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2. Februar 2015 um 15:45

Begriffserklärung Longline und Cross

Im Tennis werden die herkömmlichen Bezeichnungen parallel, diagonal, geradeaus, nach links etc. eher selten genutzt. Hier kommen vorwiegend die Bezeichnungen Longline und Cross zum Einsatz

Longline und Cross – was bedeutet das?

Die Bezeichnung Longline ist aus dem Ursprungsland des Tennis – England – und bedeutet nichts anderes, als “entlang der Linie”. Es bedeutet ganz simpel, dass der Ball in die jeweils parallel entlang der Seitenauslinie gespielt wird. Dabei wird die Begriffsbezeichnung longline jeweils links an der Seitenauslinie, als auch rechts an der Seitenauslinie angewendet.

Eine Regel besagt, dass der Ball zum Beispiel aus der weiten Vorhand (aus Sicht eines Rechtshänders) auch am Netz vorbei in die Rückhand des Gegners (longline) gespielt werden kann. Auch wenn dann ein gewisser Winkel gespielt wird, zählt dies als longline.

Die Bezeichnung Cross bedeutet nichts anderes, als Quer bzw. diagonal auf die gegenüber liegende Ecke des Platzes. So spielt ein Rechtshänder mit wenn er den Ball Cross spielt stets in die Vorhand seines Gegners, wenn dieser auch Rechtshänder ist. Ein Vorteil des cross geschlagenen Balls ist die höhere Sicherheit, die man bei diesem Schlag hat. Die Diagonale des Platzes ist länger, dadurch kann dieser Ball mit weniger Risiko härter geschlagen werden.

Übung für den Wechsel Longline – Cross

Eine gängige Übung, die sowohl die Platzierungsvarianten Longline und Cross, als auch die Beinarbeitstechniken im Tennis schult ist folgende:

Spieler C (Zeichnung oben) spielt immer Cross (=diagonal).
Spieler A (Zeichnung unten) spielt immer Longline (=parallel)

Durch diese simple Übung trainieren beide Spieler ihre Technik und ihre Schnelligkeit auf den Beinen. Durch simple Varianten ist sie zudem anpassbar an das Spielniveau.

Jugendspieler könnten sie zum Beispiel auf kürzerer Distanz spielen. Fortgeschrittene könnten das Doppelspielfeld nutzen, um noch mehr laufen zu müssen. Außerdem bietet es sich zum Beispiel bei dem Ball Cross an, dass eine veränderte Schlagtechnik zum Einsatz kommt. Z.B. Topspin oder ein härterer Schlag. Beide Seiten sollten ihre Aufgaben tauschen, wenn eine gewisse Zeit z.B. 7 Minuten abgelaufen ist. Dann trainiert jeder einmal Cross und einmal Longline.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Übungsformen – Autor: kd
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26. Januar 2015 um 15:41

Übung zum Passierschlag

Bei Übungen zum Passierschlag werden mehrere Komponenten gleichzeitig trainiert. Zum Einen übt derjenige, der sich ans Netz begibt den Volley, zum Anderen derjenige, der den Passierschlag trainiert, wie er auf die Position des Gegners reagiert und versucht an ihm vorbeizuspielen.

Einspielen vor der Übung

Für beide Parteien – denjenigen, der den Passierschlag ausführt und denjenigen, der ihn durch Volley verhindern soll, sollten vor der Übung an die Schläge gewöhnt sein. Sie sollten sich tennisspezifisch erwärmen.

Am besten geht der Returnspieler ans Netz und beide spielen sich lockere Bälle zu. Ohne viel Tempo – eine Technikübung für beide Parteien. Einer spielt Volley, der zweite spielt ihm zunächst einfache, langsame Bälle auf die Mitte zu.

In einer kleinen Steigerung werden dann die Positionen links und rechts außen angespielt. Der Volleyspieler, muss sich also verstärkt bewegen.

Bei der dritten Steigerung wird dann der Passierschlag ab und zu hart und schnell ausgeführt, so wie es im Punktspiel sein sollte.

