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21. Dezember 2014 um 15:33

Serve and Volley als Returnspieler (Chip and Charge)

Die Spielweise Serve and Volley wird in der Regel von Spielern mit sehr gutem Aufschlag praktiziert. Aber auch beim Rückschlag ist es möglich ans Netz zu gehen, um sich einen Vorteil zu erarbeiten.

Der Rückschlag viele Überlegungen in Sekundenschnelle

Die Entscheidung ob ein Spieler nach einem Return ans Netz gehen sollte, muss gut durchdacht werden. Generell bietet sich dieser Spielzug nur dann an, wenn es der vorangegangene Aufschlag des Gegners erlaubt.

Ist dieser von der Platzierung geeignet?
Hat er die richtige Länge/ Kürze?
Ist die Geschwindigkeit entsprechend langsam?

Wenn es der vorangegangene Aufschlag gestattet, ist schnelles agieren gefragt. Entscheidend ist die Platzierung des Rückschlags. Dieser sollte möglichst einen weiten Laufweg für den Gegner bedeuten. Die Platzierung ist hierbei entscheidend. Wichtig ist weit an die Grundlinie zu spielen, den Gegner unter Druck zu setzen. Bei einem passiven Rückschlag ist es nicht angebracht ans Netz vorzurücken.

Übung, um nach dem Return ans Netz vorzurücken

Wie bereits beschrieben, sollte man nicht bei jedem Aufschlag des Gegners ans Netz stürmen. Bei sehr guten Aufschlägen, die gerade so noch bekommen werden, setzt der Gegner einen selbst unter Druck, dann wird ein Volley sehr sehr schwer.

Dementsprechend wird auch die Übung ausgelegt. Der Aufschläger schlägt einen von drei Aufschlägen hart (wie einen ersten Aufschlag) und zwei von drei Aufschlägen eher sicher und nicht ganz so hart (wie einen zweiten Aufschlag).

Der Rückschläger muss also entscheiden, nach welchem Aufschlag er sich traut ans Netz vorzurücken. Der Rückschlag sollte dann entweder weit in die Vorhand (1a) oder weit in die Rückhand (1b) in die Nähe der Grundlinie gespielt werden.

Direkt nach dem Rückschlag läuft er ans Netz und nimmt in etwa eine mittige Position ein. Von dort aus versucht er seinen Gegner mittels Volley unter Druck zu setzen.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: Einer von drei Aufschlägen hart
  • Aufschläger: zwei von drei Aufschlägen normal
  • Rückschläger: bei normalen Aufschlägen Rückschlag (1a oder 1b) und Weg zum Netz
  • Rückschläger: bei hartem Aufschlag Block
  • Beide Spieler: frei

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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14. Dezember 2014 um 15:30

Serve and Volley – Varianten

Im Bericht von letzter Woche ging es um den Serve and Volley in der Theorie. Als zweites wurde ein Praxisbeispiel aufgegriffen, welches den schnellen Punktgewinn trainiert.

Serve and Volley Rückschlagtraining

Besonders schwer lässt sich ein Volley spielen, wenn der Gegner den Aufschlag (Service) direkt auf die Füße retourniert. Der Volleyspieler ist dann häufig gezwungen den Ball aus der Halbdistanz einmal auf dem Boden aufkommen zu lassen.

Dieser “Halbvolley” ist schwer zu kontrollieren und sollte deshalb unbedingt trainiert werden, wenn der Spielstil Serve and Volley verfestigt wird.

Auch der Rückschlag auf die Füße ist nicht einfach. Im normalen Spiel wird häufig versucht möglichst weit auf die Grundlinie zu spielen, um seinen Gegner nach hinten zu drängen. Im Anschluss wird der eigene Angriff vorbereitet.

Beim Rückschlag auf die Füße, ist die Schlagtechnik Topspin wohl am besten geeignet. Durch die Flugkurve kommt der Ball sicherer übers Netz und senkt sich dann schnell und mit Vorwärtsrotation nach unten.

