsposition bereits mittig ausrichten. Die exakte Position sollte durch Erfahrungen während des Trainings unter beiden Spielern geklärt werden.

Die Aufgabe ist es den Return bereits am Netz abzufangen. Dabei ist es sinnvoll, wenn sich der Partner des Aufschlägers mit dem Aufschläger abspricht. Wichtig ist zu wissen, welcher Aufschlag angewendet wird, um auch den Return besser antizipieren zu können. Er sollte sich zudem viel bewegen, um das gegnerische Paar zu täuschen.

Grundsätze zur Taktik während des Spiels

Während des Matches ist es das Ziel seine Gegner stets in die Bedrängnis zu bringen. Dies erreicht man z.B. dadurch, dass der Weg zum Netz so schnell wie möglich gesucht wird. Ist diese Position von beiden Spielern geschaffen, ist es schwer an ihnen vorbeizukommen.

Der Weg zum Netz muss natürlich mit einem guten Schlag vorbereitet werden, am besten bereits durch einen schlagkräftigen Aufschlag. Generell sollten Flugbälle (vor allem bei tiefem Volley) häufig durch die Mitte gespielt werden.

Autor: Matthias Bormann

7. November 2014 um 14:21

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 3

Die Schlägerblattstellung ist ein Indiz für die Erkennung der Richtung in die ein Schlag geht. Die nächste Übung soll die Wahrnehmung der Stellung des Schlägerblattes schulen.

Vorhand oder Rückhand

Bei der folgenden Partnerübung sollten möglichst zwei gleichstarke Tennisspieler zusammenspielen. Spieler 1 spielt jeden Ball auf die Vorhand von Spieler 2. Dieser entscheidet nach jedem gespielten Ball aufs Neue, in welche Richtung er diesen spielt. Nach der Devise “Entweder in die Vorhand, oder in die Rückhand” entscheidet er stets darüber, in welche Richtung sein Trainingspartner “gejagt” wird.

Dies trainiert zum Einen die Antizipation, zum anderen die Reaktionsfähigkeit. Spieler 2 kann zudem versuchen die Richtung des gespielten Balls möglichst lange geheim zu halten. Dazu kann er versuchen den Richtungswechsel nur mit Arm und Schläger bzw. Schlägerblatt einzuleiten. Dies ist eine Möglichkeit eine Finte bzw. eine Art versteckten Richtungswechsel zu spielen.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, um parallel zu spielen. Möglichkeit eins ist es dabei seinen rechten Fuß (Beschreibung aus Sicht eines Rechtshänders) ein Stück nach hinten, zu nehmen. Dadurch wird der passende Winkel des gesamten Körpers erreicht. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dies durch eine Neigung des Arms bzw. des Handgelenks zu realisieren. Dabei bleiben die Füße auf der gleichen Stelle, wie wenn diagonal gespielt wird.

Zielstellung und Nutzen

Das frühzeitige Erkennen von Richtungswechseln ist entscheidend, um auf gegnerische Finten reagieren zu können. Es kommt sehr häufig vor, dass ein Duell, egal, ob mit der Vorhand oder mit der Rückhand durch einen parallelen Ball entschieden wird.

Der longline gespielte Ball muss dann nicht mal zwingend schnell, sondern nur im richtigen Moment und gut platziert gespielt werden. Oft ist nicht der longline gespielte Ball zu gut, sondern nur die Antizipation dessen zu schlecht.

Autor: Matthias Bormann

30. Oktober 2014 um 14:06

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 2

Die folgende Übung trainiert wieder die Antizipationsfähigkeit im Tennis. Dabei geht es primär darum die Schlagtechnik des Gegners zu erkennen und schließlich darauf zu reagieren.

Topspin oder gerader Schlag (ohne Schnitt)

Wie die Überschrift bereits verrät, wird entweder Topspin oder ein gerader Schlag gespielt.
Es spielen zwei Trainingspartner zusammen. Einer der beiden wird ausgewählt. Er spielt jeden Ball entweder als Topspin oder als geraden, schnittlosen Ball.

Die gewählte Schlagtechnik soll von seinem Trainingspartner erkannt werden. Um zu beweisen, dass die Schlagtechnik richtig antizipiert bzw. erkannt wurde, gibt es verschiedene Varianten, um die Übung durchzuführen.

