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24. Mai 2017 um 09:29

Krafttraining für Tennis?

Die in der Überschrift eingebundene Frage, ob sich ein Krafttraining auch für Tennisspieler lohnt, lässt sich eindeutig mit JA beantworten. Sieht man sich die Entwicklung im Profisport an, so kommt es immer mehr auf eine ganzheitliche Fitness an.

Background zur Übung

Trainingswissenschaftlich betrachtet handelt es sich insbesondere um eine Stärkung der Schultermuskulatur. Ganzheitlich gesehen wird der gesamte Schulterbereich gestärkt, sowie der Trizeps und die Muskulatur der Arme.

Durch den Einsatz der sog. Vinyl-Kurzhanteln kommt eine Komponente hinzu, die die Bewegung erschwert und gleichzeitig den Sportler motiviert sich zu bewegen.

Übungsablauf

Am Anfang sollte sich der Sportler in einer neutralen Position befinden. Neben dem Körper befinden sich die Arme zusammen mit der Hantel.

Der Übungsablauf ist so, dass die Hanteln mit gestreckten Armen vor dem Körper angehoben werden. Das Ende der Bewegungsamplitude ist die angehobene Hand auf Schulterhöhe.

Wer die Übung variieren möchte, kann die Hanteln langsam absenken bis die Startposition eingenommen ist. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die gleiche Übung seitlich versetzt mit dem gegenüber liegenden Arm.

Intensität:

3 x 12 Wiederholungen
jeweils mit dem rechten und anschließend mit dem linken Arm
Pausen: ca. 30 Sekunden

Variante:

beide Arme gleichzeitig anheben
beide Arme mit unterschiedlicher Geschwindigkeit anheben

Kategorie: Krafttraining – Autor: kd
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13. Mai 2017 um 15:44

Training der Stabilisatoren

Zum Tennis gehört mehr als der Schlag. Nicht zuletzt zeichnet sich ein guter Tennisspieler auch durch die Beinarbeit aus und eine stabile Haltung in der Schlagbewegung aus. Demnach ist es sinnvoll mehr als nur eine schlagkräftige Schulter anführen zu können.

Daher soll die folgende Übung helfen die Stabilisatoren des Oberkörpers und einen festen Stand zu trainieren. Gerade nach längeren Sprints und abhängig vom Untergrund, kann bereits die Körperhaltung kurz vor der Schlagbewegung über dessen Erfolg entscheiden.

Übungsablauf:

Der Übende legt sich seitlich auf eine Gymnastikmatte. Zwischen den Füßen wird mit den Innenseiten ein Pilatesring fixiert. Dieser soll nun mit den Beinen über die Höhe des Kopfes gehoben werden, während der Oberkörper mit einer möglichst großen Fläche den Bodenkontakt hält.

Danach senkt man den Ring wieder ab, bis der untere Fuß fast den Boden berührt (siehe Abbildung).

Variation:

Um die Beinarbeit zu stärken, kann gleichzeitig viel Druck mit den Fußinnenseiten auf den Ring ausgeübt werden, indem man versucht diese zusammenzupressen. Zudem kann auch die Schnellkraftkomponente, die gerade für den Topspin und Slice wichtig ist, mittrainiert werden.

Dazu sollte das Anheben des Ringes möglichst explosiv erfolgen und das Absenken langsam.

Intensität: 4 x 6 Wiederholung bei 30 Sekunden Pause zwischen den Durchgängen.

Kategorie: Krafttraining – Autor: kd
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13. Januar 2017 um 18:28

Oberkörpererwärmung für das Tennis Spiel

Wer auf der Suche nach Alternativen bezüglich der Erwärmung im Tennisspiel ist, ist auf dieser Seite genau richtig. Heute im Fokus: Bodyswing.

Hintergründe der Trainingsübung

In kaum einer anderen Sportart sind die seitlich rotierenden Muskeln des Oberkörpers mehr gefragt als im Tennis. Egal ob beim Topspin oder beim Slice. Jeder Schlag wird neben dem Körper ausgeübt. Die Body Swing Übung wird mit einem Springseil ausgeführt.