Aufschlag, Vorrücken, Passierschlag

Bei der folgenden Übung spielen möglichst zwei gleichstarke Teilnehmer des Trainings zusammen. Der Aufschläger spielt einen Aufschlag, bei dem er versucht im Anschluss ans Netz vorzurücken.

Sollte der Aufschlag nicht dafür geeignet sein, so findet zunächst ein Grundlinienduell statt. Aus dieser Lage heraus versucht der Aufschläger schnellstmöglich zum Netz vorzurücken. Im Anschluss trainiert der Rückschläger den Passierball.

1a links am Aufschläger vorbei
1b rechts am Aufschläger vorbei

Sollte der Volleyspieler den Ball bekommen, ist das Spiel natürlich frei und beide Spieler versuchen den Punkt für sich zu entscheiden.

Varianten der Übung

Um es demjenigen zu vereinfachen, der den Passierschlag durchführt, könnte zum Beispiel die Pflicht eingeführt werden, dass der Aufschläger nach jedem Aufschlag ans Netz laufen muss. Dadurch gelingt es ihm sicher nicht immer, die Winkel zuzumachen und auch er übt schwierige Volleys.

Autor: Matthias Bormann

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19. Januar 2015 um 15:41

Schlagtechniken – Sonderbezeichnungen im Tennis

Um sich in der Tennisszene richtig zu artikulieren, sollte man auch weitere Grundbegriffe/ Schlagbezeichnungen kennen.

Der Return

Der Return ist der Rückschlag im Tennis. Das dazu gehörige Verb heißt returniert und bedeutet soviel wie zurückgeschlagen bezogen auf den Aufschlag. Ein normal zurückgeschlagener Ball ist kein Return.

Der Return ist einer der wichtigsten Schläge im Tennis. Er ist der Eröffnungsschlag, der den Ballwechsel einleitet. Von seiner Qualität hängt der Verlauf des gesamten Ballwechsels ab. Durch einen schwachen Return bringt man seinen Gegner sofort gut ins Spiel und drängt sich selbst in die Defensive. Verfügt der Gegner über einen guten Aufschlag, so ist man häufig gezwungen diesen nur passiv zurückzulegen. Der zweite Aufschlag ist hingegen bei den meisten Spielern nicht so stark und kann aggressiver returniert werden, sodass der Aufschläger gleich unter Druck gesetzt wird.

Der Passierschlag

Vorraussetzung dafür, dass der Passierschlag angewendet wird ist, dass sich der Gegner ans Netz vor bewegt hat. Denn der Passierschlag bezeichnet einen Ball, der am Gegner vorbei, unerreichbar ins gegnerische Feld gespielt wird. Der Schlag kann sowohl mit der Vor- als auch mit der Rückhand gespielt werden.

Der Lob

Ähnlich, wie beim Passierschlag, kann der Lob (ein hoher, über den Gegner geschlagener Ball) nur angewendet werden, wenn der Gegner ans Netz vorgerückt ist. Der Schlag ist sehr risikofreudig. Gerät er zu kurz, oder zu niedrig, so kann der Gegner diesen schmettern = Smash (nächster Unterpunkt). Generell ist es für den Gegner möglich, bei guter Antizipation und Schnelligkeit den Lob noch zu erreichen und selbst wieder in die Offensive zu gehen.

Im Profibereich wird der Lob meist als Topspin gespielt. Dadurch erfährt der Ball eine gebogene Flugkurve und wird schneller. Dadurch ist er kaum noch zu erreichen.