Serve and Volley – Rückschlag auf die Füße

Die Übung mit der Variante “Serve and Volley” auf die Füße ist recht schnell erklärt. Der Aufschläger spielt einen sicheren, bei hohem Spielniveau harten Aufschlag auf die weite Vorhand (Siehe Bild).

Dieser wird longline als Topspin retourniert. Dabei soll der Rückschläger versuchen in etwa die Linie zur Aufschlagsbegrenzung zu treffen. Dies hat den Nebeneffekt, dass der Ball häufig auf die Füße vom Aufschläger kommt und dieser gezwungen ist den Ball erst nach dem aufkommen auf dem Boden zu spielen. Nach dem Halbvolley ist das Spiel frei. Beide Spieler versuchen den Punkt für sich zu entscheiden.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: Service auf die weite Vorhand
  • Rückschläger: Longline mit Topspin auf die Füße
  • Aufschläger: Volley, bzw. Halbvolley

Variante:

  • Rückschläger: cross
  • Rückschläger: direkt auf die Füße auf die Mitte spielen
  • Rückschläger: Lob (5 bis maximal 10 % der gespielten Bälle)

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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7. Dezember 2014 um 14:25

Spielstrategien im Tennis – Serve and Volley

Jeder Spieler hat unterschiedlich stark ausgeprägte Stärken und Schwächen. Bei der Wahl des Spielstils, der Strategie sollten diese individuellen Fähigkeiten und auch die Gegebenheiten des Untergrunds einkalkuliert werden.

Serve and Volley – Variante 1

Der Spielstil von Boris Becker begeisterte Millionen Deutsche Tennisfans. Nach seinem Aufschlag folgte er diesem sehr häufig in Richtung Netz. Von dort aus war es sein Ziel den Ballwechsel schnell mit einem Volley abzuschließen.

Das Serve and Volley wird in zwei Grundvarianten gelehrt. Strategie 1 ist dabei zunächst einen harten Aufschlag zu wählen. Wenn dieser glückt, so hat der Gegner eine sehr kurze Reaktionszeit. Dies führt dazu, dass er den Ball oft nur blocken kann, er also nur passiv zurückspielt.

Das Tempo des Aufschlags wird sozusagen etwas abgeschwächt zurückgegeben. Dadurch hat der Ball noch ordentlich Fahrt drauf und der Volleyspieler muss sehr schnell nach vorn gehen. Im Gegenzug ist der entscheidende Vorteil, dass genau dieses Tempo beim Volleyschlag mitgenommen wird. Häufig muss der erste Volley auf Höhe der T-Linie genommen werden. Der dorthin platzierte Schlag ist das Ziel des Rückschlägers. Durch einen Topspin auf die Füße, ist der Serve and Volley Spieler gezwungen den Ball aus der Halbdistanz zu nehmen, was deutlich schwerer ist, als ein direkter Volley.

Übung zum Serve and Volley – Variante 1

Zwei Trainingspartner trainieren miteinander. Der Aufschläger (oben) wird wie in der Beschreibung möglichst hart gespielt. Der Rückschläger blockt diesen und versucht den Ball mit diesem Block an seinem Gegner vorbeizuspielen (siehe Bild).

Wichtig ist, dass der Aufschläger sofort den Weg zum Netz sucht (rote durchgezogene Linie). Die Übung soll den ersten Volley trainieren. Dieser soll möglichst gleich zum Punktgewinn genutzt werden.

Sollte der Aufschlag zu langsam kommen, darf der Rückschläger natürlich auch härter versuchen einen Passierschlag zu spielen.

Kurzbeschreibung:

  • Aufschläger: harter Aufschlag in Rückhand (Laufweg zum Netz)
  • Rückschläger: Retourn als Block 1a ode 1b
  • Aufschläger: Volley, möglichst tödlich
  • Beide Seiten: frei

Varianten:

  • Aufschläger: bei missglücktem Aufschlag an Grundlinie bleiben
  • Rückschläger: ab und zu einen Rückschlag auf die Füße

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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30. November 2014 um 14:25

Taktiken im Doppel – Offensive vs. Defensive

Häufig sind sehr offensive Spielerpaarungen anzutreffen. Aufschlag – ans Netz rücken und abdichten, ist dann angesagt. Doch es gibt auch Spielzüge von Defensivkünstlern, wie man sie häufig in unteren Ligen antrifft, die erfolgreich sind.

