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17. Oktober 2014 um 09:13

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Theorie

Wahlreaktionen im Tennis können sich zum Einen auf die Schlagart (Topspin, Slice) beziehen, zum Anderen auch auf die Platzierung, welche vom agierenden Spieler gewählt wird (in VH oder in RH spielen).

Schlagart variieren

Je variabler ein Tennisspieler agiert, umso effektiver wird sein Spiel. Durch eine häufige Variation der Schläge, z.B. durch Spin und Tempovariation kann sich der Gegner schlecht auf ein immer wiederkehrendes Schema einstellen.

Dies kann auch trainiert werden. Zum Beispiel indem beim Spiel Cross Cross ein Trainingspartner passiv spielt und der zweite bewusst einmal schnittlos und einmal Topspin im Wechsel spielt. Variationen sind bei dieser Übung mit allen Schlagtechniken möglich.

Kein Ball kommt auf die gleiche Stelle im Punktspiel

Das im Punktspiel jeder versucht seinen Kontrahenten auszuspielen ist allen bekannt. Jedoch ist es die Kunst diverse Schläge des Gegners zu ahnen (Antizipation) oder auch als agierender Spieler möglichst ohne nachdenken zu müssen, den Gegner gezielt auszuspielen.

Um dies zu verinnerlichen werden diverse Bewegungsmuster einstudiert, welche in Trainingsübungen eingebaut werden können. Ein Beispiel für eine taktische Maßnahme, die viele unbewusst anwenden ist es den gegnerischen Spieler weit auf die Rückhand nach außen zu treiben. Durch zwei oder mehrere gut platzierte Bälle weit nach außen, wird dieser zur Seite gedrängt. Im Anschluss wird weit in die Vorhand gespielt. Diesen Ball können die wenigsten so hart und platziert zurückspielen, dass der Punktgewinn noch möglich ist.

Die Artikel in den folgenden Wochen zielen darauf ab, dass diese und ähnliche Wahlreaktionen einstudiert werden. Das Antizipation bewusst trainiert wird und das eine Bewegungsabwandlung (z.B. im letzten Moment gegen die Laufrichtung spielen) einstudiert werden.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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10. Oktober 2014 um 09:12

Kreative Erwärmungsideen im Tennis – Teil 2

Kinderspiele lassen sich ebenso ins Erwärmungsprogramm integrieren, wie Sprints oder Ballspiele. Wichtig ist nicht bei jedem Training das gleiche zu machen, die Kinder „bei Laune“ zu halten.

Standartspiele einbauen – Feuer, Wasser, Sand

Das oftmals im Kindergarten oder in der Grundschule eingesetzte Spiel Feuer, Wasser, Sand ist ein Klassiker. Es eignet sich für nahezu jede Altersstufe. Die Kleinen lieben es sowieso, die nächste Altersstufe spielt es auch gern, die Älteren fühlen sich an die Kindheit erinnert und sind sich meistens auch nicht zu schade, um dieses Spiel mitzumachen.

Alle Teilnehmer laufen in der Halle oder auf dem Trainingsplatz wild umher. Sobald der Trainer ruft „Feuer“, so müssen sich alle schnellstmöglich hinlegen. Ruft der Trainer Wasser ist das Ziel sich so schnell es geht auf eine Erhöhung zu bewegen. Denn dort ist man vor dem Ertrinken sicher. Bei dem Signal „Wind“ müssen sich alle Teilnehmer schnellstmöglich umarmen, damit sich nicht weggeweht werden.

Das Ganze wird wie eine Art Wettkampf ausgetragen. Derjenige, der sich zuletzt in die geforderte Position bringt (Erhöhung, auf den Boden legen, Umarmen) muss eine kleine „Strafe“ ausführen z.B. 10 Liegestütze oder 10 Rumpfbeugen.

2 Völkerball

Beim 2 Völkerball wird ein mittelgroßer Ball benötigt und die Teilnehmer werden in zwei Gruppen (Völker) eingeteilt. Der Ball dient als „Waffe“ um die Gegenspieler abzuschießen. Hierbei darf nicht auf das Gesicht gezielt werden. Ist einer getroffen, so muss er aus dem Spielfeld. Von außerhalb des Spielfelds darf er die gegnerischen Spieler ebenso abschießen. Ist dies geglückt, darf er wieder zurück ins Spielfeld.