Dieses dient als Referenz und Fixgerät, um die Übung durchführen zu können. Die Übung trainiert und erwärmt in erster Linie die Oberkörpermuskulatur. Sie gilt als alternative Erwärmungsübung und ist für jedes Trainingsniveau geeignet, da die Geschwindigkeit individuell gedrosselt werden kann.

Durchführungsdetails

body_swing_training

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Die Enden des Springseils werden zu Beginn in aufrechter Position in den Händen gehalten. Die Fäuste werden wie in der Abbildung zu sehen aneinander gehalten. Das Seil wird auf Brusthöhe an der Körperseite in einer Kreisbewegung nach vorn bewegt. Die Seiten wechseln ca. nach 30 Sekunden Übungsdurchführung.

Entsprechend des Trainingsniveaus kann die Geschwindigkeit der Kreisbewegung angepasst werden. Um die Übung zu erschweren, kann aus der Kreisbewegung des Sprungseils eine Achterbewegung gemacht werden.

Intensität:

3 x 30 Sekunden
jeweils auf der rechten und auf der linken Körperhälfte
Pausen: ca. 30 Sekunden

28. Oktober 2016 um 13:22

Stabilisierungsübung für Tennis

Im Tennissport sollten insbesondere die Arme, aber auch der Rücken über eine gute Grundstabilität verfügen. Da bleibt der Gang ins Fitnessstudio nicht aus, wenn man erfolgreich spielen möchte.

Reverse Butterfly – geht auch zu Hause

Sofern man einen Pezziball besitzt, ist die folgende Übung auch von zuhause aus möglich. Generell geht es darum die Muskulatur des oberen Rücken zu stärken und die Ganzkörperstabilität zu verbessern.

Viele Spieler leiden nach einer gewissen Zeit des Spielens an Rückenproblemen. Mit der folgenden Übung kann man diesem Effekt vorbeugen. Die Butterfly Reverse Übung kann sowohl mit dem rechten als auch mit dem linken Arm durchgeführt werden. Es ergibt sich eine Beanspruchung sowohl im Arm als auch im Oberen Rücken, wo bei die Muskulatur ebenso gedehnt wird.

Übungsdurchführung – kurz und knapp

reverse_butterfly
Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Für die Übung ist ein Pezziball und eine darunter liegende Matte notwendig. Frontal davor sind die Füße ausgerichtet. Dadurch werden sowohl Bauch, als auch Beine und Po angespannt. Dies führt dazu, dass die Hüfte gestreckt wird und bereits ohne eine weitere Bewegung eine hohe Grundspannung erzeugt wird.

Als nächstes wird der rechte Arm nach oben bewegt. Der Gegenarm wird gebeugt. Als Variante können beide Seiten abwechselnd noch oben und unten geführt werden.

Variationen

3 x 10 Wiederholungen
mit dem rechten und anschließend mit dem linken Arm
Pause: ca. 30 Sekunden

Kategorie: Stabilisation – Autor: kd
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11. September 2016 um 17:59

Tennis und Bewegungsübungen – der Superman

Im Tennis wird ein hohes Maß an Antizipationsfähigkeit gefordert, aber auch an die Athletik gestellt, denn ohne diese wird wohl kaum ein Spieler ein komplettes Match ohne Leistungsverlust durchhalten können.

Hintergründe zur Superman Übung

Die Superman Übung ist sehr beliebt, nicht nur in Schulen und Vereinen wird sie zur Grundlagenausbildung genutzt, sie ist auch Bestandteil von nahezu jedem Fitnessworkout. Trainiert werden hauptsächlich die Muskeln der Rückenstrecker, aber auch Arme, Beine und das Gesäß.

Vor der Übung sollte ein Übungsschwerpunkt definiert werden. In Anpassung an diese spezielle Übungsanpassung können zusätzliche Laufgewichte genutzt werden. Diese können beispielsweise (siehe Bild) am hinteren Fuß und am vorderen Arm befestigt werden.

supermann
Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Ablauf der Tennisübung Superman

Ausgehend von einer bequemen Position im Vierfüßlerstand auf einer Matte, beginnt die Übung folgendermaßen. Sowohl der vordere Arm als auch das hintere Bein werden nach oben bewegt. Dies bedeutet im Detail der Arm nach vorn oben und das Bein nach hinten oben. Sollten Laufgewichte eingesetzt werden, stellen diese eine zusätzliche Erschwernis dar. Generell ist es wichtig eine gerade Körperhaltung einzuhalten.