Offensive Taktik im Doppel

Die meisten Tennisspieler wählen eine aggressive Taktik im Doppel, um schnellstmöglich ans Netz vorzustoßen und schließlich den Gegner mit schnellem Volleyspiel in die Bedrängnis zu bringen.

Das sog. Chip and Charge wird hierbei angewendet. Der Rückschläger rückt ebenso, wie sein Partner direkt nach dem aggressiven Retourn, welcher als Chip bezeichnet wird ans Netz. Per Volley wird dann versucht den Ballwechsel schnell zu beenden.

Besonders häufig kommt diese Spielweise zum Einsatz, wenn der zweite Aufschlag, der häufig nicht ganz so aggressiv gespielt wird, angewendet werden muss. Häufig führt diese Spielweise zur Verunsicherung des Gegners. Ist das Chip and Charge mehrfach geglückt, fühlt sich der Gegner gezwungen den 2ten Aufschlag aggressiver zu spielen und macht schneller einen Doppelfehler.

Defensive Taktik im Doppel?

Gerade in Unterklassischen Ligen wird die Chip and Charge Taktik nicht so häufig angesetzt. Zu oft sind erfahrene Spieler auf der Grundlinie sehr sicher und spielen gute Passierbälle.

Das Grundlinienspiel findet dort auch häufig im Doppel statt. Das Ziel ist es durch sehr sicher gespielte Bälle zunächst keinen Fehler zu machen. Beide Doppelpartner befinden sich dann sehr nah an der Grundlinie. Häufig wird versucht in extreme Winkel zu spielen, um nach dem Rückschlag dieses Balls die nötige Lücke zu finden um dann noch aggressiver zu werden.

Für diese Taktik wird ein langer Atem benötigt. Oftmals sind die Punkte erst nach vielen Ballwechseln erspielt, in denen der Gegner immer weiter nach außen gedrängt wird.

Ein Wechsel zum Netzspiel ist auch bei der eher defensiven Taktik als Überraschungsvariante eine Option für den einen oder anderen Punktgewinn.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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24. November 2014 um 14:24

Taktik im Doppel als Rückschläger

Dem Gegner das Aufschlagspiel abzunehmen ist im Doppel schwerer, als den eigenen Aufschlag durchzubekommen. Nicht zuletzt entscheiden taktische Aspekte, ob dies glückt.

Die Aufgabe des Retournierers

Zunächst ist die Position des Retournierers wichtig. Um schnelle Aufschläge besser zu entschärfen, sollte die Position ca. ein Meter hinter der Grundlinie in der Winkelhalbierenden sein. Dadurch ist man auf beide äußere Platzierungsmöglichkeiten vorbereitet.

Wenn möglich, sollte der Rückschlag nicht zu hoch erfolgen, da dann die Gefahr eines tödlichen Volleys droht. Der Retourn sollte also möglichst auf die Füße des Aufschlägers/ des Partners des Aufschlägers erfolgen. Eine gute Variante ist es häufig auch longline zu spielen. Ein Lob ist eher ungeeignet bzw. sollte die Situation wirklich passen und die Technik 1A beherrscht werden.

Generell sollte fast jeder 2te Aufschlag aggressiv zurückgeschlagen werden. So schnell wie möglich ist der Weg zum Netz zu suchen.

Die Aufgabe des Partners des Retournierers

Der Partner des Retournierers sollte sich in etwa 1 m neben der Mitte befinden. Bei langsamen Aufschlägen, oder Aufschlägen, die vom Gefühl her vom Partner gut retourniert werden, sollte weiter zum Netz aufgerückt werden.

Bei geglücktem Return ist das Aufrücken Pflicht. Sollte ein sehr harter, gut platzierter Aufschlag vom gegnerischen Spieler geschlagen wurden sein, so ist der Weg zurück zur Grundline zu suchen.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Doppel – Autor: kd
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14. November 2014 um 14:22

Taktik im Doppel bei eigenem Aufschlag

Im Doppel gibt es zahlreiche Taktiken. Einige Grundsätze werden bei den folgenden Zeilen erläutert.