Ziel ist alle gegnerischen Spieler abzuschießen. Ist dies geglückt, so kommt der letzte Joker des Volkes ins Spiel, der „Strohmann“. Dieser wurde im Vorfeld von jedem Team bestimmt. Er hat drei Leben. Wurde der Strohmann dreimal abgeschossen, so hat dieses Team verloren.

Stein, Papier, Schere

Zunächst die generellen Regeln: Stein schlägt die Schere. Papier gewinnt gegen den Stein. Schwere gewinnt (zerschneidet) das Papier. Soviel zur Theorie. Die drei Gegenstände werden mit den Fingern simuliert – viele kennen das Spiel.

Um dieses für ein Schnelligkeitstraining einzusetzen, stehen sich zwei Teilnehmer gegenüber. Diese geben beide die Wortlaute „Klick, Klack, Kluck“ von sich. Im Anschluss müssen sie sich für eines der drei Symbole entscheiden.

Der Gewinner jagt danach den Verlierer, d.h. der Verlierer muss vor dem Gewinner wegrennen. Dadurch wird das beliebte Kinderspiel zu einem effektiven Schnelligkeitstraining. Diese Übung sollte 3-5 Mal durchgeführt werden.

Autor: Matthias Bormann

2. Oktober 2014 um 09:12

Kreative Erwärmungsideen im Tennis – Teil 1

Stupides Rundenlaufen war gestern. Die Erwärmung im Tennis sollte möglichst abwechslungsreich sein. Dies bezieht sich nicht nur auf die Art der Laufübungen, die so häufig angewendet werden. Gerade im Kinder und Jugendtraining sollte man als Trainer auch mal alternativen einbauen, um die die Trainingsgruppe bei Laune zu halten.

Erwärmung mittels Fußball mit Tennisbällen

Ist die Grunderwärmung erfolgt (man kann ja auch mal nur 3 Runden zu Beginn laufen), so könnte ein Erwärmungsspiel folgen. Beim Fußball mit Tennisbällen, wird nix anderes gemacht, als Fußball mit einem etwas kleineren Ball zu spielen.

Fußball ist bei vielen Tennisspielern beliebt und heitert die Stimmung auf. Nicht selten kommen einige Kinder lieber ins Training, wenn sie wissen, dass zu Beginn auch mal Fußball gespielt wird.

Eine Spezialform, die ebenso möglich ist ist Fußballtennis. Dabei wird das Tennisnetz ganz normal genutzt und mit einem Fußball über dieses gespielt. Der Ball darf nur einmal auf der gegnerischen Hälfte aufkommen. Anschließend muss er auf die andere Seite gespielt werden. Volley ist ebenso erlaubt, jedoch darf der Ball nie ein zweites Mal aufkommen, sonst erhält die gegnerische Mannschaft einen Punkt.

Erwärmung mit Schnelligkeitstraining – Bälle klauen

Das „Bälle klauen“ bezieht sich auf ein Schnelligkeitsspiel, welches im Anschluss an die allgemeine Erwärmung erfolgen kann. Alle Teilnehmer stellen sich in einem Kreis auf und legen ihren Tennisschläger auf den Boden.

In der Mitte des Kreises steht ein Ballkorb mit sehr vielen Tennisbällen. Erfolgt das Zeichen des Tennistrainers, so geht ein Wettrennen los. Jeder Teilnehmer darf immer nur einen Ball in die Hand nehmen und versucht diesen schnellstmöglich zu seinem Schläger zu transportieren. Gewonnen hat derjenige, der am Ende der Zeit (Vorgabe des Trainers) die meisten Tennisbälle auf seinem Schläger liegen hat.

Autor: Matthias Bormann

20. September 2014 um 09:11

Alternativen im Kindertraining – Teil 2

Die Trainingsgruppe ist in der Regel von verschiedenen Charakteren bei den Kindern und Jugendlichen geprägt. Einige sind sehr ehrgeizig, andere kommen ins Training, um Spaß am Spiel zu haben.

Mal mit der linken Hand spielen

Ein vielfältig einsetzbares Mittel der Trainingsgestaltung ist es den Trainingsbetrieb zu variieren. Das Spielen mit der schwachen Hand zum Beispiel hilft nicht nur dabei die Motivation hoch zu halten. Dabei wird sich der Spieler ebenso der Techniken mehr bewusst.