Der Schmetterball

Der Schmetterball wird im Tennis auch als Smash bezeichnet. Er ähnelt der Schlagausführung des Aufschlags und kann nur dann angewendet werden, wenn der Lob (vorhergehender Unterpunkt) zu kurz oder zu niedrig ausgeführt wurde. Ein Smash führt meist zum Punktgewinn, da dieser sehr hohe Geschwindigkeiten aus kürzester Distanz zum gegnerischen Spieler erreicht.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Technik – Autor: kd
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12. Januar 2015 um 15:40

Tennis Theorie – Die Schlagarten

Bisher wurden bereits sehr viele Texte veröffentlicht, bei denen vorausgesetzt wurde, dass die erwähnten Schlagarten bereits bekannt sind. Nun wird auch für Anfänger erklärt, welche Unterschiede es gibt. Insbesondere wird auf Sonderformen der bekanntesten Schlagtechniken eingegangen.

Sonderschläge – Drive, Topspin und Slice

Zunächst muss zu den Schlagarten erwähnt werden, dass es prinzipiell Vorhand, Rückhand und Aufschlag gibt. Der Aufschlag wird von nahezu allen Spielern mit der Vorhand ausgeführt.

Die Schlagtechnik “Drive” wird neben dem Topspin am häufigsten angewendet. Ein Synonym, ist der sog. “gerade Schlag”. Der Drive kann sowohl mit der Vor- als auch mit der Rückhand gespielt werden.

Nach dem Aufschlag und dem “Schmetterball” ist der Drive der schnellste Ball, der im Tennis gespielt wird. Der Return ist dennoch einfacher, als z.B. bei einem Topspin. Der Drive wird in der Regel dazu genutzt einen Winner oder einen Passierschlag zu spielen. Im Gegenzug zum Topspin wird der Drive selten im passiven Spiel im hinteren Drittel des Feldes verwendet.

Die Schlagtechnik “Topspin” wird neben dem Drive am häufigsten gespielt. Spin bedeutet soviel wie Rotation, Top bedeutet soviel, wie schnell – also ein schnell gespielter Ball mit Rotation, wobei hier die Betonung auf der Rotation liegt. Es gibt auch Topspins, die langsam gespielt werden und dennoch sehr sehr viel Rotation haben. Der Vorteil des Topspins liegt im Absprungverhalten. Auf dem Spielfeld springt der Ball bei gut ausgeführter Technik sehr weit nach oben ab, zudem ist es möglich sehr starke Winkel zu spielen.

Die Schlagtechnik “Slice” wird häufig im passiven Spiel angewendet. Dem Ball wird eine Rückwärtsrotation verliehen. Dadurch fliegt der Ball häufig sehr flach über das Netz. Beim Aufkommen springt der Ball sehr häufig fast gar nicht oder eben nur sehr flach ab.

Taktisch bietet sich der Slice vor allem an, wenn man in die Defensive gedrängt wird. Dann verschafft man sich die nötige Zeit, um einen eigenen Angriff zu planen. Diese Zeit kann ebenso genutzt werden, um schnell ans Netz vorzulaufen. Dabei kommt es wieder auf den richtigen Mix der Strategien an.

Der richtige Mix – Schlagtechniken variieren

Die Mehrzahl der Tennisspieler pflegt einen offensiven Spielstil. Diese Spielweise beinhaltet viele Topspins und Drive Schläge. Bei geeigneten Bällen wird ebenso der Weg zum Netz gesucht.

Dieser Spielstil führt häufig zum Erfolg, abhängig vom Trainingspensum und von den eigenen Fähigkeiten. Dennoch ist es wichtig ab und zu Änderungen in sein Spiel einzubauen. Dadurch ist die Strategie nicht so genau vorhersehbar.

Autor: Matthias Bormann

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5. Januar 2015 um 15:38

Weitere Spielstrategien im Tennis

Neben dem Serve and Volley gibt es weitere Spielstrategien, die entweder auf dem geeigneten Untergrund oder ausgehend von der persönlichen Spielanlage verfolgt werden.

Das Grundlinienspiel

Das Grundlinienspiel wird gerade von Anfängern, in den unteren Ligen, aber auch von Profis in Perfektion bevorzugt. Durch mehr oder weniger sichere Bälle warten beide Spieler ab, bis sich eine gute Position ergibt, aus der heraus sie dann das Tempo erhöhen können, um den Punktgewinn zu erzielen.