Grundsätze zur Taktik beim Aufschläger

Die Position beim eigenen Aufschlag sollte ca. 1 bis 2 Meter rechts/ links von der abgrenzenden Mittellinie sein. Dadurch suggeriert man dem gegnerischen Doppel, dass der Aufschlag sowohl auf deren Vor- als auch auf deren Rückhand geschlagen werden kann.

Generell sollten möglichst viele Aufschläge in die Mitte gespielt werden, da sich dadurch beide Spieler bereits bei der ersten Annahme geringfügig in die Quere kommen. Unter Berücksichtigung der gegnerischen Stärken und Schwächen, ist zudem zu berücksichtigen, dass die meisten Spieler auf der Vorhand stärker sind, also ist der Schlag auf die Rückhand stets eine sinnvolle Option.

Vor allem der zweite Aufschlag, sollte häufig auf die Rückhand gehen. Technisch ist dieser vor allem longline recht anspruchsvoll, daher sollte dieser häufig trainiert werden.

Taktische Aspekte des Partners des Aufschlägers

Generell sollte der Partner des Aufschlägers seine Anfangsposition bereits mittig ausrichten. Die exakte Position sollte durch Erfahrungen während des Trainings unter beiden Spielern geklärt werden.

Die Aufgabe ist es den Return bereits am Netz abzufangen. Dabei ist es sinnvoll, wenn sich der Partner des Aufschlägers mit dem Aufschläger abspricht. Wichtig ist zu wissen, welcher Aufschlag angewendet wird, um auch den Return besser antizipieren zu können. Er sollte sich zudem viel bewegen, um das gegnerische Paar zu täuschen.

Grundsätze zur Taktik während des Spiels

Während des Matches ist es das Ziel seine Gegner stets in die Bedrängnis zu bringen. Dies erreicht man z.B. dadurch, dass der Weg zum Netz so schnell wie möglich gesucht wird. Ist diese Position von beiden Spielern geschaffen, ist es schwer an ihnen vorbeizukommen.

Der Weg zum Netz muss natürlich mit einem guten Schlag vorbereitet werden, am besten bereits durch einen schlagkräftigen Aufschlag. Generell sollten Flugbälle (vor allem bei tiefem Volley) häufig durch die Mitte gespielt werden.

Autor: Matthias Bormann

7. November 2014 um 14:21

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 3

Die Schlägerblattstellung ist ein Indiz für die Erkennung der Richtung in die ein Schlag geht. Die nächste Übung soll die Wahrnehmung der Stellung des Schlägerblattes schulen.

Vorhand oder Rückhand

Bei der folgenden Partnerübung sollten möglichst zwei gleichstarke Tennisspieler zusammenspielen. Spieler 1 spielt jeden Ball auf die Vorhand von Spieler 2. Dieser entscheidet nach jedem gespielten Ball aufs Neue, in welche Richtung er diesen spielt. Nach der Devise “Entweder in die Vorhand, oder in die Rückhand” entscheidet er stets darüber, in welche Richtung sein Trainingspartner “gejagt” wird.

Dies trainiert zum Einen die Antizipation, zum anderen die Reaktionsfähigkeit. Spieler 2 kann zudem versuchen die Richtung des gespielten Balls möglichst lange geheim zu halten. Dazu kann er versuchen den Richtungswechsel nur mit Arm und Schläger bzw. Schlägerblatt einzuleiten. Dies ist eine Möglichkeit eine Finte bzw. eine Art versteckten Richtungswechsel zu spielen.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, um parallel zu spielen. Möglichkeit eins ist es dabei seinen rechten Fuß (Beschreibung aus Sicht eines Rechtshänders) ein Stück nach hinten, zu nehmen. Dadurch wird der passende Winkel des gesamten Körpers erreicht. Die zweite Möglichkeit besteht darin, dies durch eine Neigung des Arms bzw. des Handgelenks zu realisieren. Dabei bleiben die Füße auf der gleichen Stelle, wie wenn diagonal gespielt wird.