Dadurch, dass die Spieltechnik mit dem schwachen Arm logischerweise nicht so gut ausgebildet ist, wie mit dem starken Arm, überlegt der Spieler unbewusst, wie dieser Schlag denn theoretisch ausgeübt werden muss. Dadurch gelingt er dann im Optimalfall auch mit der schwachen Hand. Gleichzeitig wird die Assoziation zur starken Hand geschaffen und man der Spieler denkt darüber nach, welche Fehler mit der starken Hand gemacht werden.

Doppel mit nur einem Schläger

Wie die Überschrift bereits verrät, geht es bei dem Doppel mit nur einem Schläger darum, dass sich die Spieler mit dem Schläger abwechseln. Direkt nach dem Aufschlag wird der Schläger also seinem Partner übergeben. Die Übergabe erfolgt nach jedem Schlag, sodass der Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht wird.

Zu Beginn der Übung ist es ratsam, dass der Trainer vorgibt, dass die Ballwechsel in einer niedrigen Frequenz gespielt werden. Mit anderen Worten, Ziel ist es möglichst viele Ballwechsel ohne Fehler zu spielen. Dadurch gewöhnen sich die Spieler an das Tempo und an die Bewegungsabläufe bei der Schlägerübergabe.

Autor: Matthias Bormann

13. September 2014 um 09:09

Alternativen im Kindertraining – Teil 1

Die Ausbildung von Technik und Taktik sind Bestandteil eines jeden Kindertrainings im Tennis. Die Schwierigkeit als Trainer ist es oftmals die Konzentration dabei hoch zu halten. Wenn diese einmal nicht mehr da ist, so hilft auch kein Betteln mehr. Man muss sich etwas anderes einfallen lassen.

Chinesisch im Tennis

Die Trainingsform Chinesisch wird vorwiegend mit dem Tischtennis – vor allem dem Pausenspiel Tischtenns in der Schule – verbunden. Die exakte Bezeichnung lautet eigentlich Rundlauf.

Im Tennis lässt sich dieses Spiel ebenso durchführen und eignet sich bei folgenden Situationen:

• zur Erwärmung
• zur Auflockerung zwischendurch
• als Spaßspiel zum Ausklang der Trainingsstunde

Rundlauf/ Chinesisch eignet sich bei einer Anzahl von 3 bis ca. 10 Teilnehmern. Auf einer Seite des Tennisplatzes stellen sich mindestens zwei Spieler auf. Auf der anderen Seite steht mindestens einer. Die Anzahl kann theoretisch unendlich hoch werden, jedoch wird es dann das Spiel nicht mehr so effektiv.

Sobald ein Teilnehmer einen Schlag fehlerfrei durchgeführt hat, rennt er im Uhrzeigersinn auf die andere Seite und stellt sich hinten an. Dadurch wird die gesamte Trainingsgruppe in Bewegung gehalten. Im Normalfall scheidet derjenige, der einen Fehler gemacht hat aus. Wenn nur noch zwei Spieler übrig sind, spielen diese einen Punkt aus. Wenn beide 0 Punkte haben oder eine gleiche Anzahl an Punkten, so machen sie ein Spiel “um die Angabe”. Dabei wird zunächst ein Ball recht ungefährlich eingespielt, im Anschluss versucht jeder den Punkt zu machen. Der Gewinner darf Angabe machen und hat damit einen kleinen Vorteil. Wenn der Punkt ausgespielt ist, merkt sich der Gewinner das Ergebnis und hat den ersten Punkt. Der Trainer sollte festlegen, wann das Gesamtspiel zu Ende ist. Möglichkeiten sind z.B.:

• Zeitvorgabe
• Punktvorgabe (der, der zuerst 5 Punkte hat gewinnt)

Varianten des Rundlaufs

Die Spielform Chinesisch kann auch schnell langweilig werden. Dann ist Kreativität beim Tennistrainer gefragt. Eine Variante, die vielen Kindern Freude bereitet ist es, pro Seite nur mit einem Schläger zu spielen. Ansonsten können auch Vorgaben gemacht werden, wie gespielt werden muss. Zum Beispiel nur Slice, hoch, zählt mal die Ballwechsel und spielt auf Sicherheit, nur Rückhand oder nur mit der Vorhand spielen.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Kindertraining – Autor: kd
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28. August 2014 um 16:41

Training der Rückhand im Tennis – der Rückhand Winner

Hart geschlagenen Bälle sollten erst trainiert werden, wenn die Technik erlernt ist. Erst dann macht es Sinn als Tennistrainer direkt Übungen hierfür vorzugeben.