Ablauf/ Intensität:

3 x 12 Wdh.

Die linken und rechten Beine sollten gleichmäßig trainiert werden. Daher werden zunächst das linke Bein und der rechte Arm nach oben bewegt, im Anschluss erfolgt die gleiche Übung auf der Gegenseite.

Um die Übung zu erschweren, können Laufgewichte dazu genommen werden. Gleichzeitig kann die Bewegungsfrequenz erhöht werden.

Um die Übung zu vereinfachen kann zunächst ein Arm und dann separat das Bein vom Körper weggeführt werden.

Kategorie: Krafttraining – Autor: kd
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26. Juli 2016 um 11:45

Übung Standwaage für das Tennistraining

Koordination, Kondition und eine gute Psyche sind äußerst wichtig für ein erfolgreiches Tennisspiel. Um die nötige Balance zwischen den sportlichen Anforderungen und den hierfür benötigten Fähigkeiten halten zu können, ist es äußerst wichtig alle Aspekte mit ins Training zu integrieren, die die Leistungsfähigkeit steigern können. Die folgende Übung vereint nahezu alles in der Einleitung erwähnten Punkte.

Hintergründe der Standwaagenübung im Tennistraining

Prinzipiell gilt die Übung „Standwaage“ eher als Übung für das Grundlagentraining. Sie wird also nicht spezifisch auf das Tennisspiel zugeschnitten geübt. Der Zweck ist neben dem Muskelaufbau ebenso ein Training der Koordination, speziell, wenn wie bei dieser Übung vorgeschlagen ein Balance Pad integriert wird.

Der Vorteil des Balance Pads ist der Aufbau dieses Trainingsgerätes. Es besteht im Inneren aus einem Schaumstoff, welcher sich je nachdem wie stark sich das Körpergewicht und die Körperbewegung auf dieses auswirkt, verformt. Dadurch wird die Bewegung der Standwaage erschwert und es werden ungeahnte Muskelgruppen beansprucht.

Ablauf der Übung

standwaage_seitlich

Foto: Diplom-Sportwissenschaftler Dominik Langenegger

Ausgehend von der neutralen Stellung begibt sich der Sportler in den einbeinigen Stand. Nun werden die Arme seitlich ausgestreckt. Bei höherem Niveau kann von Beginn an das Balance Pad eingesetzt werden, jedoch darf es ruhig auch weggelassen werden, um Schritt für Schritt die Übungsintensität zu steigern.

Ausgehend vom Einbeinstand mit ausgestreckten Armen wird der Oberkörper nach unten abgesenkt. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn gleichzeitig das zweite Bein nach hinten gestreckt wird. Der Körper befindet sich dann „in Waage“. Der Oberkörper inklusive Rumpf, Kopf und Bein sollten eine Linie bilden. Beim Blick von vorn auf den Sportler bildet dieser eine T-Form.

Die Übungsdauer und Intensität sollte wie folgt gestaltet werden:

• Durchführung: 3 x
• Anzahl Wiederholungen: 10 x
• Pausen: ca. 30 Sekunden

26. Juni 2016 um 14:50

Tennistraining mit dem Balance Pad

Ein Tennisspiel kann mit unter auch mal mehrere Stunden gehen, sodass vor allem der konditionelle Faktor Ausdauer wichtig wird. Des weiteren ist ein hohes Maß an Beinkraft, aber auch an Kraft in den oberen Extremitäten wichtig. Neben Konzentration spielt vor allem der Faktor Koordination eine große Rolle. Genau an diesem Punkt setzt die folgende Übung an.

Laufschrittimitation für das Tennistraining – Was steckt hinter der Übung?

Mit dem Balance Pad kann in jeder Sportart ein Erfolg erzielt werden. Der große Vorteil ist, dass man auf diesem Trainingsgerät neben den konditionellen auch den koordinative Aspekte trainiert. Bei der folgenden Übung geht es darum eine gewohnte Bewegung – einen Laufschritt bewusst zu unterbrechen. Der dadurch hervorgerufene Reiz ist ungewohnt und somit besonders effektiv. Dadurch, dass die Übung im Einbeinstand ausgeführt wird, schult sie bereits von vorn herein die Koordination. Durch den Einsatz des Balance Pad wird dieser Faktor nochmals verstärkt wirksam.