Zum einen ist es möglich, ganz simpel dieses anzusagen. Spieler 1 schlägt Topspin, Spieler 2 ruft ihm ein Stichwort zu. Zum Beispiel “Top”. Das wird zwar nach einer Weile langweilig, aber man kommt miteinander während des Trainings ins Gespräch.

Die nächste Variante ist, auf den gespielten Ball in einer gewissen Art zu reagieren. Zum Beispiel immer dann, wenn Spieler 1 Topspin spielte, muss Spieler 2 parallel spielen. Wird ein Ball von Spieler 1 als schnittloser, gerader Schlag gespielt, so muss diagonal gespielt werden. Auf diese Art und Weise müssen beide Spieler immer auf der Hut sein und die Konzentration hoch halten.

Ziel der Übung

Das Ziel der Übung ist es ein Auge für den gespielten Schnitt des Gegners zu bekommen. Viele erkennen diesen erst, wenn es zu spät ist, wenn der Ball bereits auf dem Rasen/ Sand aufgekommen ist.

Für diejenigen, denen es schwer fällt den Schnitt des Gegners einzuschätzen, ist es hilfreich auf den Schläger ihrer Kontrahenten zu schauen. Wenn der Fokus der Übung darauf gesetzt wird, trainiert die Übung die Antizipation als eine Möglichkeit, Probleme bei der Erkennung von Schnitt zu bewältigen.

Generell ist die Reaktion auf den gespielten Schnitt des Gegners zu schulen immer wichtig. Nicht wenige unterschätzen diesen und halten das Schlägerblatt zu offen oder geschlossen und machen dadurch Fehler beim Rückschlag.

Autor: Matthias Bormann

24. Oktober 2014 um 14:06

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 1

Tennis ist eine Sportart, bei der es oft darauf ankommt zu ahnen, was der Gegner macht. Die sog. Antizipationsfähigkeit ist bei dem einen gut ausgeprägt, der andere benötigt hierfür einiges an Übung. Sie ist definitiv trainierbar.

Antizipationsfähigkeit trainieren

Es gibt zahlreiche Übungen, bei denen die Antizipationsfähigkeit trainiert werden kann. Es ist durchaus sinnvoll ein derartiges Training beispielsweise während der Erwärmung mit einzubauen.

Beispiel 1: Vorahnung – Einschätzung von Ballflugkurven

Egal in welcher Ballsportart, mit welcher Ballgröße – die Flugbahn des Balls einzuschätzen ist eine grundlegende koordinative Fähigkeit, die trainiert werden sollte. Bei dem folgenden Beispiel müssen zwei Trainingspartner zusammen sein.

Einer wirft den Ball senkrecht nach oben. Kurz nach dem Abwurf oder am Scheitelpunkt, macht er die Augen zu. Die Aufgabe besteht darin, zu antizipieren, wann der Ball den Boden erreicht hat. Genau zu dem Zeitpunkt soll er ein akustisches Signal von sich geben. Der Sparringspartner überprüft, ob die Aufgabe gelöst wurde und begleitet ihn bei Verbesserungen.

Beispiel 2: Aufschlag – Schnitt antizipieren

Es üben wieder zwei Personen zusammen. Der Aufschläger wählt bewusst langsame Aufschläge. Diese werden allerdings vom Schnitt her variiert. Slice, Kick usw.

Der Rückschläger lässt solange die Augen zu, bis der Ballabsprung vom Schläger zu hören ist.

Slice oder Stoppball

Bei jedem Ballwechsel hat der Tennisspieler die Möglichkeit zwischen mehreren Schlagarten zu entscheiden. Je nach taktischer Situation wird dann Slice, Topspin oder ein Stoppball gespielt. In der Regel sollte man den Gegner so oft wie möglich unter Druck setzen. Zahlreiche Situationen erlauben auch Stoppbälle als gute Alternative. Diese zu antizipieren wird bei der folgenden Übung trainiert.

Nach einem Aufschlag in die Rückhand (Übung erklärt aus Sicht von zwei Rechtshändern) spielen beide Partner Slice mit der Rückhand. Je nach Situation entscheidet einer der beiden beliebig, wann ein Stoppball gesetzt wird.