Zielstellung und Nutzen

Das frühzeitige Erkennen von Richtungswechseln ist entscheidend, um auf gegnerische Finten reagieren zu können. Es kommt sehr häufig vor, dass ein Duell, egal, ob mit der Vorhand oder mit der Rückhand durch einen parallelen Ball entschieden wird.

Der longline gespielte Ball muss dann nicht mal zwingend schnell, sondern nur im richtigen Moment und gut platziert gespielt werden. Oft ist nicht der longline gespielte Ball zu gut, sondern nur die Antizipation dessen zu schlecht.

Autor: Matthias Bormann

30. Oktober 2014 um 14:06

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 2

Die folgende Übung trainiert wieder die Antizipationsfähigkeit im Tennis. Dabei geht es primär darum die Schlagtechnik des Gegners zu erkennen und schließlich darauf zu reagieren.

Topspin oder gerader Schlag (ohne Schnitt)

Wie die Überschrift bereits verrät, wird entweder Topspin oder ein gerader Schlag gespielt.
Es spielen zwei Trainingspartner zusammen. Einer der beiden wird ausgewählt. Er spielt jeden Ball entweder als Topspin oder als geraden, schnittlosen Ball.

Die gewählte Schlagtechnik soll von seinem Trainingspartner erkannt werden. Um zu beweisen, dass die Schlagtechnik richtig antizipiert bzw. erkannt wurde, gibt es verschiedene Varianten, um die Übung durchzuführen.

Zum einen ist es möglich, ganz simpel dieses anzusagen. Spieler 1 schlägt Topspin, Spieler 2 ruft ihm ein Stichwort zu. Zum Beispiel “Top”. Das wird zwar nach einer Weile langweilig, aber man kommt miteinander während des Trainings ins Gespräch.

Die nächste Variante ist, auf den gespielten Ball in einer gewissen Art zu reagieren. Zum Beispiel immer dann, wenn Spieler 1 Topspin spielte, muss Spieler 2 parallel spielen. Wird ein Ball von Spieler 1 als schnittloser, gerader Schlag gespielt, so muss diagonal gespielt werden. Auf diese Art und Weise müssen beide Spieler immer auf der Hut sein und die Konzentration hoch halten.

Ziel der Übung

Das Ziel der Übung ist es ein Auge für den gespielten Schnitt des Gegners zu bekommen. Viele erkennen diesen erst, wenn es zu spät ist, wenn der Ball bereits auf dem Rasen/ Sand aufgekommen ist.

Für diejenigen, denen es schwer fällt den Schnitt des Gegners einzuschätzen, ist es hilfreich auf den Schläger ihrer Kontrahenten zu schauen. Wenn der Fokus der Übung darauf gesetzt wird, trainiert die Übung die Antizipation als eine Möglichkeit, Probleme bei der Erkennung von Schnitt zu bewältigen.

Generell ist die Reaktion auf den gespielten Schnitt des Gegners zu schulen immer wichtig. Nicht wenige unterschätzen diesen und halten das Schlägerblatt zu offen oder geschlossen und machen dadurch Fehler beim Rückschlag.

Autor: Matthias Bormann

24. Oktober 2014 um 14:06

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Teil 1

Tennis ist eine Sportart, bei der es oft darauf ankommt zu ahnen, was der Gegner macht. Die sog. Antizipationsfähigkeit ist bei dem einen gut ausgeprägt, der andere benötigt hierfür einiges an Übung. Sie ist definitiv trainierbar.

Antizipationsfähigkeit trainieren

Es gibt zahlreiche Übungen, bei denen die Antizipationsfähigkeit trainiert werden kann. Es ist durchaus sinnvoll ein derartiges Training beispielsweise während der Erwärmung mit einzubauen.

Beispiel 1: Vorahnung – Einschätzung von Ballflugkurven

Egal in welcher Ballsportart, mit welcher Ballgröße – die Flugbahn des Balls einzuschätzen ist eine grundlegende koordinative Fähigkeit, die trainiert werden sollte. Bei dem folgenden Beispiel müssen zwei Trainingspartner zusammen sein.