Eine beliebte Taktik hierbei ist, dass die weiten Laufwege angespielt werden. Dies bedeutet, dass der erste Ball in die weite Rückhand und der zweite Ball in die weite Vorhand gespielt wird. Wenn sich der Gegner auf dieses Wechselspiel “eingestellt” hat, wird dann ab und zu mal gegen die Laufrichtung gespielt. Dies führt zu Verwirrung und bringt oft bereits beim ersten solchen Schlag einen direkten Punkt.

Generell benötigt man für diese Taktik einen langen Atem. In vielen Fällen reichen ein oder zwei gut platzierte Bälle noch nicht aus, um zu punkten. Als Schlagtechnik werden für diese Taktik häufig Topspins angewendet.

Das Chip and Charge

Das Chip and Charge Spiel ist mit Vorsicht bzw. mit viel Risiko verbunden. Der Rückschlagspieler beantwortet den Aufschlag mit einem Angriffsball und rückt sofort ans Netz vor. Der Angriffsschlag wird auch als Chip bezeichnet. Der Weg zum Netz in diesem Fall als Charge.

Genau wie beim Serve and Volley wird versucht den Ballwechsel schnell zu beenden. Die Spielweise ist sehr riskant und wird i.d.R. nur gegen den zweiten Aufschlag angewendet. Im Gegenzug setzt es den Gegner unter Druck. Er müsste auch beim zweiten Aufschlag mehr riskieren, um nicht einem Angriffschlag ausgesetzt zu werden.

Inside-Out-Schläge

Die Vierte und letzte häufig angewendete Spielweise nennt sich inside-out. Hierbei werden die Bälle von innen nach außen (Übersetzung inside out) gespielt. Dabei umläuft der Spieler häufig die Rückhand, um mit der stärkeren Vorhand zu spielen.

Diese Taktik ist sehr kraftaufwendig, jedoch findet sie häufig Anwendung, da die Hebelwirkung mit der Vorhand deutlich besser ist, als mit der Rückhand. Wenn die Rückhand von der Rückhandseite umlaufen wird, wird sehr häufig diagonal (cross) gespielt. Dadurch wird Druck und Tempo aufgebaut, sodass der Gegner oft durch diese Bälle bei seinem Return kürzer wird und schließlich der Punktgewinn leichter wird.

Der Schlag parallel (longline) aus der umlaufenen Rückhand nennt sich übrigens Inside-In.

Zusammenfassung Spielweisen:

  • Serve and Volley (nach einem harten Aufschlag wird der Weg zum Netz gesucht, um anschließend mit Volley zu punkten)
  • Grundlinienspiel (lange Ballwechsel über die Grundlinie)
  • Chip and Charge (Angriff des Aufschlags mit anschießendem Weg zum Netz + Volley)
  • Inside Out Schläge (Umlaufen der Rückhand, Spiel diagonal danach)

Autor: Matthias Bormann

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28. Dezember 2014 um 15:37

Serve and Volley – Strategie 2

Die Serve and Volley Strategie lässt sich ebenso anwenden, wenn ein Spieler über nicht so viel Kraft verfügt. Dann muss mit Platzierung und Genauigkeit gearbeitet werden.

Genauigkeit zur Vorbereitung

Für die nächste Möglichkeit beim Serve and Volleyspiel ist eine sehr große Genauigkeit gefordert. Das Service sollte dabei mit sehr viel Schnitt und gut platziert auf die Ecken des Aufschlagfeldes gespielt werden. Dabei ist das Tempo nicht so entscheidend, vielmehr kommt es darauf an, dass viel Schnitt dazu führt, dass der Gegner einen stärkeren Winkel spielen muss.

Der Schnitt wirkt dann in der Regel nach außen, sodass der Spieler weit weg von der Mitte gedrängt wird. Durch die geringe Geschwindigkeit hat der Aufschläger zudem mehr Zeit sich zum Netz zu zu bewegen und kann sich dort besser positionieren. Er kann so besser die Winkel abdecken.