Der im Balance Pad integrierte Schaumstoff bewirkt, dass man als Sportler stets Ausgleichsbewegungen durchführen muss. Dadurch werden Muskelgruppen verstärkt angesprochen, die bei der normalen Ausführung der Übung nicht in dem Maße beansprucht werden.

Übungsablauf

balance_pad_laufschritt seitlich

Der einbeinige Stand ist zunächst ungewohnt, wird aber während dieser Übung bereits zu Beginn eingenommen. Mit einer dynamischen Bewegung wird das Schwungbein erst nach hinten und dann nach vorn bewegt. Hierbei endet es gezielt bevor dieses im Normalfall eines Laufschritts wieder aufsetzten würde.

Das Standbein bleibt vielmehr stets am gleichen Fleck, sodass das Schwungbein einen raumgreifenden Schritt ausführen kann. Der Startpunkt ist an der tiefen Ferse hinter dem Körper. Der Endpunkt ist in etwa beim angehobenen Knie vor der Hüfte. Im Laufe der Bewegung ist der Gegenarm für eine Ausgleichsbewegung verantwortlich,

• Durchführung: 3 x
• Anzahl Wiederholungen: 10 x
• Pausen: ca. 30 Sekunden

Wichtig ist es immer wieder neue Reize zu setzten. So sollte die Übung des öfteren variiert werden. Dies kann man unter anderem dadurch bewirken, dass die Übung gezielt an einer Stelle innerhalb des Bewegungsablaufs unterbrochen wird. Dadurch wird insbesondere die Muskulatur welche zur Stabilisation des Sprunggelenks benötigt wird ganz gezielt trainiert.

Kategorie: Krafttraining – Autor: kd

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6. Februar 2016 um 12:52

Wo liegen die Overreaching-Grenzen meiner Spieler?

Die optimale Trainingssteuerung ist für Leistungssportler ein wichtiges Instrument, das sie vor Überbelastungen und damit auch vor Verletzungen schützt. Der Grat zwischen intensiven Trainingsreiz und Überlastungserscheinungen ist schmal. Treten Überlastungssymptome auf, ist es sinnvoll, frühzeitig mit effektiven Regenerationsmaßnahmen gegenzusteuern.

Überlastungszustände, das so genannte „Overreaching“, werden oftmals durch einen nicht erklärbaren Leistungsabfall festgestellt. Bei schnellen Gegenmaßnahmen der Regeneration und Kompensation kann das ursprüngliche Leistungsniveau innerhalb von wenigen Tagen und Wochen wieder hergestellt werden.

Bei längeren Überlastungszuständen ohne wirksame Regulation steht die gesamte Saison auf dem Spiel. Die Saison bei einem Tennisspieler ist lang und dauert in der Regel zwischen Januar und November an. Für die eigentliche Saisonvorbereitung bleibt daher nur wenig Zeit. Das notwenige Pensum für die Grundlagen kann in dieser kurzen Zeit nur mit ungewohnten Trainingsbelastungen, die eine sehr hohe Trainingsdichte nach sich ziehen, abgedeckt werden.

Um Überbelastungen zu verhindern, ist neben einer guten Kommunikationsebene zwischen Spieler und Trainer auch der Einsatz von leistungsdiagnostischen Instrumenten von Relevanz. Die diagnostischen Methoden der Sportwissenschaft und Sportmedizin helfen Trainern, die Trainingsbelastungen optimal zu steuern.

tennis_studie_belastung_vorbereitung

Quelle: Magazin, Forschung Frankfurt 2/2011

In einer Studie von Sportwissenschaftlern der Frankfurter Universität wurde die Vorbereitung einer Reihe von Tennisprofis leistungsdiagnostisch überwacht. Dabei handelte es sich mit Top-30-, Top-100- und Top-1000 Spielern um unterschiedliche Niveaustufen.