Sinn und Unsinn von hart geschlagenen Bällen mit der Rückhand

Man wird es nicht vermeiden können, dass gerade Kinder und Jugendliche im Training einfach mal “dranhauen” wollen. Im Gegenteil: Es erfordert viel Disziplin, dass eine Trainingsübung stets zu Ende gespielt wird, ohne, dass ein Kind dem Drang wiedersteht, auszutesten, ob auch einer harter Schlag funktioniert. Das ist gut so und nur logisch, weil es einfach mehr Spaß macht.

Generell ist mit der Vorhand ein besserer Hebel gegeben, sodass es in vielen Fällen mehr Sinn macht, sich für einen Endschlag auf die Vorhand umzustellen und diese schließlich möglichst hart und platziert einzusetzen. Bei der Rückhand bringt oftmals die Platzierung mehr, als der Versuch den direkten Punktgewinn mit einem sehr harten Schlag zu erzielen.

Rückhand longline als Winner

Die Rückhand als Winner einzusetzen macht in Spielsituationen Sinn, wenn der Gegner bereits weit in seine eigene Rückhand gedrängt wurde. Dann ist die Vorhandseite frei und die Möglichkeit ist gegeben eben longline zu punkten.

Eine Situation, wie sie durch eine Übung geschaffen werden kann ist folgende:

Spieler 1 (oben) und Spieler (unten) spielen gemeinsam eine Übung, bei der die Spieleröffnung nach einem Aufschlag geschieht. Der Aufschlag wird von Spieler 1 so ausgeführt, dass er bereits weit nach außen gespielt wird. Der erste Schlag von Spieler 2 ist Rückhand cross (1), dieser wird ebenfalls cross retourniert (2). Nach einem weiteren Cross geschlagenen Ball (3) von Spieler 2 erfolgt der Rückhand Winner longline (4) von Spieler 1. Sollte Spieler 2 den Ball erreichen, versuchen beide Trainingspartner den Punkt zu erzielen.

Kurzbeschreibung:

• Spieler 1: Aufschlag weit nach außen
• Spieler 2: Rückhand cross (1)
• Spieler 1: Rückhand cross (2)
• Spieler 2: Rückhand cross (3)
• Spieler 1: Rückhand longline als Winner (4)
• frei

Autor: Matthias Bormann

21. August 2014 um 16:40

Trainingübungen für die Rückhand – Teil 2

Nach der Phase der Technikerlernung, sollte diese gefestigt werden. Hierfür eignen sich zahlreiche Übungen, wovon im folgenden einige vorgestellt werden.

Rückhand cross, Rückhand longline in einer Übung

Der Wechsel zwischen dem Spielen des Balls einmal cross und einmal longline fällt vielen Tennisspielern schwer. Nicht nur die Körperdrehung, auch die Stellung zum Ball und der Armschwung werden geringfügig abgewandelt.

Um dies zu trainieren eignet sich folgende Übung:

Spieler 1, welcher sich auf der oberen Hälfte des Tennisfeldes befindet spielt passiv. Er verteilt die Bälle so, wie es das Schema der Übung vorgibt und ermöglicht durch präzise Zuspiele, dass Spieler 2 die Techniken Rückhand Cross und Rückhand longline üben kann. Spieler 2 achtet besonders auf die Feinabstimmung der Schlagbewegung und bekommt alle Bälle auf den gleichen Punkt auf der Rückhand gespielt.

Beide Spieler spielen je 2 Bälle Rückhand cross. Danach spielt Spieler 2 zwei Bälle Rückhand longline, die Spieler 1 ebenfalls longline zurückspielt. Die Aufgabe ist es nicht sich die Bälle “um die Ohren” zu hauen. Jeder der beiden Trainingspartner spielt auf Sicherheit, sodass beide gezielt ihre Technik üben können:

Kurzbeschreibung:

• Spieler 1: 2 mal Rückhand Cross
• Spieler 2: 2 mal Rückhand Cross
• Spieler 1: 2 mal Rückhand longline
• Spieler 2: 2 mal Rückhand longline
• Übung beginnt von vorn und wird solange gespielt, bis ein Fehler erfolgt

Viele Wiederholungen durch einen Anreiz

Gerade Kinder und Jugendliche brauchen einen Anreiz, um in der Phase der Technikerlernung häufig beispielsweise Cross – Cross oder Longline – Longline zu üben. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Wettkampf.