Die häufigste Aufschlagform für diese taktische Maßnahme ist der Kick-Aufschlag mit Vorwärtsrotation. Bei diesem Schnitt springt der Ball nach oben ab, wodurch es für den Rückschläger schwer wird den Ball flach über das Netz zu spielen. Vielmehr kommt es zu hohem Absprung und der Volley wird dadurch einfacher. Ein Spieler, der diese taktische Variante sehr gut beherrscht(e) war Jon McEnroe.

Serve and Volley – der richtige Mix

Bei der Spielweise Serve and Volley kommt es auf den richtigen Mix drauf an. Zum Einen ist es kräftemäßig schwer jeden Aufschlag hart und schnell zu spielen, zum anderen stellt sich der Gegner darauf ein.

Eine typische Variante ist die, dass zunächst als erster Aufschlag der harte gerade Aufschlag gewählt wird. Da dieser Schlag mit viel Risiko verbunden ist, so ist es nicht selten der Fall, dass es zum zweiten Aufschlag aufgrund eines Fehlers kommt. Dann wird der sichere Aufschlag mit viel Seitenschnitt gewählt, der den Gegner nach außen drängt.

Generell ist es auch mal gut, selbst bei eigenem Aufschlag den Gegner etwas kommen zu lassen. Dadurch wird er in seinem Returnverhalten irritiert. Nicht nach jedem Aufschlag sollte man es also als Dogma ansehen Serve and Volley zu spielen.

Autor: Matthias Bormann

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21. Dezember 2014 um 15:33

Serve and Volley als Returnspieler (Chip and Charge)

Die Spielweise Serve and Volley wird in der Regel von Spielern mit sehr gutem Aufschlag praktiziert. Aber auch beim Rückschlag ist es möglich ans Netz zu gehen, um sich einen Vorteil zu erarbeiten.

Der Rückschlag viele Überlegungen in Sekundenschnelle

Die Entscheidung ob ein Spieler nach einem Return ans Netz gehen sollte, muss gut durchdacht werden. Generell bietet sich dieser Spielzug nur dann an, wenn es der vorangegangene Aufschlag des Gegners erlaubt.

Ist dieser von der Platzierung geeignet?
Hat er die richtige Länge/ Kürze?
Ist die Geschwindigkeit entsprechend langsam?

Wenn es der vorangegangene Aufschlag gestattet, ist schnelles agieren gefragt. Entscheidend ist die Platzierung des Rückschlags. Dieser sollte möglichst einen weiten Laufweg für den Gegner bedeuten. Die Platzierung ist hierbei entscheidend. Wichtig ist weit an die Grundlinie zu spielen, den Gegner unter Druck zu setzen. Bei einem passiven Rückschlag ist es nicht angebracht ans Netz vorzurücken.

Übung, um nach dem Return ans Netz vorzurücken

Wie bereits beschrieben, sollte man nicht bei jedem Aufschlag des Gegners ans Netz stürmen. Bei sehr guten Aufschlägen, die gerade so noch bekommen werden, setzt der Gegner einen selbst unter Druck, dann wird ein Volley sehr sehr schwer.

Dementsprechend wird auch die Übung ausgelegt. Der Aufschläger schlägt einen von drei Aufschlägen hart (wie einen ersten Aufschlag) und zwei von drei Aufschlägen eher sicher und nicht ganz so hart (wie einen zweiten Aufschlag).

Der Rückschläger muss also entscheiden, nach welchem Aufschlag er sich traut ans Netz vorzurücken. Der Rückschlag sollte dann entweder weit in die Vorhand (1a) oder weit in die Rückhand (1b) in die Nähe der Grundlinie gespielt werden.