Ziel der Übung:

Erkennung der verschiedenen Schlagarten aus dem Augenwinkel
Verbesserung der Antizipationsfähigkeit
Parallel: Training der Reaktionsfähigkeit

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Koordination – Autor: kd
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17. Oktober 2014 um 09:13

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Theorie

Wahlreaktionen im Tennis können sich zum Einen auf die Schlagart (Topspin, Slice) beziehen, zum Anderen auch auf die Platzierung, welche vom agierenden Spieler gewählt wird (in VH oder in RH spielen).

Schlagart variieren

Je variabler ein Tennisspieler agiert, umso effektiver wird sein Spiel. Durch eine häufige Variation der Schläge, z.B. durch Spin und Tempovariation kann sich der Gegner schlecht auf ein immer wiederkehrendes Schema einstellen.

Dies kann auch trainiert werden. Zum Beispiel indem beim Spiel Cross Cross ein Trainingspartner passiv spielt und der zweite bewusst einmal schnittlos und einmal Topspin im Wechsel spielt. Variationen sind bei dieser Übung mit allen Schlagtechniken möglich.

Kein Ball kommt auf die gleiche Stelle im Punktspiel

Das im Punktspiel jeder versucht seinen Kontrahenten auszuspielen ist allen bekannt. Jedoch ist es die Kunst diverse Schläge des Gegners zu ahnen (Antizipation) oder auch als agierender Spieler möglichst ohne nachdenken zu müssen, den Gegner gezielt auszuspielen.

Um dies zu verinnerlichen werden diverse Bewegungsmuster einstudiert, welche in Trainingsübungen eingebaut werden können. Ein Beispiel für eine taktische Maßnahme, die viele unbewusst anwenden ist es den gegnerischen Spieler weit auf die Rückhand nach außen zu treiben. Durch zwei oder mehrere gut platzierte Bälle weit nach außen, wird dieser zur Seite gedrängt. Im Anschluss wird weit in die Vorhand gespielt. Diesen Ball können die wenigsten so hart und platziert zurückspielen, dass der Punktgewinn noch möglich ist.

Die Artikel in den folgenden Wochen zielen darauf ab, dass diese und ähnliche Wahlreaktionen einstudiert werden. Das Antizipation bewusst trainiert wird und das eine Bewegungsabwandlung (z.B. im letzten Moment gegen die Laufrichtung spielen) einstudiert werden.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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10. Oktober 2014 um 09:12

Kreative Erwärmungsideen im Tennis – Teil 2

Kinderspiele lassen sich ebenso ins Erwärmungsprogramm integrieren, wie Sprints oder Ballspiele. Wichtig ist nicht bei jedem Training das gleiche zu machen, die Kinder „bei Laune“ zu halten.

Standartspiele einbauen – Feuer, Wasser, Sand

Das oftmals im Kindergarten oder in der Grundschule eingesetzte Spiel Feuer, Wasser, Sand ist ein Klassiker. Es eignet sich für nahezu jede Altersstufe. Die Kleinen lieben es sowieso, die nächste Altersstufe spielt es auch gern, die Älteren fühlen sich an die Kindheit erinnert und sind sich meistens auch nicht zu schade, um dieses Spiel mitzumachen.

Alle Teilnehmer laufen in der Halle oder auf dem Trainingsplatz wild umher. Sobald der Trainer ruft „Feuer“, so müssen sich alle schnellstmöglich hinlegen. Ruft der Trainer Wasser ist das Ziel sich so schnell es geht auf eine Erhöhung zu bewegen. Denn dort ist man vor dem Ertrinken sicher. Bei dem Signal „Wind“ müssen sich alle Teilnehmer schnellstmöglich umarmen, damit sich nicht weggeweht werden.

Das Ganze wird wie eine Art Wettkampf ausgetragen. Derjenige, der sich zuletzt in die geforderte Position bringt (Erhöhung, auf den Boden legen, Umarmen) muss eine kleine „Strafe“ ausführen z.B. 10 Liegestütze oder 10 Rumpfbeugen.

2 Völkerball

Beim 2 Völkerball wird ein mittelgroßer Ball benötigt und die Teilnehmer werden in zwei Gruppen (Völker) eingeteilt. Der Ball dient als „Waffe“ um die Gegenspieler abzuschießen. Hierbei darf nicht auf das Gesicht gezielt werden. Ist einer getroffen, so muss er aus dem Spielfeld. Von außerhalb des Spielfelds darf er die gegnerischen Spieler ebenso abschießen. Ist dies geglückt, darf er wieder zurück ins Spielfeld.