Welches Spielerpaar schafft die meisten Wiederholungen?

Durch das Zählen der gespielten Bälle entsteht ein kleiner Wettkampf. Kinder wollen sich immer messen, sich vergleichen – wer ist der bessere? Durch diese simple Abwandlung wird ein Reiz gegeben. Wichtig ist, dass der Trainer die Zählmethode festlegt. Es gibt die Varianten. Zählen jedes Balls, der geschlagen wird oder zählen der Ballwechsel.

Die Übung lässt sich natürlich abwandeln. Eine Möglichkeit sieht wie folgt aus:

Spieler 1 spielt immer passiv und bekommt jeden Ball auf die Rückhand gespielt. Spieler 2 bekommt den ersten Ball auf die Rückhand und den zweiten Ball auf die Vorhand. Ist diese Kombination abgeschlossen zählt dies wie “Eins”. Nun wird das Schema erweitert. Spieler 2 muss nun zwei Bälle mit der Rückhand und einen mit der Vorhand spielen “Zwei”. Die nächste Stufe sind drei Bälle mit der Rückhand und einer mit der Vorhand “Drei”. Dieses Schema lässt sich sehr weit fortführen. Sinnvoll ist es als Trainer zu bestimmen, wie viele Wiederholungen geschafft werden sollen, bis die Übung beendet ist. Die Alternative ist eine Zeitvorgabe.

Autor: Matthias Bormann

14. August 2014 um 16:38

Trainingübungen für die Rückhand – Teil 1

Egal, ob die beidseitige, oder ob die einseitige Rückhand eingesetzt wird, der Erfolg tritt nur bei stetigem Üben ein.

Die Erlernung der Rückhand Schlagtechniken

Um die Rückhandtechnik zu erlernen, sollte zunächst das Ballgefühl vorhanden sein. Gerade im Kindertraining wird hierfür oftmals den Kindern freier Lauf gelassen. Wichtig ist es viele Bälle über das Netz oder auch ohne Netz zum Trainingspartner zu spielen. Gezielt sollte mit Vor- oder Rückhand gespielt werden, ohne konsequente Technikkorrektur. Der Spaß am Spiel steht hierbei im Vordergrund. Ist das besagte Ballgefühl, das Gefühl für Raum, Zeit und Schlagtreffpunkt erlernt, so kann der Trainer konkrete Anweisungen zur Technikerlernung geben. Dafür eignen sich dann die Beschreibungen der vergangenen beiden Artikel. Wird dem Kind von vornherein beigebracht, dass es die Schlagphasen gibt und wie sie sich unterscheiden, kann man konkret darauf eingehen und Verbesserungsvorschläge bringen.

Übung für die Ballsicherheit mit der Rückhand

Eine simple Übung zur Ballsicherheit ist das Spielen im Cross-Cross. Jeder Spieler befindet sich auf einer Hälfte des Tennisplatzes. Durch die Endlosübung Cross – Cross wird das Gefühl für die Länge, den Ballabsprung und für die Technik an sich geschult. Zur Technikerlernung ist es sogar noch besser, wenn der Trainer aus dem Balleimer zuspielt. Dann landet jeder Ball exakt auf dem für die Erlernung der Technik optimalen Punkt. Der Spieler muss sich nicht großartig bewegen und kann sich voll und ganz auf die Ausführung der Schlagtechnik konzentrieren.

Um die Übung etwas komplexer werden zu lassen ist folgende Anpassung möglich:

• Spieler 1: Rückhand Cross in unbestimmter Häufigkeit (1)
• Spieler 2: Rückhand Cross in unbestimmter Häufigkeit (1)
• irgendwann entscheidet sich Spieler 2 einmal longline zu spielen (2)
• dieser Ball muss von Spieler eins zurückgespielt werden und das Schema geht von vorn los (1)

Autor: Matthias Bormann

7. August 2014 um 16:38

Die beidseitige Rückhand im Tennis

Es ist Geschmackssache, welche Schlagtechnik, ob einseitige, oder beidseitige Rückhand gespielt werden. Selbst die Profis wenden unterschiedliche Schlagtechniken an. Man sollte sich jedoch auf eine der beiden spezialisieren, um nicht ständig hin und her wechseln zu müssen.