Direkt nach dem Rückschlag läuft er ans Netz und nimmt in etwa eine mittige Position ein. Von dort aus versucht er seinen Gegner mittels Volley unter Druck zu setzen.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: Einer von drei Aufschlägen hart
  • Aufschläger: zwei von drei Aufschlägen normal
  • Rückschläger: bei normalen Aufschlägen Rückschlag (1a oder 1b) und Weg zum Netz
  • Rückschläger: bei hartem Aufschlag Block
  • Beide Spieler: frei

Autor: Matthias Bormann

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14. Dezember 2014 um 15:30

Serve and Volley – Varianten

Im Bericht von letzter Woche ging es um den Serve and Volley in der Theorie. Als zweites wurde ein Praxisbeispiel aufgegriffen, welches den schnellen Punktgewinn trainiert.

Serve and Volley Rückschlagtraining

Besonders schwer lässt sich ein Volley spielen, wenn der Gegner den Aufschlag (Service) direkt auf die Füße retourniert. Der Volleyspieler ist dann häufig gezwungen den Ball aus der Halbdistanz einmal auf dem Boden aufkommen zu lassen.

Dieser “Halbvolley” ist schwer zu kontrollieren und sollte deshalb unbedingt trainiert werden, wenn der Spielstil Serve and Volley verfestigt wird.

Auch der Rückschlag auf die Füße ist nicht einfach. Im normalen Spiel wird häufig versucht möglichst weit auf die Grundlinie zu spielen, um seinen Gegner nach hinten zu drängen. Im Anschluss wird der eigene Angriff vorbereitet.

Beim Rückschlag auf die Füße, ist die Schlagtechnik Topspin wohl am besten geeignet. Durch die Flugkurve kommt der Ball sicherer übers Netz und senkt sich dann schnell und mit Vorwärtsrotation nach unten.

Serve and Volley – Rückschlag auf die Füße

Die Übung mit der Variante “Serve and Volley” auf die Füße ist recht schnell erklärt. Der Aufschläger spielt einen sicheren, bei hohem Spielniveau harten Aufschlag auf die weite Vorhand (Siehe Bild).

Dieser wird longline als Topspin retourniert. Dabei soll der Rückschläger versuchen in etwa die Linie zur Aufschlagsbegrenzung zu treffen. Dies hat den Nebeneffekt, dass der Ball häufig auf die Füße vom Aufschläger kommt und dieser gezwungen ist den Ball erst nach dem aufkommen auf dem Boden zu spielen. Nach dem Halbvolley ist das Spiel frei. Beide Spieler versuchen den Punkt für sich zu entscheiden.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: Service auf die weite Vorhand
  • Rückschläger: Longline mit Topspin auf die Füße
  • Aufschläger: Volley, bzw. Halbvolley

Variante:

  • Rückschläger: cross
  • Rückschläger: direkt auf die Füße auf die Mitte spielen
  • Rückschläger: Lob (5 bis maximal 10 % der gespielten Bälle)

Autor: Matthias Bormann

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7. Dezember 2014 um 14:25

Spielstrategien im Tennis – Serve and Volley

Jeder Spieler hat unterschiedlich stark ausgeprägte Stärken und Schwächen. Bei der Wahl des Spielstils, der Strategie sollten diese individuellen Fähigkeiten und auch die Gegebenheiten des Untergrunds einkalkuliert werden.

Serve and Volley – Variante 1

Der Spielstil von Boris Becker begeisterte Millionen Deutsche Tennisfans. Nach seinem Aufschlag folgte er diesem sehr häufig in Richtung Netz. Von dort aus war es sein Ziel den Ballwechsel schnell mit einem Volley abzuschließen.

Das Serve and Volley wird in zwei Grundvarianten gelehrt. Strategie 1 ist dabei zunächst einen harten Aufschlag zu wählen. Wenn dieser glückt, so hat der Gegner eine sehr kurze Reaktionszeit. Dies führt dazu, dass er den Ball oft nur blocken kann, er also nur passiv zurückspielt.