Die Betreuung erfolgte trainingsbegleitend und stützte sich auf parallele Längsschnittbeobachtungen von Laborparametern, Leistungsfähigkeit, physiologischen Belastungsreaktionen, kardialer autonomer Regulationsleistung und psychophysischer Befindlichkeit. Die Basis-Indikatoren waren:

  • maximale Sauerstoffaufnahme
  • maximale Herzfrequenz
  • Herzfrequenzvariabilität
  • Serum Harnstoff (Eiweißabbau Muskeln)
  • subjektive Befindlichkeit (Trainingsstress)
  • Nach 30 Trainingstagen wiesen alle Tennisspieler eine signifikant erhöhte Sauerstoffaufnahme und Schnellkraft auf. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass Tennisprofis im Zeitraum von 4 Wochen eine Belastungssteigerung auf 15-25 Stunden pro Woche tolerieren. Im Umkehrschluss brachte die Studie allerdings die Auffälligkeit hervor, dass insbesondere die Top 100 Spieler anhand der Parameter die höchste Trainingsbelastung anzeigten.

    Das zeigte sowohl der verstärkte Eiweißabbau in den Muskeln, der über den den Anstieg des Harnstoffs im Blutserum ermittelt wird und die starke Veränderung der Herzvariabilität, die auf eine starke vegetative Veränderung der Herztätigkeit schließen lässt.

    Die sich andeutende Überbelastung insbesondere in der Gruppe der Top 100 Spieler könnte mit einem anderen Saisonspielplan und dem spezifischen Belastungspensum in Verbindung stehen.

    Quelle: Autoren Dr. Christian Thiel und Prof. Dr. Dr.Winfried Banzer im Magazin „Forschung Frankfurt“

    6. Januar 2016 um 10:58

    Das Belastungs ABC entlang der kinetischen Kette

    Die tennisspezifischen Belastungsspitzen finden in diesen drei Ebenen statt:

    • Die untere Extremitäten
    • Rumpfmuskelkorsett
    • Obere Extremitäten (Schlagarmseite)

    Diese einzelnen Belastungsebenen müssen jede für sich einen hohen funktionellen Trainingsstatus aufweisen. Noch entscheidender ist aber das Zusammenwirken aller Regionen entlang der kinetischen Kette. So werden beim Tennis Teilimpulse und Kraftkomponenten zwischen der unteren Extremität, dem Rumpf und der oberen Extremität übertragen und in der kinetischen Kette auf ein Handlungsziel hin koordiniert.

    Je besser die Abstimmung und die ökonomische Weiterleitung funktioniert, umso belastungsärmer und damit verletzungsunempfindlicher ist die ausgeführte Bewegung.
    Verschieben sich die Kraftkomponenten mit der Folge einer Mehrbelastung von angrenzenden Strukturen, steigt das Risiko für Überlastungen und damit auch für Verletzungen.

    Am Beispiel eines Aufschlages kann man sehr gut erkennen, wie sich die Belastung entlang der Kinetischen Kette aufteilt und welche Regionen wie hoch beansprucht werden:

    • 54 % der Gesamtkraft in der Bein-Hüfte-Rumpf-Region
    • 13 % der Gesamtkraft in der Schulter
    • 15 % der Gesamtkraft im Ellenbogen
    • 10 % der Gesamtkraft im Handgelenk.

    kraft_belastung_tennis

    Tennis gehört zu den Sportarten mit einer geringen Verletzungsanfälligkeit. Gerade mal 0,1 Verletzungen fallen auf 1.000 Spielstunden. Das entspricht einer relativen Verletzungsanfälligkeit von 5,4 Prozent.

    Quelle: Ruhr Uni Bochum

    4. September 2015 um 10:41

    Methodische Reihe für den Vorhand Topspin 5 von 5

    Im 5ten und letzten Teil wird auf das Spielen an sich eingegangen. Hierbei wird ein Match ausgetragen, bei dem Spieler 1 (oben) nur Slice spielen darf. Spieler 2 soll versuchen aus jeder Lage Vorhand Topspin zu schlagen. Zur Sicherheit darf spieler 2 ab und zu einen Sliceball schlagen, um sich in die richtige Position zu bringen. Spielt er zwei mal Slice hintereinander, so wird dies als Punkt für seinen Gegner bewertet.

    Spieler 1: Slice in das durchsichtige Feld
    Spieler 2: Vorhand Topspin egal wohin

    Spieler 2 soll nur Vorhand Topspin spielen. Maximal ein Slice als Zwischenschlag ist erlaubt.

    Kategorie: Trainingsmethodik – Autor: kd

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