Einseitige Rückhand – Die Schlagtechnik

Zunächst geht es wieder um den Punkt der Schlagvorbereitung. Als Griffform kann der Easternrückhandgriff und der Kontinentalgriff zum Einsatz kommen. Zunächst stellt sich der Tennisspieler mit breitem dynamischen Split-Step in die optimale Position. Je nach Situation wird die Schlagstellung angepasst. Es kann zur offenen, halboffenen oder geschlossenen Schlagstellung kommen, je nachdem, wie der vorher gespielte Ball ankommt.

Die Ausholphase

Zunächst wird die Schlagbewegung durch eine Drehung der Schulterachse eingeleitet. Dabei wird das Körpergewicht durch eine Verlagerung auf das vordere Bein gebracht. Wie auch beim einseitigen Rückhandgriff wird dadurch Vorspannung aufgebaut. Dabei sind die Arme angewinkelt und der Schlägerkopf bis ca. auf Kopfhöhe nach hinten geführt. Durch einen großen Schritt sollte versucht werden die Balance zu halten.

Die Schlagphase

Während der Schlagphase wird der Schlägerkopf unter den voraussichtlichen Treffpunkt des Balls gesenkt. Dabei sollten die Arme und das Handgelenk berücksichtigt werden. Bei der Ausführung des Schlags dominiert die obere linke Hand. Der Treffpunkt ist seitlich vor dem Körper, je nach Situation befindet sich dieser zwischen Hüfte und Schultern. Die Arme werden dabei leicht gebeugt und der Schlägerkopf wird von unten nach oben beschleunigt.

Die Ausschwungphase

Die Beschleunigung des Schlägerkopfs wird nun weiter fortgesetzt. Wichtig ist wieder keine abrupte Abbremsbewegung. Im Normalfall sollte der Schläger über die Schulter ausschwingen. Schließlich erfolgt eine ökonomische Abbremsbewegung, die bei angewinkelten Armen geschieht.

Autor: Matthias Bormann

31. Juli 2014 um 16:38

Die einseitige Rückhand im Tennis

Die Rückhand kann eine echte Waffe im Tennisspiel werden, wenn man sie richtig beherrscht. Viele nutzen sie jedoch nur zum Ballhalten, um später mit der Vorhand hart zu punkten. Es gibt zwei Techniken, die für die Rückhand genutzt werden. Diese werden im folgenden vorgestellt.

Einseitige Rückhand – Die Schlagtechnik

Generell wird die Bewegung in drei Phasen eingeteilt. Diese Phasen sind die Ausholbewegung, die Schlagphase und die Ausschwungphase. Im Vorfeld der Bewegung sollte ein breiter dynamischer “Split-Step” zum Ball gemacht werden. Die Schlägerhaltung ist geschlossen, bei Zeitdruck kann diese auch offen sein. Die Griffform nennt sich “Extremer Rückhand Griff”, auch bezeichnet als Easternrückhandgriff.

Die Ausholphase

Nun zu den einzelnen Schlagphase. Jede Schlagtechnik beginnt mit einer Ausholphase. Diese wird durch eine Drehung der Schulterachse und unter Hilfe der linken Hand am sog. Schlägerherz eingeleitet. Dadurch kommt es zum Aufbau von Vorspannung. Durch Absenken des Körperschwerpunkts durch Verlagerung des Körpergewichts auf das linke Bein wird auch dieses vorgespannt, um später die notwendige Dynamik zu entwickeln. Der Schlägerkopf sollte ungefähr auf Kopfhöhe vorgeführt werden.

Die Schlagphase

Die Schlagphase wird eingeleitet durch das Auflösen der Vorspannung von unten nach oben. Dies geschieht dadurch, dass die linke Hand sich vom Schlägerherz löst. Der Schlägerkopf wird gleichzeitig unter Berücksichtigung des Handgelenks, soweit nach unten gesenkt, bis der voraussichtliche Treffpunkt des Balls erreicht ist.

Der Treffpunkt des Balls ist ein wesentliches Element während dieser Phase. Der Schlägerkopf wird währenddessen von unten nach vorne oben optimal beschleunigt. Kurz bevor der Treffpunkt erreicht ist, geht der Schlagarm in eine leichte Streckung über. Dabei wird das Handgelenk fixiert, sodass eine optimale Energieübertragung erhalten wird.

Die Ausschwungphase

Bei der Ausschwungphase wird die Bewegung der Schlagphase fortgeführt. Diese wird weit nach oben weitergeführt und schließlich langsam (ökonomisch abgebremst).

Autor: Matthias Bormann