Das Tempo des Aufschlags wird sozusagen etwas abgeschwächt zurückgegeben. Dadurch hat der Ball noch ordentlich Fahrt drauf und der Volleyspieler muss sehr schnell nach vorn gehen. Im Gegenzug ist der entscheidende Vorteil, dass genau dieses Tempo beim Volleyschlag mitgenommen wird. Häufig muss der erste Volley auf Höhe der T-Linie genommen werden. Der dorthin platzierte Schlag ist das Ziel des Rückschlägers. Durch einen Topspin auf die Füße, ist der Serve and Volley Spieler gezwungen den Ball aus der Halbdistanz zu nehmen, was deutlich schwerer ist, als ein direkter Volley.

Übung zum Serve and Volley – Variante 1

Zwei Trainingspartner trainieren miteinander. Der Aufschläger (oben) wird wie in der Beschreibung möglichst hart gespielt. Der Rückschläger blockt diesen und versucht den Ball mit diesem Block an seinem Gegner vorbeizuspielen (siehe Bild).

Wichtig ist, dass der Aufschläger sofort den Weg zum Netz sucht (rote durchgezogene Linie). Die Übung soll den ersten Volley trainieren. Dieser soll möglichst gleich zum Punktgewinn genutzt werden.

Sollte der Aufschlag zu langsam kommen, darf der Rückschläger natürlich auch härter versuchen einen Passierschlag zu spielen.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: harter Aufschlag in Rückhand (Laufweg zum Netz)
  • Rückschläger: Retourn als Block 1a ode 1b
  • Aufschläger: Volley, möglichst tödlich
  • Beide Seiten: frei

Varianten:

  • Aufschläger: bei missglücktem Aufschlag an Grundlinie bleiben
  • Rückschläger: ab und zu einen Rückschlag auf die Füße

Autor: Matthias Bormann

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30. November 2014 um 14:25

Taktiken im Doppel – Offensive vs. Defensive

Häufig sind sehr offensive Spielerpaarungen anzutreffen. Aufschlag – ans Netz rücken und abdichten, ist dann angesagt. Doch es gibt auch Spielzüge von Defensivkünstlern, wie man sie häufig in unteren Ligen antrifft, die erfolgreich sind.

Offensive Taktik im Doppel

Die meisten Tennisspieler wählen eine aggressive Taktik im Doppel, um schnellstmöglich ans Netz vorzustoßen und schließlich den Gegner mit schnellem Volleyspiel in die Bedrängnis zu bringen.

Das sog. Chip and Charge wird hierbei angewendet. Der Rückschläger rückt ebenso, wie sein Partner direkt nach dem aggressiven Retourn, welcher als Chip bezeichnet wird ans Netz. Per Volley wird dann versucht den Ballwechsel schnell zu beenden.

Besonders häufig kommt diese Spielweise zum Einsatz, wenn der zweite Aufschlag, der häufig nicht ganz so aggressiv gespielt wird, angewendet werden muss. Häufig führt diese Spielweise zur Verunsicherung des Gegners. Ist das Chip and Charge mehrfach geglückt, fühlt sich der Gegner gezwungen den 2ten Aufschlag aggressiver zu spielen und macht schneller einen Doppelfehler.

Defensive Taktik im Doppel?

Gerade in Unterklassischen Ligen wird die Chip and Charge Taktik nicht so häufig angesetzt. Zu oft sind erfahrene Spieler auf der Grundlinie sehr sicher und spielen gute Passierbälle.

Das Grundlinienspiel findet dort auch häufig im Doppel statt. Das Ziel ist es durch sehr sicher gespielte Bälle zunächst keinen Fehler zu machen. Beide Doppelpartner befinden sich dann sehr nah an der Grundlinie. Häufig wird versucht in extreme Winkel zu spielen, um nach dem Rückschlag dieses Balls die nötige Lücke zu finden um dann noch aggressiver zu werden.

Für diese Taktik wird ein langer Atem benötigt. Oftmals sind die Punkte erst nach vielen Ballwechseln erspielt, in denen der Gegner immer weiter nach außen gedrängt wird.

Ein Wechsel zum Netzspiel ist auch bei der eher defensiven Taktik als Überraschungsvariante eine Option für den einen oder anderen Punktgewinn.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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