Ziel ist alle gegnerischen Spieler abzuschießen. Ist dies geglückt, so kommt der letzte Joker des Volkes ins Spiel, der „Strohmann“. Dieser wurde im Vorfeld von jedem Team bestimmt. Er hat drei Leben. Wurde der Strohmann dreimal abgeschossen, so hat dieses Team verloren.

Stein, Papier, Schere

Zunächst die generellen Regeln: Stein schlägt die Schere. Papier gewinnt gegen den Stein. Schwere gewinnt (zerschneidet) das Papier. Soviel zur Theorie. Die drei Gegenstände werden mit den Fingern simuliert – viele kennen das Spiel.

Um dieses für ein Schnelligkeitstraining einzusetzen, stehen sich zwei Teilnehmer gegenüber. Diese geben beide die Wortlaute „Klick, Klack, Kluck“ von sich. Im Anschluss müssen sie sich für eines der drei Symbole entscheiden.

Der Gewinner jagt danach den Verlierer, d.h. der Verlierer muss vor dem Gewinner wegrennen. Dadurch wird das beliebte Kinderspiel zu einem effektiven Schnelligkeitstraining. Diese Übung sollte 3-5 Mal durchgeführt werden.

Autor: Matthias Bormann

2. Oktober 2014 um 09:12

Kreative Erwärmungsideen im Tennis – Teil 1

Stupides Rundenlaufen war gestern. Die Erwärmung im Tennis sollte möglichst abwechslungsreich sein. Dies bezieht sich nicht nur auf die Art der Laufübungen, die so häufig angewendet werden. Gerade im Kinder und Jugendtraining sollte man als Trainer auch mal alternativen einbauen, um die die Trainingsgruppe bei Laune zu halten.

Erwärmung mittels Fußball mit Tennisbällen

Ist die Grunderwärmung erfolgt (man kann ja auch mal nur 3 Runden zu Beginn laufen), so könnte ein Erwärmungsspiel folgen. Beim Fußball mit Tennisbällen, wird nix anderes gemacht, als Fußball mit einem etwas kleineren Ball zu spielen.

Fußball ist bei vielen Tennisspielern beliebt und heitert die Stimmung auf. Nicht selten kommen einige Kinder lieber ins Training, wenn sie wissen, dass zu Beginn auch mal Fußball gespielt wird.

Eine Spezialform, die ebenso möglich ist ist Fußballtennis. Dabei wird das Tennisnetz ganz normal genutzt und mit einem Fußball über dieses gespielt. Der Ball darf nur einmal auf der gegnerischen Hälfte aufkommen. Anschließend muss er auf die andere Seite gespielt werden. Volley ist ebenso erlaubt, jedoch darf der Ball nie ein zweites Mal aufkommen, sonst erhält die gegnerische Mannschaft einen Punkt.

Erwärmung mit Schnelligkeitstraining – Bälle klauen

Das „Bälle klauen“ bezieht sich auf ein Schnelligkeitsspiel, welches im Anschluss an die allgemeine Erwärmung erfolgen kann. Alle Teilnehmer stellen sich in einem Kreis auf und legen ihren Tennisschläger auf den Boden.

In der Mitte des Kreises steht ein Ballkorb mit sehr vielen Tennisbällen. Erfolgt das Zeichen des Tennistrainers, so geht ein Wettrennen los. Jeder Teilnehmer darf immer nur einen Ball in die Hand nehmen und versucht diesen schnellstmöglich zu seinem Schläger zu transportieren. Gewonnen hat derjenige, der am Ende der Zeit (Vorgabe des Trainers) die meisten Tennisbälle auf seinem Schläger liegen hat.

Autor: Matthias Bormann

20. September 2014 um 09:11

Alternativen im Kindertraining – Teil 2

Die Trainingsgruppe ist in der Regel von verschiedenen Charakteren bei den Kindern und Jugendlichen geprägt. Einige sind sehr ehrgeizig, andere kommen ins Training, um Spaß am Spiel zu haben.

Mal mit der linken Hand spielen

Ein vielfältig einsetzbares Mittel der Trainingsgestaltung ist es den Trainingsbetrieb zu variieren. Das Spielen mit der schwachen Hand zum Beispiel hilft nicht nur dabei die Motivation hoch zu halten. Dabei wird sich der Spieler ebenso der Techniken mehr bewusst.