Einer wirft den Ball senkrecht nach oben. Kurz nach dem Abwurf oder am Scheitelpunkt, macht er die Augen zu. Die Aufgabe besteht darin, zu antizipieren, wann der Ball den Boden erreicht hat. Genau zu dem Zeitpunkt soll er ein akustisches Signal von sich geben. Der Sparringspartner überprüft, ob die Aufgabe gelöst wurde und begleitet ihn bei Verbesserungen.

Beispiel 2: Aufschlag – Schnitt antizipieren

Es üben wieder zwei Personen zusammen. Der Aufschläger wählt bewusst langsame Aufschläge. Diese werden allerdings vom Schnitt her variiert. Slice, Kick usw.

Der Rückschläger lässt solange die Augen zu, bis der Ballabsprung vom Schläger zu hören ist.

Slice oder Stoppball

Bei jedem Ballwechsel hat der Tennisspieler die Möglichkeit zwischen mehreren Schlagarten zu entscheiden. Je nach taktischer Situation wird dann Slice, Topspin oder ein Stoppball gespielt. In der Regel sollte man den Gegner so oft wie möglich unter Druck setzen. Zahlreiche Situationen erlauben auch Stoppbälle als gute Alternative. Diese zu antizipieren wird bei der folgenden Übung trainiert.

Nach einem Aufschlag in die Rückhand (Übung erklärt aus Sicht von zwei Rechtshändern) spielen beide Partner Slice mit der Rückhand. Je nach Situation entscheidet einer der beiden beliebig, wann ein Stoppball gesetzt wird.

Ziel der Übung:

Erkennung der verschiedenen Schlagarten aus dem Augenwinkel
Verbesserung der Antizipationsfähigkeit
Parallel: Training der Reaktionsfähigkeit

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Koordination – Autor: kd
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17. Oktober 2014 um 09:13

Übungen mit Wahlreaktion im Tennis – Theorie

Wahlreaktionen im Tennis können sich zum Einen auf die Schlagart (Topspin, Slice) beziehen, zum Anderen auch auf die Platzierung, welche vom agierenden Spieler gewählt wird (in VH oder in RH spielen).

Schlagart variieren

Je variabler ein Tennisspieler agiert, umso effektiver wird sein Spiel. Durch eine häufige Variation der Schläge, z.B. durch Spin und Tempovariation kann sich der Gegner schlecht auf ein immer wiederkehrendes Schema einstellen.

Dies kann auch trainiert werden. Zum Beispiel indem beim Spiel Cross Cross ein Trainingspartner passiv spielt und der zweite bewusst einmal schnittlos und einmal Topspin im Wechsel spielt. Variationen sind bei dieser Übung mit allen Schlagtechniken möglich.

Kein Ball kommt auf die gleiche Stelle im Punktspiel

Das im Punktspiel jeder versucht seinen Kontrahenten auszuspielen ist allen bekannt. Jedoch ist es die Kunst diverse Schläge des Gegners zu ahnen (Antizipation) oder auch als agierender Spieler möglichst ohne nachdenken zu müssen, den Gegner gezielt auszuspielen.

Um dies zu verinnerlichen werden diverse Bewegungsmuster einstudiert, welche in Trainingsübungen eingebaut werden können. Ein Beispiel für eine taktische Maßnahme, die viele unbewusst anwenden ist es den gegnerischen Spieler weit auf die Rückhand nach außen zu treiben. Durch zwei oder mehrere gut platzierte Bälle weit nach außen, wird dieser zur Seite gedrängt. Im Anschluss wird weit in die Vorhand gespielt. Diesen Ball können die wenigsten so hart und platziert zurückspielen, dass der Punktgewinn noch möglich ist.

Die Artikel in den folgenden Wochen zielen darauf ab, dass diese und ähnliche Wahlreaktionen einstudiert werden. Das Antizipation bewusst trainiert wird und das eine Bewegungsabwandlung (z.B. im letzten Moment gegen die Laufrichtung spielen) einstudiert werden.

Autor: Matthias Bormann

Kategorie: Taktik – Autor: kd
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