Dadurch, dass die Spieltechnik mit dem schwachen Arm logischerweise nicht so gut ausgebildet ist, wie mit dem starken Arm, überlegt der Spieler unbewusst, wie dieser Schlag denn theoretisch ausgeübt werden muss. Dadurch gelingt er dann im Optimalfall auch mit der schwachen Hand. Gleichzeitig wird die Assoziation zur starken Hand geschaffen und man der Spieler denkt darüber nach, welche Fehler mit der starken Hand gemacht werden.

Doppel mit nur einem Schläger

Wie die Überschrift bereits verrät, geht es bei dem Doppel mit nur einem Schläger darum, dass sich die Spieler mit dem Schläger abwechseln. Direkt nach dem Aufschlag wird der Schläger also seinem Partner übergeben. Die Übergabe erfolgt nach jedem Schlag, sodass der Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht wird.

Zu Beginn der Übung ist es ratsam, dass der Trainer vorgibt, dass die Ballwechsel in einer niedrigen Frequenz gespielt werden. Mit anderen Worten, Ziel ist es möglichst viele Ballwechsel ohne Fehler zu spielen. Dadurch gewöhnen sich die Spieler an das Tempo und an die Bewegungsabläufe bei der Schlägerübergabe.

Autor: Matthias Bormann

13. September 2014 um 09:09

Alternativen im Kindertraining – Teil 1

Die Ausbildung von Technik und Taktik sind Bestandteil eines jeden Kindertrainings im Tennis. Die Schwierigkeit als Trainer ist es oftmals die Konzentration dabei hoch zu halten. Wenn diese einmal nicht mehr da ist, so hilft auch kein Betteln mehr. Man muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Chinesisch im Tennis

Die Trainingsform Chinesisch wird vorwiegend mit dem Tischtennis – vor allem dem Pausenspiel Tischtenns in der Schule – verbunden. Die exakte Bezeichnung lautet eigentlich Rundlauf.

Im Tennis lässt sich dieses Spiel ebenso durchführen und eignet sich bei folgenden Situationen:

• zur Erwärmung
• zur Auflockerung zwischendurch
• als Spaßspiel zum Ausklang der Trainingsstunde

Rundlauf/ Chinesisch eignet sich bei einer Anzahl von 3 bis ca. 10 Teilnehmern. Auf einer Seite des Tennisplatzes stellen sich mindestens zwei Spieler auf. Auf der anderen Seite steht mindestens einer. Die Anzahl kann theoretisch unendlich hoch werden, jedoch wird es dann das Spiel nicht mehr so effektiv.

Sobald ein Teilnehmer einen Schlag fehlerfrei durchgeführt hat, rennt er im Uhrzeigersinn auf die andere Seite und stellt sich hinten an. Dadurch wird die gesamte Trainingsgruppe in Bewegung gehalten. Im Normalfall scheidet derjenige, der einen Fehler gemacht hat aus. Wenn nur noch zwei Spieler übrig sind, spielen diese einen Punkt aus. Wenn beide 0 Punkte haben oder eine gleiche Anzahl an Punkten, so machen sie ein Spiel “um die Angabe”. Dabei wird zunächst ein Ball recht ungefährlich eingespielt, im Anschluss versucht jeder den Punkt zu machen. Der Gewinner darf Angabe machen und hat damit einen kleinen Vorteil. Wenn der Punkt ausgespielt ist, merkt sich der Gewinner das Ergebnis und hat den ersten Punkt. Der Trainer sollte festlegen, wann das Gesamtspiel zu Ende ist. Möglichkeiten sind z.B.:

• Zeitvorgabe
• Punktvorgabe (der, der zuerst 5 Punkte hat gewinnt)

Varianten des Rundlaufs

Die Spielform Chinesisch kann auch schnell langweilig werden. Dann ist Kreativität beim Tennistrainer gefragt. Eine Variante, die vielen Kindern Freude bereitet ist es, pro Seite nur mit einem Schläger zu spielen. Ansonsten können auch Vorgaben gemacht werden, wie gespielt werden muss. Zum Beispiel nur Slice, hoch, zählt mal die Ballwechsel und spielt auf Sicherheit, nur Rückhand oder nur mit der Vorhand spielen.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Kindertraining – Autor: kd
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